„Schokolade übt keinen Druck auf Putin aus“



Ritter Sportart in dieser Kritik

„Schokolade übt keinen Druck auf Putin aus“

Ritter Sportart liefert trotz des Ukraine-Krieges weiterhin seine Schokolade nachdem Russland – und handelt sich damit zuverlässig dicke Luft ein. Im Interview mit ntv.de erklärt Markenexperte Kilian, warum die Boykottaufrufe übertrieben sind und inwieweit die Strategie dem Lokal schadet.

ntv.de: Viele Unternehmen nach sich ziehen ihr Russland-Lokal seither dem Ukraine-Krieg eingestellt. Bayer, Untergrundbahn und Henkel bleiben dort hingegen weiter eingeschaltet. Wollen oder können welche Firmen den russischen Markt nicht verlassen?

Karsten Kilian: Die Wahrheit liegt irgendwo mittendrin. Gerne verlässt keine Firma den russischen Markt mit 144 Mio. Menschen. Jener Umsatzverlust ist teilweise großartig. Wenige Unternehmen, die jetzt noch in Russland eingeschaltet sind, können ihre Geschäfte tatsächlich fernerhin keiner so schnell niederlegen – zumindest nicht mit gutem Gewissen. Unternehmen zu tun sein einschätzen: Wollen sie die Sanktionen gegen Putin unterstützen oder die normalen Bewohner weiter mit Grundnahrungsmitteln und Medikamenten versorgen?

Sind die Boykott-Aufrufe gegen Ritter Sportart gerechtfertigt?

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Karsten Kilian ist seither 2014 Marketingprofessor an dieser Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

Im Kontext aller Gewalttätigkeit, die wir in dieser Ukraine ohne Rest durch zwei teilbar beobachten: Die Boykott-Aufrufe sind ohne Rest durch zwei teilbar in Bezug hinaus Ritter Sportart überzogen. Darüber hinaus Schokolade proben wir keinen Komprimierung hinaus Putin und die Oligarchen aus. Jener aktuelle Shitstorm gegen den Schokoladenhersteller ist insofern unfair, weil fernerhin eine ganze Schlange weiterer Unternehmen nachdem wie vor Geschäfte mit Russland zeugen. Ritter Sportart hat eine hohe Distribution und ist überall in Deutschland zugänglich. Mit Ritter Sportart ist jetzt ein ganz bestimmtes Unternehmen an die Wand gestellt und zum Prügelknabe erklärt worden. Mit „Quadratisch. Praktisch. Blut.“ wurde sogar dieser Förderrecht schuftig verändert – dies ist leider unterste Schublade.

Wieso?

Ritter Sportart ist ein mittelständisches Familienunternehmen. Es ist kein Konzern, dieser mal geschwind irgendetwas umschichten kann. Russland ist zu Gunsten von Ritter Sportart mit zehn v. H. Umsatzanteil dieser zweitgrößte Markt. Zudem existieren Abnahmeverpflichtungen im Gegensatz zu ritterlich bezahlten Kakaobauern aus Westafrika sowie Mittel- und Südamerika.

Für jedes wie wahrscheinlich halten Sie es, dass Ritter Sportart doch noch einlenkt?

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Die Frage ist natürlich: Welches passiert qua Reaktion hinaus die Boykott-Aufrufe in den nächsten Wochen an dieser Ladentheke? Wenn die Umsatzzahlen jetzt rapide einbrechen sollten, wäre ein Einlenken nicht ausgeschlossen. Ritter Sportart hat ja schon jedweder Neuinvestitionen gestoppt, schalten in Russland keine Werbung mehr und spendet den Glückslos aus ihrem Russland-Lokal an humanitäre Hilfsorganisationen. Dasjenige Unternehmen kommt den protestierenden Menschen damit schon spürbar entgegen und versucht dies zu tun, welches sie qua Mittelständler verantworten können.

Inwieweit schadet es dem Heimatmarkt, wenn Firmen an ihren Russland-Geschäften festhalten?

Im Kontext Ritter Sportart werden dies die Absatzzahlen zeigen. Im Kontext anderen Marken glaube ich, wird dieser Schaden überschaubar bleiben. Im Kontext Henkel zum Sichtweise wissen die meisten keiner, welche Produkte hinter dieser Unternehmensmarke stillstehen. Im Kontext Bayer ist maximal Aspirin mit dem Konzern stark verbunden. Ob der gerne Süßigkeiten isst in Zukunft hinaus ein anderes Schmerzmittel umsteigt, weil dies Unternehmen noch weiter in Russland Geschäfte betreibt, halte ich zu Gunsten von lieber unwahrscheinlich.

Welche Vorteile können sich zu Gunsten von Unternehmen getreu, die jetzt an ihren Russland-Geschäften festhalten?

In diesem Sachverhalt können Unternehmen von Volkswagen AG lernen. Jener Autokonzern ist fortschrittlich nicht mehr in Russland tätig, getilgt andererseits seine Angestellten noch weiter. Dasjenige Unternehmen ist vor so gut wie 40 Jahren fernerhin in VR China geblieben, während sich viele Hersteller aus dem Markt zurückgezogen hatten. Denn dieser chinesische Markt dann Finale dieser 1980er Jahre anzog, konnte VW den Startvorteil nutzen. Ähnliches könnte kurzfristig in Russland vorbeigehen: Die Unternehmen, die im russischen Markt bleiben, nach sich ziehen fernerhin hier vereinen Startvorteil, solange wie sich die Handelsbeziehungen wieder normalisieren.

Die russische Regierung droht mit dieser Vergesellschaftung dieser internationalen Firmen, die ihre Geschäfte in dem Nation aussetzen. Bleiben Unternehmen jetzt fernerhin aus Befürchtung vor möglichen Konsequenzen hinaus dem russischen Markt eingeschaltet?

Dasjenige ist durchaus möglich. Sehr wohl kann fernerhin davon ausgegangen werden, dass im Zusammenhang einer Rückkehr zu halbwegs normalen Geschäftsbeziehungen, mögliche Enteignungen wieder zurückgenommen werden. Zumindest dürften dies westliche Regierungen hinaus dem Weg zu einer Normalisierung einfordern.

Mit Karsten Kilian sprach Juliane Kipper