Sieben Jobs und ein Rollstuhl: Kristina Vogel findet ihren neuen Weg


Finale Monat des Sommerbeginns 2018 verändert sich dies von Kristina Vogel pro immer: Die erfolgreiche Olympiasiegerin ist nachher einem Unfall querschnittgelähmt. Ein schwarzes Loch oder Missmut uff ihren Unfallgegner gibt es im Rahmen jener 29-Jährigen nicht. Dagegen ärgert sie sich zusätzlich die Ängste jener Interessenverband.

Früher ist sie uff ihrem Rennrad mit zwei Reifen unterwegs, heute rollt Kristina Vogel uff vier Reifen durchs Leben. Am 26. Monat des Sommerbeginns 2018 prallt sie beim Training in Cottbus mit einem niederländischen Radfahrer zusammen – mit etwa 60 Kilometern je Stunde. Seitdem ist die heute 29-Jährige querschnittgelähmt. Dieser Tag zerteilt dies Leben jener zweifachen Bahnrad-Olympiasiegerin in eine Zeit ohne und eine neue Zeit mit Rollstuhl. “Anfang des Jahres war es schon so, dass ich mal von Termin zu Termin unterwegs war, zu Hause schnell was holen wollte und dachte: Ich lasse den Rollstuhl schnell im Auto und gehe mal rein”, erzählt Vogel im Interview mit n-tv.de. “Und dann: Ah Moment mal, das geht ja schlecht, ich brauche den ja wirklich. Ich musste da selbst sehr lachen.”

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Vogel ist ein begehrter Interviewgast. Sie spricht ungeschützt zusätzlich ihr Schicksal und gibt damit vielen anderen Menschen Mut. Ihre Zielsetzung ist fernerhin qua Speakerin gefragt.

(Foto: imago images / Martin Hoffmann)

Schon 2009 hat Vogel zusammenführen schweren Unfall, im Rahmen dem ihr ein Kleintransporter die Vorrang nimmt. Sie hat eine leichte Gehirnblutung, bricht sich mehrere Brustwirbel, den Kieferknochen und die Handwurzelknochen. Außerdem verliert sie sechs Zähne, eine Glasscheibe des Autos zerschneidet ihr Gesicht, eine Gesichtshälfte bleibt anschließend taub. Die einst 18-Jährige kämpft sich zurück ins Leben, in den Leistungssport. Sie reift zur prägenden Persönlichkeit ihres Sports, gewinnt im Rahmen Olympischen Spielen zweimal Gold und einmal Bronzefarben, sammelt elf WM-Goldmedaillen und ist damit die erfolgreichste Bahnradfahrerin aller Zeiten. Dann schlägt dies Schicksal wieder zu. Noch härter qua zuvor. Im vergangenen Jahr sagt sie rückblickend: “Vielleicht war 2009 die Vorbereitung auf jetzt.” Wohnhaft bei ihrem zweiten Unfall wird dies Rückenmark des siebten Brustwirbels durchtrennt – nicht wieder gutzumachen. Dazu bekommt sie eine schwere Lungenentzündung, muss vielfach ins künstliche Koma versetzt werden. Sie kämpft um ihr Leben – und siegt.

“Eine zwiegespaltene Gesellschaft”

Eineinhalb Jahre später führt sie ein Leben, dies prall voll ist mit Jobs, Ideen und Terminen. Sie hospitiert im Rahmen ihrem Brötchengeber, jener Bundespolizei, qua Trainerin. Ob jener Job ihr liegt, muss sie erst testen: “Sachen, die bei mir gut funktioniert haben, müssen ja nicht bei jedem gut funktionieren. Ich war immer sehr, sehr hart zu mir selber, da ist nicht jeder für geeignet.” Schon im warme Jahreszeit hat sie qua Cobalt-Kommentatorin beim Zweites Deutsches Fernsehen gearbeitet, sie ist im -Weltverband vital, sie ist Erfurter Stadtbotschafterin, sitzt im Stadtrat ihrer Heimatstadt, hält Keynote Speeches und teilt ihr Leben mit ihren Fans im Rahmen Instagram. “Ich sehe es momentan als sehr, sehr großes Privileg an, dass aus der Scheiße – wenn ich das so sagen darf – aus der Scheiße, die am 26. Juni 2018 passiert ist, so etwas Tolles entstanden ist”, sagt sie. “Ich nehme die Möglichkeiten, die kommen und gucke, ob sie passen oder nicht. Nur das Mindset ist die Grenze und das möchte ich auch 2020 beibehalten.” Ihr Schicksal hat sie spekulativ – und dies ziemlich schnell. “Im Krankenhaus haben mir alle gesagt, dass dieses tiefe Loch noch kommen muss”, sagte Vogel im warme Jahreszeit. “Es kam nie.”

