Sportstudio-Legende wird 85: Qua Kürten seinen Regisseur würgen wollte


Marcel Ring hat sein aktuelles Buch “Auswärtsspiel” seinem Kumpel Dieter Kürten gewidmet. Ihm verdankt Ring, er die letzten 35 Jahre denn Kommentator ein wesentlich angenehmeres Leben geführt hat, denn ohne ihn. Ebenso wäre er, wie Ring schreibt, “wohl erst am Tag des Spiels angereist, hätte einem lauwarmen Kaffee-to-go ein zähes Sandwich runtergeschluckt, um dann hektisch ins Stadion zu eilen irgendwo, egal wo in ”. Doch ein frühes Erlebnis denn “Jungspund” und Wizard des Mannes, jener heute seinen 85. Geburtstag feiert, habe Marcel Ring die Augen geöffnet.

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Ring und Kürten im Jahr 1992.

Dieter Kürten habe, denn Ring schon am Vortag einer Runde übrig die taktischen Ausrichtungen jener Mannschaften sprechen wollte, gemeint: “Wie du richtig sagst: Die spielen morgen. Heute müssen wir erst einmal vernünftig warm essen und kalt trinken.” Denn so Kürten weiter: “Sieh mal: Wie das Spiel morgen läuft, darauf haben wir keinen Einfluss. Dass es uns heute gut geht, darauf allerdings sehr wohl. Und nur ein froher Zeisig kann schön trällern.”

Die Haare werden grauer, sonst bleibt weitestgehend die Gesamtheit beim Alten

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Generationen von Fußballfans sind mit dem smarten Moderator aufgewachsen. Er war eines jener prägendsten Gesichter des späten Samstagabends. Reichlich vierhundert Mal hat Dieter Kürten die Aufforderung an seine Gäste “Drei unten, drei oben” in seinem Leben gesagt – im Vorfeld sie dann hinaus die berühmte Torwand schossen. Dies “Aktuelle Sportstudio” des Zweites Deutsches Fernsehen hat Kürten veröffentlicht gemacht. Und er ist mit ihm oll geworden.

In all den Jahren, in denen sich jener Moderator Form halber weitestgehend nur durch die immer grauer werdenden Haare veränderte, blieb ebenso unter jener Sonnabendabend-Sendung weitestgehend die Gesamtheit beim Alten, wie Dieter Kürten in seinen 2003 erschienenen “Erinnerungen eines Sportjournalisten” aufschrieb: “Eine Bahnhofsuhr mit schwarz-weißem Zifferblatt, das Piano-Vorspiel zu Max Gregers schmissiger Fanfare, der Kameraschwenk durchs Studio: Es ist Samstagabend gegen 22 Uhr, der Moderator begrüßt die Gäste im Studio und die Zuschauer zu Hause zum ‘Aktuellen Sportstudio'”.

Die Menschen nach sich ziehen Dieter Kürten und seine ungewohnt herzliche Spezies (“Ihr Lieben!”) mehrheitlich gemocht – die Verdichter nicht immer. Ein TV-Kolumnist des “Hamburger Abendblatts” schrieb im Frühlingszeit 1993: “Was ist platter als Ostfriesland, klebriger als Pattex und oberflächlicher als Linda de Mol? Seit dem ZDF-Sportstudio am Sonnabend hat es Dieter Kürten geschafft, diese Attribute auf seine Person zu vereinigen.”

Andere schrieben übrig ihn: “Der grau melierte Bonvivant des Lerchenbergs, mit einem Lächeln wie Löffelbiskuits” und “Die geföhnte Routine eines professionellen Weichspülers und Schönfärbers.”

Eine Panne zu Gunsten von die Ewigkeit

Woher jene Zeitzeugnisse stammen? Dieter Kürten hat sie selbst gesammelt. In einer mittelgroßen Totenkiste. Erinnerungen an früher. Für jedes sein Buch hat er jene Sammlung in vergangener Zeit noch einmal durchforstet – und stand sie tendenziell fahrlässig in jener Spitze. Gut so. Denn jene Ausschnitte urteilen die Scheinwerferlicht nur hinaus eine bestimmte Seite des Moderators. Die andere zeigte vereinen Mann, jener ebenso in schwierigsten Situationen nicht die Ruhe verlor. Und vor allem seine charmante Spezies nicht, wie jene Sendung vom 29. November 1986 eindrucksvoll zeigt. Es ist einer jener legendärsten Pannenabende des “Aktuellen Sportstudios” gewesen, den es je im Zweites Deutsches Fernsehen gegeben hat!

