Kunst und Gleichberechtigung – geht dies?


Seit dieser Zeit Jahren ist Georg Baselitz einer jener wichtigsten Künstler. Und hat trotz Kindern Karriere gemacht – wie Künstlerin wäre er wohl nicht so weit gekommen. Parität ist im Kunstbetrieb ein Fremdwort, findet Künstlerin Christine Reifenberger. Mit ntv.de spricht sie gut ihre Erfahrungen.

Geöffnet zum Besten von ! Welches zum Besten von ein Fortschritt. Seit dieser Zeit genau 100 Jahren die Erlaubnis haben Künstlerinnen an jener Kunstakademie in Düsseldorf studieren. Gleichwohl ist die Kunst deswegen weiblicher geworden? Die Mehrheit jener Studierenden an Hochschulen in sind inzwischen Frauen. Obwohl: Im Kunstbetrieb wird immer noch um Gleichberechtigung gekämpft, denn Frauen sind weniger als zu erwarten. Ein Kind zu bekommen, ist zum Besten von eine Künstlerin in aller Regel ein Karrierekiller. Gleichwohl es tut sich welches. Künstlerinnen wie Christine Reifenberger zusammenbringen sich und zeugen mit Initiativen wie EWVA hinauf sie Situation bei der Sache. In diesem Fall geht es nicht um Frauenemanzipation oder um die Forderung nachdem einer Quote, sondern um systematische Veränderungen. Mit bau-m.com.de hat Christine Reifenberger gut ihren Weg in jener Kunst mit Kind gesprochen. Den konnte sie allen Stolpersteinen zum Unlust während möglich sein. Die 54-Jährige hebt wunderbare Farbmalerei ins Dreidimensionale, sie kleinen und größeren Explosionen, in denen schillernde Farben mühelos ineinander fließen, bleiben trivial spannend. Sympathisch und ungeschützt erzählt die Kölner Malerin in ihrem mit Farbspritzern übersäten Künstlerwerkstatt von ihren Erlebnissen und ihrem Engagement zum Besten von Künstlerinnen.

ntv.de: Warum ist dies Themenkreis Parität in jener Kunst derzeit so präsent?

Christine Reifenberger: Die Empörung jener Frauen ist nicht mehr zu bremsen.

100 Jahre nachdem jener Leck jener Akademien zum Besten von Frauen schlägt jetzt die Woge namentlich hoch. Ein Tsunami scheint sich aufzubauen.

Selbst frage mich wirklich, warum dauert dies so ewig? Selbst bin fassungslos. In den Anfängen meiner Bildung dachte ich, wir sind mit dem Themenkreis Equality durch.

Sie waren Meisterschülerin an jener Düsseldorfer Hochschule im Zusammenhang Gotthard Graubner, jener zum Besten von seine lichten, monochromen Kissengemälde veröffentlicht ist. Wie nach sich ziehen Sie sie Zeit erlebt?

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Christine Reifenberger hebt Farbmalerei ins Dreidimensionale.

(Foto: Martin Streit)

Es war richtig gut. Qua ich 1992 in Düsseldorf anfing, gab es keine Unterschiede. Wir waren in jener Lebensart genauso viele Frauen wie Männer. Graubner hat sich zwar wie Vorarbeiter inszeniert, im Kontrast dazu Neben… gesagt, dass Frauen zum Teil begabter sind wie Männer. Und dann im Nebensatz erwähnt, dass sie sich nicht durchsetzen können. Er hatte zum Besten von sämtliche die gleiche Wertschätzung und hat mich wie Künstlerin genauso gefördert wie die männlichen Kollegen.

Zu welcher Zeit wurde lichtvoll, dass die Parität nur ein Wunschdenken war?

Ein Jahr nachdem Finale meines Studiums mit 32 Jahren habe ich meinen Sohn bekommen. Durch meine Lehre zum Besten von Theatermalerei an jener Oper in München war ich später fertig. Schon wie veröffentlicht wurde, dass ich schwanger war, hieß es: “Na, wie geht es mit der wohl weiter?” Noch krasser im Kontrast dazu war, wie ich mit meinem kleinen Sohn Paul an jener Hand zu einer Eröffnung in eine Galerie ging, die gleichsam an einer Zusammenarbeit neugierig war. Selbst wurde von jener Galeristin nicht mal mehr angeschaut.

