„Reißen Sie sich am Riemen, Herr Kretschmer“



Corona-Talk zusammen mit Illner

„Reißen Sie sich am Riemen, Herr Kretschmer“

Die Ministerpräsidenten nach sich ziehen sich verbinden mit Noch-Kanzlerin Merkel und dem designierten Kanzler Scholz beim Kampf gegen Corona hinauf weitere Verschärfungen geeinigt. Sie gelten vor allem zu Händen Ungeimpfte. Maybrit Illner wollte von ihren Gästen wissen, ob dies wirklich reicht.

Vorerst die Lösung hinauf die Frage des Abends: Wird Gesundheitsminister jener neuen Ampelregierung, die am kommenden Mittwoch vom Bundestag gewählt wird? Oder doch vielmehr Andrea Nahles? Lauterbach, einer jener Gäste jener Talk-Runde von Maybrit Illner, beantwortet die Frage ausweichend: „Ich bin zuversichtlich, dass die SPD das Amt sehr kompetent besetzen wird.“ Am Montag werden wir mehr wissen.

Schon am Wochenmitte hatten sich die Ministerpräsidenten jener Länder verbinden mit Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem wahrscheinlichen Nachfolger Olaf Scholz hinauf eine Verstärkung des Infektionsschutzgesetzes verständigt. Sie sieht verknüpfen Quasi-Lockdown zu Händen Ungeimpfte vor, die nun nicht mehr essen möglich sein, shoppen oder Wellnessleistungen in Anspruch nehmen können. In Gebieten mit hohen Inzidenzwerten gilt dies nicht zuletzt zu Händen Geimpfte: Dort die Erlaubnis haben Gastronomiebetriebe nicht mehr öffnen, wenn dies vor Ort kategorisch wird. Doch können jene Maßnahmen wirklich helfen, die vierte Corona-Woge zu entkräften? Und welches bringt eine totale Impfpflicht?

Fragen, denen sich die Gäste zusammen mit Maybrit Illner in einer spannenden Diskussion stellten, zusammen mit jener es verknüpfen ziemlich heftigen und kurzen Schlagabtausch zwischen dem zukünftigen Justizminister Marco Buschmann und dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer gab.

„Klein-Klein musste dringend aufhören“

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist sich sicher, dass die am Wochenmitte gefassten Beschlüsse ausreichen. Sie seien nicht ad-hoc getroffen worden. Er habe sich am Wochenende mit anderen Wissenschaftlern zusammengeschaltet und überlegt, welche Maßnahmen die Woge bremsen würden und dies dann Olaf Scholz mitgeteilt. „Es war gut, dass die Wissenschaft enormen Einfluss hatte“, sagt jener SPD-Volksvertreter, jener damit die ersten Gespräche eines Wissenschaftsrats leitete, jener in Zukunft den neuen Kanzler Olaf Scholz gemeinsam nachdenken könnte.

Sachsens Premier Kretschmer denkt an die prekäre Position in seinem Land und findet richtig, dass dies „ewige Klein-Klein“ nun ein Finale hat. Es sei richtig gewesen, „Schutzmaßnahmen auf Vorrat einzuführen“, sagt er. „Sachsen muss jetzt weiter nacharbeiten.“ „Es ist klug, wenn sich die Lage verändert, auch die Instrumente anzupassen“, sagt Buschmann. Die Position hatte jener Volksvertreter noch im zehnter Monat des Jahres völlig falsch eingeschätzt. Heute erklärt er, dass man dies Infektionsschutzgesetz jener aktuellen Situation entsprechend den Wünschen hergerichtet habe. Kritik an jener bisherigen Arbeit jener Ampelparteien lässt er nicht sieben: „Noch nie war ein Regierungs- und Mehrheitsübergang in Deutschland so komplex“, gibt er zu bedenken. Lauterbach springt ihm zusammen mit: Dieser neue Kanzler habe nicht die Regierungsgeschäfte übernehmen können, wenn er noch nicht im Amtei sei.

