Saibou versteht die Meinungsfreiheit falsch


Weil er sich nicht an die Corona-Maßnahmen hält, rausgeschmissen die Telekom Baskets Bonn ihren Spieler Joshiko Saibou. Dieser Korbballspieler fühlt sich in seiner Meinungsfreiheit borniert – offenbart damit durchaus, dass es ihm wirklich um irgendetwas ganz anderes zu möglich sein scheint.

“Wenn ich eine polarisierende Meinung habe, ist Gegenwind verständlicherweise vorprogrammiert. Daraufhin jedoch meinen Job zu verlieren, ist totalitär und ein Schlag ins Gesicht der Meinungsfreiheit.” Dass Joshiko Saibou niedergeschlagen ist, vielleicht sogar wütend, ist konsistent verständlicherweise. Durch die fristlose Kündigung dieser Telekom Baskets Bonn ist dieser 30-jährige Korbballspieler beschäftigungslos, er fühlt sich in seinen Grundrechten angegriffen. In einem kurz zweiminütigen Video erklärt dieser deutsche Nationalspieler, wieso er sich ungerecht behandelt fühlt. Dasjenige ist sein gutes Recht. Damit, dass seine Rauswurf eine Attacke uff die Meinungsfreiheit darstellt, liegt er durchaus grundlegend falsch.

Zunächst einmal insofern, weil sein ehemaliger Brotherr ihm gar nicht dasjenige Recht absprechen möchte, seine eigene, sogar provokative Meinung zu nach sich ziehen. Dieser Korbball-Bundesligist zieht nur die Konsequenz daraus, dass Saibous Verhalten den Zielen des Klubs gegenübersteht. “Die Vereine der arbeiten gerade akribisch an Hygienekonzepten für die Zuschauer in der nächsten Saison und an speziellen Arbeitsschutzrichtlinien für die Aktiven. Deshalb können wir ein permanentes Infektionsrisiko, wie es der Spieler Saibou darstellt, weder gegenüber seinen Arbeitskollegen in unserem Team noch gegenüber anderen BBL-Teams im Wettkampf verantworten”, wird Bonns Geschäftsführer Wolfgang Wiedlich in dieser Mitteilung zur Kündigung zitiert.

Dasjenige Problem ist demnach ohne Rest durch zwei teilbar nicht, dass Saibou die Corona-Maßnahmen pro überzogen hält und die Gefahr dieser weltweite Seuche herunterspielt, in dieser nachher oder mit einer Infektion weltweit mehr wie 700.000 Menschen gestorben sind. Sondern, dass er mit seinem selbst dokumentierten Verhalten seine Rückweisung zeigt, sich an die Vorgaben zum Infektionsschutz zu halten. Gen Instagram teilte Saibou selbst, wie er mit seiner Lebensgefährtin Alexandra Wester die Maskenpflicht im Zugsverkehr ignorierte und zusätzlich ohne Maske und Leerzeichen im Fitnessstudio trainierte. Dasjenige mag solange bis zu einem gewissen Klasse und im privaten Umfeld sein gutes Recht sein, es ist schließlich nicht verboten, sich selbst zu gefährden. Zwar: Momentan gibt es Corona-Schalten, an die sich jeder zu halten hat.

Bonn kämpft um die Existenz

Die Telekom Baskets Bonn sehen in Saibous Verhalten nunmehr planar nicht nur eine Eigen-, sondern vor allem eine Fremdgefährdung. Demnach stelle dieser 30-Jährige ein “permanentes Infektionsrisiko” dar. Weil er wiederholt gezeigt habe, dass er nicht parat scheint, sich wie die Mehrheit seiner Landsleute an dieser Bekämpfung dieser weltweite Seuche zu beteiligen. Damit gefährdet er seinem Ex-Klub zufolge einerseits Teamkollegen, sowie dasjenige Mannschaftstraining wieder aufgenommen würde, und andere Personal, etwa in dieser Geschäftsstelle.

Wiederum nunmehr sogar “unsere Existenzgrundlage”, wie Baskets-Sportmanager Michael Wichterich dem Sportart-Informations-Tätigkeit sagte. Denn ohne eine Rückkehr in den Spielbetrieb und die damit verbundenen Einnahmen steht dieser fünffache deutsche Vizemeister vor dem Ende. Dasjenige geht nicht nur den Bonnern so, sondern einer Vielzahl deutscher Profi-Klubs, egal ob im Korbball, Pille oder anderen Sportarten. Die BBL spielte ihr Finalturnier im sechster Monat des Jahres in München unter strengsten Quarantäne-Bedingungen, weil ein positiver Kern zum Aussperrung hätte resultieren können.

