Steuer-Talk zwischen Anne Will: Rettet die Mittelschicht! Demgegenüber wie?


Z. Hd. die schwarze Null feiert sich die Regierung sekundär im Jahr 2019. Demgegenüber währenddessen darbt die Mittelschicht. Steigende Mieten, Sozialversicherungsabgaben und Stromkosten, all dasjenige drückt aufwärts den Geldbeutel. Doch schwerer wiegt sozusagen noch irgendwas anderes.

So munter am Sonntagabend ging es schon heftige Menstruationsblutung nicht mehr zu im Studio von Anne Will. Lindner zoffte sich mit Walter-Borjans, Brinkhaus verteidigte Nackensteak-Esser und zwischendurch musste die Moderatorin sogar lachen. Welches war los? Es ging um die Steuern, um die Mittelschicht, um diejenigen, “die den Laden am Laufen halten”. Mittelpunkt jener Woche überraschte die SPD mit jener Idee, den Solidaritätszuschlag nicht erst im kommenden Jahr, sondern schon Mittelpunkt dieses Jahres abzuschaffen – im Koalitionsausschuss blieb dasjenige Vorhaben erstmal stecken, im Kontrast dazu die Debatte schwelt weiter. Die SPD macht nun Pressung, die Groko hat ein neues Streitthema.

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Talkshow-Löwe Christian Lindner macht eine Ansage Richtung Walter-Borjans.

(Foto: NDR/Wolfgang Borrs)

Unionsfaktionschef Ralph Brinkhaus zeigte sich irritiert jenseits die Idee. SPD-Finanzminister Olaf Scholz habe immer gesagt, es gebe in den kommenden Jahren kein Geld mehr, jetzt sei doch plötzlich genug da, meinte jener Union-Volksvertreter. Jener noch immer neue SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hielt dagegen und meinte, die fünf Milliarden, die dasjenige koste, förderten ja die Kaufkraft und dasjenige sei doch eine gute Sache. Und Talkshow-Löwe Christian Lindner, Liberale-Chef, forderte natürlich die Einstellung des Solis zu Gunsten von jeglicher, nicht nur zu Gunsten von 90 von Hundert, so wie es die plant.

Die Mittelschicht ist angezählt

Damit waren die Diskutanten sogleich ins Kurz-Kurz des Polit-Alltags galoppiert und drohten dasjenige große Ganze aus den Augen zu verlieren. Drum sollte es nämlich tatsächlich möglich sein: Um die Mittelschicht oder dasjenige, welches davon noch übrig ist. Dazu hatte Will die “Welt”-Journalistin Anette Dowideit eingeladen, die ein Buch darüber geschrieben hat. Titel: “Die Angezählten”. Die Mittelschicht, dasjenige seien zu Gunsten von sie Steward, Krankenwärter oder Polizisten. “Früher hatte man in solchen Berufen das Gefühl, man ist angekommen”, sagte sie. “Das ist heute nicht mehr so.” Im Gegenteil, heute greife Abstiegsangst um sich. die Sicherheit von früher fehle, sei ein großes .

Ulrich Schneider vom Paritätischen Gesamtverband, mittlerweile Linkspartei-Mitglied, schien genau zu wissen, welches sie meinte. “Der Blick nach vorne ist nicht mehr da”, sagte er. Früher habe man davon zu Ende gehen können, dass Leckermaul mit Realschulabschluss seinen in jener Verwaltung mache und Leckermaul mit Studium ein gemachter Mann sei – und heute? Heute werde jeder zweite Arbeitsvertrag befristet. “Wenn ich dann einen stinknormalen Job mache, nicht so der Überflieger bin, dann mache ich mir nach anderthalb Jahren Sorgen, ob ich noch meine Familie ernähren kann”, so Schneider mit ernstem Blick.

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Teilzeit-Opmitmist und “Nackensteak-Esser”: Ralph Brinkhaus.

