Letzte Runde Corbyn vs. Johnson: Briten stillstehen vor dieser größten Richtungswahl


Wenige Tage vor dieser Parlamentswahl im Vereinigten Königtum offenbaren die Spitzenkandidaten wieder einmal ihren ideologischen Graben – sowie die große Muffe, die leer eint: vor unklaren Mehrheitsverhältnissen, welche die Spiel extra den weiter hinauszögern würden.

Verhärtete Fronten, ramponierte Glaubwürdigkeit und die Potenz in den Händen von Wählern, die nicht genau wissen, ob sie zu den Gewinnern oder zu den Verlierern zählen – so kann die Position nachdem dieser letzten Fernsehdebatte zusammengefasst werden, die sich die beiden Spitzenkandidaten im Rennen um den Schlüssel zur britischen Regierungszentrale am Freitagabend geliefert nach sich ziehen.

Zum zweiten Mal in einem Monat traf dieser amtierende konservative und kapitalistisch gelaunte Premierminister im In die Röhre schauen aufwärts seinen sozialistisch motivierten Herausforderer . Mit von dieser Runde waren ein tadelloser Journalist und dieser Frust dieser Nation. Die Öffentlichkeit wurde wieder vertreten durch verdongeln hierzulande unbekannten Inquisitionsrat, genannt “Studiopublikum”. Seine Fragen waren wach und zusammen geprägt von dieser allgemeinen Müdigkeit mit dem Stellungskrieg dieser politischen Lebensart.

Die meisten fragen sich: Wird die Parlamentswahl an diesem Wochenmitte die Hängepartie um den Brexit womöglich um weitere Jahre verlängern – weil am Finale nicht mehr denn ein so genanntes “hung parliament” herauskommt: ein Unterhaus ohne eindeutige Mehrheitsverhältnisse, nur mit vielen gegensätzlichen Vorstellungen und unversöhnlichen Zielen?

“Eintritt in keine Beziehung”

In einer spontanen Umfrage durch dasjenige Meinungsforschungsunternehmen YouGov ging Johnson mit einer knappen Mehrheit von 52 von Hundert denn Gewinner und Corbyn mit 48 von Hundert denn Verlierer aus dieser Debatte im Sender BBC One. Es ist dieses quälend pattähnliche Verhältnis, dasjenige die ganze Welt unweigerlich an den Auslöser zu Gunsten von die bevorstehende Wahl und gar an dasjenige globale Motivation zu Gunsten von dieses Nation und erinnert: Brexit! Oder wie es Jeremy Corbyn treffend zusammenfasste: “Der Austritt aus einer bestehenden internationalen Beziehung und der Eintritt in keine Beziehung.”

Während eine Stimmverteilung von 52 zu 48 in den meisten Ländern Europas denn Aufforderung zum politischen Kompromiss, zur Zusammenarbeit und zur Approximation aufgefasst würde, wird sie im Vereinigten Königtum – ganz im Widerspruch übrigens zur politischen Korrektheit im britischen Tagesgeschäft – denn klar interpretiert. Hätten die Meinungsforscher nur nicht so oft in jüngster Vergangenheit daneben gelegen …

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Eine knappe Mehrheit sieht Boris Johnson (Zentrum) denn Gewinner des Duells.

(Foto: imago images/Xinhua)

Dass dieser Wahlkampf harte Arbeit ist, verrät schon seither einigen Wochen dasjenige Gesicht des 55-jährigen Regierungschefs Johnson, dieser mit kleinen Augen aussieht wie ein abgeschminkter Witzbold. Tatsächlich hat er zweite Geige Auslöser zur Befürchtung, dass ihm dieser perfekte Show nicht mehr gelingt und die große Show, die er sich immer vorgestellt hat, gelaufen ist. Kriegsentscheidend könnte dieser Eindruck sein, den er macht: 58 von Hundert halten ihn nachdem dieser Debatte zu Gunsten von “Prime-ministerial”, aufwärts Corbyn entfielen lediglich rund 38 von Hundert.

Brexit schon “oven-ready”?

Wiederum nimmt ihm die Mantra vom “Brexit in trockenen Tüchern” niemand so recht ab, zweite Geige nicht seine Sympathisant. Dass Johnson den unter Hochdruck im zehnter Monat des Jahres ausgehandelten Brexit Geschäft mit dieser EU selbst denn “oven-ready” bezeichnet, deutet aufwärts dasjenige Problem: “oven-ready”, damit ist in dieser englischen Sprache meist billige Fertigkost gemeint. Qualität, zumal von kurzer Dauer vor Weihnachten, schmeckt verschiedenartig!

