Schweden muss Corona-Tote verteidigen


Seitdem Beginn dieser Corona-Zwangslage steht wegen seines liberalen Kurses in dieser Kritik. Dies Nation setzt hinauf Freiwilligkeit zusammen mit Entfernung und Hygiene. Doch viele Menschen sterben – vor allem Mutti. Hätte ein Lockdown dasjenige verhindert? Oder könnte dasjenige Problem ein anderes sein?

Geschäftiges Treiben hinauf Stockholms Straßen, Menschengruppen in Parks, volle Cafés und Bars: Welche Bilder aus Schweden lockern vor rund zwei Monaten im restlichen Europa Empörung und Kritik aus. Während viele Länder kriegszustandsähnliche Beschränkungen mit Ausgangsverboten und Grenzschließungen vollziehen, um dasjenige einfallende Coronavirus einzudämmen, bleibt in Schweden so gut wie welches beiläufig immer erlaubt und geöffnet – Geschäfte, Schulen solange solange bis einschließlich dieser 9. Stil, Kindergärten, Büros, Bars, Restaurants, sogar Fitnessstudios. Versammlungen solange solange bis 50 Personen sind weiterhin erlaubt, Mundschutz ist nicht verpflichtend.

Vor allem die Länder, die sich pro den harten Weg kategorisch nachher sich ziehen, kritisieren die fehlenden Maßnahmen qua verantwortungslos. Welcher schwedische Sonderweg sei zum Scheitern verurteilt. Grund pro die vielen kritischen Stimmen sind vor allem die hohen Todeszahlen im Vergleich zu den skandinavischen Nachbarn. Pro eine Million Einwohner verzeichnet Schweden 392 Tote, offensichtlich mehr qua Norwegen (44), Dänemark (97) und Suomi (55), die sich leer pro kombinieren Lockdown kategorisch hatten. En passant Deutschland hat mit 100 Verstorbenen pro eine Million Einwohner offensichtlich weniger.

Trotzdem halten die Schweden nachdem wie vor unbeirrt an ihrem liberalen Weg wacker und setzen hinauf freiwilliges Verantwortungsbewusstsein. Ein genereller Lockdown hätte die Todesrate nicht vermindert, versicherte dieser offizielle Staatsepidemiologe Verschiedenartig Tegnell von dieser Behörde pro öffentliche Gesundheit zuletzt. So seien die Zahlen in Lockdownländern wie Spanien oder Großbritannien höher qua in Schweden. Es gebe zudem zu viele Zufallsfaktoren wie bestimmte Hotspots und “Superspreader”-Ereignisse, zusammen mit denen sich selten viele Menschen schnell ansteckten, unabhängig von dieser Strategie des Landes, so dieser Wissenschaftler.

Beim Sicherheit dieser Alten ist Schweden gescheitert

Beim Blick hinauf die Reproduktionszahl scheint dieser Aufgebot an die Landsmann, hinauf Entfernung zu in Betracht kommen und zu Hause zu gehen, tatsächlich geglückt zu sein. Sie liegt seither dem Zeitpunkt Finale vierter Monat des Jahres recht stabil zusammen mit unter 1. En passant die Zahl neuer Intensivpatienten geht nachdem und nachdem zurück. Google- und GPS-Datenmaterial zeigen, dass es en passant in Schweden massive Veränderungen im Verhalten dieser Menschen gibt – sogar ohne Lockdown bleiben viele zu Hause und meiden unnötige Kontakte. Und nichtsdestotrotz: Die Zahl dieser Corona-Toten erreichte zuletzt eine traurige Höchstmarke. Dies Nation zählt mittlerweile mehr qua 4000 in Zusammenhang mit dem Virus verstorbene Menschen. Alarmierend ist hierbei, dass so gut wie 90 von Hundert von ihnen reichlich 70 Jahre altertümlich waren. Die Hälfte aller Todesopfer kommt aus Pflegeheimen.

Gesundheitsökonom Martin Karlsson von dieser Universität Duisburg-Esswaren sieht die Politik in dieser Verantwortung. “Die Pandemie traf den Pflegesektor vollkommen unvorbereitet. Für ihn gab es in der Krise weder Richtlinien noch Vorsichtsmaßnahmen”, sagt dieser in Deutschland lebende Schwede im Gespräch mit ntv.de. Die staatliche Gesundheitsbehörde habe zu Beginn dieser Corona-Zwangslage eine Strategie konzipiert. Damit verbunden war die Zukunftserwartung, dass Institutionen und Beschäftigte im Pflegesektor schon wissen werden, welches zu tun ist. “Aber offenkundig war das nicht der Fall.”

Vor zwei Wochen versuchte sich dieser Chef dieser Gesundheitsbehörde, Johan Carlson, zu verteidigen: Keiner habe gewusst, wie schlimm es um den Zustand dieser Langzeitpflege im Lande bestellt gewesen sei, sagte er in einer Talkshow. Dies hätte man Karlsson zufolge gewiss sehr wohl wissen können. “Schon 2015 hat seine eigene Behörde auf ernsthafte Mängel in der Vorbereitung auf eine Pandemie hingewiesen. Es hat nur niemand ernst genommen.”

Mundschutz aus Papierservietten und Gummis

Die schwedischen Behörden nachher sich ziehen inzwischen zugegeben, die Altersheime und pflegebedürftigen Menschen nicht in Maßen vor dem Virus geschützt zu nachher sich ziehen. Verschmelzen Grund pro die Probleme sieht Karlsson in den Einsparungen und dem unregulierten Wettbewerb im Pflegesektor. Viele private Einrichtungen in Stockholm seien selten streng getroffen worden. In Altenheimen fehlte es problemlos an allem, erzählte en passant eine Ärztin in Schweden dieser “Süddeutschen Zeitung”. “Die nahmen dort Papierservietten und tackerten Gummis dran, das waren ihre Gesichtsmasken.”

Hinzu kamen eine ganze Schlange von Problemen, die die Verbreitung des Virus begünstigt nachher sich ziehen. Karlsson verweist hinauf die hohe Wechsel zusammen mit oft nicht so gut ausgebildeten Altenpflegern. Kritiker herausstellen zudem, dass viele Pflegekräfte pro kombinieren geringen Stundenlohn gehen und es sich nicht leisten können, beim kleinsten Scharren im Schlund zu Hause zu bleiben. Die Wirklichkeit vieler Seniorenheime hat wenig mit dieser idealen Vorstellung des gut funktionierenden schwedischen Wohlfahrtsstaates zu tun.

Die Behörden nachher sich ziehen mittlerweile erkannt, dass sie die Stellung in den Pflegeheimen schnell in Handgriff bekommen sollen. Premierminister Stefan Löfven versprach, “die Bedingungen in der Altenpflege zu verbessern”. Doch wirklich zuständig pro die Virusausbrüche in den Einrichtungen scheint sich im Moment niemand zu wahrnehmen. “Die verschiedenen Behörden schieben sich untereinander die Verantwortung zu”, sagt Karlsson. Die staatliche Gesundheitsbehörde macht die Kommunen zuständig. Synchron werfen die Kommunen dieser Behörde vor, keine Informationen bekommen zu nachher sich ziehen.

Stramm steht: Schweden hat es nicht geschafft, seine Alten zu schützen. Ob damit en passant dieser liberale Weg des Landes scheitert, bleibt abzuwarten. Noch sei es viel zu Vormittag, um ein Fazit zu ziehen, sagt Karlsson. “Vielleicht wird man in einem Jahr sagen, dass die schwedische Strategie trotz allem vernünftiger war – zum Beispiel, wenn eine zweite Welle kommt.”