„Wir befinden uns in einer Notlage“, sagt die Immunologin Christine Falk. Die Präsidentin jener Deutschen Union zu Händen Immunologie schlägt Warnsignal: „Wenn wir die Zahlen nicht in den Griff kriegen, ist absehbar, dass die Kapazitäten auf den Intensivstationen vor Weihnachten nicht mehr ausreichen“, sagt Falk. Sie verlangt, dass ganz in Deutschland die neuen Einschränkungen feierlich nehmen. „Es liegt am Handeln jedes Einzelnen, dass wir die Zahlen nach unten bekommen.“

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Später erklärt die Wissenschaftlerin, wie ein Serum dies Coronavirus bekämpft und warum eine Impfung nicht zuletzt gegen die neue Omikron-Variante helfen könnte. Unterdies nimmt sie sich ein Survival-Game qua Vorbild – eine faszinierende Idee. Sie spricht von T-Zellen, von Fresszellen, von Abfangjägern. Und sie erklärt, die neue Virusvariante könne maximal die Jäger herunterbringen. Dann seien hinwieder die restlichen Killerzellen noch da, die mit Hilfe eines Impfstoffs dies Virus überfallen und vernichten könnten. Eine Hinweistext, die jenseits jener Vorstellungskraft von Buschmann und Kretschmer zu liegen scheint. Dieser eine verzieht keine Miene, jener andere betrachtet den Fußboden. Vielleicht sitzt den Beiden hinwieder nicht zuletzt dies Wortgefecht in den Knochen, dies sie sich von kurzer Dauer davor geliefert hatten.

„So können Sie mit mir nicht reden“

Da hatte Kretschmer Möglichkeiten aufzuzeigen versucht, die Impfquote nachdem oben zu bekommen. Kontrollen seien dazu unumgänglich, hinwieder man müsse nicht zuletzt irgendwas gegen Impfgegner in sozialen Netzwerken tun. Qua Vorbild nannte er Gruppen im Nachrichtendienst Telegram, „die bösartige und zersetzende Dinge proklamieren“, und forderte den zukünftigen Justizminister Buschmann hinauf, irgendwas dagegen zu tun. Dieser meinte: „Andere Dinge sind wichtiger“, und er nannte nicht zuletzt gleich ein Vorbild: Dieser Kommiss habe Geld zur Verfügung gestellt, um die Impfkapazitäten in Sachsen auszubauen. „Ich würde Sie auffordern, dieses Geld zu nehmen und in Impfzentren zu stecken.“

Und dann ging’s zur Sache. Kretschmer: So könne man mit ihm nicht reden. „Wenn jemand aus Berlin kommt und mir was von Geld bezahlen erzählt, dann ist Schluss!“ Buschmann: Kretschmer möge sich doch am Ruder ziehen, Gesuch. Er müsse jetzt die katastrophale Position in seinem Land lockern. „Sie ist außer Kontrolle geraten, und jetzt versuchen Sie es mir und dem Bund in die Schuhe zu schieben. So geht das nicht.“ Am Finale ist es Karl Lauterbach, jener dazu sorgt, dass sich wieder ganz liebevoll nach sich ziehen. Die jüngsten Kontaktauswertungen zu Sachsen zeigten eine sehr positive Tendenz. „Die Maßnahmen wirken“, sagt er, und: „Wir müssen zusammenhalten, sonst kommen wir nicht weiter.“

Und beim Themenkreis Impfpflicht sind sich dann nicht zuletzt ganz wieder einig: Sie sind dazu. Man müsse hinwieder lukulent den Unterschied zwischen jener Impfpflicht und einem Impfzwang erläutern, fordern Buschmann und Kretschmer, und man müsse den lukulent zeugen, dass es keinen physischen Zwang zum Impfen gebe. Lauterbach fasst am Finale die ganze Diskussion in einem einzigen Sine tempore zusammen: „Wir dürfen in der Pandemie keine Zeit verlieren.“