Potanins Weg vom Beamten zum Milliardär


Qua dieser Eiserne Vorhang fällt, schmeißt Wladimir Potanin seine Beamtenkarriere hin und knöpft dem jungen russischen Staat mit gewieften Tricks Nornickel ab. Heute ist dieser Oligarch nicht nur dieser reichste Mann des Landes, sondern ebenfalls dieser größte Umweltsünder.

Nachher 30 Jahren Ehe hat Wladimir Potanin genug von seiner ersten Ehefrau Natalia, im wahrsten Sinne des Wortes. Beim gemeinsamen Abendessen, von kurzer Dauer nachdem die Kinder den Tisch verlassen nach sich ziehen, erklärt er ihr: “Wir haben lange miteinander gelebt. Und jetzt habe ich beschlossen, dass ich genug von dir habe. Ich will eine Scheidung, heute.” So schildert seine die noch kein Kind geboren hat später vor Strafgericht, welches sich im November 2013 zugetragen hat. “Ich dachte, das ist ein Scherz.”

Doch dann seien Potanins Leibwächter mit den Scheidungsdokumenten in dieser Hand an den Tisch gekommen, erzählt Natalia. Ihr Mann habe darauf bestanden, dass sie hinaus jeglicher Vermögensansprüche verzichtet. Sie weigert sich – und kämpft seitdem vor Strafgericht z. Hd. die ihrer Meinung nachdem gerechte Verteilung dieser Potanin-Milliarden. Bislang vergeblich.

Sollte sie sich doch noch durchsetzen, käme es vermutlich zur zweitteuersten Scheidung dieser Vergangenheit. Denn Wladimir Potanin ist dieser reichste Mann Russlands. Und wenn es um sein Geld geht, macht er keine Späße. Laut dem “Billionaires Index” von Bloomberg ist er derzeit 26,4 Milliarden Dollar schwergewichtig. Weltweit sind demnach nur 39 Menschen reicher qua dieser Oligarch.

“Es stehen tote Bäume in der Region”

Daran ändert ebenfalls dies Coronavirus nichts. Während andere russische , die hinaus Öl und Gas setzen, unter dem weltweiten Kollaps dieser leiden, kann sich Potanin sorglos zurücklehnen. Sein Bergbaukonzern Norilsk Nickel, von kurzer Dauer Nornickel, ist dieser größte Nickel- und dieser größte Palladiumproduzent dieser Welt. In dieser Corona-Krisis profitiert dies Unternehmen davon, dass wie die südafrikanische Wettbewerb ihre Hilfe virusbedingt drosseln musste.

Demgegenüber so grell es pekuniär z. Hd. den Oligarchen läuft, so schlecht ist die Verdichter, die er derzeit bekommt. Schuld daran ist die Umweltkatastrophe, die Nornickel in dieser sibirischen Nickelhauptstadt Norilsk verursacht hat. Mehr qua 21.000 Tonnen Dieselkraftstoff sind Finale Mai aus einem havarierten Kraftwerkstank in die beiden Flüsse Daldykan und Ambarnaja und von dort in den Süßwassersee Pjassino gelaufen. Umweltschützer sprechen von dieser schlimmsten Ölkatastrophe in dieser russischen Nordpolargebiet in dieser Vergangenheit.

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Zwei Wladimirs unter sich: Staatsoberhaupt Putin und Oligarch Potanin gelten qua gute Freunde.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Demgegenüber dies ist womöglich nur noch ein Tropfen hinaus dem heißen Stein, denn Nornickel soll außerdem mehrjährig hochgiftige Abwässer in die Tundra gepumpt nach sich ziehen – mit merklich sichtbaren Nachsteigen: “Es stehen tote Bäume in der Region, manche sind gelb-orange gefärbt”, sagt Dorothea Wehrmann, Expertin z. Hd. arktische Städte am Deutschen Institut z. Hd. Entwicklungspolitik (DIE). “Man findet tiefer im Wald größere, übel riechende Tümpel, die darauf schließen lassen, dass das nicht zum ersten Mal in der Art praktiziert wurde.”

Potanin tritt in die Fußstapfen seines Vaters

Die Zeche z. Hd. die Katastrophe – oder die Katastrophen – soll Potanin aus eigener Tasche bezahlen. Dasjenige erwartet dieser russische Staatsoberhaupt , dieser dem Oligarchen im Prinzip qua wohl gesonnen gilt. “Es hätte keinen Schaden gegeben, wenn sie den Tank rechtzeitig ausgetauscht hätten”, ermahnte er die Unternehmensführung und speziell Potanin in einer öffentlichen und staatsmännisch inszenierten Videokonferenz. Jener Milliardär biss an und zeigte Reue: 10 Milliarden Rubel will er locker zeugen, umgerechnet 127 Mio. Euro, um die Umweltschäden in und um Norilsk zu entfernen. Peanuts z. Hd. den Mann, dieser sich in den 90er-Jahren den Bärenanteil an Nornickel sicherte.

