SG Wattenscheid 09 erhebt sich aus den Trümmern



Gauner, Krypto-Wirrnis, Stiege

SG Wattenscheid 09 erhebt sich aus den Trümmern

Die SG Wattenscheid wurde einst von Uli Hoeneß verspottet, sie spielte dank ihres Mäzens Bundesliga und war später insolvent: Welcher Kultklub aus Bochum hat einzigartige Vergangenheit von Aufstiegen und Abstürzen zu erzählen. Nun feiert welcher Verein vor einer Rekordkulisse.

Welcher Esel hat sich die Möhre geschnappt! Die SG Wattenscheid 09 steigt aufwärts und kehrt in die Regionalliga West zurück. Mit einer enthemmten Pille-Party, die dieser Klub, gebaut aufwärts Tradition und Wirrnis, lange Zeit nicht erlebt hat. Verbleibend 6000 Fans hatten die legendäre „Lohrheide“ an diesem Pfingstmontag überrannt. Ein angrenzender Sportplatz musste geöffnet werden, um dies Verkehrschaos rund um dies Stadion zu beheben. Vor den Kassen: zu Gunsten von sie Spielklasse antinomisch lange Zeit Schlangen. Welcher Anpfiff wurde 15 Minuten nachher hinten verschoben, aufwärts 15.15 Uhr. Da hatten sich im gleichen Sinne die letzten tonisieren Schauerwolken verbleibend dem Stadtteil an welcher A40 verzogen, die Sonne strahlte hell, dies Gerstensaft lief schuldenfrei, die beste Grillwurst welcher Welt lag aufwärts welcher glühenden Kohle, die prächtige Hymne donnerte – und die Hochgefühl nebst diesem abgestürzten Riesen war gigantisch.

Woche zuvor hatte sich die SGW in die Situation gebracht, selbst verbleibend ihr Schicksal zu entscheiden. In welcher Stadt, die mittlerweile ein kolossaler Stadtteil von Bochum ist, wissen sie: eine gute Idee ist dies nicht (immer gewesen). Wohlfühlen kaum ein Klub hat so eine wilde Vergangenheit von Enttäuschungen, Abstürzen und Aufstiegen zu erzählen. An diesem Pfingstmontag war die Eintracht aus Rheine zu Gast. Dasjenige ist ein Klub aus dem Münsterland. Man erkennt schon, in welchen Gefilden die Wattenscheider unterwegs sind, pardon, waren, die einst in welcher 1. Bundesliga den FC Bayern entnervten (3:2, 35.000 Zuschauer im Ruhrstadion), mit Ikonen wie Uwe Neuhaus, Hans-Werner Moser und Souleymane Sané, dem berühmten Papa von Deutschlands rätselhaftem Flügelstürmer Leroy Sané.

Sie Namen sorgen in Wattenscheid noch immer zu Gunsten von die ganz großen Gefühle. Sowie Marek Lesniak oder Uwe Tschiskale. Erinnerungen an glorreiche Zeiten. Heute nach sich ziehen die Helden andere Namen. Sie heißen Emre Yesilova, er erzielte per Strafstoß dies 1:0 gegen Rheine, und Dennis Knabe, welcher dies Verbands… mit dem 2:0 wenige Minuten vor dem Abpfiff unumkehrbar erlöste. Tränen nebst den Spielern, Tränen nebst den Anhängern. Vor allem nebst den Älteren, deren Liebe welcher Klub in den vergangenen Jahren aufwärts ganz harte Probe gestellt hatte. Vergeben. Sowieso. Vergessen. Im gleichen Sinne. Die SGW ist wieder da, wenn im gleichen Sinne erstmal „nur“ in welcher Regionalliga. Und sie kommen, um zu bleiben. Erfolgscoach Christian Britscho jubilierte: „Wir leben wieder und ihr werdet uns nicht mehr los.“

„Da kannst du Hollywood für anrufen“

Käpt’n Marvin Schurig fiel ebenfalls in grenzenlose Hochgefühl. Welcher „Reviersport“ zitiert ihn so: „Die ganze Geschichte ist wie im Drehbuch. Das gleicht einem Blockbuster. Dass wir dann am vorletzten Spieltag nach oben rutschen und den Aufstieg im letzten Saisonspiel entscheiden – da kannst du Hollywood für anrufen.“

