Private Altenheime – nur eine Geldmaschine?


Altern in Würde – dasjenige ist in Europa nicht überall möglich. In etlichen Pflegeheimen fehlt Personal, nicht sämtliche Heimbewohner können vernünftig betreut werden. Taktgesteuert zeugen internationale Konzerne und Finanzinvestoren Riesengeschäft mit welcher Pflege.

Wenn Mutti Menschen nicht mehr zurückgezogen für jedes sich sorgen können, es in welcher Familie nunmehr niemanden gibt, welcher sich um sie kümmern kann, zubringen sie die letzten ihres Lebens in einem Altenstift. Nur in Deutschland gibt es etwa 15.000 solcher Einrichtungen, in denen notdürftig 800.000 Menschen leben. Dies sind gut ein Viertel aller etwa vier Mio. Pflegebedürftigen im Nationalstaat.

Doch die Situation in etlichen Heimen ist schlecht. Es gibt x-mal zu wenig oder überarbeitetes Personal, die Versorgung welcher Pflegebedürftigen lässt zu wünschen übrig. Weil internationale Konzerne und Finanzinvestoren weniger an würdevoller Pflege denn an hohen Vorteil verschaffen wissensdurstig sind, dasjenige Ergebnis einer Recherche von “Investigate Europe”.

Einer welcher beteiligten Journalisten ist Nico Schmidt, welcher im ntv-Podcast “Wieder was gelernt” von welcher Quartal dauernden Recherche erzählt: “Eine der überraschendsten Erkenntnisse für mich war die Größe des Phänomens, wie viele internationale Firmen mitmischen, wie groß diese Firmen sind.” In Großbritannien sind mittlerweile 76 v. H. aller Heime in privater Hand, in Spanien sogar 80 v. H.. In Deutschland betreiben gewinnorientierte Unternehmen 43 v. H. aller Pflegeeinrichtungen.

Liberalisierung unter Kohl

“Pflege war traditionell auch in Deutschland vor allem eine karitative Aufgabe. Die haben Kirche und Kommunen übernommen. In den frühen 90er-Jahren kam dann so ein bisschen der Gedanke der Liberalisierung auf. hat gedacht, Investoren können das alles viel besser als der Staat”, berichtet Schmidt. In Deutschland hat die Kohl-Regierung 1995 die Pflegeversicherung eingeführt, die den Pflegebereich für jedes private Unternehmen geöffnet hat. “In einer ersten Welle sind in den 90er-Jahren eher kleine deutsche Unternehmen in die Pflege eingestiegen. Die haben vielleicht zwei, drei, vier, manchmal auch fünf Pflegeheime betrieben.”

Einst begann die Überalterung welcher deutschen Verband. Es gab nunmehr zu wenig Pflegeheime, die sich um die steigende Zahl von Senioren hätten kümmern können. Durch die Lehrbuch welcher Pflegeversicherung durften gleichfalls private Unternehmen Versorgungsverträge mit den Pflegekassen terminieren. Von Anfang an ein Lorbeeren, die Marktöffnung führte dazu, dass zusätzliche Heime aufgebaut wurden und sich die Versorgung verbesserte. Dies habe die früher “schlafmützigen Wohlfahrtsverbände auf Trab gebracht”, wird Heinz Rothgang, Professor für jedes Pflege und Alterssicherung an welcher Universität Bremen, von “Investigate Europe” zitiert.

Doch dann kamen die großen Player hinaus den Markt. Internationale Konzerne, die in welcher Pflege ein lukratives und krisensicheres Geschäftslokal sahen. Schließlich altert unsrige Verband immer mehr, dasjenige Geschäftslokal mit welcher Pflege hat Hochkonjunktur. “Es gibt zwei Arten von Investoren. Multinationale Pflegekonzerne, die zunächst in einem europäischen Land gestartet als kleines Unternehmen sind und dann mehr und mehr Einrichtungen aufgekauft haben in anderen Ländern”, erklärt Schmidt im Podcast. “Dann gibt es noch sogenannte Private-Equity-Fonds. Da geht es nur darum, reinen Gewinn zu machen. Die haben mit der Pflege im Prinzip nichts am Hut. Die gehen einfach in Branchen rein, kaufen Firmen auf, wollen die Mehrheit haben und die Firmen dann nach drei bis fünf Jahren mit möglichst großem Profit wieder abstoßen.”

