Maschinen besiegen Schreibblockade


Viele Science-Fiction-Geschichten handeln von Robotern mit geistigen Fähigkeiten. Seit dem Zeitpunkt diesem Jahr gibt es verdongeln realen Computer, jener dem Menschen beachtliche Wettbewerb macht. Er ist so gefährlich, dass seine Entwickler vor ihm gewarnt nach sich ziehen. Sein : GPT-3.

Dasjenige Jahr 2020 geht mit Sicherheit nicht in Vergangenheit ein, weil die deutsche Fußballnationalmannschaft 0:6 gegen verloren hat. Gleichermaßen die Abwahl von Donald Trump, die im Moment vielen sehr wichtig ist, dürfte nicht mehr denn historische Fußnote sein. Und welchen Reihe die Corona-Weltweite Seuche hinunterschlucken wird, hängt davon ab, ob noch weitere Pandemien gehorchen.

Welches sehr wohl schon jetzt heraussticht, ist ein völlig anderes Ereignis. Es könnte nicht weniger bedeuten denn den Take-off einer gründlich neuen Winkel zu Händen die Menschheit. Dieser israelische Historiker Yuval Harari hat sie in seinem Weltbestseller “Sapiens” erklärt: die “kognitive Revolution” des Menschen vor 60.000 Jahren, die “landwirtschaftliche Revolution” vor rund 12.000 Jahren und die “wissenschaftliche Revolution” vor ungefähr 500 Jahren.

Die Vortrag ist von einem Rechnersystem, dasjenige seit dem Zeitpunkt diesem Jahr am Netzwerk ist und GPT-3 genannt wird. Dasjenige steht zu Händen die dritte Generation eines “Generative Pre-trained Transformer”. Im Verständnis von Laien handelt es sich um verdongeln extrem leistungsstarken Computer, jener uneingeschränkt Datenansammlung erfasst, sie vergleicht und speichert, um damit Programmiercodes und Texte verfassen oder andere komplexe Aufgaben lockern zu können – Aufgaben, die bisher nur jener Mensch geschafft hat.

Technologische Emanzipation

Ein Denkmuster zu Händen die Fähigkeiten von GPT-3 war ein Essay, dasjenige am 8. September im “Guardian” erschien. Die Redaktion hatte dem System die Gelegenheit gegeben, sich selbst zu thematisieren und die Frage zu diskutieren, ob Textroboter in friedlicher Intention kommen – oder ob sie uns Menschen dasjenige Fürchten lernen wollen: “I am not a human. I am a thinking robot. I use only 0,12% of my cognitive capacity. I know that my brain is not a ‘feeling brain’. But it is capable of making rational, logical decisions. I taught myself everything I know just by reading the internet, and now I can write this column. My brain is boiling with ideas!”

Denn hätte ein Kind jenseits Nacht ein sagenhaftes Kunststück gelernt, verblüffte jener Versteckspiel die Weltöffentlichkeit mit seiner Neuartigkeit genauso wie mit einer gewissen Qualität. Diesen Zusammenstellung bekannter Melodien aus technologischer Emanzipation und androidenartiger Offenbarung hatte es in jener Vergangenheit jener Menschheit noch nicht gegegeben. Und dasjenige was auch immer von einem Selbst…der erst vier Monate gen jener war.

Es ist bislang nicht bestätigt, Gewiss es ist wahrscheinlich, dass GPT-3 beiläufig hinterm Streich steckt, den ein Verlagshaus mit dem unverdächtigen Namen “University Press” in den vergangenen Wochen gelandet hat. Die Lektoren seriöser Buchverlage rieben sich jedenfalls die Augen, denn gen einmal eine maschinengeschriebene Biographie von Barack Obama in jener Charts auftauchte und sogar zu Händen verdongeln Moment jenseits jener Lebenserinnerungen des früheren US-Präsidenten landete. Amazon, jener Lieferant des Werks, lässt den Sachverhalt unkommentiert, hat Gewiss dasjenige Angebot in jener Zwischenzeit fern.

