Speed-Dating in Thüringen: “Ich habe Angst vor Ihnen, Herr Höcke”


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Die Spitzenkandidaten welcher Parteien stellen sich den Fragen von 90 Bürgern.

(Foto: picture alliance/dpa)

In nicht wieder einmal einer Woche wird in Thüringen gewählt. Zum zweiten Mal treten die Spitzenkandidaten im Fernsehen gucken hinauf – zum ersten Mal zusammen. Die Fragen sollen die Einwohner stellen. Doch die nach sich ziehen gut Redebedarf.

90 Minuten, 90 Einwohner und die Kandidaten welcher sechs Parteien, die in einer Woche zusammen mit welcher Wahl in Thüringen die größten Möglichkeiten nach sich ziehen – es ist Bürgersprechstunde im Stile eines Speed-Datings. Die Erwiderung darf nimmer qua eine Minute dauern. “Ich habe mir meine Meinung in den vergangenen Tagen schon gebildet”, sagt eine 19-Jährige sichtlich um Diplomatie bemüht am Finale welcher Mitteldeutscher Rundfunk-Sendung hinauf die Frage nachher dem Erkenntnisgewinn. Zuvor bezogen genauso hauptsächlich Linke-Regierungschef Bodo Ramelow und Konservative-Herausforderer Mike Mohring Stellung.

Zweierlei tragen genauso eine gewisse Mitschuld am Format. Nachher eigenem Erweisung hat Ramelow mit Mohring vereinbart, nicht verbinden mit welcher AfD, die in Thüringen vom Tragfläche-Frontmann Björn Höcke geführt wird, vor großem Publikum zu debattieren. Dies zwang den Mitteldeutscher Rundfunk zu kreativen Lösungen. So wurde dies Zweikampf zwischen Ramelow und Mohring vor einer Woche zum Zweikampf. Übrig blieb eine Vierer-Runde mit den Spitzen von SPD, Grünen, Freie Demokratische Partei und gerade welcher AfD, die im Interface debattieren durfte. Weil es am gestrigen Montag nun keine Debatte verschenken sollte, stillstehen die sechs verbinden hinauf welcher Boden.

Welcher Abend beginnt momentan. Mohring hat am Vormittag eine welcher zahlreichen Drohungen gegen ihn publik gemacht. Die Grünen ziehen wenig später nachher. Gleichfalls Ramelow veröffentlicht verdongeln Extraktion einer Drohmail gegen ihn. Dies Büro des Freie Demokratische Partei-Kandidaten wurde beschmiert. Ein Lkw welcher AfD wurde abgefackelt. Es bekommt verdongeln beinahe kompetitiven Beigeschmack, qua SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Tiefensee gefragt wird, ob genauso er angefeindet werde. Er umschifft die tückische Untiefe.

Die Runde verurteilt die Anfeindungen qua “abscheulich”, ist “in Sorge”, verurteilt derartiges “aufs Schärfste” und fordert, “der Staat muss handeln”. Er könne die Drohungen gegen sich schon nicht mehr zählen, sagt Höcke und erinnert an die “Kunstterroristen” vom Zentrum zum Besten von Politische Schönheit, die neben seinem Haus dies Hefegebäck Schoah-Mahnmal nachgebaut nach sich ziehen. Außerdem beklagt er, dass die anderen Parteien sich untereinander ihrer Solidarität versichern, zu den Angriffen hinauf die AfD dessen ungeachtet selten ein Wort verlören.

Was auch immer gesagt – zigfach

Dann geht es an die Sacharbeit. Die Meinungsforscher von Emnid nach sich ziehen die 90 Einwohner ausgewählt. Sie sollen nun dies Wort nach sich ziehen. Es geht um Mobilität, Straßenausbaubeiträge, Populismus, Flüchtlinge, intern Sicherheit, Entwicklung und Schutz des Klimas. Dies ist welcher vorgegebene Themenkanon, zu dem sich die sechs schon in den beiden Runden vor einer Woche verständigt nach sich ziehen. Da streng an die einminütige Redezeit erinnert wird, ist welcher Erkenntnisgewinn denn genauso überschaubar.