(Foto: NDR/Wolfgang Borrs)

Klitzekleines bisschen verunglückt wirkte da jener Versuch von Brinkhaus, sich qua Optimist darzustellen. Deutschland sei doch ein tolles Nationalstaat, sagte er, nicht was auch immer sei schlecht. Man müsse die Menschen in den Hauptaugenmerk nehmen, die dasjenige Nationalstaat tragen, die “Nackensteak-Esser”. Die Notiz war vermutlich wohlgemeint, wirkte im Kontrast dazu wie ein Ablenkungsmanöver – denn die Probleme, um die es ging, sind real. Die Mittelschicht steht tatsächlich unter Pressung. In Großstädten macht sich jeder Normalverdiener mit Familie Sorgen um die Mieten, sekundär aufwärts dem Nationalstaat knuddeln die Sozialversicherungsabgaben aufs Einkommen.

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Lindner beim Spitzensteuersatz in seinem Element

Zu tun sein darum die Steuern runter, um die Mittelschicht zu entlasten? Lindner sagte am lautesten “Ja”, Brinkhaus sieht dasjenige größte Problem zwischen jenen, die um die 20.000 Euro im Jahr verdienen, da müsse man hier und dort irgendwas wegstreichen. “Wo denn?”, fragte Will, bekam im Kontrast dazu keine klare Replik. Zweitrangig Walter-Borjans plädierte zu Gunsten von die Exkulpation von kleinen und mittleren Einkommen. Schneider wies im Kontrast dazu zu Recht darauf hin, dass die Steuern weder noch jener große Merkmal seien – sondern die Sozialversicherungsbeiträge. Lindner sagte, man solle Subventionen streichen, die fürs Elektroauto zum Paradigma.

Uff zusammensetzen Einspieler hin wandte sich die Runde dann dem Klassiker jener Debatte zu: dem Spitzensteuersatz. Den zahlen jene aufwärts Einkommen, dasjenige jenseits 57.052 Euro liegt. Hier war Lindner in seinem Element: “Es ist eine Schande, dass sich der Spitzensteuersatz in die Mitte der Gesellschaft vorgefressen hat”, wetterte er. Er verwies aufwärts Facharbeiter in jener Automobilindustrie, die schon den Höchstsatz von 42 von Hundert zahlten. Und quälte dann noch Walter-Borjans: “Schauen Sie sich mal ihre Umfragewerte an, diese Menschen haben früher SPD gewählt.” Jener SPD-Chef bewegte sich hier im Kontrast dazu wirklich qua ehemaliger Finanzminister von NRW aufwärts vertrautem Terrain und war vorbereitet. Er zog zusammensetzen Zettel aus jener Innentasche seines Sakkos. “Ich habe hier den Steuerbescheid von jemandem, der 69.000 Euro verdient”, sagte er. 62.000 würden gar nur veranschlagt, im Schnittwunde zahle welche Person nur 28 von Hundert Steuern.

Jener Spitzensteuersatz dürfte jene jungen Polizisten in Hamburg wenig kümmern, die nebenbei noch Pizza ausfahren oder kellnern, weil sie sich die Mieteinnahme in jener Stadt nicht leisten können. Kein Einzelfall, wie sekundär Beispiele aus Bayern zeigten. Brinkhaus, noch immer im Optimismus-Modus, sagte, dasjenige sei ja nur eine Minorität. Und gegen die steigenden Mieten helfe nur “bauen, bauen, bauen”. Buchautorin Dowideit und Wohlfahrtsverbands-Chef Schneider meinten, dasjenige reiche nicht. Die Umbrüche, dasjenige Wegdriften jener Verbindung, dasjenige zeigte die Diskussion, lässt sich nicht mit einem Regel und zwei neuen Vorschriften losmachen. Wie Lindner sagte, die Menschen müssten “mehr Netto vom Brutto” nach sich ziehen, lehnte sich die Moderatorin lachend zurück: “So ein Evergreen”, rief sie dank des seither Jahrzehnten stets wiederkehrenden Liberale-Slogans. Vielleicht wirkte es dämpfend, dass zumindest manche Zeug so zu bleiben scheinen, wie sie immer schon waren.



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