Mailand hört sein Pumpe wieder verdreschen


Während welcher Corona-Weltweite Seuche nach sich ziehen sich die alten Bauten in Mailand zu Bollwerken welcher Seelenverwandtschaft verwandelt. Hier werden nicht nur Lebensmittel, sondern wenn schon Nahrung pro die Seele verteilt. Nachdem den schweren Wochen erwacht die Stadt nun langsam wieder zum Leben.

Die Schaufensterpuppen in den Mailänder Modeboutiquen blickten wochenlang wie erstarrte Außerirdische aufwärts die menschenleeren Straßen welcher sonst so regen Metropole. Die Touren mit dem Rad während welcher Ausgangsverbot waren ernüchternd. Mailand zeigte sich ungeschminkt, unverhüllt, verwundbar. Doch im Laufe welcher Zeit entdeckte man wenn schon irgendwas anderes – irgendwas, dies Hoffnung machte und macht.

Wer eine Reise nachdem plant, denkt zuerst an Rom, Florenz, Venedig oder an dies Weltmeer. Mailand steht da nicht unbedingt zuallererst, es sei denn, man hat ein Faible pro Mode und Konzept. Womit sich die Stadt in den letzten zwei Jahrzehnten sehr verändert hat – und zwar zum Besseren. Namhafte Architekten aus aller Welt nach sich ziehen sich aufwärts welcher Baustelle Mailand getummelt und nachdem jahrzehntelanger Zubetonierung gibt es nun sogar wieder Grünflächen.

Trotzdem geht vielen Mailändern dies Gefühl pro eine gewisse Kontinuität mit ihrer Stadtgeschichte ab: Was auch immer ist neu, die Gesamtheit glitzert, die Gesamtheit lockt und ist verlockend, nur – wo bleibt die Seele? Viel Schein, nichtsdestoweniger wenig Sein könnte dies Fazit lauten. Doch in den Wochen welcher Ausgangsverbot zeigte sich die Stadt wenn schon von ihrer anderen Seite, einer Seite, die man längst verloren glaubte. Angefangen im Zusammenhang ihrem äußeren Phänotyp: Plötzlich entdeckte man Häuserfassaden, kleine Plätze, Innenhöfe, Baumalleen. Dies die Gesamtheit gibt es von jeher, richtig, man fuhr wenn schon schon x-mal daran vorbei, nahm jedoch nichts mehr wirklich wahr. Doch jetzt hat sich die Gesamtheit geändert: Irgendwann in diesen letzten Wochen hörte man, die leeren Straßen entlangfahrend, dies Pumpe dieser Stadt wieder verdreschen.

Mit dem Tätscheln in welcher Hand

“Milan con il coer in man!” (Mailand mit dem Tätscheln in welcher Hand) lautet ein Urteilsspruch, welcher sich in diesen Wochen aufwärts einzigartige Weise bewiesen hat. Denn wie es losging in Mailand mit Corona, da waren die großen Hilfsorganisationen sofort zur Stelle, allen vorwärts die soziales Engagement, die innig mit welcher Stadtverwaltung Lebensmittelpakete austeilte, nichtsdestoweniger wenn schon viele spontane Bürgerinitiativen. Überall in welcher Stadt sah man und sieht man noch immer Körbe aus den Fenstern hängen mit einem Zettel, aufwärts dem steht: “Wer kann, der gibt, wer braucht, der nimmt”. Begonnen wurde mit dieser Lebensmittelverteilung im nördlichen Stadtviertel Dergano. Hier hat die Grafikerin Cecilia Di Gaddo zusammen mit Freundinnen die Körbe organisiert. “Am Anfang waren es 16 Körbe, mittlerweile sieht man sie in der ganzen Stadt aus den Wohnungen hängen”, erzählt sie stolz.

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Zu Hause bleiben ist schön und gut, nichtsdestoweniger viele wollten wie geschmiert nur helfen!

(Foto: imago images / Panthermedia)

Ebenso die “Brigate” waren gleich zur Stelle. Angelehnt an die Partisanen-Brigaden aus dem Zweiten Weltkrieg, da sein sie vornehmlich aus Jugendlichen, aus den autonomen Zentren und sinister orientierten Verbänden. “Mittlerweile gibt es 14 davon und jede zählt an die 30 Mitglieder”, erzählt Carlo Casiglia, welcher Informatik am Mailänder Politecnico studiert und IT-Referent welcher Brigaden ist. Getroffen hat ihn ntv.de im Innenhof welcher ersten Mailänder Arbeitersiedlung aus den Jahren 1905/06, in welcher südlichen Via Solari. Eine Straße, die den Mode- und Designliebhabern ein Fachbegriff ist, weil sie sich in unmittelbarer Nähe des Armani-Silos befindet und hier wenn schon viele welcher Konzept-Ausstellungen während welcher Mailänder Möbelwoche stattfinden.

