Krankenhäuser in Corona-Zwangslage: “Situation ist entspannter als vor einem Jahr”


In Deutschlands Krankenhäusern werden zig Intensivbetten z. Hd. Corona-Patienten vorgehalten – und bleiben leer. Von einem Notzustand ist vielerorts nichts zu spüren. Mediziner wollen zurück zum Normalbetrieb, um andere Schwerkranke zu sichern.

Mittelpunkt März bereiteten sich Deutschlands Krankenhäuser hinauf Horrorszenarien wie in Italien oder Spanien vor. derzeitige Situation sieht freilich differenzierend aus. Die Infektionszahlen hat man im Griffstück. Und die Krankenhäuser stillstehen z. Hd. Notfälle zur Hand – mehr denn dies: Mediziner beklagen, dass Intensivplätze vermehrt unbewohnt bleiben. Ebendiese müsste man nun freilich z. Hd. andere Patienten nutzen und den regulären Klinikbetrieb schrittweise wieder hochfahren – denn sonst sind Covid-unabhängig Menschenleben in Gefahr.

Laut dieser Deutschen Interdisziplinären Vereinigung z. Hd. Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind deutschlandweit 11.245 von 26.457 Intensivbetten unbewohnt (Stand 16. vierter Monat des Jahres 12 Uhr). Reservebetten noch nicht mitgezählt. “Bis auf wenige Ausnahmen besteht keine Notsituation mehr. Wir haben in allen Bundesländern freie Kapazitäten”, sagt dieser Vorsitzender dieser Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, im Unterschied zu ntv.de. Die freien Einlagern seien “eine sehr gute Reserve im Verhältnis zu Covid-Patienten, die beatmet werden müssen”. 1945 von 2614 in Krankenhäusern behandelten Covid-Patienten benötigen laut DIVI derzeit Beatmungsanlagen.

“Entspannte Situation in den Krankenhäusern”

Italienische Verhältnisse? Im Gegenteil. Es gäbe lediglich “punktuelle Hot-Spots”, so Gaß. Wenn einzelne Krankenhäuser derzeit satt seien, dann läge dies daran, dass sich in dieser Nähe wie ein betroffenes Seniorenzentrum befinde oder viele Krankenhausmitarbeiter erkrankt seien. “Abgesehen davon haben wir eine entspannte Situation in den Krankenhäusern. Sogar entspannter als vor einem Jahr zum gleichen Zeitpunkt”, sagt dieser DKG-Vorsitzender.

Gähnende Langeweile herrsche im Krankenhaus zwar nicht. Dennoch darüber hinaus die verschiedensten Fachdisziplinen gäbe es flächendeckend verdongeln Rückgang an Patienten und damit weniger zu tun. “Die Chirurgen stehen normalerweise im OP und operieren Patienten”, so Gaß. “Wenn diese jetzt aber nicht da sind, herrscht jetzt eine objektive Unterbeschäftigung bei den Chirurgen.” Man hätte den Überbau dieser Intensivkapazitäten und Beatmungsplätzen und dies Umorganisieren seit dem Zeitpunkt Februar, in dem wie Mitwirkender in Schulungen geschickt, Dienstzeiten neu reguliert und Patienten abbestellt wurden, siegreich abgesperrt. Insoweit müsste nun “eine schrittweise Wiederaufnahme der Regelversorgung” erfolgen.

“Sonst gefährdet man Menschenleben”

Denn die entspannte Position in den Krankenhäusern besteht aus einem besorgniserregenden Grund: Die Aufrufe von Kanzlerin , Gesundheitsminister Jens Spahn und den Ministerpräsidenten an die Krankenhäuser, Leistungen, die medizinisch nicht vorrangig unumgänglich sind, jetzt nicht durchzuführen, hätten laut Gaß dazu geführt, “dass viele Patienten auf den Wartelisten stehen oder nicht ins Krankenhaus kommen wollen – aus Sorge vor Infizierungen oder weil sie Covid-Patienten keinen Platz wegnehmen wollen.” Wie 30 solange bis 40 v. H. weniger Fälle Verdächtigung hinauf Myokardinfarkt oder Schlaganfall kämen derzeit in die Kliniken.

Thomas Münzel, Chefarzt am Zentrum z. Hd. Kardiologie dieser Universitätsmedizin Mainz, erklärt im Unterschied zu ntv.de, wie bedrohlich selbige Situation ist: “Menschen, die an einem drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall leiden, haben zwar ihre Beschwerden, aber stellen diese hinten an.” So würden dringende Symptome nicht verbissen genug genommen und die Volk kämen folglich erst zu tardiv ins Krankenhaus. “Aber bei diesen Patienten zählt jede Minute”, warnt Münzel. In seiner Klinik gäbe es nun vermehrt Komplikationen durch dies Zuspätkommen, Herzscheidewände würden einreißen oder Patienten eine Herztransplantation benötigen. “Die, die kommen, bei denen ist das allerhöchste Eisenbahn. Das ist schon dramatisch. Insofern sollten wir jetzt Kapazitäten freigeben und den Regelbetrieb etwas hochfahren.”