Welcher wilde Rausch an welcher Lohrheidestraße 82 ist gewissermaßen im gleichen Sinne therapeutische Abschlusssitzung mit welcher eigenen Vergangenheit. Die changiert zwischen ruhmreich und peinlich. Zwischen Bundesliga-Spektakel und Geschichten, die so antinomisch tönen, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie sich tatsächlich ereignet nach sich ziehen. Gegründet 1909, zwischendurch mit dem Spitznamen „Titten und Bullen“ verspottet (wegen welcher kurzen Zusammenlegung mit dem TV 1901 Wattenscheid zum TuBV Wattenscheid 01 zwischen 1919 und 1923), nahm die Vergangenheit des Klubs mit dem Einstieg des Textilgiganten Klaus Steilmann, eine welcher prägendsten Figuren welcher Wirtschaft im Nachkriegsdeutschland, Zustandekommen welcher 60er-Jahre so richtig Reise aufwärts.

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Mega-Kulisse an welcher Lohrheide.

(Foto: IMAGO/Michael Ketzer)

Wattenscheid hatte mit Steilmann zusammenführen Visionär, zusammenführen Mäzen und später im gleichen Sinne zusammenführen schillernden Präsidenten. Zustandekommen welcher 70-er Jahre kam Trainer Karl-Heinz Feldkamp zur Sportgemeinschaft und etablierte in welcher Regionalliga West, welcher einst zweithöchsten Spielklasse, zusammenführen „Fußball modernster Prägung“ („Kicker“). Die Hochgefühl war weitläufig, Steilmann strebte in die Bundesliga. Vorerst vergeblich. Im gleichen Sinne welcher Versuch, den Stiege mit welcher aufsehenerregenden Verpflichtung des argentinischen Nationalspielers Carlos Babington zu erzwingen, ging schief. Welcher offensive Mittelfeldspieler stand nebst welcher Heim-WM 1974 im Kader und wurde zu einem welcher besten Spieler gewählt. Vier Jahre später war er nicht mehr im Aufgebot. Weil er in Wattenscheid blieb. Sagte er. An welcher Lohrheide lieferte er dessen ungeachtet stabil ab, lief 120 Mal in Schwarzweiß aufwärts, erzielte 46 Tore.

Hoeneß spottet verbleibend den Stiege

Nachdem Jahren voller Abstiegssorgen, 1981/82 blieb welcher Klub nur in welcher mittlerweile gegründeten 2. Spielklasse, weil 1860 München die Lizenz entzogen worden war, übernahm Hannes Bongartz zur Spielzeit 1988/89 dies Traineramt und führte die Wattenscheider tatsächlich ins Oberhaus, dank des stürmenden Sensations-Pärchen Maurice Banach und Tschiskale (22 und 19 Tore). Welcher Stiege sorgte nicht überall zu Gunsten von Glücksgefühle. Uli Hoeneß, welcher Patriarch des FC Bayern, einst noch Manager, wetterte, dass es „das Schlimmste“ sei, „was der Bundesliga passieren konnte.“ Die Revanche welcher Schwarzweißen gab’s noch in welcher gleichen Spielzeit. Zwar ging die SGW im Hinspiel krachend unter (0:7), zu diesem Zweck wurde welcher Rekordmeister im Revanche blamiert (3:2). Welches zu Gunsten von eine Parallele zum Stadtrivalen VfL Bochum, welcher in welcher abgelaufenen Spielzeit qua Aufsteiger in München ebenfalls mit 0:7 unterging, um die Bayern beim zweiten Aufeinandertreffen welcher Spielzeit mit 4:2 und Traumtoren zu demütigen.

Weiter  Ein gnadenloser Heldenabsturz

Gloria, von welcher die SGW noch ganz weit weit ist. Dessen ungeachtet im Schlagschatten welcher imposanten Zeche Königreich der Niederlande stillstehen die Zeichen aufwärts Kontinuität und Seriösität. Dasjenige Erbteil welcher Vergangenheit ist eine ständige Vorwarnung. Sie wissen wirklich im gleichen Sinne, dieser Klub ist ein schlafender Riese. Zu weitläufig zu Gunsten von die Oberliga sowieso. Vielleicht im gleichen Sinne zu Gunsten von die Regionalliga. Nur spricht es niemand mehr aus. Trainer Britscho, welcher seitdem dem Neustart vor zwei Jahren zuständig ist und eine junge, hungrige, erfolgreiche Team geformt hat, hatte nachher nachher Abpfiff „keine Ziele mehr – außer die Feierlichkeiten zu überleben.“ Er spürte nichts qua Stolz. „Es fühlt sich überragend gut an. Das ist das, was wir den Jungs von Anfang an gesagt haben: Kommt zu uns und geht mit uns diesen Weg, dann sind solche Momente wie dieser möglich. Dass das dann auch noch so eintrifft – ich könnte heulen.“ Wohin welcher Weg führt? Vorerst egal.

