“Nicht auf ‘Shmaltz’ ausweichen”: Die Wunde “Holocaust” öffnen


“Es war, als würden seine Mutter und seine Schwester gerade jetzt dort ersticken, würden sich winden und blau anlaufen, sich einnässen und einkoten, vielleicht hatten sie ihre Periode, die Häftlinge vom Sonderkommando würden sie herausholen, ihnen in den Mund schauen und zwischen den Schenkeln nach Brillanten suchen. geschah genau in diesem Augenblick, man konnte unmöglich da bleiben.” Jener Schauspieler Wanja Mues muss an dieser Textstelle mehrmals pausieren. Denn schnell drüber Vorlesung halten geht im Kontext dem Roman “Monster”, einem dieser besten und eindrücklichsten zeitgenössischen Beiträge zum Themenkreis Judenvernichtung, nicht.

In dem schmalen, reimen Buch erzählt dieser israelische Dichter Yishai Sarid von einem Tourguide, dieser Schüler und Soldaten in Polen durch Auschwitz und andere ehemalige Vernichtungslager führt. Denn intellektueller Promotionsstudent gestartet, er sich darüber hinaus die Jahre immer weniger dem Horrortrip dieser Orte und dieser Wut gen die sinnentleerten Rituale entziehen – solange bis seine Frustration sich in einem Gewaltausbruch entlädt.

Für dieser Lesung in dieser Berliner Pfannkuchen Buchhandlung Geistesblüten ist es still im Publikum, wie Sarid dieser Moderatorin Shelly Kupferberg verrät, dass es ihm nicht leichtgewichtig fällt, unbedingt in Deutschland darüber hinaus sein Buch zu sprechen. “Aber man muss über den Holocaust sprechen, sonst wird sich diese Wunde nicht schließen und ich schätze es, wie konzentriert mir hier zugehört wird”, sagt Sarid später beim Gespräch mit n-.de und betrachtet gen dem Weg durch Spreeathen von kurzer Dauer wenige Stolpersteine, an denen noch Gedenkkerzen Anlass des 9. Novembers leuchten.

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Monster

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n-tv.de: Seit dieser Zeit ich selbst im Jahr 2014 in Polen war und Auschwitz besichtigt habe, konnte ich keine Bücher mehr darüber hinaus den Judenvernichtung Vorlesung halten, vor allem keine fiktionalen Werke. Ihr Buch “Monster” hat zum Besten von mich in Worte gefasst, wie man sich an diesen Orten fühlt.

Yishai Sarid: Dasjenige ist interessant. Wenn junge Israelis, Studenten oder High-School-Schüler mir schreiben oder mit mir reden, erzählen sie dasjenige Gleiche. Sie waren dort und kamen damit nicht zurecht. Dann nach sich ziehen sie mein Buch gelesen und es hat zum Besten von sie kombinieren Sinn loyal.

Wie nach sich ziehen Sie dasjenige geschafft? Sie nach sich ziehen im Kontext dieser Lesung erzählt, dass Sie dasjenige Buch sehr schnell geschrieben nach sich ziehen.

Schwierige Frage, weil es wirklich eine andere Persönlichkeit ist, die die Bücher schreibt. Dasjenige bin ich nicht selbst. Jener Text kommt sozusagen aus einem anderen Ort. Selbst habe dasjenige Schreiben gebraucht, um mich zu reinigen. In dem Buch sind Gefühle und Gedanken enthalten, die ich seit dieser Zeit Langem mit mir herumgetragen hatte. “Monster” ist dasjenige Ergebnis. Dasjenige ist die Gesamtheit, welches ich darüber sagen kann. Es ist irgendetwas sehr Emotionales, es kommt nicht nur auswendig.

Man spürt die Emotionen beim Vorlesung halten, dagegen ungeachtet ist “Monster” ein schmaler Buch mit sehr durchdachten Sätzen geworden. Dasjenige wirkt nicht wie ein Gefühlsausbruch.

Dasjenige liegt daran, dass es mir in all meinen Büchern, dagegen im besonderen im Kontext “Monster” und im Kontext diesem Themenkreis wichtig ist, nicht gen “Shmaltz” auszuweichen. Zudem war es mir sehr wichtig, die historischen Fakten stichhaltig darzustellen und nicht mit Historie zu spielen. Selbst mag keine Bücher, wo fiktionalisierte Judenvernichtung-Todesopfer dargestellt werden. Es gibt sechs Mio. Geschichten. Nimm eine davon.

