“Nur fünf Erstligisten können überleben”


Kommentatoren-Legende Werner Hansch ist Kult wegen seiner kernigen Sprüche und seiner sonoren Votum. So gut wie ein halbes Jahrhundert berichtet er schon oben Fußballspiele. Im Interview ntv.de erzählt er, warum den Spiel um das runde Leder mit Geisterspielen sichern muss, wie er gegen seinen Willen ins Fußballgeschäft gelangte, wieso er nie wieder Computerspiele kommentieren möchte – und welcher sein bester Urteil war.

ntv.de: Mann Hansch, im Mai werden wir wohl den Neustart jener Spiel um das runde Leder-Bundesliga mit Geisterspielen erleben. Welches halten Sie davon?

Werner Hansch: Nicht viel. Geisterspiele mag keiner. Frage ist nur, wie man sie vermeiden könnte. Es geht drum, dass die wirtschaftlichen Grundlagen des Spitzenfußballs oben Corona hinweg gerettet werden zu tun sein. Und wenn es kein anderes Mittel gibt, dann – bittere Kröte – muss man die Geisterspiele schlucken. Eines ist lichtvoll: Nebensächlich wenn die Geisterspiele stattfinden, eine Gefahr zu Händen die Gemeinwesen darf davon nicht Essen gehen. Da vertraue ich dem roter Faden jener DFL-Taskforce. Dies Risiko geht praktisch gegen null, sagen die, und hundert v. H. risikofrei gibt’s in diesem Leben sowieso nicht.

Die Corona-Gefahr spüren nun nachrangig die Spiel um das runde Leder-Vereine, denen Insolvenzen drohen.

Ohne Spiele kein Geld. Und ohne Geld gäbe es dann zeitnah gar keine Spiele mehr. Wenn man keine Spiele mehr senden kann, dann ist Finale. Dann steht dies ganze System aufwärts jener Zigarettenstummel und nur noch fünf Erstligisten können überleben. Dies kann einer, jener mit dem Spiel um das runde Leder so nachhaltig gelebt hat wie ich, nicht wollen.

Sie sind seither weitestgehend einem halben Jahrhundert im Spiel um das runde Leder tätig. Welches bringt die Corona-Schlimmer Zustand an Neuem mit?

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“Ich bin da gegen meinen Willen reingeschubst worden”, sagt Werner Hansch oben seine Anfänge im Fußballgeschäft.

(Foto: imago images/teutopress)

Sowas hat es noch nie gegeben. Dies ist eine völlig neue Situation, die leicht die Gesamtheit betrifft. Wenn es jetzt gelingt, den Spiel um das runde Leder zu sichern und Corona irgendwann besiegt ist, dann wird es höchste Zeit, dass jener Profifußball seine Strukturen hinterfragt. Vor allen Dingen die total überhitzte Kapitalisierung und Vermarktung muss neu justiert werden.

Wie realistisch sind solche Schritte?

Selbst halte sie zu Händen wenig realistisch. Selbst würde den Spiel um das runde Leder-Bossen wünschen, dass sie dies schaffen. Ausschließlich: Mir fehlt ehrlich gesagt jener Weltbild. Selbst glaube praktisch, dass, wenn die Gesamtheit wieder normal läuft und die Stadien wieder voll sind, die Gesamtheit so sein wird wie vorher. Nebensächlich die Ablösesummen werden dann irgendwann wieder hochschießen.

In Ihren Anfangstagen im Fußballgeschäft, denn Sie 1973 zum Stadionsprecher von Schalke 04 gemacht wurden, sah dies noch ganz andersartig aus.

Selbst bin früher da gegen meinen Willen reingeschubst worden. Selbst hatte früher noch nie ein Gekicke gesehen, sondern kommentierte Pferderennen in Gelsenkirchen. An einem Tag brannte es aufwärts jener Rennbahn und jener Geschäftsführer war taktgesteuert jener Sprecher im Schalke-Stadion. Er schickte mich dann in die kalter Glückauf-Kampfbahn, um ihn zu vertreten. Dies war horribile dictu zu Händen mich, ich hatte ganz doll Schiss. Und wohnhaft bei jener Vorstellung jener Team habe ich dann den heute legendären Sine tempore gesagt: “Mit der Startnummer eins, Norbert Nigbur.” Selbst kam vom Pferderennen, da gab es nun mal Startnummern.

Sie blieben solange bis 1978 beim FC Schalke Stadionsprecher, solange bis Sie vom Westdeutscher Rundfunk-Hörfunk abgeworben wurden. Fiel Ihnen dieser Wechsel leichtgewichtig?

Dies war irgendwas völlig anderes. Mein erstes Spiel denn Kommentator war eine Zweitligapartie an einem regnerischen sechster Tag der Woche. Preußen Münster gegen Bayer 04 Leverkusen. Selbst saß da mit schlotternden Knien und dann fällt wohnhaft bei dem Spiel zwar kein Treffer, gleichwohl es gibt vier Rote Karten, welches es vorher vordringlich in Deutschland gegeben hatte. Dies ist natürlich genau dies, welches ein Spund braucht. (lacht) Selbst war durchgeschwitzt vom Kopf solange bis in die Zehen und dachte, dass ich meinen Job los bin.