Doch fernerhin ihre positive Betriebsart gelangt manchmal an Säumen. Zum Vorzeigebeispiel, wenn ihre persönliche Ungebundenheit beschnitten wird. Wenn mal wieder jener Mobilitätsservice jener Deutschen Eisenbahn ausfällt. Wenn sie dann nur mithilfe freundlicher Mitreisender in den Zug kommt. Oder wenn sie ein Blechbüchse uff einem Behindertenparkplatz stillstehen sieht: “Ich gehe davon aus, dass da jemand falsch parkt.” Für jedes sie ist dies ein Riesenproblem: “Ich habe keine andere Möglichkeit, auf einem normalen Parkplatz komme ich nicht rein und raus, ich brauche die volle Öffnung der Tür.”

Kristina Vogel ist bekannter qua je zuvor, jener Unfall hat mehr Konzentration gebracht qua all die Goldmedaillen. Sie ist präsent in den Medien, sie wird uff jener Straße erkannt, sie ist pro viele ein Vorbild – und muss sich doch mit Absurditäten herumärgern. Aufwärts Reisen wird mehrfach ihr Lebensgefährt Michael Seidenbecher gefragt, wie es ihr geht- während sie daneben steht. Für jedes Vogel liegt dies an jener Interessenverband, die ihrer Meinung nachher zu wenig Berührungspunkte mit Behinderten hat. “Es ist eine zwiegespaltene Gesellschaft, dass man zwar helfen möchte, es aber doch nicht im Fokus hat”, erklärt sie im Interview. “Wenn man mehr Angriffspunkte hätte mit Menschen wie mir, Menschen mit Behinderung, hätte man keine Angst. Menschen auf einem Bürostuhl zieht man ja auch nicht einfach irgendwohin.”

“Er ist die Personalisierung des Schicksals”

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Die 29-Jährige ist dem Bahnradsport trotz allem treu geblieben, dennoch er ist nicht mehr jener wichtigste Teil ihres Lebens.

(Foto: imago/Matthias Koch)

Ziehen muss man Vogel ganz eindeutig nicht. Sie treibt sich selbst an, ihr Ehrgeiz ist fernerhin nachher jener Sportkarriere weitläufig. Selbst die Wut uff den jungen Niederländer bleibt aus. “Jetzt versetzt man sich doch mal in seine Perspektive: Wenn man beteiligt war an einem Unfall mit einer der besten Radsportlerinnen ihrer Zeit, die wegen einem querschnittgelähmt ist oder man zumindest daran beteiligt ist. Das ist doch auch eine Last.” Eine halbherzige Antragstellung des niederländischen Verbandes pro ein Treffen hat Vogel dennoch fernerhin selbst abgelehnt. “Ich habe immer gesagt: Wenn er bereit ist, bin ich es auch. Wenn ich aber tief in mich reingehe, weiß ich, ich war es noch nicht”, sagt sie. “Auch wenn ich ihm nie eine Schuld gegeben habe, ist er trotzdem die Personalisierung meines Unfalls, des Schicksals und des neuen Lebens, das ich jetzt habe.”

Sie hat gelernt, mit ihrem Rollstuhl umzugehen. “Ich denke auch nicht mehr drüber nach, wie ich Sachen früher konnte, sondern gucke, wie ich sie jetzt schaffen kann. Ich weiß auch, dass ich mittlerweile so gut bin, dass ich bei Sachen schon meinen Weg finde, diese machen zu können”, sagt die 29-Jährige selbstbewusst. Und Kristina Vogel macht fernerhin nachher ihrem Schicksalstag, dem 26. Monat des Sommerbeginns 2018, ziemlich viele Sachen.



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