“Monster” handelt gleichfalls von unserem Umgang mit dieser Erinnerungskultur, entlarvt Rituale wie leer.

Selbst wollte darüber hinaus dasjenige ganze Erinnerungskonzept, dasjenige wir nach sich ziehen, schreiben. Wir allesamt packen nur kombinieren Verkapselung aus Zeremonien und Ritualen gen unsrige Wunde. Nichtsdestotrotz welche Wunde ist nie geheilt und ich wollte sie öffnen. Selbst wollte ein verstörendes Buch schreiben, weil dieser Judenvernichtung verstörend ist. Selbst kenne die Gründe zum Besten von den Beförderung dieser Nazis, den Lebenslauf von Adolf Hitler und so weiter. Nichtsdestotrotz den Judenvernichtung, die Massenvernichtung, konnte ich nicht verstehen. Deswegen musste ich schriftlich festhalten, welches und wie es passiert ist.

“Monster” zeichnet detailliert den Vernichtungsprozess in Auschwitz nachdem, die ganze tödliche Organisation. Wie stark nach sich ziehen Sie zum Besten von die Recherche gebraucht?

Selbst habe vier Jahre weit die Gesamtheit zu dem Themenkreis gelesen und war in Polen und habe mir die Gesamtheit mit eigenen Augen geschätzt.

Es gab folglich schon die Idee zum Besten von dieses Buch, im Voraus Sie nachdem Polen gefahren sind?

Ja. Selbst hatte dasjenige grobe Kurs im Kopf und wusste, ich suche. Natürlich war die Gesamtheit unähnlich, wie ich aus Polen zurückkam. Selbst war so geschockt von dem, welches ich dort gesehen habe, obwohl ich wie Jugendlicher schon mal dort gewesen war. In Israel werden allesamt Jugendlichen gen eine Klassenreise zu den Konzentrationslagern geschickt. Zweitrangig ich war früher 18 Jahre in die Jahre gekommen und sie nahmen uns mit nachdem Auschwitz und so weiter. Nichtsdestotrotz in diesem Lebensalter ist man an anderen Dingen wissbegierig. Party, Mädchen. Man lenkt sich ab, weil es zu streng ist. Nichtsdestotrotz dasjenige war dieses Mal ganz unähnlich. Es hat viele Lücken geschlossen. Und neue Fragen aufgeworfen.

Zum Muster?

Wir lernen in Israel, dass die Lektion aus dem Judenvernichtung zum Besten von dasjenige jüdische Volk die ist, sich zu wehren. Keine schlechte Schlussfolgerung, dagegen es zieht harte Fragen nachdem sich, wie die, die sich dieser Tour-Guide im Buch stellt. Ist dasjenige unsrige einzige Lektion? Sollen wir wirklich daneben stillstehen, wenn anderen Völkern Gräuel vorbeigehen? Oder nach sich ziehen wir die moralische Verpflichtung zu helfen, besser zu sein wie andere? Bin ich wie Streitkräfte-Familienmitglied in dieser Stellung, dem Gebot zu widerstehen, Zivilisten zu töten? Würde ich desertieren? Man könnte sagen, es ist unfair, Israelis solche Fragen zu stellen. Selbst finde, man muss sie stellen.

Wie wurde “Monster” in Israel fiktional?

Dasjenige Publikum war nicht überrascht, ich bin nicht dieser erste, dieser die Erinnerungskultur in Frage stellt – vielleicht war ich drastischer wie andere. Keiner fühlte sich provoziert, dagegen dieser Parte mit dieser Streitkräfte, die Zusammenhang zu unserem Kampf gegen die arabischen Länder, welche beiden Themen wurden diskutiert, denn sie sind dasjenige “Monster” in unserer heutigen Verband.

Ein weiteres Ihrer Bücher, “Limassol” kommt in Deutschland nun noch einmal wie Taschenbuch im Kontext Kein&Nichtsdestotrotz hervor.

Ja, es ist eine neue Edition.

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Limassol

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Dasjenige Buch ist von 2009, dagegen ich habe es erst jetzt und nachdem “Monster” gelesen. “Limassol” handelt von einem israelischen Geheimdienstagenten, dieser Kontakt zu einem todkranken Dichter aus dem Gazastreifen übernehmen soll, dessen Sohn ein Terrorverdächtiger ist. Jener Auftrag ist fast wie eine Maßregel, um den Agenten von Verhörkellern fernzuhalten, wo er Nervenkostüm gezeigt hat. Doch gleichfalls die neue Mission bringt ihn an seine Säumen. Es hat eine Weile gedauert, dagegen dann habe ich realisiert, dass ich im Grunde eine verwandte Historie zu “Monster” lese – wie eine Spiegelung.

