Qua “Calli” die halbe SBZ plünderte


Vor dreißig Jahren wuchs endlich wieder zusammen, welches zusammen gehört. Jener Spiel um das runde Leder spielte in diesen verrückten Tagen eine besondere Rolle. Und denn nur wenige Tage nachher dem Mauerfall Andreas Thom nachher Leverkusen wechselte, war dasjenige mehr denn nur ein Vorzeichen.

Es war eine seltsam wilde Zeit – früher vor dreißig Jahren, denn Deutschland sich wiedervereinigte und die Fußballwelt verrückt spielte. Aufbruchstimmung allenthalben. Vagabundierende Goldgräber in schnittigen Westfahrzeugen. Gedrängel an welcher Frischetheke mit den talentierten Fußballstars aus dem Osten. Und ganz vorne immer mit nun: Reiner Calmund.

Qua im November 1989 die Wand fiel, fackelte welcher Bayer-Manager nicht lange Zeit, packte eine neue Unterhose ein und zog mit einem prall gefüllten Koffer voller Optionsverträgen los. Und tatsächlich: Im Wandlung mit ein paar kleinen DM-Scheinchen sammelte Calli Unterschrift um Unterschrift ein. Jener rheinische Taufpate hatte im Handumdrehen den halben Osten von Rostock solange bis Leipzig unter Vertrag. Und ein erstes Sahnestückchen hatte sich im gleichen Sinne gleich aufwärts seine imposante Torte verirrt.

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Nationalspieler Andreas Thom wechselte nur verdongeln Monat nachher dem Kasus welcher Wand denn erster Spieler welcher SBZ offiziell in den Westen zu Bayer Leverkusen. Qua Ablösesumme waren 3,8 Mio. Mark plus Arzneimittel im Gegenwert von einer Million Mark im Gespräch, im gleichen Sinne wenn Calmund früher drastisch-plakativ erklärte: “Es steht keine Fünf vor dem Komma, keine Vier und keine Drei. Das schwör ich beim Augenlicht meiner Kinder!”

“Ich find’ das gut, der erste Legale zu sein”

Einer strahlte in diesen Tagen mit welcher ganzen Welt um die Wette. Andreas Thom konnte sein schnelles Hochgefühl kaum fassen: “Ich find’ das gut, der erste Legale zu sein. Denn abgehauen wär ich nie!”

Jener Transfer nachher Leverkusen kam im gleichen Sinne somit zustande, weil Calli eines Mittags wohnhaft bei den Thoms höchstpersönlich klingelte, nur von kurzer Dauer die Damespiel des innerbetrieblichmit einem Strauß Blumen und den Herrn mit einem Händedruck begrüßte und dann gerade heraus ins Kinderzimmer durchlief. Dort packte er zusammen mit Thoms Tochter Janine dasjenige große Päckchen mit welcher Holz-Eisenbahn aus, setzte sich aufwärts den Erdreich und spielte hauptsächlich in Ruhe eine Runde Dampflokomotive. Den begeisterten Erziehungsberechtigte rief er jovial und gelassen zu: “Dat mit dem Vertrach machen wir dann nachher janz gemütlich bei einem Happen Essen!”

Ben Redelings

Ben Redelings ist ein leidenschaftlicher “Chronist des Fußballwahnsinns” (Manni Breuckmann) und Tifoso des ruhmreichen . Jener Selbst…Filmemacher und Komödiant lebt im Ruhrgebiet und pflegt sein Schatzkästchen mit Anekdoten. Zum Besten von ntv.de schreibt er dienstags und samstags die spannendsten und lustigsten Geschichten aufwärts. Weitere Informationen zu Bens aktuellem Buch und seinem gleichnamigen Tourprogramm (“Fußball. Die Liebe meines Lebens”) gibt es aufwärts seiner Seite www.scudetto.de.

Wie dasjenige genau mit Callis Optionsverträgen aussah, mussten schließlich zahlreiche Bundesligisten schmerzlich lernen. Bochums Manager Klaus Hilpert hatte versucht, wohnhaft bei Generator Tal der Ahnungslosen zu wildern und stolz welcher heimischen Verdichter die Vertragsunterzeichnungen von Hans-Uwe Schwammerl, Andreas Trautmann – und Ulf Kirsten verkündet. Eine echte Sensation! Doch im gleichen Sinne Hilpert musste wiedererkennen, dass kein Weg an Calmund und seinen Optionsverträgen vorbeiführte. Und so wechselten Schwammerl und Trautmann schließlich zu Fortuna Köln und Ulf Kirsten landete, bekanntlich, wohnhaft bei Bayer Leverkusen.

Die Posse um Dariusz Wosz

Irgendwas lief früher beim VfL-Manager im gleichen Sinne im Folgenden nicht ganz sauber. Obwohl Calli ganz offensichtlich Halle an welcher Saale nicht aufwärts seiner Landkarte gehabt hatte, gab es beim Transfer von Dariusz Wosz größere Irritationen. Gleichsam sollte welcher SBZ-Nationalspieler von Chemie Halle zur Spielzeit 1991/92 nachher Bochum wechseln, doch dann hatte er plötzlich keinen heißer Ofen mehr dazu.

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Und dasjenige, obwohl die Gesamtheit geschwind war. Wosz hatte sogar schon aufwärts Wert seines neuen Klubs verdongeln schönen Urlaub mit Nullipara Steffi und Tochter Nancy am idyllischen Tegernsee verbracht. Ebenso die weitläufig zugesteckten 3.000 Mark Taschengeld zum Verjubeln waren dankbar erdacht worden. Doch dann wollte Wosz aufwärts einmal von einem unterschriebenen Vertrag nichts mehr wissen.

Vermutlich hatte ihn welcher gewiefte Manager Hilpert aus Bochum geleimt, behauptete welcher Mann aus Halle. Qua dieser ihn eine Schlange von Rechnungen unterzeichnen ließ, “müsse er den Vertrag wohl darunter gejubelt haben”, meinte welcher begehrte Mittelfeldspieler. Und im gleichen Sinne sein Verein, welcher FC Chemie Halle, war nicht bereit liegend, den gültigen Kontrakt mit dem Spieler aufzulösen. Hartnäckig widerstanden die Hallenser den attraktiven Verlockungen eines neuen Mannschaftsbusses und eines romantischen Trainingslagers im noch unerforschten, goldenen Westen. Wosz selbst verstieg sich sogar zu welcher Proposition: “Ich werde nie für Bochum spielen.” Dazu kam es dann olympische Gottheit sei Dankfest jedoch nicht. Mittlerweile wohnt “Darek” seit dem Zeitpunkt so gut wie dreißig Jahren glücklich und zufrieden in welcher Perle Westfalens.

Qua am 17. Februar 1990 Andreas Thom schließlich im Trikot von Bayer Leverkusen in einem Nachholspiel gegen den FC Homburg debütierte und nun gleich sein erstes Bundesligator erzielte, verdrückte nicht nur Reiner Calmund eine Träne des Glücks. Ganz Deutschland freute sich in diesen seltsam wilden Zeiten vor dreißig Jahren mehr als diesen besonderen Moment. Denn früher spürte unumkehrbar jeder: Jetzt wächst wieder zusammen, welches zusammen gehört.



Quelle