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Seltenheitswert haben darüber hinaus die Praxen würden wenige Patienten eingeliefert, weil selbige teilweise geschlossen seien oder nicht zuletzt dort die Patienten weniger hingingen, sagt dieser Kardiologe: “Die Menschen warten jetzt, bis es nicht mehr geht und irgendwann der Notarzt kommen muss.” Er würde am liebsten eine Aufmerksamkeits-Kampagne von dieser Politik sehen, die dieser Verein mitteilt: Wenn ihr Brustschmerzen habt, wartet nicht ab, sondern sofort. Die Ärzte sind da und kümmern sich. “Es wäre jetzt ein Fehler, für die medizinischen Bereiche, wo Zeit ein wichtiger Faktor ist, die freien Kapazitäten nicht zu nutzen”, mahnt Münzel. “Sonst gefährdet man Menschenleben.”

“Schieben eine Bugwelle von Patienten vor uns her”

Andere, die unter dieser derzeitigen Position leiden, sind Krebspatienten. Normalerweise gibt es z. Hd. sie in Deutschland keine Wartezeiten. Dasjenige funktioniert heute in dem Metrik nicht mehr. “Wenn entschieden wird, dass es nicht so ein schnell wachsender Krebs ist, wird die Behandlung schon mal Wochen oder Monaten zurückgestellt”, sagt DKG-Vorsitzender Gaß. “Für den Patienten ist das auch psychisch eine dramatische Lage und eine hohe Belastung.” Er hofft so gesehen dringlich hinauf ein Zeichen aus dieser Politik.

Dennoch die Weisungen und Verordnungen von und Ländern, in denen die Krankenhäuser aufgefordert werden, nicht unbedingt notwendige Behandlungen derzeit nicht durchzuführen und Kapazitäten freizuhalten, gelten weiterhin. Zusätzlich die Freigabe von Geschäften und Schulen wird zwar diskutiert, freilich die Kliniken fasst die Politik derzeit nicht an. Ein Fehler? “Wir schieben eine Bugwelle von Patienten vor uns her, die irgendwie abgearbeitet werden muss”, warnt Gaß. Eine Woge von zu behandelnden Fällen, die nichts mit dem Coronavirus zu tun nach sich ziehen – die freilich nicht zuletzt paretisch werden muss, damit die Krankenhäuser nicht irgendwann überfordert werden.

Zu welcher Zeit handelt die Politik?

Für jedes den Sachverhalt, dass es wieder spürbar steigende Infektionszahlen mit dem Coronavirus spendieren sollte, könnte schnell darauf reagiert werden. “Wir wissen, dass wenn die Infektionszahlen morgen ansteigen würden, wir dann im Zeitversatz von zwei Wochen steigende Patientenzahlen in den Krankenhäusern hätten”, sagt dieser DKG-Vorsitzender. So tief dauert es, solange bis ein Infizierter so schwergewichtig erkrankt, dass er ins Krankenhaus muss – dass dies gar nötig ist. “Es ist nicht so, dass morgen die Infektionszahlen hochgehen und übermorgen die Patienten in die Krankenhäuser kommen.”

Dieser Zeitversatz würde den Kliniken geben, wohnhaft bei einer neuen Corona-Woge den Normalbetrieb wieder zurückzuführen und hinauf die Ausnahmesituation von heute zurückzuschwenken. Mit dem Rauswurf aus Intensivbereichen müssten Nicht-Covid-Infizierte dann nicht zuletzt nicht rechnen, weil es laut Gaß “in den Krankenhäusern eine Durchschnittsverweildauer von sieben Tagen gibt”. Führte man verdongeln Aufnahmestopp von regulären Patienten wieder ein, hätte man sukzessive nicht zuletzt wieder die freien Kapazitäten z. Hd. die Covid-Infizierten zur Verfügung.

Handele die Politik jetzt nicht, so DKG-Vorsitzender Gaß, nehme man weiter “Kollateralschäden in Kauf”. Dasjenige sei Mittelpunkt März richtig gewesen, weil man Bilder aus Italien vor Augen gehabt habe. “Jetzt wissen wir aber, dass wir die Infektionszahlen im Griff haben und damit die Behandlungsnotwendigkeit im Krankenhaus unter Kontrolle”, sagt er. Die anderen Patienten dürften jetzt schlichtweg nicht mehr unberücksichtigt, sondern müssten versorgt werden. “Man muss jetzt eine andere Risikoabwägung treffen. Wir haben die Kapazitäten, die muss man jetzt auch nutzen.” Von den 11.000 freien Intensivbetten könnte man 5000 unbewohnt lassen. “Aber die Krankenhäuser jetzt weiter im Stand-by zu lassen, finde ich der Situation nicht angemessen.”



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