Ben Redelings ist ein leidenschaftlicher “Chronist des Fußballwahnsinns” (Manni Breuckmann) und Enthusiast des ruhmreichen . Jener Selbst…Filmemacher und Komödiant lebt im Ruhrgebiet und pflegt sein Schatzkästchen mit Anekdoten. Für jedes ntv.de schreibt er dienstags und samstags die spannendsten und lustigsten Geschichten hinaus. Weitere Informationen zu Bens aktuellem Buch und seinem gleichnamigen Tourprogramm (“Fußball. Die meines Lebens”) gibt es hinaus seiner Seite www.scudetto.de.

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Moderator Dieter Kürten: “Bayer 04 gegen Bayer 05, Leverkusen gegen Uerdingen, da schien nicht viel drin zu sein, auch nicht für den Herrn, den Ihnen jetzt in seinem Bericht Rolf Töpperwien vorstellt: Der Mann wäre besser im Bett geblieben.”

(Umschalten hinaus die Totale; Stille, dann Stadiongeräusche)

Kürten: “Josef, ich habe kein ausgehendes Bild, kann das sein?” (Kamera geht wieder frontal hinaus Kürten)

Schluss dem Off: “Dieter, wir haben kein Bild aus, äh, Düsseldorf …”

Kürten: “Dies habe ich mir gedacht. Wir nach sich ziehen kein Portrait aus Düsseldorf. meine Wenigkeit sehe die ganze Zeit mich selbst. meine Wenigkeit bin nicht jener Mann, jener ins Ruhelager gemusst hätte (Gelächter im Publikum), obwohl ich mich genauso müde … demgemäß müde fühl ich mich schon. Welches zeugen wir denn jetzt, Josef? Den nächsten Mitgliedsbeitrag, ne?”

Off (luftig): “Dann versuchen wir es halt mit !”

Kürten (jovial): “Na, machen wir einfach München. Markus Lipfert mit dem Münchener Dreierlei!” (Ein pfeifendes Mikrogeräusch) “Mal gucken, was jetzt passiert!” (Umschalten hinaus die Totale; Unruhe im Publikum; es passiert nichts.) “Ist das nicht herrlich, die Harlem Globetrotters sind da. Die haben wir gar nicht erwartet so früh und die beiden Fußballspiele, die schon eine Weile vorliegen, kommen nicht. Also, wir so weiter machen, habe ich in fünf Minuten nichts mehr zu senden.”

Off: “Dieter?”

Kürten: “Ja, Josef!”

Dieter Kürten. Foto: picture alliance / Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Er hat ein “Lächeln wie Löffelbiskuit”.

(Foto: picture alliance / Henning Kaiser/dpa/Archivbild)

Off: “Wir versuchen mal wieder nach Düsseldorf zu schalten …” (Gelächter und Ovation im Publikum)

Kürten: “Lustig, ne?! Also nach Düsseldorf!” (Wieder passiert nichts)

Off: “Dieter? Wir haben, statt Bild aus Düsseldorf, ein Bild von der Bundespost in Köln. Das bedeutet, dass wir Düsseldorf auch nicht senden können!”

Kürten: “Dann sagst du mir, mein Engel, was wir denn nun senden können! Vielleicht das Spiel Waldhof Mannheim gegen Homburg. Habt ihr das denn wenigstens? Ist vielleicht unser Freund Markus Lipfert ins Haus gekommen bzw. Lipfert kann es nicht gewesen sein. Es ist Wolf-Dieter Poschmann, der ins Haus gekommen sein müsste. Ist er das?”

Off: “Dieter?”

Kürten: “Ja?!”

Off: “Er ist nicht da!”

Kürten: “Weißt du was? Ich gehe jetzt zu Steffi Graf und Jupp Heynckes rüber und fange an, etwas zu plaudern. Ja?”

Off: “Du sprichst mir aus dem Herzen!”

Kürten: “Und wenn du etwas hast, mein Hase, dann rufst du mich!” (Kürten setzt sich Steffi Graf und Jupp Heynckes und möchte ohne Rest durch zwei teilbar eröffnen zu reden, da kommt die Wählerstimme aus dem Off.)

Off: “Dieter, ich möchte dich nicht stören. Aber es könnte sein, dass wir das Spiel aus Düsseldorf …” (lautstarkes Gelächter im Publikum)

Kürten hebt den Zeigefinger: “Mein lieber Josef! Wenn das Spiel jetzt nicht kommt, komme ich die Wendeltreppe hoch und werde dich ein wenig würgen …”

Heute feiert jener wunderbare Sportjournalist Dieter Kürten, jener eines Abends nachdem einem langen Ovation im Sportstudio seinem Publikum begeistert lächelnd zurief – “Ein verrücktes Volk” – seinen 85. Geburtstag.

Herzlichen Gratulation, die Gesamtheit Gute und Glücksgefühl hinaus, Dieter Kürten!



Quelle