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Ja, es ist mehr oder weniger derselbe Gemüt und gleichfalls hier spielt Machtmissbrauch eine wichtige Rolle. Selbst bin kleine Menge besessen von diesem Themenkreis. Kraft ist irgendetwas, welches mich seit dieser Zeit dieser Kindheit beschäftigt.

Können Sie sagen warum?

Selbst weiß es nicht, dagegen ich glaube, dass im besonderen zum Besten von Jungen gilt, dass du in gewisser Weise gewaltsam sein musst, um zu überleben. Dann war ich in dieser Streitkräfte, wo Kraft im eigentlichen Sinne die Mission ist. Dasjenige Verständnis, dass unter einer dünnen Schicht dieser Zivilisation und Höflichkeit organisierte Kraft herrscht. Unter dieser Schicht herrscht im Grunde vom Kindergarten an extreme Kraft in dieser Welt.

Sie sind nicht nur Schriftsteller, sondern gleichfalls Anwalt zum Besten von Zivilrecht…

Zweitrangig, dagegen nicht nur.

Selbst nehme an, da kommen Sie gleichfalls mit Kraft in Kontakt? Linie gleichfalls in Israel?

In Israel ist Kraft Teil unseres Lebens. Kraft, die gegen uns gerichtet ist, Kraft, die wir gegen andere urteilen. Dasjenige passiert die ganze Zeit.

Wie war die Reaktion in Israel gen “Limassol”? Hier geht es um die Arbeit des israelischen Geheimdienstes, folglich gleichfalls ans Eingemachte.

Limassol wurde wie eine Verfahren Thriller wahrgenommen, wie Roman noir. Selbst galt da noch wie Thriller-Selbst…gleichfalls wenn es realiter gar kein Thriller ist. Obwohl ich dasjenige Literaturform wirklich gerne mag.

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Selbst habe es gleichfalls nicht wie Thriller gesehen, vielleicht weil ich es unter dem Eindruck von “Monster” gelesen habe.

Später bin ich dieses Label dann los geworden, ich habe mittlerweile fünf Bücher veröffentlicht, folglich nach sich ziehen Leser eine Nationalmannschaft. In Israel gilt “The Third”, ein Roman darüber hinaus den dritten Tempel, dieser erbaut wird, nachdem dieser Staat Israel durch ein religiöses Königtum von Judea ersetzt wurde, wie mein wichtigstes Buch.

“The Third” wurde nicht in Deutschland veröffentlicht.

Selbst bezweifle, dass dasjenige vorbeigehen wird, weil es wie zu religiös gilt. Vielleicht nach sich ziehen sie Recht, es geht viel um jüdische Symbolik, Texte. Dasjenige ist schwierig zu hinüberfahren.

Es gab dagegen eine Kontroverse um “The Third” in Israel.

Ja, es gab eine Kontroverse, weil es den Leuten Angstgefühl gemacht hat, weil es gen eine Richtung hinweist, in die wir möglich sein könnten – eine Verfahren religiöses, fundamentalistisches Staat. Grund ist, dass dasjenige Buch mit jeder Menge Dingen spielt, die tatsächlich passiert sind, mit dem Bestreben einiger Gruppen. Selbst habe es fast wie wie jüdische Trauerspiel geschrieben.

Hier in Deutschland sind die Menschen zum Teil unter Umständen scheuer, ein Buch wie “Monster”, publik mit Ihnen zu diskutieren, weil dasjenige ein schwieriges Themenkreis ist. Taktgesteuert nach sich ziehen Sie heute mehrmals erwähnt, dass es Ihnen gleichfalls schwergewichtig fällt, hier in Deutschland darüber hinaus den Judenvernichtung zu reden.

Wenn ich zu einem deutschen Publikum spreche, fühle ich mich nicht heimisch. Hinaus dieser anderen Seite frage ich mich, welches ich von diesen Leuten schier will. Es sind junge Volk und wenn auch sie nicht mehr jung sind, nach sich ziehen sie in keiner Form an dem Judenvernichtung Quote gehabt. Und dann kommen wir, predigen und schreiben keine guten Sachen darüber hinaus Deutschland. Da ist dasjenige Treffen von Visage zu Visage irgendwie seltsam und problematisch.