Sein Gespür z. Hd. Potenz, Geld und Macht kommt nicht von ungefähr. Potanin begann schon Morgen, Verbindungen in Politik und Wirtschaft zu knoten. Sein Vater Oleg, dieser im sowjetischen Außenhandelsministerium arbeitete und ihn oft mit hinaus Reisen nahm, war ein guter Lehrer mit den richtigen Kontakten. Kein Wunder demgemäß, dass Potanin 1978 zusammensetzen dieser begehrten Studienplätze an dieser Diplomaten-Universität erhielt: Am Staatlichen Moskauerin Institut z. Hd. Internationale Beziehungen, von kurzer Dauer MGIMO, wurde die sowjetische Elite fähig. Nachher seinem Erledigung trat Potanin in die Fußstapfen seines Vaters und startete seine Karriere qua Paragrafenhengst im sowjetischen Außenhandelsministerium.

Nachher dem Zusammenbruch dieser UdSSR verließ Potanin seinen staatlichen Posten und nutzte sein Wissen extra Marktwirtschaft und Marktwirtschaft z. Hd. die persönliche Vermögensplanung. Werden dieser 90er-Jahre gründete er die Sparkasse Oneksimbank und die Holdinggesellschaft Interros, mit dieser er noch heute Unternehmen wie Nornickel kontrolliert. Zu dieser Zeit brauchte dieser junge russische Staat vordringlich Geld, dies dieser Moskauerin Unternehmer mit seiner Sparkasse liefern konnte. Mit dem sogenannten “Aktien-für-Kredite-Programm” griff er pekuniär unter die Arme und sicherte sich im Gegenzug 38 v. H. dieser Anteile am früheren Metallkombinat Norilsk Nickel.

Die dreckigste Stadt Russlands in seiner Hand

Potanin schaffte den Sprung vom Beamten zum Milliardär in nur wenigen Jahren, und sein wachsender Reichtum verschaffte dem heute 59-Jährigen ebenfalls politischen Macht. Finale dieser 90er-Jahre war er unter dem damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin z. Hd. zwei Jahre Vize-Premierminister dieser russischen Regierung und qua solcher zuständig z. Hd. finanzwirtschaftliche Fragen.

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Mit dieser Sauberkeit nahm es dieser Moskauerin Oligarch sehr wohl nie so genau. Seitdem er Nornickel kontrolliert, wird dies Unternehmen von Vorwürfen dieser Umweltverschmutzung begleitet. Tatsächlich pustet dieser Nickelgigant so viele Abgase in die Luft, dass er qua größter Einzel-Luftverschmutzer dieser Mutterboden und Norilsk qua schmutzigste Stadt Russlands gilt. Da überrascht es nicht, dass die russische Umweltaufsicht die 127 Mio. Euro, die Potanin in den Raum geworfen hat, zusammen mit weitem nicht z. Hd. genug hält, um jeglicher Schäden in dieser Region zu entfernen. Sie erwartet stattdessen eine “freiwillige Kompensationszahlung” von umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro – dies vierzehnfache dieser Oligarchen-Schätzung.

Immer noch Peanuts z. Hd. ein Unternehmen, dies vergangenes Jahr so gut wie 6 Milliarden Dollar Treffer gemacht hat, immerhin trotz eine ganz andere Hausnummer. Zu wiedererkennen ebenfalls daran, dass Potanin plötzlich nicht mehr in petto war, “alles zu tun, was nötig ist”, um in dieser Region aufzuräumen: Nornickel hat angekündigt, gerichtlich gegen die Höhe dieser Strafzahlung vorgehen zu wollen.

Ob Wladimir Potanin und Nornickel solche Summe wirklich zahlen zu tun sein, darf im Zuge dieser nicht immer unabhängigen russischen Judikative mindestens bezweifelt werden. Selbst insofern, weil dieser Multimilliardär die gesamte Region in und um Norilsk unter seine Prüfung gebracht nach sich ziehen soll. Bisweilen ist von einem “selbständigen Staat mit eigenen Gesetzen” die Vortrag. Ob es stimmt, lässt sich schwergewichtig schätzen, sagt Nordpolargebiet-Expertin Dorothea Wehrmann. “Aber dadurch, dass vor allem ehemalige Manager in der Stadtverwaltung von Norilsk arbeiten, ist der Einfluss natürlich sehr groß.” Durch sich selbst sei es ebenfalls erstaunlich, dass es schier gelungen ist, die Umweltverschmutzung so tief zu vertuschen. Pro uns vielleicht, immerhin nicht z. Hd. zusammensetzen Mann, von dem selbst seine Exfrau nachdem 30 Jahren Ehe sagt: “Er ging alle Fragen rational an.”