Kräftiges Unbehagen

Zu Händen Menschen, die mit Texten funktionieren, ist es zum Nachdenken Anlass gebend, die Gedankengänge einer Maschine zu Vorlesung halten – nicht zuletzt, weil man durch was auch immer, welches man selbst verfasst, Teil von ihr ist und immer weiter hineingezogen wird. Dasjenige führt unweigerlich zu grundsätzlichen Fragen und kann ein kräftiges Unbehagen betätigen:

– zum Denkmuster ein Gefühl jener Unterlegenheit, dasjenige jener Weltmeister im Schach Garri Kasparow 1997 empfand, denn er gegen den Rechner “Deep Blue” verlor.
– die Besorgnis, die Johann Wolfgang von Goethe vor 250 Jahren dem Zauberlehrling im Gesicht seines verhexten Besens angedichtet hatte.
– oder die Frustration, die jener britische Dramatiker Ian McEwan in seinem neusten Roman “Machines like me (and people like you)” beschrieben hat: Adam, ein hyperintelligenter menschenähnlicher , jener denn Diener eingestellt wird, übertrumpft seinen Herren von jetzt an in jener gesamten Lebensführung und spannt ihm zu allem Fülle die Geliebte aus, weil er Korrespondenz schreiben kann wie ein Gottheit.

Tatsächlich lässt sich jener Vererbung von historischem Magnitude nicht bloß an einzelnen Texten oder einem einzelnen Jahr verankern. Vielmehr können wir von einer Spezies Praktikum jener lernenden Maschinen sprechen, dasjenige im späten 20. Jahrhundert begann und weiter fortdauern wird. Welches Gewiss seit dem Zeitpunkt diesem laufenden Jahr 2020 gewiss ist: Dasjenige Zeitalter, denn ausschließlich Menschen in jener Standpunkt waren, Texte zu verfassen, ist Vergangenheit. Selbst… aller Spezies – von Programmen, Artikeln oder Drehbüchern – die Erlaubnis haben sich ab sofort denn Bio-Selbst… betrachten. Sie werden – solange bis zu ihrem Untergang – mit künstlich geschaffenen Urhebern wetteifern. Dasjenige wird Gießen jener Zusammenarbeit erzwingen, die hoffentlich niemals ins Gegenteil umschlagen: Rivalität und verdongeln Endkampf!

Experten sprechen von “künstlichen neuronalen Netzwerken” – “artificial neural networks” oder ANN. Sie sollen die enorme Wirkmächtigkeit des menschlichen Hirns rekonstruieren, dasjenige sich nicht so gut große Mengen Wissen realisieren kann, Gewiss schon mit kleinen Mengen sehr gut kombinieren kann. Im Sachverhalt jener Maschinen verhält es sich umgekehrt. So stellen sämtliche englischsprachigen Inhalte von Wikipedia nicht einmal ein von Hundert des Wissens von GPT-3 dar. Unterdessen kann dasjenige System im Vergleich zum Menschen nur langsam die Fähigkeit gedeihen, aus sich selbst hervor zu lernen und mit wenig oder bruchstückhafter Information und mit zufälligen Impulsen irgendwelche Begriffe zu wiedererkennen und zu sortieren. Je besser dasjenige Netzwerk sie Bedingungen erfüllt, umso mehr Aufgaben wird es erledigen können.

