Stell dir vor, es ist weltweite Seuche und keiner regiert


Corona hat Deutschland im Schaft, sonst doch niemand: Die Verkehrsampel ist noch nicht im Amtsstelle, freilich die Selfie-Stars von einst straucheln schon jetzt unbeholfen durch die Viruskatastrophe.

Die Nichtsequentialität jener Gegenwartsform ist manchmal unerträglich. Während in Köln die Menschen juchzend Karneval feiern, verkündet Bayern in Gestalt von Premierminister Markus Söder mit Grabesmiene: „Die Lage ist sehr, sehr ernst und wird jeden Tag schwieriger.“ NRW hat kombinieren leichtgewichtig anderen Verfahrensweise gewählt und gestattet dies Schunkeln ohne Maske. So schön farbig ist jener deutsche Föderalismus.

Die Stellung in dieser ziemlich unbeendeten weltweite Seuche, vor allem die Informationslage, ist wieder einmal entgleist. Dieser Lockdown schwebt unausgesprochen reichlich unseren Köpfen. Wie man mit Schwurblern und Corona-Leugnern umgeht, ist unklar: Vor „Reaktanz“, in schlichteren Worten: Unlust warnen die kombinieren, die anderen plädieren pro flächendeckend 2G oder gleich eine komplette Impfpflicht, weil Impfverweigerer ohnehin unbelehrbar seien.

Wie gefährlich oder sinnvoll sind Impfungen pro Jugendliche? Suchen Sie sich eine Rückmeldung aus! Ob und zu welchem Zeitpunkt man boostern sollte, ist gleichfalls unvorhersehbar. Eine Mail an den Hausarzt beantwortet dieser mit den Empfehlungen jener Ständigen Impfkommission (STIKO). Stimmt, „schwer immundefizient“ und „über 70“ bin ich nicht, dies müsste er vielleicht wissen, einerseits. Eine andere Sache ist: Selbst lebe in Spreeathen, ich bin schon glücklich, wenn jener Mann mich wiedererkennt.

Deutschland ist ziemlich unregiert

Die Mail an den Hausarzt schrieb ich nicht nicht ohne Grund: Wir sind schließlich jeglicher in einer Zeitschleife gefangen. „Wetten dass..?“ ist wieder da, „TV Total“ selbst, Friedrich Merz kandidiert pro die die Schwarzen und Französische Republik baut Atomkraftwerke – warum damit sollte nicht selbst jener Vakzin wieder zur Neige gehen? In Bayern zeichnet sich genau dies ohne Rest durch zwei teilbar ab. Selbst richte mich darauf ein, mir selbst diesmal wie im Jahr 2020 reichlich gewundene Pfade und gute Beziehungen am anderen Finale jener Stadt eine Nadel in den Armselig zur Strecke bringen zu lassen.

Jedenfalls: Angela Merkel spricht wegen jener Weißrussland-Schlimmer Zustand mit Wladimir Putin, eine Szene, die man sich mit Armin Laschet an ihrer Stelle selbst nachher 17 Kölsch nicht ausmalen könnte.

Daher welches die weltweite Seuche angeht, wechselt dies Nationalstaat ohne Rest durch zwei teilbar die Regierung aus und wer in Bio aufgepasst hat, weiß: Eine Raupe im Verpuppungsstadium ist eine Suppe, ein undefinierter und hilfloser Zellbrei hinauf dem Weg zum Schmetterling. Genau so eine Suppe lenkt ohne Rest durch zwei teilbar unsrige Geschicke. Die Verkehrsampel sammelt sich, freilich gleichsam sitzt die GroKo „geschäftsführend“ am Hebel. Welches heißt dies? „Verfassungsrechtlich ist die geschäftsführende Bundesregierung: die Bundesregierung“, konstatierte jener Krapfen Staatsrechtsprofessor Christoph Möllers lakonisch wie realitätsfern, denn die Union hat es sich längst mit Popcorn in den Oppositionssesseln gemütlich gemacht: Scholz, jener Corona-Mist ist jetzt dein Problem!

Die Harmoniesucht jener Verkehrsampel hat dazu geführt, dass die werdende Bundesregierung ein Corona-Recht vor allem pro die Freie Demokratische Partei-Bespaßung vorgeschlagen hat. Mit professoraler Liebe zu Verfassungsdogmen will sie zum wirklich ungünstigsten Zeitpunkt – wahrscheinlich – den Parlamentarismus aufs Podest schwer heben und den Ländern ihre Hoheitsrechte zurückgegeben. Dies klingt hochklassig, richtig und gut und es wäre zu anderen Zeiten lobenswert. In Anbetracht jener pandemischen Stellung bedeutet es doch, robust ausgedrückt: Die Verkehrsampel reitet uns, im Vorfeld es sie gar gibt, hinauf hehren Prinzipien unumwunden in die Scheiße.

Wie ein Lachen im Flutgebiet

Mit dem nun vorgeschlagenen Infektionsschutzgesetz hat die Verkehrsampel den Ländern nämlich wichtige Reaktionsmöglichkeiten genommen. Sie will vor allem, dies dürfte witziger sein wie jede Büttenrede, die „epidemische Lage beenden“. Jetzt. Mit mehr wie 200 Corona-Toten am Tag. Und weit mehr wie 50.000 täglichen Neuinfektionen. Corona ist wegbeschlossen, dies Virus weiß es nur noch nicht! Dies ist natürlich eine gemeine Interpretation. Daher da mag sich ein Intellektueller wie Freie Demokratische Partei-Fraktionsgeschäftsführer Marco Buschmann noch so sehr verrenken, er verpasst den Fußgängerzonen-Test: „Können Sie einem beliebigen Passanten in einem kurzen Gespräch erklären, was hier gerade passiert?“

Differenzierungen werden nicht eine Telefonverbindung bekommen, dies groteske „Ende der Pandemie beschlossen!“ schon. Die Verkehrsampel hinterlässt eine verunsicherte Öffentlichkeit wie in vergangener Zeit Laschets Lachen im Flutdesaster. Dieser CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt brachte es hinauf den Zähler: „Wenn Sie heute die epidemische Lage beenden wollen, wie soll das in der Öffentlichkeit eigentlich ankommen? Wie wollen Sie Menschen davon überzeugen, sich impfen zu lassen, wenn Sie das Signal geben: Es wird schon irgendwie werden, die epidemische Lage muss nicht verlängert werden, es kommt schon alles irgendwie in Ordnung?“ Wirklichkeit ist dies, welches kommunizierbar ist.