Welches hat dies zum Besten von eine Gefühlslage erzeugt?

Es war erniedrigend. Selbst war eine stolze, gut ausgebildete Malerin, war ausgezeichnet worden und wurde unterstützt. Plötzlich stehst du mit Kind da und sämtliche verpassen dich. Man denkt immer, im Kunstbereich sei was auch immer so ungenutzt und reflektiert, im Kontrast dazu es läuft schlimmer ab, wie in jener . Wir sind wie selbständige Unternehmerinnen sowieso Einzelkämpferinnen und mit Kind traut man uns nichts mehr zu. Reisen zu Ausstellungen oder Stipendien werden schwierig, im Kontrast dazu wären machbar. Erst jetzt, 20 Jahre später, denken die Institutionen langsam um und vergeben Stipendien Neben… an Erziehungsberechtigte oder Ältere, deswegen 40 plus. Altersgrenzen werden aufgehoben, weil man in jener Kunst feststellt, es gibt verschiedene Lebensläufe und Entwicklungen.

Jetzt könnte man sagen, Ihr Schicksal ist dies jener Generation 50 plus, heute ist was auch immer unterschiedlich und ein Kind in jener Kunstwelt ist kein Karrierekiller mehr?

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Die Farben fließen im Zusammenhang jener Malerin virtuell mühelos ineinander.

(Foto: MaTjÖ)

Nein, die Mutterschaft ist immer noch ein Themenkreis. Qua Mentorin begleite ich jüngere Künstlerinnen. In einem Gespräch erzählte ich einem Museumdirektor meine Historie, jener schaute mich mitleidig an. Qua er sagte, dies sei ja heute nicht mehr so, widersprachen ihm rein junge Frauen. Dasjenige war vor vier Jahren. In Clubhouse höre ich von Mitzwanzigerinnen, dass es heute noch genauso passiert.

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Wovon liegt dies?

Dasjenige ist die Frage. Wir Deutschen sind mit dies Schlusslicht in Europa, welches Frauenthemen anbelangt. Vielleicht liegt es Neben… an unserer Vergangenheit. Dieses Ethos “du bist Mutter, musst dich kümmern und bist verantwortlich” ist ein extremes Denkmuster, dies noch so präsent ist. Qua Nullipara überfallen vereinen durchaus selbst sie Vorurteile. Wir zu tun sein gesamtgesellschaftlich umdenken und umfühlen.

Engagieren Sie sich insoweit wie Mentorin?

Ja, dies ist im Kontrast dazu vor allem eine gute Starthilfe. Mentoring ist wichtig, du brauchst wie junge Künstlerin trivial Unterstützung. Du musst , wie dies mit Galerien läuft, du im Zusammenhang Verträgen respektieren musst. Qua junge Nullipara war ich euphorisch, dachte, ich kann Mauern einreißen, im Kontrast dazu ab 30 war ich nur noch verunsichert. Linie an Kunsthochschulen, wie jener in Düsseldorf, ging es nur um künstlerische Inhalte und in meinem Kern den Kampf um die Farbmalerei. Künstlerin zu sein ist ein harter Weg und hat mit vielen Krisen zu tun. Oft wird eine künstlerische Status erst wirklich interessant, die 40 überschritten ist.

Im Übrigen künstlerische Status, Ihre Funktionieren hatten schon zeitig eine so starke Proposition, dass ein Sammler sie kontinuierlich gekauft hat.

Ja, dies hat irgendetwas Märchenhaftes. Zwei Jahre nachdem meinem Ende an jener Hochschule habe ich Volker Kahmen wieder getroffen. Jener Sammler und Kunsthistoriker hatte eine kleine Kohlezeichnung von mir gekauft, wie ich noch studierte, und sie – nachdem seiner damaligen Paradigma – zwischen einem Giacometti und Oskar Schlemmer aufgehängt. Er meinte zu mir, sie hätte “wohl” Verbleiben und wollte mich im Künstlerwerkstatt kommen. Dort kaufte er meine gesamte aktuelle Produktion.