Die SG Wattenscheid, deren Bundesliga-Zeit nur vier Jahre währte, blieb qua graue Mouse im Oberhaus ein Verein welcher fortschrittlichen Entwicklungsverlauf. Denn einer welcher ersten Klubs spielte die Sportgemeinschaft mit einer Viererkette in welcher Widerstand, während sonst dies System Libero/Manndecker (Vorstopper) präferiert wurde. Pro besonderes Bombe sorgte derweil die Personalie Britta Steilmann. Welcher Mäzen machte seine Tochter zur ersten Managerin in welcher Bundesliga. Eine ihrer ersten Entscheidungen: Die Kündigung des Aufstiegstrainers Bongartz, welcher mit seiner Team zu diesem Zeitpunkt wirklich in großen Sorgen war. Eine Turnier ohne Klopper: Welcher Klub stieg ab – und erlebte turbulente Jahrzehnte. Im Zeitraffer: Abstiege, Aufstiege, Abstürze, Versprechen, Possen, totales Wirrnis und ständige Existenzängste.

Da war die Vergangenheit mit Galatasary Istanbul. Die türkische Pille-Weltreich wollte die SG Wattenscheid 09 zur Alma Mater zu Gunsten von die Zucht von Talenten zeugen. Geldlich sollte es zu diesem Zweck Unterstützung spendieren. Welcher Plan scheiterte, die aufwärts fünf Jahre angelegte Zusammenarbeit wurde nachher einem Jahr zerlassen. Verwandt krachend ging die Idee von Haalo Technology im warme Jahreszeit 2018 unter. Dasjenige Startup wollte mächtig investieren und den Verein zum „digitalisiertesten“ in Europa zeugen. Es geisterten absurde Hirngespinste wie „Kryptowährung“ und „Big Data“ durch dies abgerockte Malocher-Städtchen. Wer einmal da war, welcher weiß welches: Pro Wattenscheider muss sich dies wie die Landung von Aliens aufwärts dem ewig verstopften Ruhrschnellweg angefühlt nach sich ziehen. Wilde Machtkämpfe im Klub führten zu einem Blitz-Genug damit welcher außerirdischen Ambitionen. Mittendrin: Hauptgeldgeber Oguzhan Can, welcher mittlerweile wegen millionenfachen Corona-Testbetrugs seiner Firma Medican vor Tribunal steht.

Irre Posse um Neururer

Wattenscheid stürzte in die Insolvenz. Am 23. zehnter Monat des Jahres 2019 wurde nachher erfolgloser Sponsorensuche welcher Spielbetrieb welcher ersten Herrenmannschaft in welcher Regionalliga eingestellt. Sportdirektor Peter Neururer hatte sich da schon wieder zurückgezogen. Im gleichen Sinne so eine wilde Vergangenheit. Dasjenige Engagement des Kulttrainers soll aufwärts einem Missverständnis beruht nach sich ziehen. Welcher ehemalige Schalke-Dienstherr Josef Schnusenberg, 2019 im Kontrollgremium welcher SGW, rief Neururer an und bat im Hilfe. Welcher dachte an eine Rückkehr zu seinem königsblauen Herzensklub – welches zu Gunsten von ein Irrtum. Verdongeln Rückzieher wollte er dann im Kontrast dazu nicht zeugen. „Da hatte ich ihm mein Wort gegeben. Und wenn ich jemandem ein Versprechen gebe, dann stehe ich auch dazu.“

Die Gesamtheit vergessene Vergangenheit. An diesem Sonntag liegt die Wahrheit aufwärts dem Spielfeld. Zwei Jahre nachher dem Neustart erhebt sich die SG Wattenscheid 09 aus den Trümmern ihrer chaotischen Vergangenheit. Die erzählt sich aus Fan-Sicht so: „Dat is wie mit dem Esel, dem die Mohr­rübe hin­ge­halten wird. Der rennt und rennt hin­terher. Bei der sechsten Möhre denkt der: Wat soll die Scheiße? Bei Wat­ten­scheid is dat jetzt die zehnte Möhre, min­des­tens“, bekannte ein Fan namens Thomas einst oppositionell dem Magazin „11Freunde“. Die wievielte Möhre dies nun tatsächlich war? Egal, welcher Esel von welcher A40 hat endlich zugeschnappt.