Sie durften gleichwohl weitermachen. Stimmen Geschichten von früher, dass Reporter früher mit Trainern und Spielern Kumpanei betrieben und die Nächte verbinden an jener Theke verbrachten?

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Rudi Assauer (sinister) und Trainer Huub Stevens führten Schalke zu großen Erfolgen.

(Foto: imago/Töggelen/Liedel)

Nein, dies hat es nicht gegeben. Weder mit Spielern noch mit Trainern. Meine Maxime war immer Leerschritt: Nicht mit dem Gegenstand gemein zeugen. Selbst hatte lediglich eine gute, gleichwohl nur fußballbezogene, Bekanntschaft mit Rudi Assauer. Er hat mir viele Sachen anvertraut, die ich am nächsten Tag nicht gleich oben den Sender sagen konnte, mir gleichwohl immer geholfen nach sich ziehen.

Darüber hinaus Assauer sagten Sie, sein größter Klopper habe nichts mit dem Spiel um das runde Leder zu tun, sondern sei seine Enttabuisierung jener Demenz-Krankheit, an jener jener 2019 verstorbene Manager nachhaltig litt.

Selbst habe es sehr bedauert, denn er Vorjahr starb. Da gab’s natürlich sehr viel Nachrufe in jener Verdichter, gleichwohl den entscheidenden Verdienst Assauers hat keiner wirklich gewürdigt: In einem nachhaltigen Zweites Deutsches Fernsehen-Streifen hat Rudi sich 2012 mit seiner Krankheit geoutet. Dieser Streifen hieß “Ich will mich nicht vergessen!” – und wer ihn gesehen hat, jener hat ihn solange bis heute nicht vergessen. Damit hat Assauer dies Krankheitsbild Demenz aus jener Tabuzone herausgeholt und publik gemacht. Daraufhin wurde dies Themenkreis überall diskutiert und vieles, welches im Weiteren in jener Politik an Reformen durchgesetzt wurde, geht zurück aufwärts sein Outing. Zum Denkweise können Demenzkranke seither 2017 aus jener Pflegeversicherung Leistung beziehen.

Wie ist Assauers sportliche Leistung zu festsetzen?

Rudi Assauer war ein Phänomen. Nicht nur zu Händen den FC Schalke. Seine erste Periode denn Kaschmir-Rudi war nicht so gut. Dagegen denn er 1993 zurückgeholt wurde, hat er ein Unordnung vorgefunden und trotzdem die Lizenz gerettet – nachrangig dank Egidius Braun, dem damaligen DFB-Präsidenten, jener im Grunde Schalke-Fan war. Rudi hat die Team ausgemistet und dann in nur vier Jahren dies Team aufgebaut, dies am 21. Mai 1997 den Uefa-Pokal gewann in einem dramatischen Elfmeterschießen im zweiten Finale in Mailand.

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Welches Gefühl löst es heute in Ihnen aus, wenn Sie an den Schalker Triumph oben Un… Mailand zurückdenken, den Sie früher live kommentierten?

Ein angenehmes. Selbst bekam zu Händen dieses Spiel sogar den Telestar, den früher größten Fernsehpreis. Und dies, obwohl es gar keine Sportart-Kategorie gab und ich mit meinem Sprechgesang aus Mailand in die Kategorie Dokumentation eingeordnet wurde. Diesen Preis habe ich immer denn Demonstration genommen, dass jener Spiel um das runde Leder in jener Zentrum jener Gesellschaftssystem angekommen war.

Sie sagten früher in Ihrer Reportage: “Wir müssen mit ihnen gehen, durch die Hölle des Elfmeterschießens. Ein Blick nach oben. Ein Stoßgebet. Ist der Papst, die Frage muss ja noch gestellt werden, Mitglied beim FC Schalke 04? Man muss nicht dran glauben. Das ist keine Glaubensfrage. Ich kenne wohl einen Weihbischof aus Essen, der ist Mitglied beim FC Schalke. Der sollte jetzt auch mal die Daumen drücken.”

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1997 holte Schalke den Uefa-Pokal in den Pott.

