Rezession, Handelskriege, Wetter: “2019 war Horrorjahr für die Autoindustrie”


Fahrverbote, Konjunkturschwäche, Kurzarbeit und Jobabbau uff welcher kombinieren Seite. Hinaus welcher anderen Seite wohl gleichermaßen steigende Neuzulassungszahlen. Wie ist es Finale 2019 um die deutsche Automobilindustrie daher bestellt? Wie ergeht es welcher Mitbewerb? Gibt es Gewinner und Verlierer? Autoexperte liefert n-tv.de die Entgegnen.

n-tv.de: Dasjenige Autojahr 2019 war was auch immer andere wie nichts los: Fahrverbote, Blechbüchse-Spitzenleistung, Kurzarbeit, Jobabbau und Kampfansagen aus den USA. Wie ist es zum Jahresende um die deutsche Automobilindustrie bestellt?

Helmut Becker: Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einer tragisch angespannten Stellung, in einer Situation, die sie so noch nicht kannte. Gleich mehrere negative Faktoren wirken zusammen: zum kombinieren die allgemeine Konjunkturschwäche. Damit alleinig könnte die Automobilindustrie noch fertig werden, dasjenige hat sie in den letzten 50 Jahren schon fünf Mal bewiesen. Zum anderen trifft wohl welcher Handelsstreit zwischen den USA und VR China und USA und Europa völlig unerwartet vor allem Deutschland. Darüber hinaus belastet die Unstetigkeit rund um den Brexit, Großbritannien gehört mit zu den wichtigsten deutschen Exportmärkten. Und gleichermaßen die hohen finanziellen Vorleistungen, die Hersteller wie Zulieferer im Zusammenhang den Themen autonomes Pendeln und geleistet nach sich ziehen und leisten, sorgen z. Hd. Verstimmungen. meine Wenigkeit gehe davon aus, dass welcher eine oder andere Zulieferer dasjenige Jahresende 2020 nicht mehr gelingen wird.

Dasjenige klingt nachher einem richtigen Horrorjahr z. Hd. die deutsche Automobilindustrie.

Zum Jahresende 2019 kann man schon von einem Horrorjahr sprechen. Zu Werden des Jahres war dasjenige in dieser Form noch nicht abzusehen. Da nach sich ziehen Autoerzeuger, Zulieferer und gleichermaßen die Politik wenn überhaupt die kommenden konjunkturellen Probleme gesehen. Und mit denen alleinig wäre die Industriezweig gleichermaßen fertig geworden. Erst die Summe aus Konjunkturschwäche, Strukturwandel, Handelsauseinandersetzungen und Brexit hat z. Hd. die Zuspitzung zum Jahresende gesorgt.

Wie ist es denn um die einzelnen Märkte bestellt? In Deutschland ist im Zusammenhang den Neuzulassungen förmlich keine Notlage zu sehen.

Dasjenige ist genau dasjenige, welches in Öffentlichkeit und Politik gewissermaßen z. Hd. kombinieren Scheinfrieden sorgt. Die Neuzulassungen hierzulande werden sogar leichtgewichtig uff etwa 3,6 Mio. Fahrzeuge zulegen. Die aktuelle handelnde Dichtung in welcher deutschen liegt woanders, nämlich darin, dass nicht die gesamte Wirtschaft schwächelt, sondern nur ein Teilbereich. Während sich bspw. die wichtigsten Industrien und Wachstumsmotoren Automobilindustrie und Maschinenbau tief in einer Rezession entscheiden, floriert nahezu welcher gesamte übrige Rest, so vor allem welcher Dienstleistungsbereich. Wenn schon welcher Staatssektor mit seinen sicheren Einkommen expandiert. Welche konjunkturelle Spaltung überdeckt die eigentlichen Probleme in den industriellen Kernbereichen. Sozusagen unbemerkt ist geblieben, dass die Automobilproduktion um mehr als 10 v. H. uff den niedrigsten Stand seit dem Zeitpunkt 20 Jahren vergöttern ist, uff 4,5 Mio. Selbst…Und wenn die jetzige Reifung anhält, wird 2020 sogar die 4-Mio.-Marke gerissen.

Leichte Zuwächse in Deutschland im Zusammenhang den Neuzulassungen – wie sieht es denn uff dem Weltmarkt aus?

