Kult-Schiri fordert Maß z. Hd. die Halbzeitpause


Geschichten z. Hd. die Sommerpause: Wolf-Dieter Ahlenfelder ist eine echte Bundesliga-Legende. Dieser fiel durch seine extravagante Weise gen und fabrizierte herrliche Geschichten. Mit einer sorgte er gen dem Betzenberg einst nicht nur z. Hd. Verwunderung.

Dieser Mann war ein echter Typ – durch und durch. Nicht immer reibungslos, im Unterschied dazu reibungslos unverwechselbar. Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder ist nicht nur wegen seines legendären (Fehl-)Pfiffs nachher 32 Minuten zur Halbzeitpause beim Spiel Werder Bremen gegen Hannover 96 am 08. November 1975 in die Vergangenheit welcher Spiel um das runde Leder-Bundesliga komprimiert.

“Ahli”, wie er sich selbst gerne nannte, sorgte gleichwohl ebenso mit vielen heiteren Anekdoten z. Hd. Hektik und Unterhaltung in welcher bunten Kickerwelt. Und: Er wusste gen die Gesamtheit und in jeder Situation eine Replik – war die Frage oder welcher Möglichkeit noch so nicht geheuer. Unvergessen, wie Ahlenfelder gen mögliche Schiedsrichter-Bestechungsversuche reagierte: “Ich sag’ mal so: Die Tür im Hotel habe ich einen Spaltbreit aufgelassen, in der Hoffnung, da kommt noch wer. Doch das Einzige, das am anderen Morgen steif war, ist mein Hals gewesen.”

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Jürgen Klinsmann leidet betrübt, Ahli hat die Gesamtheit im Griffstück.

Dieser Mann aus dem Ruhrgebiet liebte seinen Job, unabhängig davon, wie viel bzw. wenig man ihm zu diesem Zweck zahlte. Und gleichwohl denn man ihn viele Jahre nachher seinem Karriereende damit konfrontierte, dass die heutige Schiedsrichter-Generation mittlerweile 3.000 Euro und mehr pro Spiel bekomme, war ihm dies egal. “Ich brauche nur 15 Euro für ein Pilsken und Frikadellen”, sagte er dann, grinste und strich sich zärtlich extra den Bauchansatz. Er selbst hatte übrigens in seinen Anfängen nur 24 Mark erhalten. Die leichte Wampe jedoch hatte er schon einst zu seiner aktiven Zeit – und sie kam nicht von ungefähr. Doch er stand immer zu seiner kleinen Schwäche – welches gleichwohl früher schon keine Selbstverständlichkeit war: “Ich kenne andere Schiedsrichter, die sind auch keine Waisenkinder. Die sollen mal ehrlich sein: Wer geht schon gerne in eine Kneipe und trinkt nur ein Bier?”

“Du spielst wie ein Arsch!”

Selbst gen dem Spielfeld half ihm seine Leidenschaft z. Hd. den kühlen Gerstensaft, um schwierige Situationen zu entschärfen. Wie einmal Bochums Libero Jupp Tenhagen von kurzer Dauer vor einem Platzverweis stand, holte Ahli ihn zu sich und sagte mit leiser, im Unterschied dazu entschiedener Votum: “Hömma, Jupp. Ein bissken ruhiger jetzt. Wir wollen doch gleich noch schön einen Pott Bier zusammen schlürfen, oder nicht?” Jupp Tenhagen strahlt noch heute, wenn er an die Operation denkt: “Der Ahli brauchte keine Karten. Danach wusste ich genau, was ich zu tun hatte und später haben wir dann tatsächlich in unserer Vereinsgaststätte noch ein Pils zusammen getrunken.”

Die Karten ließ Ahlenfelder gleichwohl in einem anderen Sachverhalt in welcher Tasche. Am 21. November 1987 sagte er beim Spiel des VfB Stuttgart gegen Quadratestadt zum beinharten Waldhof-Buben Dieter Finke: “Lass dich auswechseln, sonst wechsel ich dich aus!” Mannheims Trainer Felix Latzke reagierte einst sofort, wechselte Finke aus und bewahrte ihn so vor einer Roten Straßenkarte. Dieser DFB fand die Operation gewiss nicht so toll und verpasste Ahlenfelder eine Denkpause. Doch dies Schwatzen und Klönen gen dem Spielfeld ließ sich Ahli trotz nicht nehmen.

Und so löste er kleinere Auseinandersetzungen immer wieder gen seine ganz eigene, unverwechselbare Weise – stets nachher dem Stichwort: “Wenn einer motzt, dann motze ich zurück.” Wie eines Tages Bayerns Weltmeister Paul Breitner zu ihm sagte: “Du pfeifst wie ein Arsch!”, reagierte Ahli herzhaft mit einem: “Und du spielst wie ein Arsch!” Ein anderes Mal sprach Breitner den Unparteiischen vielfach mit “du Affe” an, doch Ahlenfelder ließ seine Karten ruhig in welcher Brusttasche. Er konterte gegensätzlich dem bärtigen Star des FC Hollywood möglichst völlig gelassen: “Schau mal in den Spiegel, Breitner, dann weißt du Bescheid.” Und wenn einmal gleichwohl solch eine Ansage nichts half, dann wusste sich Ahli gerade differenzierend zu helfen: “Wenn ich als Schiri in der Bundesliga zum Einsatz kam, benutzte ich immer eine italienische Polizei-Pfeife. Wenn ich da reingeblasen habe, gingen den Spielern die Schnürsenkel auf.”

“Leere Pullen zurückwerfen”

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Mit Wolf-Dieter Ahlenfelder denn Schiedsrichter war keine noch so brenzlige Situation ein größeres Problem. Dasjenige wussten sie gleichwohl gen dem gefürchteten Kaiserslauterer Betzenberg. Wie einmal, wie man einst zu sagen pflegte, ein “Problemspiel” (heute würde man wohl von einer “Hochsicherheits”-Runde sprechen) anstand, kam extra welcher Schiedsrichterbetreuer des FCK, Rudi Merk, zu Ahlenfelder und seinen beiden Linienrichtern in die Kabine. Dieser Betreuer äußerte die Befürchtung, es könnten an diesem Tag Flaschen aufs Spielfeld geworfen werden. Man unterhielt sich und demnach präsentierte Ahli dem Vater des späteren Fifa-Schiris Markus Merk zur Problemlösung die wohl genialste Idee seiner Karriere.

Ahli erinnert sich: “Da kam dann der Einsatzleiter rein mit so ‘nem Walki-Talki und wat nicht alles und sagte: ‘Herr Ahlenfelder, wir haben hier heute einen Großeinsatz!’ Ich sag: ‘Ja und?’ ‘Wie wollen wir das denn händeln? Wie soll das denn überhaupt vonstattengehen?’ Ich sag: ‘Mach doch kein Scheiß da. Leere Pullen sofort, puhhff, zurück.’ ‘Wie bitte?’ ‘Ich sag, sofort zurück.’ ‘Ja, und was machen wir dann mit den vollen?’ ‘Einsammeln. In der Halbzeit werden wir uns lecker einen kredenzen.'” Dann grinste Wolf-Dieter Ahlenfelder und zeigte mit gespreiztem Daumen und Zeigefinger, wie reibungslos man gleichwohl die größten Probleme kreativ in den Griffstück bekommen konnte, wenn man denn nur wollte.