Szenario von „Grenzen des Wachstums“ noch übertroffen


Vor 50 Jahren veröffentlicht dieser Klub of Rome seinen Berichterstattung „Die Grenzen des Wachstums“ und erregt damit enorme Konzentration. Trotzdem welches nach sich ziehen die Mahnungen bewirkt? Heute scheinen die Postulieren drängender denn je.

Heutzutage mag die Botschaft trivial tönen, vor 50 Jahren unbewirtschaftet sie mit einer Stil Lehrmeinung von Politik und Wirtschaft: Unbegrenztes Zunahme kann es aufwärts einem Planeten mit begrenzten Ressourcen aufwärts Dauer nicht verschenken. Mit dieser Kernaussage beschrieb eine Menschenschar von Wissenschaftlern 1972 im Berichterstattung „Die Grenzen des Wachstums“ die Position dieser Menschheit – biologisch, verlustarm und zwischenmenschlich: „Je mehr sich die menschliche Aktivität den Grenzen der irdischen Kapazität nähert, um so sichtbarer und unlösbarer werden die Schwierigkeiten.“ Unterschiedlich ausgedrückt: Je später die Menschheit einlenkt, umso heftiger muss die Kurskorrektur ausfallen.

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Die Idee zu dem Berichterstattung hatte dieser Umweltökonom Dennis Meadows.

(Foto: picture alliance / dpa)

Dasjenige Erwiderung aufwärts die Postulieren war weiland widersprüchlich: In Politik und Wirtschaft stieß dasjenige Buch teils aufwärts heftige Verweigerung solange bis Empörung. Anderseits entwickelte es sich zu einem Renner mit enormer Breitenwirkung. „Der Bericht zählt zu den einflussreichsten Wissenschaftspublikationen des 20. Jahrhunderts“, sagt dieser Historiker Rolf-Ulrich Kunze vom Karlsruher Institut z. Hd. Technologie (KIT).

Mehrere Faktoren verstärkten die aufrüttelnde Wirkung des Berichts, dieser vom Klub of Rome in Auftrag gegeben und am 2. März 1972 aufwärts einer Kongress in Washington vorgestellt wurde: Die 17 Selbst… waren keine Aktivisten, sondern kamen weitgehend aus den – nicht z. Hd. Aufrührertum bekannten – Wirtschaftswissenschaften. Zudem arbeiteten sie an einer dieser renommiertesten technischen Hochschulen weltweit, dem Massachusetts Institute of Technology (MIT). Und vor allem: Die Grundaussagen entsprangen Analysen modernster Großcomputer, basierten folglich aufwärts mathematischen Berechnungen. Strich dies verlieh ihnen in dieser damaligen technologiegläubigen Zeit besonderes Inertia.

Hinzu kam: Dieser Berichterstattung war klar nicht in wissenschaftlicher Fachsprache gehalten, sondern wandte sich an die breite Öffentlichkeit – allgemeinverständlich und mit einer klaren Botschaft: „Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“

„Die Grenzen des Wachstums“ wurde in Dutzende Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft, in Deutschland stand dasjenige Buch langjährig aufwärts dieser Hitliste, dieser Klub of Rome erhielt 1973 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Dieser Lorbeeren stand im Kontrast zu dieser Kritik, die von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aufwärts dasjenige Team einprasselte.

„Ging ans Eingemachte“

Dieser Hrsg. des Wissenschaftsjournals „Nature“, John Maddox, beschwichtigte, auf Basis von dieser enormen Größe des Planeten sei dasjenige Wirken des Menschen vorerst unerheblich. Wie selbst andere Kritiker verwies er darauf, z. Hd. etwaige Probleme würden sich technologische Lösungen finden. Andere Kommentatoren taten die Postulieren wie „Unfug“ oder gar „Müll“ ab.

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Ernsthaftigkeit Ulrich von Weizsäcker gehörte zu den Cobalt-Selbst….

