Schriftstück – USA und Großbritannien wollen Wissen rascher umstellen


Washington (Reuters) – Die USA und Großbritannien wollen mit einer Datenvereinbarung schnelle Anfragen von Strafverfolgern an Technologieunternehmen ermöglichen.

Dadurch sollen sie beispielsweise rascher an Informationen über die Kommunikation von Terroristen und Kinderschändern kommen, geht Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlagen. In der Praxis würde bilaterale Abkommen etwa die britische ermächtigen, Daten direkt von US-Technologieunternehmen anstatt über US-Behörden anzufordern.

Die Vereinbarung soll noch am Donnerstag (Ortszeit) zusammen mit einem offenen Brief an und dessen Chef Mark Zuckerberg veröffentlicht werden. Darin wird das Unternehmen aufgefordert, Pläne zur Entwicklung einer End-to-End-Verschlüsselung – bei der nur die Kommunikationspartner die Nachricht entschlüsseln können – auszusetzen.

Facebooks eigener Messenger und der ebenfalls zum Konzern gehörende Instant-Messaging-Dienst wurden in der immer wieder genutzt, um explizite Bilder und Videos auszutauschen. Strafverfolgungsbehörden beklagten, dass Facebooks Pläne zur Verschlüsselung ihre Ermittlungen beeinträchtigen würden. Auch auf anderen Technologieunternehmen wie Apple, Alphabets Google und Microsoft sowie kleinere verschlüsselte Chat-Anwendungen wie Signal könnte sich das Abkommen auswirken.



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