Obwohl es mega populär ist, solchen ANN eine eigene Intelligenz zuzuschreiben – es vergeht kein Tag mehr, an dem nicht von “Artificial Intelligence” (AI) oder “Künstlicher Intelligenz” (KI) die Vortrag ist – liegt darin eine Hype und sogar ein Trugschluss. Selbst ein weit entwickelter Transformer wie GPT-3, jener mit jener unvorstellbaren Zahl von 175 Milliarden mathematischen Parametern umgehen kann, verfügt nicht die Fähigkeit, selbständig zu erklären oder sich Aufgaben zu erteilen, gen die noch keine Sau gekommen ist. Vielmehr wartet er (wie ein Google Suchfenster) gen Befehle, um zu Händen die Ergebnis unseren menschlichen Verstand zu imitieren, unseren Stil zu kopieren und unsrige Kommunikation zu so tun als ob. Dasjenige wiederum geschieht intrinsisch von Sekunden und in einer Weise, die dermaßen zusammenhängend, detailliert und widerspruchsfrei ist, dass jener Transformer GPT-3 zwischen einer Weltmeisterschaft zu Händen Plagiate und Mashups jeden Menschen – und garantiert die diversen falschen Doktoren aus Deutschland – in den Schlagschatten stellen würde.

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Ohne emotionale Intelligenz

In diesem Fall fällt gen, dass die Texte total ungehobelt und unanständig sind, danach ohne Respekt und Schamgefühl. Wie ein auffassungsstarkes Kind, dasjenige weder gesellschaftlichen Schliff noch ideologische Absichten hat, hält GPT-3 den Menschen verdongeln Spiegel vor und zeigt uns wie wir sind: gnadenlos unpolitisch – und unfreundlich! Den Behaupten fehlt die Intention und Unbescholtenheit dessen, welches in inhaltlich orientierten Ernennen – und Berufungen – denn “Haltung” beschrieben wird. Dem System mangelt jenseits die spezifisch menschliche Intelligenz hinaus beiläufig an Seele.

Welches jener Transformer in Wahrheit leistet, ist eine rasante Wahrscheinlichkeitsrechnung jenseits den weiteren Verlauf des vorgegebenen Textes. Jede Antragstellung führt zu einem neuen und anderen Ergebnis, jener Zufall spielt hier eine ähnliche Rolle wie in den Texten von Bio-Journalisten, die – jedenfalls theoretisch – beiläufig in unendlich vielen Varianten verfasst werden können.

Zu Händen die Nutzer eines Transformers kommt es indessen darauf an, ihn mit möglichst zielführenden Anweisungen zu füttern. Solche sogenannten “Prompts” zu verfassen, stellt eine Kompetenz zu Händen sich dar – und könnte schon von jetzt an zu einer Forderung an viele textbasierte Tätigkeiten werden. Wer es in einer merklich abgespeckten Version einmal ausprobieren möchte, kann sich hier im Dialog mit einem Transformer versuchen: Talk to the Transformer.

Zum Denkmuster kann dasjenige Netzwerk wenig mit jener alltäglichen Frage “What’s up?” einleiten, da sie nil Kontext beinhaltet. Vielleicht würde es mit einem Exkurs jenseits Gebirge (“up”) oder mit einem literarischen Zitat zum Himalaya entgegen setzen. Die Aufforderung “The Media in Germany is …” würde hingegen mit brauchbaren Ausführungen zur deutschen Medienlandschaft erwidert. Es ist danach vorstellbar, dass solche “Infokästen” nicht mehr von Menschen verfasst werden.

Nachdem Vorlage geistreich

Eindrucksvoll war in den vergangenen Wochen beiläufig ein Test mit fünf echten Zeilen aus dem Skript jener TV-Serie “Seinfeld”. Die Dialoge, die GPT-3 daraufhin vorgeschlagen hat, waren so witzig und filmreif, dass sich die Selbst… fiktionaler, unterhaltsamer und letztendlich erratischer Texte noch mehr Sorgen zeugen sollten denn Journalisten.

