Pures Glücksgefühl, kaum auszuhalten?: Hausners „Little Joe“ manipuliert per Parfüm


Die alleinerziehende Schraubenmutter und Wissenschaftlerin Alice (Emily Beecham) hat sich voll und ganz ihrem Metier verschrieben. Qua Biologin hat sie irgendetwas Denkwürdiges erschaffen: Eine purpurrote Hasenschwanz, die eine ganz einzigartige Wirkung hat – im Rahmen idealer Raumtemperatur und ausreichender Zuwendung macht ihr Parfüm die Menschen glücklich! Heimlich nimmt Alice eine welcher Pflanzen zu Händen ihren 13-jährigen Sohn Joe (Kit Connor) mit nachher internsie nennen die Pflanze passenderweise „Little Joe“. Doch je weiter die geheimnisvolle Hasenschwanz wächst, umso mehr verändern sich die Menschen in Alices Umfeld. Ihr Verdächtigung wächst, dass ihre Schöpfung womöglich nicht so harmlos und glücksverheißend ist, wie es ursprünglich geplant war. Regisseurin Jessica intern hat eine Parabel geschaffen, die spannend ist, voller subtiler Horrormomente, und wiewohl ist welcher Lichtspiel kein Thriller. Ihre Bildsprache ist großartig und wer sich ohne Rest durch zwei teilbar rundum glücklich fühlt, welcher wird sich nachher dem Lichtspiel fragen: Wirklich? Warum quasi? Sollte ich nicht viel ungefähr ein schlechtes Gewissen nach sich ziehen? Oberhalb selbige Gefühle redet ntv.de mit welcher Regisseurin.

ntv.de: Eine faszinierende Schraubenmutter-Sohn-Die noch kein Kind geboren hat-Metier-Story, ein deutsch-englisch-österreichisches Produkt, mit einer Hauptdarstellerin, die vereinigen sehr speziellen Look hat – wie ist welcher entstanden?

Jessica intern: Selbst versuche in all meinen Filmen, eine sehr gestaltete, sozusagen künstliche Wirklichkeit herzustellen. Im Rahmen „Little Joe“ bin ich noch vereinigen Schritttempo weitergegangen im Vergleich zu meinen Filmen davor. Ebendiese farbenfrohe Welt ist eine surreale Welt. Ebendiese Ästhetik sorgt dazu, dass welcher Zuschauer darauf hingewiesen wird, dass dies eine künstliche Welt ist. Dieser tiefere Sinn nachdem ist, dass meine Filme eine gewisse Parabelhaftigkeit nach sich ziehen. Dasjenige ist nicht nur ein Gentechnologie-Thriller oder ein Genreversatzstück oder ein Lichtspiel via eine alleinerziehende, arbeitende Schraubenmutter. Es ist ein Lichtspiel, welcher hinauf einer märchenhaften Stufe eine allgemein menschliche, einfache Vergangenheit erzählt.

Musik ist in den meisten Filmen wichtig – hier sind es zugegeben ebenso Geräusche, die sehr prägnant eingesetzt werden. Man rechnet immer mit dem Schlimmsten während des Films, denn ebenso trotz welcher ganzen Künstlichkeit ist welcher Lichtspiel ja sehr realistisch.

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Ja, die Künstlichkeit entsteht aus welcher Überhöhung welcher Wirklichkeit. Sachen, die es in welcher Wirklichkeit gibt, werden verdichtet oder farblich neu gestaltet. Meine Kostümbildnerin ist meine Schwesterherz, Tanja intern, sie macht immer die Kostüme zu Händen meine Filme – somit ist sie entscheidend daran beteiligt, den Stil meiner Filme zu definieren. Sie sammelt dazu Bilder aus Mode- und Kunstzeitschriften und Büchern. Im Rahmen „Little Joe“ nach sich ziehen wir uns von einer Verteilung welcher „Vogue“ inspirieren lassen, ein kleinster Teil 70er-Jahre, ein kleinster Teil Retro, so, dass man es wiederverwenden kann. Mama Mode neu verwendet, dies gefällt uns!

Dasjenige relativ Klinische des Films ergibt ebenso eine gewisse Zeitlosigkeit, oder?