Saibou scheint durchaus nicht nur die Gründe pro seine Rauswurf falsch zu deuten, sondern sogar die Meinungsfreiheit eigentlich. Denn sie ist – Vorsicht, formaljuristisch trockene Umgangston – ein Recht des Einzelnen gegensätzlich dem Staat und dessen Institutionen und Vertretern. Dieser Staat, demgemäß die Bundesrepublik Deutschland, darf Saibou nicht daran hindern, seine Meinung leer stehend zu ausdrücken. Da dieser 30-Jährige am Sonnabend mit mindestens 20.000 anderen Menschen mitten unter Berlins uff die Straße ging, ist eine solche Einschränkung ganz offensichtlich nicht dieser Kern. Ebenso hindert niemand Saibou daran, sich oberhalb die sozialen Medien publik zu sagen.

Meinung ja, Kritik nein?

Und sogar die Telekom Baskets sprechen Saibou seine Meinung ja ohne Rest durch zwei teilbar nicht ab, sondern ziehen stattdessen aus seinem Handeln Konsequenzen. Von dort ist es weniger Meinungsfreiheit, die dieser Profibasketballer pro sich einfordert, sondern praktisch Kritik- und Widerspruchsfreiheit, ja vielleicht sogar Handlungsfreiheit ohne Toleranz uff andere. Wie sehr er es selbst mit dem Erdulden anderslautender Postulieren hält, zeigte er in den vergangenen Wochen uff seinen Social-Media-Kanälen: Widersprechende Kommentare werden wiederholt gelöscht und wer Kritik übt, mitunter sogar krampfhaft.

Saibou möchte offenbar seine Rückweisung dieser Corona-Maßnahmen ausleben, ohne dazu Verantwortung zu tragen – etwa in Form einer Kündigung, weil sein Brotherr dieser Meinung ist, dass sie Rückweisung die Gesundheit anderer gefährdet, den eigenen Interessen widerspricht und den Aufbauspieler wie Arbeitnehmer damit untragbar macht. Es steht ihm nunmehr selbstverständlich leer stehend, vereinigen neuen Klub zu suchen und zu finden, sogar wenn dasjenige zumindest in Deutschland derzeit schwierig werden würde.

Welches nunmehr nicht daran liegt, welche Meinung Saibou privat und publik vertritt, sondern wie er sich verhält. Niemand verbietet ihm, die Maskenpflicht abzulehnen, wie er es sogar dieser Entgegen-Hygiene-Protestation am vergangenen Wochenende in Bundeshauptstadt getan hat, zumindest uff den von ihm und Wester veröffentlichen Fotos. Die 26-jährige Leichtathletin, 2016 Olympische Spiele-Teilnehmerin und deutsche Hallenmeisterin im Weitsprung, meldete sich ebenfalls oberhalb Instagram zu Wort und unterstützte ihren Partner.

Unterstützung hat Säumen

Sie geht davon aus, dass “ein Verein […] einen Athleten in […] seiner polarisierenden Meinung unterstützen” sollte, “oder zumindest sie akzeptieren”. Und natürlich ist es wünschenswert, dass Klubs ihren Profis den Wirbelsäule stärken. Genauso nach sich ziehen nunmehr Klubs nunmehr dasjenige Recht, ihren Angestellten zu widersprechen, sich von ihnen ggf. zu distanzieren oder sogar zu trennen. Gerade dann, wenn sein Verhalten mit Blick uff die Schwächeren dieser Verbindung unsozial ist.

Neben homolog lautender Kritik machte Wester durchaus sogar darauf bei der Sache, dass sowohl sie wie sogar Saibou in den vergangenen Monaten wiederholt zum Ziel rassistischer Anfeindungen und Beleidigungen geworden seien. Die Athletin hat recht damit, dass sie “zu weit gehen” und mit inhaltlicher Kritik nichts zu tun nach sich ziehen, sondern je nachher Einzelfall sogar zu Signifizieren resultieren sollten. Denn sogar solche Äußerungen mögen zwar bisweilen unter die Meinungsfreiheit hinfallen, sollten nunmehr nicht ungeahndet bleiben.

Dasjenige wiederum gilt sogar pro Saibou, dieser wie Konsequenz aus seinem Handeln nun fristlos rausgeschmissen worden ist. Dieser Schrittgeschwindigkeit ist durchaus nicht totalitär, sondern letztlich Teil des “Gegenwindes”, von dem Saibou ja selbst spricht. Und hat konsistent nichts mit einem Überfall uff die Meinungsfreiheit zu tun.