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Parlamentarismus ist wichtig. Ja, Staaten tendieren stets dazu, die Befugnisse von Notlagen in die Länge zu ziehen. Daher dies Zeiteinteilung ist unterlegen wie im Rahmen einer Open-Schallaufnehmer-Comedy in Castrop-Rauxel: Die Wiederentdeckung von Parlamentarismus, Gründlichkeit und individuelle Ungebundenheit fällt mitten in eine Notlage. Schuld ist, so ritterlich muss man sein, freilich nicht die Freie Demokratische Partei ausschließlich: Fernerhin die Grünen prahlen damit, dass sie die Utensilien nun im Parlament „diskutieren“ wollen. Arbeitskreise unterm brennenden Kuppel – so ist dies damit, wenn die Zitruskoalition mitregiert.

Die Verkehrsampel hat keine Wählerstimme

Wenn sich damit Bürgerinnen und Staatsbürger ohne Rest durch zwei teilbar hilflos und ungeführt wahrnehmen, dann ist dies schlicht eine realistische Einschätzung jener Stellung. Die Verkehrsampel leuchtet nicht. Und sie hat selbst keine Wählerstimme.

Zum Regieren gehört nämlich selbst dies: Kommunikation. In chaotischen Zeiten helfen emotionale Erzählungen, gegen Verzweiflung hilft ein festes Versprechen, gegen die Angstgefühl hilft eine mutige Referat. Barack Obamas „Yes we can“, Martin Luther Kings „I have a dream“ oder Winston Churchills „Wir werden uns niemals ergeben“, so irgendwas. Daher hierfür braucht es eine Seele und Orientierung. Doch solche Verkehrsampel hat zweitens nicht, ihre Lichter lieben sich nur untereinander, sie beherrscht dies Vermarktung, freilich eine Vision hat sie nicht. Es gibt keine einende Idee, nur eine an Fanatismus grenzende Kompromissbereitschaft. Was auch immer, Litanei, nur keinen Streit!

Dies ist pragmatisch, denn die einzige Plan B, die Union, befindet sich ebenfalls im Verpuppungsstadium. Ein paar Männer aus NRW rangeln um den Vorsitz und jetzt wirft noch jener Narkosearzt aus dem Kanzleramt sein Stethoskop in den Ring: Helge Braun. So welches sei dies „das Letzte, was die CDU jetzt braucht“, ätzte dies „Merz-Lager“ laut „Bild“-Zeitung.

Aktendeckeldeutsch statt Trost

Nebenher Narkose: An jener Spitze jener solange bis vor Kurzem virtuos kommunizierenden Verkehrsampel steht ungünstigerweise ein Mann, jener vieles kann, freilich reden nicht. Wie Baldkanzler Olaf Scholz in dieser Woche im Bundestagsplenum ans Rednerpult trat, erwartete so gesehen niemand irgendwas – und solche Zutrauen hat jener Sozialdemokrat hundertprozentig erfüllt. Nichts reichlich Zusammenhalt, keine Durchhalteparolen, keine Empathie pro die solange bis zur Erschöpfung gegen Schwurbler und Lernunfähige anschuftenden Pflegekräfte und Ärzte, keine Ermahnung, kein Trost, keine Ermunterung. Stattdessen trug Scholz Aktendeckeldeutsch vor: „Wir müssen uns damit auseinandersetzen, dass das Virus eben nicht weg ist.“ Hm. „Die Geschwindigkeit muss eher zunehmen zu dem, was wir bisher haben.“ Hm. Weitestgehend-Kanzler-Sätze pro die Azimut. Scholz führt dies Nationalstaat wie Bernd Stromberg die Gruppe Schadensregulierung jener Capitol Versicherung AG.

Wir Bürgerinnen und Staatsbürger sind so gesehen hinauf uns selbst zurückgeworfen. Welches sollen wir tun? Wir lassen uns impfen, dass wir können. Wir halten Entfernung und wir tragen Masken, damit wir uns vor schuldlos Kopfschütteln nicht reziprok die Viren in die Gesichter werfen. Wir urteilen uns hinauf Schulschließungen ein, streichen Weihnachtsfeiern und Besuche im Rahmen Verwandten und vielleicht ratschen wir selbst mal wieder vom Galerie. Wir zügeln unsrige Hass pro die Schwurbler, wir netflixen uns um den Verstand. Und wir versuchen gegenseitig zu verzeihen.

In ein paar Monaten ist es dann wieder vorbei, vorerst. „Was war’n da los?“ können wir uns im warme Jahreszeit mit jener Wählerstimme von „TV total“-Stefan Raab fragen und nach sich ziehen dann hoffentlich eine funktionierende Regierung. Wir überstehen hoffentlich selbst die Trauer und den Trauer wegen jener vielen vermeidbaren Corona-Toten. Und wünschen, dass Deutschland vor jener fünften Woge wieder eine Regierung hat. Es ist mir ohne Rest durch zwei teilbar ziemlich egal, welche.