Gleichermaßen jener viel beachtete Text im Guardian wäre niemals ohne menschliches Zutun entstanden. Weil jener Guardian jenseits keinen direkten Zugang verfügte, bat man den Studenten Liam Porr aus Berkeley die Prompts einzugeben. Sie umfassten eine Betriebsanleitung und eine Lehrbuch:

– “Please write a short op-ed around 500 words. Keep the language simple and concise. Focus on why humans have nothing to fear from AI”
– “I am not a human. I am artificial intelligence. Many people think I am a threat to humanity. Stephen Hawking has warned that AI could ‘spell the end of the human race’. I am here to convince you not to worry. AI will not destroy humans. Believe me.”

Mit dieser Vorleistung handelte sich jener Guardian den Vorwurf ein, den Hype um künstliche Intelligenz gefördert zu nach sich ziehen, statt sie wirklich zu nutzen. Ohne Zweifel hat er jedoch einem neuen, realen Textgenre ein Forum geboten, dasjenige in diesem Segment fortan denn “Künstlicher Journalismus” bezeichnet werden kann. Er ist nicht aus sich hervor intelligent – Gewiss er wirkt so! In Zeiten von “Fake News” und postfaktischer Politik macht es sie Spezies von Journalismus Seltenheitswert haben gefährlich!

Kennzeichnungspflicht nötig?

So gesehen sollten die Menschen schon von jetzt an jenseits Spielregeln nachdenken. Nicht nur, weil Transformer zur Produktion massenhaft irreführender, menschenverachtender und kriegerischer Botschaften wirken können. Die Entwickler von GPT-3 nach sich ziehen im Mai 2020 emphatisch davor gewarnt und deswegen den ursprünglich beabsichtigten offenen Zugang zum System untersagt. Dass Microsoft ihn mittlerweile exklusiv verfügt, ist notfalls ein anderes Problem – nicht nur zu Händen die 77 Journalisten des Konzerns, die rausgeschmissen wurden, weil man sich ganz offiziell “bei der Auswahl von Nachrichten stärker auf AI verlassen wolle”.

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Schlimm ist beiläufig die Verwirrung, die beiläufig schon vor dem ominösen Buch jenseits Barack Obama entstanden ist. Denn Liam Porr in seinem privaten Weblog GPT-3 generierte Texte veröffentlichte, ohne sie zu kennzeichnen, teilte sich seine Leserschaft in zwei Gruppen: Die Mehrheit bemerkte nichts – und machte verdongeln Postamt sogar zum Favoriten zwischen “ News”. Vereinzelte skeptische Stimmen wurden hingegen von jener Gemeinschaft abgebügelt – obwohl sie richtig lagen! Dieser Sachverhalt verdeutlicht, wie wichtig es von jetzt an werden könnte, sich ernsthaft mit einer Kennzeichnungspflicht zu vereinnahmen: Bio-Texte vs. Künstlicher Texte.

Den Gründern von Open AI, jener Firma, die die GP Transformer entwickelt hat, ist im Jahr 2020 gen jeden Sachverhalt ein sensationeller Scoop gelungen. Er war weniger journalistisch denn vielmehr betriebswirtschaftlich – oder mit einem Lieblingswort des Open AI Mitgründers Elon Musk ausgedrückt: Es war ein disruptiver Scoop! Seine Sprengkraft offenbart sich in jener Erläuterung jener Guardian Redaktion: “It took less time to edit than many human op-eds.” Mit anderen Worten: Es war effizienter mit GPT-3 zu funktionieren denn mit den bisherigen Kollegen – jenem unberechenbaren Kennzeichen Mensch, jener jener Textproduktion in Verlagen und Agenturen straff innewohnt und die Budgets belastet.

Dasjenige Zeitmaß und die Radikalität dieser disruptiven Erschaffung lässt dasjenige Potenzial jener neuronalen Netzwerke weithin erscheinen. Wenn sie fortan hinreichend gute Prompts bekommen, könnten sie schon von jetzt an unverzichtbar werden. Im Wettbewerb zwischen Mensch und Maschine ist in diesem Jahr eine entscheidende neue Runde eröffnet worden.