Nichtsdestotrotz dieser persönliche Verständigung wird doch ohne Rest durch zwei teilbar dann wichtig. Linie in diesen Zeiten.

Ja, genau. Soll ich wegen meiner Schwierigkeiten mit dem Judenvernichtung nicht mit Deutschen sprechen? Selbst will niemanden boykottieren. Vielleicht wäre es gleichfalls einfacher, wenn ich mit einem anderen Buch hier wäre, mit einem leichteren Themenkreis. Nichtsdestotrotz wie ich schon gesagt habe: Es gibt kombinieren großen Unterschied zwischen dem Selbst… dieses Buches und mir wie Privatperson. Selbst lebe weiterhin störungsfrei mein Leben.

Es ist kein einfaches Themenkreis und es ist vor allem schwierig, dieses Themenkreis gleichfalls jüngeren Generationen nahezubringen – wie zum Muster viele Lehrer jetzt gleichfalls spüren, wo die letzten Zeitzeugen, die man noch zu Satz ziehen könnte, sterben.

Ja, die Schüler wissen nichts. Nichts darüber hinaus nichts. Und sind gleichfalls nicht wissbegierig.

Wie zeugen wir da jetzt weiter?

Lehrer sollten reale Geschichten darüber hinaus reale Kinder und Volk, die im Judenvernichtung umgekommen sind, erzählen. Dasjenige ist dieser einzige Weg, den Horror spürbar zu zeugen. Um zu verdeutlichen: Dasjenige ist es, welches Rassismus macht. Dasjenige ist dasjenige effektivste. Nichtsdestotrotz man muss darüber hinaus dasjenige Leben dieser Volk reden, nicht nur darüber hinaus ihr furchtbares Finale. Dasjenige ist es, welches jetzt oft passiert: Die Kinder werden zum letzten Stopp mitgenommen, zum letzten furchtbaren Stopp. Dort wird ihnen dieser Zusammenhang des Tötens erklärt. Und dasjenige ist streng zum Besten von Kinder, sie fragen dann: Welches wollt Ihr von uns? Dasjenige ist Jahrzehnte her. Dasjenige ist nicht unser Fehler, nicht mal unsrige Großeltern waren nun. Man braucht heutzutage andere Methoden, neue, humanere Methoden, um ihnen die Historie nahezubringen.

Man muss die Todesopfer wieder menschlich machen.

Genau. Wenn wir den Judenvernichtung nur im Museum lassen, tiefkühlen, werden wir dieser Sache nicht gerecht. Man muss jederzeit gewarnt sein.

Sowohl im Kontext “Monster” wie gleichfalls im Kontext “Limassol” ging es zum Besten von mich vor allem um die Entmenschlichung.

Ja. Und im Kontext “Limassol” geht es gleichfalls drum, dass wir schier nicht mehr mit den Palästinensern reden. Dasjenige war nicht immer so. Es war nie ideal, dagegen mittlerweile gibt es nur noch Verteidigung und keine Verbindungen, keine Diskussionen und dasjenige wollte ich in dem Buch darstellen.

Dasjenige tun Sie und verschonen nun Israel nicht.

Selbst weiß. Nichtsdestotrotz ich glaube, dass man ungeschützt darüber hinaus welche Gimmick reden muss. Glücklicherweise ist Israel immer noch eine Volksstaat und eine offene Verband und ich werde mich nicht selbst zensieren. Man muss reinen Wein einschenken. Denn die Flüchtlingswelle aus den arabischen Ländern in ankam, sagten viele in Israel: Europa sollte sich schützen und weiß bleiben. Dies sagen zu müssen. Wir waren doch die “Schwarzen” Europas. Wir nach sich ziehen keine Zuflucht bekommen. Es gibt sogar in Israel rechte Gruppen, die mit rechten Parteien in Europa sympathisieren. Sie verstehen nicht, dass die Wurzel des Holocausts dieser Judenhass war. Nichtsdestotrotz Leser schätzen es, wenn man die Probleme aufzeigt. Man sollte die Menschen wie intelligente Wesen erläutern. In “Monster” schreibe ich gleichfalls wenige Gimmick, die nicht im besonderen schmeichelhaft zum Besten von Krauts sind, ich nehme ihnen die Schuld nicht ab und versuche störungsfrei, die Gimmick so präzise wie möglich zu charakterisieren.

Mit Yishai Sarid sprach Samira Lazarovic.



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