Marktführer betreibt verbleibend 1000 Altenheime

Europas Marktführer in welcher Pflege ist welcher französische Konzern Orpea mit mehr denn 1000 Heimen und verbleibend 85.000 Pflegeplätzen und Tochterunternehmen in 14 europäischen Ländern. Im Ranking welcher größten Pflegeheimbetreiber nachgehen drei weitere französische Konzerne hinaus den Plätzen zwei solange bis vier, darunter DomusVi. Dieses Unternehmen nutze “undurchsichtige Strukturen” mit Gesellschaften in Luxemburg oder den Jersey-Inseln, um keine Steuern zahlen zu sollen, schreibt “Investigate Europe”. Dies deutsche Unternehmen Alloheim liegt mit 225 Seniorenheimen für jedes 22.000 pflegebedürftige Menschen hinaus Reihe sechs welcher größten Altenheimkonzerne.

“Wieder was gelernt” ist ein Podcast für jedes Neugierige: Bekommt die Krauts Finanzinstitut ihr Geld von zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld für jedes ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nachher Westafrika? Ton…Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein kleinster Teil schlauer.

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Die Zustände in den betroffenen Einrichtungen ähneln sich. Es gebe zu wenig Personal, zu wenig Zeit für jedes die Heimbewohner und Konzernmanager, die nur hinaus den schnellen Euro aus sind, zitieren die Reporter von “Investigate Europe” mehrere Pfleger, die für jedes ebendiese Betreiber funktionieren. Schmidt betont nunmehr, dass im Prinzip “nichts dagegen spricht, dass gewinnorientierte Firmen in der Pflege aktiv sind, wenn am Ende das Ergebnis stimmt”. Doch dasjenige Ergebnis stimme “leider nicht immer”. Weil dasjenige Gewinnstreben offensichtlich im Vordergrund steht, zeigt die Recherche.

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“Die größte Kostenstelle für die Pflegekonzerne ist das Personal. Experten haben uns erzählt, dass ungefähr 70 Prozent der Umsätze privater Pflegeeinrichtungen für Personal ausgegeben werden sollten”, berichtet Schmidt und erklärt, dass die großen internationalen Konzerne diesen Zahl längst nicht klappen. “Wir haben die Bilanzen gewälzt und errechnet, wie viel Prozent von ihrem Umsatz sie für Personal ausgeben. Das sind nur 50 bis 55, maximal 60 Prozent.”

Sie Konzerne würden ihre Mitwirkender sehr wahrscheinlich “unter Tarif bezahlen und die Fachkraftquote auf dem untersten gesetzlich vorgeschriebenen Niveau halten”, so Harry Meister Reineke, Professor für jedes Verwaltungswissenschaft und langjähriger Kenner welcher Pflegefinanzierung, im Unterschied zu “Investigate Europe”.

“Psychisch und physisch katastrophal belastend”

In Deutschland könnte sich die Position in Bälde verbessern, in diesem Jahr wurde eine Pflegereform beschlossen. Künftig sollen die Altenpfleger nachher Tarif getilgt werden. Jener Bundesvereinigung privater Lieferant sozialer Dienste (bpa) sprach trotzdem von einem “Schwarzen Tag für die Pflege”. Die Bundesregierung berücksichtige dasjenige “betriebliche Risiko und unternehmerische Wagnis” nicht vernünftig. Mit welcher Reform würde die Existenz Tausender privater Pflegeeinrichtungen gefährdet, dies werde sich gleichfalls hinaus die Versorgung pflegebedürftiger Menschen auswirken.