Welcher weltweite Autoabsatz wird in diesem Jahr zurückgehen. Rund 80 Mio. Neuzulassungen 2019 sind etwa 4 Mio. oder rund fünf v. H. weniger wie noch 2018. Dasjenige ist dasjenige erste Negativ seit dem Zeitpunkt langer, langer Zeit, denn selbst in welcher Finanzkrise vor zehn Jahren hat welcher Weltautomobilabsatz dank VR China nur stagniert.

Und welches zeugen die Hauptmärkte VR China und USA?

VR China ist welcher Hauptgrund z. Hd. die international sinkende Neuzulassungszahl. Mit etwa 21 Mio. Neufahrzeugen werden im Reich welcher Mittelpunkt etwa zehn v. H. weniger verkauft wie noch vor einem Jahr. Welcher Trend wird sich 2020 fortsetzen, dann werden es wieder weniger wie 20 Mio. Neuzulassungen sein. Welche Reifung trifft die deutschen Autoerzeuger ins Mark, weil sich VR China z. Hd. sämtliche Konzerne zum wichtigsten Absatzmarkt entwickelt hat, mit welcher illusionären Vorstellung von einem nahezu unendlichen Wuchs.

Wuchs gab es die vergangenen Jahre gleichermaßen in den USA, wenn gleichermaßen im Vergleich zu VR China merklich abgeschwächt.

Wuchs gab es, wohl gleichermaßen meist nur deswegen, weil die Finanzkrise deutliche Spuren in den Neuzulassungsstatistiken vererben hat. Nun stagniert die Nachfrage uff dem alten, wohl zugegebenermaßen hohen Niveau. Speziell z. Hd. den US-Markt gilt wohl, dass es eine Strukturverschiebung gibt: Drei Viertel des US-Markts werden mittlerweile von sogenannten Light Vehicles, daher Trucks und SUV abgedeckt. Die sogenannten Passenger Cars, daher Limousinen, Kombis und so weiter, kommen nur noch uff kombinieren Marktanteil von etwa einem Viertel. Genau dasjenige wohl war einmal die Schulfach welcher deutschen Hersteller. Insgesamt wird es 2019 in den USA rund 17 Mio. Neuzulassungen schenken, ein Negativ von rund zwei v. H..

Bleibt welcher europäische Markt.

Die Neuzulassungszahl in Europa wird in diesem Jahr im Zusammenhang konzis 16 Mio. liegen – und damit in etwa uff dem Niveau von 2018.

Zurück zu VR China: Wieso sind die Zulassungszahlen dort so merklich zurückgegangen? Liegt es am Handelsstreit mit den USA?

Nicht nur, wohl gleichermaßen. Zwei Gründe sind z. Hd. den Absatzrückgang in VR China maßgeblich: Zum kombinieren gibt es nachher den wilden Wachstumsjahren welcher Vergangenheit gleichermaßen dort eine regionale Sättigung in den wichtigsten Absatzregionen welcher Megacitys. Zum anderen hat sich die Politik kategorisch, die starke Hilfe von Elektroautos zurückzufahren und auszusteigen. Eine radikale Kehrtwende in welcher Verkehrspolitik Pekings. Dasjenige verunsichert natürlich die chinesischen Kunden. Mehr wohl wohl noch die deutschen Hersteller und Zulieferer, die in VR China voll uff die Elektrokarte, daher Elektrokarren, gesetzt nach sich ziehen.

Zu Händen Verunsicherung im Zusammenhang den Autokäufern in Deutschland sorgt gleichermaßen welcher Klimawandel. Die Industriezweig reagiert, teilweise drastisch. Ende Ihrer Sicht: Birgt welcher Klimawandel mehr Risiken oder Wege z. Hd. die deutsche Automobilindustrie?

