Rechtsterror: Ermittlungen zu Oktoberfestattentat eingestellt

Die Bundesanwaltschaft hat am Montag die vor gut fünfeinhalb Jahren neu aufgenommenen Ermittlungen zum Oktoberfestattentat von 1980 eingestellt. Dasjenige sagte ein Sprecher in Karlsruhe am Dienstagabend.

Zwar hätten die neuen Ermittlungen treulich, dass dasjenige Attentat mit 13 Toten und mehr qua 200 Verletzten unmissverständlich rechtsextremistisch motiviert war. Konkrete Ansätze zur Verfolgung etwaiger Hintermänner oder Komplizen seien jedoch gleichfalls nachdem Prüfung Hunderter Spuren nicht gefunden worden. „Wir nach sich ziehen keine zureichenden, tatsächlichen Anhaltspunkte zu Händen die Beteiligung weiterer Personen qua Mittäter, Rädelsführer oder Gehilfen an welcher Tat des Gundolf Seelachs“, sagte welcher Sprecher.

Unähnlich qua im Rahmen welcher Stillstand 1982 habe die Bundesanwaltschaft dennoch lichtvoll den rechtsterroristischen Hintergrund festgestellt, sagte welcher Münchner Opferanwalt Werner Universalschlüssel, welcher die neuen Ermittlungen im Monat der Wintersonnenwende 2014 mit seinem dritten Wiederaufnahmeantrag in Gangart gebracht hatte. Die Staatsanwaltschaft komme nun zu dem Schluss, dass Gundolf Seelachs vor Gewaltanwendung qua Mittel zur Erfolg seiner demokratie- und verfassungsfeindlichen Ziele nicht zurückschreckte.

Universalschlüssel zitierte aus welcher Karlsruher Einstellungsverfügung extra Gespräche Köhlers mit seinen gleichgesinnten Freunden: „Seelachs hat hiermit nicht nur extra dasjenige durch die Tat zu erreichende konkrete Ziel welcher politischen Einflussnahme hinaus die bevorstehende Bundestagswahl gesprochen, sondern darüber hinaus extra verschmelzen Führerstaat und eine nationalsozialistische Diktatur, die er zu Händen wünschenswert halte.“ Wohnhaft bei welcher Bundestagswahl am 5. zehnter Monat des Jahres 1980 war CSU-Chef Franz Josef Strauß qua Kanzlerkandidat welcher Union gegen Kanzler Helmut Schmidt (SPD) angetreten, welcher bestätigt wurde.

Mehrere „Pannen“ im Rahmen Ermittlungen: Beweismittel spurlos verschwunden

Eineinhalb Wochen davor, am Abend des 26. September 1980, hatten am Haupteingang zur Wiesn 1,39 Kilogramm TNT zwölf Festgäste in den Tod gerissen und mehr qua 200 zerschunden. Schrauben und Nägel erhöhten die Zerstörungskraft. Wiewohl welcher Bombenleger Seelachs starb. Dieser Wissenschaft vom Aufbau der Erde-Student war ein früherer Wähler welcher dann verbotenen rechtsextremistischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“ und hatte Kontakte in weitere rechtsextreme Gruppen sowie zur NPD.

Die Akten wurden früher rasch geschlossen, dasjenige Verfahren eingestellt. Die Behörden sprachen von einem Einzeltäter, welcher die Tat aus rein privaten Motiven beging. Dasjenige bezweifelten Clan, Opfervertreter und Volksvertreter verschiedener Parteien, sie kämpften zu Händen die Wiederaufnahme welcher Ermittlungen, welches 2014 geschah – etwa eineinhalb Jahre nachdem dem Beginn des Prozesses um die rechtsextremen Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU). Die Rufe nachdem Aufschluss waren damit noch rein geworden.

Seitdem gab es laut Anwalt Universalschlüssel weit extra tausend Vernehmungen von Zeugen und Opfern, an die 900 Hinweise und Spuren wurden überprüft und sozusagen 400.000 Seiten Akten durchflöht. Die Bundesanwaltschaft habe gründlich und ergebnisoffen ermittelt und sei damit zu „dieser eindeutigen politischen Einschätzung gekommen“. „Schon insoweit hat sich welcher jahrzehntelange Sicherheit gelohnt“, sagte welcher 73-Jährige.

In den 1980er Jahren hatte es zahlreiche „Pannen“ gegeben. Zeugen wurden nicht genug gehört. Ein nahe dem Explosionsort entdecktes Fragment einer Hand wurde in welcher Rechtsmedizin untersucht – und verschwand spurlos. 48 Zigarettenstummel aus Köhlers Personenwagen wurden vernichtet. Heute hätten DNA-Spuren Hinweise liefern können. 504 Asservate wurden laut Universalschlüssel vernichtet, vermutlich aus Platzmangel.

Wie welcher Generalbundesanwalt 2014 die Wiederaufnahme verkündete, war dasjenige gleichfalls ein Denomination: dass früher nicht die Gesamtheit gut gelaufen war. Er sprach früher schon vom „schwersten rechtsextremistischen Attentat in welcher Vergangenheit welcher Bundesrepublik Deutschland“.

Überlebender fordert erneut Opferfonds

Ein Überlebender des Oktoberfestattentats von 1980 hat nachdem welcher Stillstand welcher Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft die Forderung nachdem einer besseren finanziellen Unterstützung von Opfern erneuert. Es solle prinzipiell ein verbinden von Kommiss und Ländern getragener Opferfonds zu Händen derartige Attentate errichtet werden, sagte welcher 51-jährige Robert Höckmayr am Mittwoch welcher Deutschen Zeitungswesen-Vertretung. „Es wird nicht dasjenige letzte Attentat bleiben.“

Viele Todesopfer hätten zeitlebens mit den Hinterher gehen zu ringen und erhöhte Wert zu stemmen – etwa zu Händen Hilfsmittel wie verschmelzen Rollstuhl. Höckmayr hatte qua Zwölfjähriger die Bombenexplosion am 26. September 1980 schwergewichtig zerschunden überlebt. Er selbst habe zwei Jahrzehnte weit keine Leistungen erhalten, sagte er.

Dasjenige Ergebnis welcher fünfeinhalbjährigen neuen Ermittlungen, die keine konkreten und strafrechtlich relevanten Hinweise hinaus Hintermänner oder Komplizen erbrachten, überrasche ihn nicht. Er habe nicht erwartet, dass Mittäter gefunden werden könnten. „Es sind ja jedweder Beweismittel vernichtet worden“, sagte Höckmayr. „Es war mir leider Gottes schon lichtvoll, dass es so kommen muss.“

Dass welcher Poster politisch motiviert war, sei zu Händen ihn schon qua Kind lichtvoll gewesen. Gewiss sei es ein Schrittgeschwindigkeit in die richtige Richtung, dass nun gleichfalls vonseiten welcher Kriminalbeamter die rechtsextremistische Motivation explizit festgestellt worden sei.

Höckmayr wurde 42 mal operiert und hat solange bis heute Splitter im Leib. Zwei kleine Schwestern und Brüder starben früher vor seinen Augen. Die Erziehungsberechtigte und zwei weitere Schwestern und Brüder überlebten – die Schwesterherz und welcher Ordensbruder hätten jedoch die Hinterher gehen des Attentats nicht verarbeiten können und sich umgebracht.

DPA