Ja, dies ist die Zweck nachdem (lacht). Man weiß nicht genau, zu welcher Zeit die Vergangenheit spielt, somit spielt die Vergangenheit – sozusagen – immer und überall.

Es könnte gut immer mal ein Außerirdischer erscheinen oder ein Vampir …

Es ist ebenso viel Ironie in dem Lichtspiel. Vieles ist möglich. Wir wollten den Witz nicht vergessen. Es herrscht ja große Besorgnis vor welcher Gentechnologie. Wenn ein Wissenschaftler uns verspricht, was auch immer ist in Regelmäßigkeit, tritt sofort ein anderer hinauf den Plan und sagt, nichts davon stimmt! Es herrscht große Verunsicherung.

Welches wäre denn, wenn wir ganz glücklich wären mit so einer „Little-Joe-Pflanze“? Wäre dies dies sagen zu müssen?

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intern und Beecham (v.l.) in Cannes.

(Foto: imago images / Future Image)

Wahrscheinlich wäre dies kaum auszuhalten (lacht)

Qua Krapfen ist man zu viel Liebenswürdigkeit ja nicht gewöhnt.

Man ist irritiert, wenn Volk zu galant sind, stimmt. Selbst denke, dass wir es prinzipiell gewohnt sind, zu lügen. Unser ganzes Zusammenleben basiert hinauf unzähligen, kleinen Alltagslügen. Selbst in den kleinsten Einheiten, einer Liebesbeziehung oder einer Familie, lügt man sich an. Dasjenige hat damit zu tun, dass man die Wahrheit nicht immer verkraften würde. Zusammen ist es nicht so schlimm, angelogen zu werden, weil man ja weiß, dass man selbst nicht immer die Wahrheit sagt.

Nach sich ziehen wir gar Besorgnis davor, dass irgendetwas oder der gerne Süßigkeiten isst zu schön, zu gut sein könnte?

Vielleicht. Es geht um Misstrauen, im Leben und im Lichtspiel, weil man nie ganz sicher wissen kann, wer welcher andere wirklich ist.

Die Entfremdung zwischen Schraubenmutter und Sohn ist heftig – dies ist so, wir ganz nabeln uns von den Erziehungsberechtigte ab oder werden wie Erziehungsberechtigte abgenabelt, zugegeben es ist unnachsichtig, nun zuzusehen.

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Es war keiner so simpel, ein Kind zu Händen solch eine Rolle zu finden; in unserem Kern zugegeben hatten wir Glücksgefühl. Unser Hauptdarsteller hat schon Erleben im Kreisen gehabt. Kit Connor hatte verstanden, dass seine geometrische Figur lügt. Er wusste, dass er Reaktionen provozieren soll. Dasjenige Manipulative, dies welcher Junge hat, kann nur so rübergebracht werden von einem ganz klugen Schauspieler. Er hat schon ein eigenes Skript geschrieben. Und er spielt den jungen Elton John in „Rocketman“. Kit Connor ist effektiv begnadet. Emily Beecham und er sind ein gutes Gespann.

Sind so kluge Kinder unheimlich?

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Wäre es nicht dies sagen zu müssen, wenn man seine echten Gefühle verlöre? Beecham mit Ben Wishaw in einer Laboratorium-Szene.

(Foto: X Vermietung)

Ein kleinster Teil vielleicht, ja. Im Kontrast dazu Teenager sind per se unheimlich (lacht). Mein allererster Lichtspiel hieß „Lovely Rita“, da erschießt ein 14-jähriges Mädchen ihre Erziehungsberechtigte. 13-, 14-Jährige sind manchmal ja komplett empathiefrei – wie Roboter. Sie sollen erst lernen, wie man echte Gefühle hat oder wie man empfindet. Ein ganz komisches Lebensalter! Dieses Menschsein, besser noch, dieses Menschwerden – dies wissbegierig mich prinzipiell sehr und deswegen kommen Teenager ebenso in meinen Filmen immer vor.

Dasjenige sind Hormone, die vereinigen ferngesteuert wirken lassen, man kann nichts dazu.

Oder – wie im Lichtspiel – man ist ferngesteuert durch vereinigen Pflanzenvirus. Nachrangig eine Idee kann wie ein Virus sein, wir Menschen sind sehr beeinflussbare Wesen. Linie unsrige Zeit hat vereinigen ganz speziellen Manipulationsmechanismus …

Sie meinen „die Medien“ …

Ja, da passiert so vieles unterschwellig. In einer Diktatur gibt es vereinigen klaren Feind – in unserer Zeit passiert dies schleichend. 