Doch nur wenige wissen von dieser uneingeschränkt sehenswerten Arbeitersiedlung. “Die Politik hat uns Jugendliche vollkommen übergangen, uns immer nur eingetrichtert, wir sollen zu Hause bleiben, anstatt uns gleich aufzufordern, bei der Lebensmittelverteilung mitzuhelfen. Wir haben uns also selbst organisiert”, so Casiglia. Koordiniert werden die Brigaden von welcher ärztlichen Hilfsorganisation Emergency, die normalerweise, wie Ärzte ohne Säumen, im Ausland tätig ist. “Die Brigaden sind aber keine karitativen Gruppen”, hebt Casiglia hervor. “Wir wollen diesen Moment nutzen, um eine Gesellschaft aufzubauen, in der sich die Menschen gegenseitig zur Seite stehen.” Welches er konkret damit meint, zeigt sich gleich.

Märchenstunden in den Innenhöfen

Vorweg die Verteilung welcher Esspakete stattfindet, lädt die Brigata Brighella zu einer kleinen Märchenrunde ein. Solche Brigade hat sich erst vor Kurzem zivilisiert und nennt sich nachdem einer Maske welcher lombardischen Volkskomödie. Wie lange Zeit ist es sozusagen her, dass man aufwärts dem Fußboden eines Innenhofs gesessen und zusammen mit Kindern und Erwachsenen fasziniert einem Märchenerzähler zugehört hat? Sehr lange Zeit pro die meisten. Ebenso von den Balkons wahrnehmen viele gebannt zu.

Seitdem vor ein paar Wochen die Ausgangsverbot gelockert wurde, zieht die Brigade nun von Innenhof zu Innenhof. “Es ist nicht nur der Körper, der Nahrung braucht, sondern auch die Seele”, erklärt Vlad Scolari ntv.de, welcher einer welcher Gründer welcher Theatergruppe Dopolavoro Stadera ist. Die Märchen, die Vlad, Tommaso Russi, Sathya Nardelli, Reda Aassoul und welcher Rest welcher Menschenschlag darbieten, stammen aus dem Fließband “Italienische Märchen”. “Wir haben sie aber etwas geändert”, erklärt einer welcher Märchenerzähler. So befindet sich “Die Schule von Salamanca” zum Beispiel in Mailand: “Damit die Zuhörer, allen voran die Kinder, einen engeren Bezug dazu haben können.”

Jener Gemeinschaftsgang wird zum sozialen Kitt

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Vor allem schöne Ringhiere.

(Foto: imago images/YAY Images)

Zu den Wiederentdeckungen dieser Wochen gehörten wenn schon die “Case di Ringhiera”. Solche pro Mailand typischen, Werden des 20. Jahrhunderts errichteten Bauten waren pro die Arbeiterfamilien gedacht und zeichnen sich damit aus, dass sich die Wohnungen aufwärts einem Stockwerk den Gangart aufwärts den Innenhof (und demzufolge dies Balkongeländer, “Ringhiera”) teilen. Viele dieser Wohnbauten finden sich mittlerweile in gentrifizierten Vierteln und sind deshalb teuer. Doch es gibt noch zig, in denen wenn schon weniger Betuchte leben. Und in diesen spielt welcher Gangart noch eine wichtige soziale Rolle.

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Während die Wolkenkratzer welcher Star-Architekten unbelebt oben die Stadt ragen, kann man beim Vorbeifahren an den Case di Ringhiera so mancher Unterhaltung verfolgen. Gina ruft: “Hallo Maria, hast du vielleicht ein paar Eier, im Supermarkt gab’s keine mehr.” Und Maria antwortet: “Ja Gina, hab’ ich, ich lege sie dir vor die Türe.”

In Italien sagt man, egal welches passiert, man sollte dies Glas immer halb voll sehen. Ebenso so gesehen wünschen die Mailänder, dass welcher Puls ihrer Stadt weiter klar zu wahrnehmen sein wird.