Moderator Nick Robinson gab noch kräftig Salz dazu, denn er Boris Johnson darauf hinwies, dass sein “wonderful deal” noch lange Zeit keinen Handelsvertrag mit sich bringe, so dass ein Brexit zum 31. Januar, wie von Johnson versprochen, noch jahrelange Verhandlungen mit dieser EU nachdem sich ziehen könnte. Dieses Problem wird die konservative politische Kraft – neben einer gewissen generellen charakterbedingten Unglaubwürdigkeit und Umtriebigkeit Johnsons – ganz gewiss manche Prozente kosten. In puncto “trustworthiness” erntet Johnson zweite Geige von YouGov verheerende Werte und liegt er weit hinter Corbyn.

Niemand weiß, ob dieser Premierminister in den nächsten drei Tagen noch dieser Ladung des Senders BBC nachkommen und am Zwiegespräch mit dem journalistischen Großmeister Andrew Neil teilnehmen wird – dem wohl härtesten Jobinterview im ganzen Königtum. So kann es gut sein, dass Johnson mit dieser TV-Debatte solange bis zur Parlamentswahl am Wochenmitte was auch immer gesagt – und verschwiegen – hat, welches ihm sein politischer Instinkt und seine taktischen Unternehmensberater eingeflüstert nach sich ziehen.

Dazu zählten am Nikolausabend zweite Geige die Hinweise, dass er dasjenige Nation zum El Dorado zu Gunsten von Krankenschwestern aus aller Welt zeugen und unter Umständen die MwSt. zu Gunsten von Tampons senken werde. Die Stoßrichtung dieser Verheißungen war lichtvoll: tief verunsicherte weibliche Wähler. Und leer Zweifler aufwärts dieser Linken, die – wie Jeremy Corbyn – immer wieder behaupten, dasjenige landesweite Gesundheitswesen NHS (“National Health System”), übrigens ein letztes wahrhaft sozialistisches Feature dieser Briten, sei “up for sale”, sozusagen denn Verhandlungsmasse zu Gunsten von verdongeln vorzüglichen Handelsvertrag mit Donalds Trumps Amiland und dieser dazugehörigen US-Pharmaindustrie.

Johnson bemüht Linksruck-“Albtraum”

Johnson wird im Gegenzug nicht müde vor dem “Albtraum” zu warnen, den ein Linksruck mit Jeremy Corbyn – womöglich in einer Koalition mit dieser schottischen Unabhängigkeitspartei SNP – aus seiner Sicht bedeuten würde. Während Johnson mit den selbstregulierenden Kräften dieser Märkte wirbt, scheint in Corbyns neuer Labour politische Kraft – die sich längst nicht mehr “New Labour” nennt – jegliches Vertrauen in sie verschwunden zu sein. Neoliberalen Politiken hat man ohnehin vollwertig abgeschworen, weil ja nichts von den Vorteil verschaffen dieser zunehmenden Superreichen nachdem unten geflossen ist.

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Dasjenige waren noch die Vorstellungen, denn die Regierungsgeschäfte zwischen 1997 und 2010 von Tony Blair und Gordon Brown geleitet wurden. In vergangener Zeit lebten in ein gutes zwölf Stück Milliardäre – heute sollen mehr denn 150 sein. Zum Besten von Johnson ist dasjenige eine gute Fortentwicklung, zu Gunsten von Corbyn ist dasjenige ein schon bestehender Horrorvorstellung. Wacker steht: Neben exorbitantem Reichtum, dieser London erstrahlen lässt – und dieser nicht selten von reichen Ausländern importiert worden ist – ist dasjenige Nation an vielen Orten zweite Geige von bitterer Geldnot gezeichnet. Wacker steht zweite Geige: Die EU hat daran keine Schuld.

Die britischen Wähler zu tun sein am Wochenmitte zu Gunsten von sich selbst entscheiden, ob sie sich zur verdongeln oder anderen Seite zählen – wirtschaftlich, politisch und letztendlich, welches die beiden Spitzenkandidaten betrifft. Die Erlaubnis haben sie sich aus diesem Grund schon zu den Gewinnern zählen oder leiden sie unter einer Geldnot, die sie zu Verlierern macht und die sie aus eigenen Kräften nicht besiegen können. Es bleibt zu befürchten, dass sich eine größere Partie nicht entscheiden kann, weil sie sich – ganz in…-amerikanischer Manier – zu Gunsten von “Millionäre in der Krise” hält. Sie werden es sein, die die Wahl entscheiden.



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