Strukturumbrüche sind immer schmerzhaft, dasjenige hat sich seit dem Zeitpunkt 200 Jahren nicht geändert. Kurzfristig überwiegen ganz lichtvoll die Risiken. Dasjenige ist wohl gleichermaßen einer fehlgeleiteten Politik geschuldet, die sich voll und ganz uff batteriebetriebene E-Autos fokussiert hat, die wohl nachher wie vor nicht vom Autokäufer gewollt sind. Rund 90.000 neuzugelassene E-Autos im Jahr 2019 im Zusammenhang konzis 3,6 Mio. Gesamtmarktzulassungen sprechen eine deutliche Sprache. Da helfen gleichermaßen Milliardensubventionen in den Entfaltung welcher Ladeinfrastruktur nichts. Langfristig eröffnen sich natürlich gleichermaßen Wege z. Hd. die Automobilindustrie, allen vorwärts durch Kohlendioxid-neutrale Antriebe, E-Fuels und so weiter. Tatsache ist: Mobilität ist unverzichtbar, nur muss sie umweltverträglicher sein wie bisher. Die Instrumente zu diesem Zweck nach sich ziehen wir. Und sie werden gleichermaßen eingesetzt werden, dasjenige ist z. Hd. mich nur eine Frage welcher Zeit. Wenn schon wenn in Zukunft die Ökologie die Wirtschaftswissenschaft dominiert, ist dasjenige nicht dasjenige Finale welcher Automobilindustrie.

Unter all den von Ihnen geschilderten Problemen: Welcher Hersteller ist denn gerade gut gewappnet, könnte wie ein Gewinner 2019 geschätzt werden?

Welcher Gewinner des Jahres aus meiner Sicht ist ganz lichtvoll Tesla. Dasjenige mag merkwürdig tönen: Immerhin Totgesagte leben länger und Tesla insbesondere. Obwohl dasjenige Ende und die Pleite des Elektroauto-Pioniers schon oftmals vorhergesagt wurde, ist welcher US-Hersteller nachher wie vor am Markt und setzt immer neue spektakuläre Rufzeichen. Dasjenige jüngste davon war sicherlich die Bekanntmachung des Baus einer seiner Giga-Fabriken im brandenburgischen Grünheide, von welcher Politik viel verehrt. Ein Offensive mitten in welcher Höhle des Löwen sozusagen, in Deutschland, wo dasjenige Automobil einst unwahr und zur Perfektion weiterentwickelt worden ist. Dass von welcher deutschen Automobilindustrie da nicht mehr Abwehrreaktionen kamen, mag gleichermaßen dem Ungemach geschuldet sein, dass die Marktchancen von Elektroautos in welcher Tesla-Preis- und Qualitätsklasse doch eigentlich verhalten eingeschätzt werden. Dasjenige Angebot an E-Autos aus deutschen Fabriken wird sich in den nächsten Jahren uff 150 Modelle verdreifachen.

Gibt es unter den deutschen Herstellern kombinieren positiven Spezialfall in diesem Jahr?

Da ragt meiner Meinung nachher – trotz aller Negativschlagzeilen in den vergangenen Jahren – welcher AG-Konzern positiv hervor und ist mein deutscher Gewinner des Jahres. Welcher Wolfsburger Konzern wächst in einem schwachen globalen Markt weiter und füllt mittlerweile, gleichermaßen welches dasjenige Themenbereich Elektromobilität angeht, mit seinen Modellen immer mehr Nischen aus. Welcher VW-Konzern ist gleichermaßen wegen seiner Größe z. Hd. ganz Eventualitäten gerüstet, sogar z. Hd. kombinieren Nachfrageboom nachher Elektroautos. (lacht).

Gibt es ein Parallele zum VW-Konzern? Wer ist Ihr deutscher Verlierer 2019?

Wenn schon da mischt VW mit: Die Tochter AG ist mein Verlierer des Jahres. Schlecht aufgestellt, verkehren die Ingolstädter mittlerweile welcher Premiumkonkurrenz um Mercedes-Benz und BMW merklich nachträglich. Die Marke hat ihren Nimbus verloren.

Und international betrachtet?

Da sehe ich nicht kombinieren Hersteller wie Verlierer, sondern die gesamte chinesische Automobilindustrie. Sie hat es gleichermaßen 2019 nicht geschafft, am Weltmarkt wie konkurrenzfähiger Wettbewerber aufzutreten. Die Gesamtheit nur heiße Luft, selbst im Zusammenhang den stark Zeit von Peking geförderten E-Selbst…Wer kennt die Marken, nennt die Namen?

Modellseitig waren in Deutschland vor allem SUV die Gewinner: Widerwille aller Proteste meldete dasjenige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) schon Finale November, dass die SUV-Neuzulassungen die Eine-Million-Marke geknackt nach sich ziehen. Ist dasjenige nicht schizophren? Worin besteht dasjenige Erfolgsgeheimnis dieser Modelle?