Er wurde mehrjährig in schwierigen Zeiten Ihr Mentor, welches hat ihn getriggert?

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Dazu hat er in einem von ihm aufgelegten Katalog zu einer Einzelausstellung irgendetwas Schönes gesagt: “Du befindest dich in einer sehr vielschichtigen Welt. Dein großer Vorteil ist es, dass du deine Bildwelt offen und beweglich hältst, jenseits aller festgelegten Rezepte. Die Eigenheiten deiner Arbeiten ermöglichen dir diese Freiheit.”

Sich nicht derangieren zu lassen und den eigenen Trampelpfad zu möglich sein, hat Neben… welches mit Stärkemehl und Wissbegierde zu tun. Warum nach sich ziehen Sie “Equality for Women in Visual Arts” gegründet?

Meine Künstlerkollegin Annebarbe Kau hat mich angesprochen, ob ich EWVA mitgründen möchte. Sie selbst stand ganz oft vor einer Professur, die dann im Kontrast dazu doch ein Mann bekommen hat.

Wer sich zum Besten von Frauenthemen engagiert, wird gerne etikettiert, deswegen mal ganz unumwunden gefragt: Sind Sie eine Feministin?

Nein! Dasjenige sage ich Neben… immer wieder. Tatsächlich im Kontrast dazu habe ich nicht so gute Erfahrungen mit einigen Männern gut 60. Die beäugen mein jetziges Engagement unbequem und Neben… Sammler ziehen sich zurück. Monetär ist dies vielmehr schädlich. Die letzte Woge war so männerfeindlich. Dasjenige wäre jener größte Fehler, den wir jetzt wiederholen könnten.

Welches wollen Sie mit jener Initiative EWVA gelingen?

Wir sind keine Aktivistinnen, im Kontrast dazu wir wollen Frauen zusammenbringen und sind diejenigen, die nachfragen. Unser Impulssymposium “Let’s talk” hat ohne Rest durch zwei teilbar hinauf jener Raketenstation jener Museumsinsel Hombroich im Zusammenhang Neuss stattgefunden. Es war großartig, wir nach sich ziehen vereinen Tag weit unbequem mit Gästen aus Paris, , London, Basel, Eupen, Düsseldorf und Köln diskutiert. Wir sind stolz, welches zum Besten von weibliche Power freigesetzt wurde. In diesem Fall hat sich so eine breite Vielfalt an Möglichkeiten gezeigt.

Zum Denkweise?

Wie man sich engagieren kann. In diesem Fall ist es egal, ob wie Institution, aus jener Wissenschaft hervor oder wie Sammler*in oder Künstler*in. Es geht um die gleiche Sache: Die Parität in jener Kunstwelt muss so selbstverständlich sein, dass keiner mehr drüber redet. Die Lücke tut sich vor allem im monetären Einsatzfeld hinauf, wenn es in Galerien um Verkauf geht. Verschmelzen Künstler würde keiner fragen, wie willst du dies mit Kind schaffen? Unter Annalena Baerbock wird dies jetzt Neben… thematisiert, im Kontrast dazu im Zusammenhang Armin Laschet interessieren Kinder nicht.

Welches ist die Quintessenz des Symposiums?

Dasjenige Themenkreis Parität in jener Kunst darf trivial nicht mehr unter den Tisch fliegen. Selbst bin gespannt hinauf den Streifen gut unser Symposium, jener ohne Rest durch zwei teilbar noch geschnitten wird. Da kann sich jeder die spannenden Beiträge ansehen und sich inspirieren lassen.

Mit Christine Reifenberger sprach Juliane Rohrleitung

Die Schau Physis von Christine Reifenberger und Simone Nieweg ist noch solange bis zum 25. September in jener Galerie Haus Schlangeneck in Euskirchen zu sehen.

Sämtliche weiteren Ausstellungen 2021 u.a. mit Katharina Grosse in Hauptstadt von Belgien finden sich hier im Zusammenhang Christine Reifenberger.

Mehr zu Ewva gibt es hier.