Klub will Cas einschalten: Cardiff setzt Streit um Sala-Ablöse fort


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Emiliano Sala war im Januar bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Es ist Zwist mit fadem Beigeschmack: Zwei Fußballklubs streiten um Ablöse für einen Spieler. Doch Emiliano Sala ist im Januar bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen und spielte nie für seinen neuen Verein. Dass nun trotzdem soll, passt den Walisern nicht.

Im Fall des bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen argentinischen Fußballprofis Emiliano Sala geht der englische Zweitligist Cardiff City gegen die Entscheidung des Weltverbandes Fifa im Ablösestreit in Berufung und ruft den Internationalen Sportgerichtshof Cas an. teilte der Klub in einem Statement mit.

“Wir werden uns an den Cas wenden, um eine Entscheidung zu treffen, die alle relevanten Vertragsinformationen berücksichtigt und Klarheit über die vollständige Rechtslage zwischen unseren beiden Vereinen schafft”, hieß es in dem Schreiben der Waliser. “Es gibt nach wie vor eindeutige Beweise dafür, dass der Transfervertrag niemals in Übereinstimmung mit mehreren vertraglichen Anforderungen, die von Nantes angefordert wurden, abgeschlossen wurde, wodurch er für nichtig erklärt wird”, schrieben die Verantwortlichen weiter. Man sei “ enttäuscht” von der Fifa-Entscheidung gewesen.

Erste Rate soll gezahlt werden

Die Fifa hatte am Montag entschieden, dass Cardiff dem französischen Erstligisten FC Nantes zunächst sechs Millionen Euro zahlen müsse. Nantes hatte sich im Januar mit dem späteren Premier-League-Absteiger auf einen Wechsel des argentinischen Stürmers für umgerechnet 17 Millionen Euro geeinigt. Der 28-jährige Sala war zwei Tage nach Verkündung des Transfers mit einem über dem Ärmelkanal abgestürzt. Er war von Frankreich aus auf dem Weg zu seinem neuen Verein in Wales gewesen.

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Die nun fällige Summe sei gleichbedeutend mit der ersten Rate, die gemäß der zwischen den beiden Parteien am 19. Januar 2019 abgeschlossenen Transfervereinbarung fällig sei, erklärte die Fifa. Vor dieser Entscheidung hatte sich der walisische Klub geweigert, die ursprünglich vereinbarte Ablösesumme zu zahlen. Nantes reichte daraufhin im Februar eine Klage ein.

Der 28-jährige Sala war am 21. Januar beim Absturz einer Privatmaschine über dem Ärmelkanal ums Leben gekommen. Er befand sich auf dem Weg zu seinem neuen Klub in Cardiff, der den Argentinier zwei Tage zuvor von Nantes verpflichtet hatte.



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