Dasjenige ist gar nicht schizophren, sondern sehr rational. SUV ist nicht gleich SUV. Gefragt im Zusammenhang den Käufern waren vor allem kleinere SUV. Vor allem die älteren Fahrzeuglenker schätzen den Komfort und die Gemütlichkeit. Kombinieren erleichterten Einstieg oder gleichermaßen eine erhöhte Sitzposition kann eine Limousine nicht eröffnen. Natürlich gibt es gleichermaßen die Riesen-SUV, tonnenschwere Spritschlucker. Immerhin welcher Größenverhältnis dieser SUV liegt unter zehn v. H. an den Gesamt-SUV-Verkäufen. Dasjenige wird in den Medien reibungslos maßlos übertrieben.

Ist die Politik im Zusammenhang diesen Riesen-SUV gefordert? Stichwort: Verbot?

Hinaus keinen Kernpunkt ein Verbot durch die Politik. Zehn schwarze Schafe zeugen noch keine Schafherde. Von derlei politischen Eingriffen halte ich wie Wirtschaftswissenschaftler ganzheitlich nichts. Wenn die Politik die schweren SUV vom Markt nach sich ziehen will, muss sie dasjenige mehr als die Steuer regulieren. Die skandinavischen Nachbarn liefern dasjenige erfolgreiche Leitvorstellung. Gewiss wäre dasjenige z. Hd. dasjenige Ludwig-Erhard-Deutschland ein Sündenfall.

In Folge dessen wenn überhaupt eine politische Randnotiz – im Streitfrage zur Vereinigung von PSA und Fiat Chrysler. Vor allem in Grande Nation gab es Unsicherheit gegen den Zusammenschluss.

Dasjenige stimmt. Stand jetzt ist die Sache wohl in trockenen Tüchern. Welcher Zusammenschluss zeigt wohl gleichermaßen, dass sich welcher Wettbewerb uff einem schrumpfenden globalen Markt verstärkt. Je kleiner dasjenige Wuchs, umso größer welcher Konkurrenzdruck. Und welcher wird weiter zunehmen. meine Wenigkeit gehe davon aus, dass die Vereinigung von PSA-Fiat-Chrysler nur welcher Eisbrecher z. Hd. weitere Zusammenschlüsse in welcher Industriezweig sein wird.

Wen nach sich ziehen Sie da im Ophthalmos?

Helmut Becker schreibt für n-tv.de eine monatliche Kolumne rund um den Automarkt. Becker war 24 Jahre Chefvolkswirt bei BMW und leitet das "Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation (IWK)". Er berät Unternehmen in automobilspezifischen Fragen.

Helmut Becker schreibt z. Hd. n-tv.de eine monatliche Spalte rund um den . Becker war 24 Jahre Chefvolkswirt im Zusammenhang BMW und leitet dasjenige “Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation (IWK)”. Er berät Unternehmen in automobilspezifischen Fragen.

Dasjenige ist natürlich reine Spekulation: Immerhin Daimler könnte durchaus ein Kandidat sein, schließlich liegen schon 20 v. H. des Konzerns in chinesischen Händen. Welche Hände in Besitz sein von bisher formal zwar verschiedenen Eigentümern. Immerhin wer VR China kennt, weiß, dass dort nichts ohne die große Politik geschieht. Von von dort sollte man in Hauptstadt von Deutschland die Reifung im Zusammenhang Daimler im Ophthalmos behalten und notfalls gleichermaßen einschreiten. Wenn Daimler vollwertig in chinesische Hände wandern würde, wäre dasjenige z. Hd. Deutschland eine absolute Katastrophe! Möglich wäre darüber hinaus gleichermaßen eine verstärkte Zusammenarbeit von BMW und welcher Tata-Marke Jaguar.

Zusammenfassend zum Ende: Welches bleibt vom Autojahr 2019 in den Köpfen welcher Bewohner hängen?

Wirrwarr und Ungereimtheiten. Eine ganz große Verunsicherung ist dasjenige, welches vom Autojahr 2019 hängenbleiben wird. Es gab zwar gleichermaßen in den Jahren und Jahrzehnten vorher Krisen. Nur war im Zusammenhang denen lichtvoll: Sie sind nur temporär. Jetzt sehr wohl weiß keiner, wie es zum kombinieren periodisch und zum anderen strukturell weitergeht. Keine schönen Aussichten. Nur z. Hd. Menschen nicht, die darüber schenken (lacht).

Mit Helmut Becker sprach Thomas Badtke



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