(Foto: imago/WEREK)

Dies Spiel war sensationell. Schalke führte aus dem Hinspiel denn Einzelgänger mit 1:0. Dann glich Ivan Zamorano in jener 85. Minute aus und es ging in die Verlängerung. Und dann, dies werde ich nie vergessen, hatten die Mailänder diesen wunderbaren, feingliedrigen und technisch begabten Stürmer Maurizio Ganz. Dieser spielte in jener Verlängerung vereinigen Lob aufwärts dies Schalker Treffer, Jens Lehmann stand vielleicht ein kleinster Teil zu weit unter freiem Himmel. Dieser Tanzfest fliegt oben Lehmann. (kommentiert) Geht er rein, geht er rein, geht er rein? Nein, er geht nicht rein, er fliegt an die Querlatte und fällt zurück ins Spielfeld. Wäre er ins Treffer geflogen, wäre die Gesamtheit aus gewesen. Doch so ging es ins Elfmeterschießen, wo jener FC Schalke dies bessere Finale zu Händen sich hatte. Schalke hatte früher eine wunderbare, geschlossene Truppe, einer hat zu Händen den anderen gekämpft. Mailand war keine Team. Und einer hat mich in dem Spiel insbesondere geknickt, den Otto Rehagel dann nachher Kaiserslautern holte, wo er es besser gemacht hat: Ciriaco Sforza.

In dieser Spielzeit gaben Sie zu Händen die Runde Dortmund-Frankfurt/Oder ein Kommentatoren-Comeback wohnhaft bei Dazn. Nach sich ziehen Sie noch mal Lebenssaft geleckt?

Ja, dies war mal wieder ein schönes Gefühl und hat Spaß gemacht. Selbst hatte dies Gefühl: Irgendwie geht’s doch noch, funktioniert ja noch ganz gut. (lacht) So irgendwas könnte man durchaus noch mal wiederholen, nachrangig wenn es nicht an jedem Wochenende sein muss.

Viele Kontakt haben Sie nicht nur von TV oder Hörfunk, sondern von den Computerspielen Fifa 98 und 99. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Dies ist oben 20 Jahre her und nachrangig darauf werde ich immer noch angesprochen. Die Firma EA Sports hat mich leicht angerufen. Selbst war zusammen mit Wolf-Dieter Poschmann im Studio, mindestens sieben Zahlungsfrist aufschieben am Stück. Dagegen dies habe ich dann nie wieder gemacht, denn es war eine Schweinearbeit und ein Hungerlohn gemessen an dem, welches die mit diesem Spiel verdient nach sich ziehen.

Sie sind namhaft zu Händen kernige Sprüche à la: “Nicht jeder Knallfrosch ist gleich ´ne Rakete.”, “Das ist keine Zeitlupe, der läuft wirklich so langsam.” oder “Wer hinten so offen ist, kann nicht ganz dicht sein.” Nach sich ziehen Sie so irgendwas zu Hause trainiert?

Werner Hansch

… wird 1973 durch Zufall Stadionsprecher vom FC Schalke 04, im Voraus er 1978 an den Spiel um das runde Leder-Kommentatorenplatz wechselt. Zunächst arbeitet er zu Händen den Westdeutscher Rundfunk-Hörfunk, dann zu Händen die Das Erste-Sportschau, Sine tempore1 und zuletzt solange bis 2007 zu Händen den Pay-TV-Sender Wettkampfstätte. Hansch ist einer jener Gäste im neuen Sportart-Podcast “Mein Spiel” von RTL/ntv, in dem Deutschlands beliebteste Fußballkommentatoren zu Wort kommen.

So irgendwas kannst du nicht vorbereiten. Dies ist leicht ein gewisses Gefühl zu Händen Sprache. Und die lernt man beim Vorlesung halten. Selbst habe jüngeren Kollegen immer wieder geraten zu Vorlesung halten, weil sich dann Sprachbilder im Kopf festsetzen, die man in passenden Situation hervorziehen kann. Dagegen dies ist nachrangig gefährlich, weil du mit deinen Bildern nachrangig völlig Unrecht haben kannst. Oft bin ich nachher Fußballspielen nachher Hause gefahren – hier habe ich immer klassische Klavierkonzerte gehört – und habe im Kopf allesamt Bilder des Spiels noch mal gesehen und gehört, welches ich dazu erzählt habe. Dann habe ich mir mit jener flachen Hand aufwärts die Stirn geschlagen und gesagt: Wie konntest du Hornochse aufwärts solche Bilder diesen Sine tempore sagen?

Sind Sie nicht nachrangig glücklich, weil Ihre Sprüche Sie zu einer Kultfigur gemacht nach sich ziehen?

Denn ich 1978 im Hörfunk anfing, waren jener Spiel um das runde Leder und die Fußballsprache schon unwahr. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass man heute die Kommentierung eines Fußballspiels aus jener Bleikiste zusammensetzt. Denn die Gesamtheit, welches in einem Gekicke an Bewegungsansätzen passiert, nach sich ziehen Generationen von Reportern schon in Worte gefasst. Dies war mir früher schon lichtvoll. Und ich wusste, wenn ich in dieser Industriebranche klitzekleines bisschen Nachhaltigkeit klappen will, dann geht dies nur oben meine Votum und oben Sprachbilder. Dies Besondere, die Scharfsinn eines Tores habe ich durch wie viele Worte nachrangig immer nie treffender ausgedrückt, denn in dem Moment, in dem ich einmal sagte: “Ein geiles Tor.”

Mit Werner Hansch sprach David Hilfsbedürftig



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