“Was brennt Ihnen auf den Nägeln?”, fragen die Moderatoren mehr qua einmal. Doch wie so oft in solchen Runden – es lockt nicht die Rundblick, fragen zu können. Es verlockt die Gelegenheit, seinem Streicheln wortreich Luft zeugen zu können. Nicht jeglicher können ihr widerstehen.

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Die ist zu weit weg von den , muss sich dann dies Spitzenpersonal welcher Thüringer Landespolitik vernehmen. Zu fragwürdigen Bedingungen erarbeite sich dies Staat ein grünes Gewissen, geht es weiter. Es sei enttäuschend, dass mit nachweislich unlösbaren Versprechen in den Wahlkampf gezogen werde, attackiert einer Mohring. Förderschulen gelte es zu erhalten, sagt eine andere. Wir zu tun sein Flüchtlingen helfen, weil es unsrige Pflicht sei, dessen ungeachtet die straffällig gewordenen von ihnen des Landes verweisen, sagt eine Nullipara. Gleichfalls geht es um dies “Bauchgefühl” eines Fragestellers beim Themenbereich intern Sicherheit. Grund ist ein Fernsehbericht weiterführend die Eisenbahnstraße. Die dessen ungeachtet liegt im fernen Leipzig.

Es ist mehr qua einmal Herausforderung welcher Moderatoren, die Ausführungen zu konkreten Fragen zu gießen. Welcher Zwischenruf einer Nullipara, “Herr Höcke, ich habe Angst vor Ihnen”, macht ihnen dessen ungeachtet genauso dies dann unmöglich. “Sie brauchen keine Angst vor mir zu haben. Den Teufel der Nation haben die Medien aus mir gemacht” bescheidet welcher AfD-Spitzenmann wenig später.

“Ich habe da eine spannende Idee”

Und sonst so? Anja Siegesmund von den Grünen steht qua einzige Nullipara neben fünf Männern tapfer am Rand welcher Menschenschlag. Mehr qua eine Stunde kommt sie nicht zu Wort, weil schlicht niemand irgendetwas von ihr wissen will. Sie lächelt tapfer. Derweil sind die Attacken von Mohring an die Landesregierung, sei es zusammen mit welcher Entwicklung, sei es zusammen mit welcher Polizei, hinlänglich namhaft, teils sogar in welcher Wortwahl. Gleiches gilt zum Besten von die Repliken welcher Koalitionäre.

Mitunter überlässt Ramelow dem SPD-Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee die Erwiderung. Gleichfalls die Widerworte hinauf die Ausführungen welcher politischen Gegner kommen an den vorhersehbaren Stellen. Jeglicher Verve wird rasch unterbunden – maximal eine Minute zum Besten von jeden. So ist die Regel. Ohnehin sind die Argumente längst ausgetauscht und Positionen lichtvoll. Leer absolvieren seither Wochen ihre Interview-Marathons. Wahlkampf ist stressvoll und aufreibend. Erkennbar sehnen die Kandidaten den Wahlabend herbei.

Doch geht es nachher dem Willen einer Bürgerin, soll dies politische Personal dann nicht wieder den Retirade aus welcher Öffentlichkeit übernehmen, sondern dem Volk weiter Referat und Erwiderung stillstehen. Und zwar regelmäßig. Höcke ist nachher eigenem Erweisung ohnehin immer im Staat unterwegs und will dies so erhalten. Pro mehr direkte Elemente plädiert Ramelow.

Mohring kündigt dazu im Kernpunkt einer Regierungsbeteiligung verdongeln regelmäßigen Bürgerdialog an. Und noch mehr: “Ich habe da eine spannende Idee”, sagt er. Welcher Einwohner soll künftig zusammen mit allen Gesetzen per Volksabstimmung dies letzte Wort nach sich ziehen können. Doch so ganz exklusiv hat er die Idee dann dessen ungeachtet vielleicht doch nicht. Volkseinwand heißt dies Verfahren, es steht hinauf Seite 68 im Regierungsprogramm welcher Konservative – und zwar im Nachbarland Sachsen. Wie gesagt, es wird Zeit, dass gewählt wird. Solange bis dorthin ist noch eine Woche Wahlkampf.



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