Nico Schmidt gibt zu, dass ein struktureller Vergleich welcher Pflegeheime von Investoren mit gemeinnützigen Einrichtungen nicht reibungslos ist. Deswegen waren er und sein Team hinaus persönliche Berichte angewiesen. Sie nach sich ziehen mit dem Pflegepersonal gesprochen, nunmehr gleichfalls mit den Angehörigen welcher Bewohner. “Eine Pflegerin in einer Einrichtung von Orpea klagte über Dauernotstand und zu wenig Personal. Ein Pfleger der französischen Kette Korian hat gesagt, es gebe immer wieder ein riesiges Loch in der Personalbesetzung. Da müssten mehrere Schichten gearbeitet werden und diese Schichten seien psychisch und physisch katastrophal belastend”, erzählt welcher Reporter. Am Finale sei es in welcher Regel ohne Rest durch zwei teilbar noch möglich, die Menschen sine tempore und sauber zu pflegen. Andererseits von einer dem Menschen zugewandten Pflege könne nicht mehr die Vortrag sein, teilten ihm Pfleger in persönlichen Gesprächen mit.

“Investigate Europe” hat die Konzerne mit den Rechercheergebnissen konfrontiert. Sie hätten die Berichte nunmehr denn Einzelfälle abgetan und beteuert, dass es keine strukturellen Verfehlungen in den Heimen gebe. Nico Schmidt und seine Reporterkollegen nach sich ziehen zusammenführen anderen Eindruck bekommen und außerdem herausgefunden, dass eine angemessene Test welcher Heime kaum stattfindet.

“Läuft auf Selbstkontrolle der Heime hinaus”

“Offenbar gibt es da in Europa strukturelle Probleme, denn Kollegen von mir in ganz Europa haben Beispiele dafür gefunden, dass es überall an Kontrolleuren fehlt. In der nordspanischen Region Galizien gibt es nur sieben Kontrolleure, die alle Heime kontrollieren müssen. Meine italienische Kollegin hat mit dem Chefkontrolleur der Gesundheitsbehörde in Turin gesprochen. Er ist für 400 Pflegeheime verantwortlich. In Frankreich gibt es nur noch 200 Prüfer, die Tausende von Heimen kontrollieren sollen. Das läuft de facto auf eine Selbstkontrolle der Heime hinaus.”

In Deutschland muss die kommunale Heimaufsicht jede Pflegeeinrichtung einmal im Jahr gründlich kontrollieren. So steht es im Regel. Doch die Wirklichkeit sieht gleichfalls hierzulande divergent aus. Nico Schmidt hat mit einer ehemaligen Mitarbeiterin welcher Heimaufsicht gesprochen. Demnach würden zwar x-mal Mängel festgestellt, doch deren Beseitigung kämen die Betreiber oft nicht nachher. Zudem falle welcher zweite Kontrolltermin un… einem Sachverhalt x-mal aus Zeitgründen aus. Dies Ergebnis: Ein Jahr später zwischen welcher nächsten regulären Inspektion sind die Mängel nicht behoben.

“Altenpflege ist ein Bereich der sozialen Daseinsvorsorge, so wie Schulen und Kitas auch. Bei Schulen und Kitas haben wir als Gesellschaft einen relativ kleinen Konsens darüber, dass die in öffentliche Hand und nicht in die Hand von Konzernen gehören. Bei der Altenpflege ist das gerade ein bisschen anders. Da lohnt es sich drüber nachzudenken, ob das richtig so ist oder nicht”, so Schmidt.

Wie es divergent umziehen kann, zeigt ein Blick nachher Ostmark. Die Landesregierung des Burgenlands hat 2019 beschlossen, dass Altenheime ab 2024 nur noch gemeinnützig betrieben werden die Erlaubnis haben. Private Unternehmen die Erlaubnis haben in welcher Pflege nicht mehr mitmischen. In Norwegen zeugen dasjenige wenige Kommunen mittlerweile genauso.