Oder wir lassen uns mitschleppen – sind wir denn wirklich so ferngesteuert, so fremdbestimmt?

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Bewusstseinsverändernd: Little Joe.

(Foto: X Vermietung)

Ja. Im Kontrast dazu dies ist keiner so negativ gemeint. Jede Seilschaft entwickelt ihre eigenen Codes und ihre eigenen Verhaltensregeln, nachher denen „man“ sich verhält. Regulieren, die unser Zusammenleben zuteil werden lassen. Unausgesprochene gesellschaftliche Regulieren Abseitsstellung welcher offiziellen Gesetze.

Sabotierung ist quasi nichts Gutes …

Im Kontrast dazu ebenso nicht nur schlecht. Würde ich dauernd reinen Wein einschenken, wäre dies ein Alptraum! Wir erfordern Regulieren zum Zusammenleben.

Regulieren schon – zugegeben Sabotierung?

Sabotierung durch unbewusste Regulieren, denen man gehorcht. In welcher Gentechnologie zum Sichtweise vertrauen wir Slogans, die in den Medien verbreitet werden. Wer von uns kennt sich wirklich aus mit Gentechnologie? Trotzdem kaufen wir Produkte, die mit „gentechnikfrei“ gekennzeichnet sind. Dasjenige ist schon Sabotierung.

Dasjenige klingt nicht nachher viel „freiem Willen“ …

Da hatte ich mal eine Unterhaltung mit einem Kumpel: Er sagte, schön, wir nach sich ziehen den freien Willen, ich kann mich entscheiden, ob ich in dieses oder jenes Restaurant umziehen möchte. Na toll (lacht)! Dasjenige ist daher welcher Spielraum? Ob ich vereinigen blauen Schal nehme oder vereinigen braunen? Selbst glaube, dass ganz vieles, welches dies Leben wirklich ausmacht, nicht zwanglos gewählt werden kann. Früher waren Frauen dies Eigentum ihres Mannes und lichtvoll hat sich da welches getan, ich kann mehr wählen wie weiland, welches ich wirklich will. Im Kontrast dazu zusammen folgt man doch meistens welcher Mehrheit in dem, welches man tut. Oder man folgt zumindest welcher eigenen Peergroup. Man folgt den Erwartungen, die die eigene gesellschaftliche Schicht an vereinigen hat. Selbst kann mich nicht an jeder Stelle meines Lebens umentscheiden. Man kann nur schwergewichtig seinen Metier wechseln und man kann ebenso nicht sein Kind umstellen. Selbst seinen Partner kann man nicht so simpel wechseln, wie man denkt.

Man kann den Partner wechseln, dies geht, dies Kind ungefähr nicht, zeugen zugegeben wenige entschieden trotzdem.

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Dieser Herkunft vom Finale zu Händen Schraubenmutter und Sohn.

Mit dem Lichtspiel will ich jedenfalls ein Schlaglicht hinauf vereinigen bestimmten Gesichtspunkt unseres Menschseins werfen – dass wir denken, wir sind zwanglos, dass wir quasi zugegeben fremdbestimmt sind in unseren Gedanken und Gefühlen. 

Will welcher Mensch quasi immer irgendwo dazugehören? Ist Anderssein hart oder gut?

Mal so und mal so, dies ist ein Wechselspiel. Gruppen nach sich ziehen Codes und die gehen nicht zu Händen jeden. Dasjenige beinhaltet, dass es ebenso Abgrenzungsmechanismen gibt. Ebendiese ganze Dynamikbereich, wie eine Seilschaft aufgebaut ist und in welchen Hierarchien sie funktioniert, die ist sehr spannend. Deswegen habe ich ebenso oft Uniformen in meinen Filmen: Uniformen visualisieren Zugehörigkeit. Derjenige, welcher verschiedenartig gekleidet ist, fällt hinauf.

Mit Jessica intern sprach Sabine Oelmann

„Little Joe – Glück ist ein Geschäft“ läuft seitdem dem 9. Januar in Deutschland im Kino.



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