(Foto: picture alliance / dpa)

„Der Bericht forderte eine Abkehr von der traditionellen Wirtschaftsform“, erläutert dieser Umweltforscher Ernsthaftigkeit Ulrich von Weizsäcker, langjähriger Ko-Staatsoberhaupt des Klub of Rome. „Nach dem Wachstum der 1950er und 1960er Jahre war das schockierend. Das ging ans Eingemachte.“

„Wir wurden in die Ecke gestellt als Weltuntergangspropheten“, erinnert sich dieser weiland am MIT tätige Ko-Dichter Erich Zahn. „Auch von ökonomischer Seite gab es viel Kritik. Der Bericht passte nicht in deren damaliges Weltbild.“ Pro den öffentlichen Lorbeeren des Buchs hat Zahn un… eine simple Erläuterung: „Die Zeit war damals reif.“ Historiker Kunze sagt: „Die Argumente hatten 1972 eine Plausibilität, die sie 10 Jahre vorher noch nicht gehabt hätten.“

Preis des Wohlstands

Ein Rückblick: Die späten 1960er Jahre waren eine Zeit des Umbruchs, weltweit. „Es gab Proteste in Ost und West, über Industrieregionen wie dem Ruhrgebiet war der Himmel schwarz und grau, im US-Bundesstaat Ohio brannte 1969 der stark verschmutzte Cuyahoga River“, erinnert sich Weizsäcker. Zahn ergänzt: „Man hat damals schon gesehen, dass unser Wohlstand auf Kosten der Natur und auf Kosten späterer Generationen erkauft wurde.“

Vor diesem Hintergrund wird 1968 dieser Klub of Rome gegründet – treibende Macht ist dieser italienische Industrielle Aurelio Peccei. Die Organisation will die Zukunft dieser Menschheit wissenschaftlich untersuchen. Qua die weiland noch überschaubare Menschenschar 1970 in Hauptstadt der Schweiz übrig eine geeignete Methodik diskutiert, stellt dieser Computerpionier Jay Forrester vom MIT sein Verfahren dieser System Dynamics vor. Damit will er komplexe dynamische Systeme in ihren Wechselwirkungen untersuchen.

„Forrester hatte die Idee und hat das Projekt begleitet“, sagt Zahn. Dieser Wissenschaftler überträgt den Auftrag an seinen Mitwirkender Dennis Meadows und fragt Zahn, dieser 1970 in Quadratestadt übrig dasjenige Zunahme von Unternehmen promoviert hat, ob er mitmachen will. „Ich habe sofort „ja“ gesagt.“ Intrinsisch eines Jahres soll dieser Berichterstattung fertig sein. „Wir haben hart und oft bis in die Nacht gearbeitet“, erzählt dieser z. Hd. Landwirtschaft zuständige Zahn, dieser sich ein Büro mit Meadows‘ Ehefrau teilt, dieser Ko-Selbst… und Umweltforscherin Donella Meadows.

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Prototyp World3

Dasjenige Team erweitert ein von Forrester entwickeltes Weltmodell zum Prototyp „World3“. Dieses basiert aufwärts fünf Grundgrößen:

  • Weltbevölkerung
  • Industrieproduktion pro Kopf
  • Nahrungsmittel pro Kopf
  • Rohstoffvorräte
  • Umweltverschmutzung

Welche Variablen sind miteinander verknüpft durch komplexe Wechselwirkungen, die in die Berechnungen Einfluss besitzen. So hängt etwa die Geburtenrate – mithin die Erschaffung dieser Weltbevölkerung – mit dem Klasse dieser Industrialisierung zusammen. „In allen Gebieten mit wirtschaftlichem Wachstum sind die Geburtenraten zurückgegangen, in Weltteilen ohne Industrialisierung bleiben sie hoch“, heißt es dazu.

Unter Berücksichtigung solcher Wechselwirkungen gibt dasjenige Team unterschiedliche Annahmen in sein Weltmodell ein, woraus dieser Großrechner künftige Szenarien berechnet. „“Die Grenzen des Wachstums“ war dieser erste Berichterstattung, dieser System Dynamics angewandt hat, um die Energie des Wachstums aufwärts unserem endlichen Planeten besser zu verstehen“, sagt Zahn.

Um Prognosen handelte es sich zusammen mit den Resultaten nicht, sondern aus den jeweiligen Annahmen resultierende mögliche Szenarien. Mit dem Prototyp könne man nicht zufrieden sein, betont dasjenige Team im Buch. „Wir möchten es verändern, erweitern und verbessern, jeweils nach dem Stand unserer Kenntnisse und den zur Verfügung stehenden Daten. Unsere Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Dennoch scheint es uns wichtig, die vorliegenden Ergebnisse zu veröffentlichen.“

Dieser Berichterstattung soll sich nicht nur an Politik, wirtschaft und Wissenschaft urteilen, sondern selbst an die breite Öffentlichkeit. „Man wollte Handlungsdruck auf die Politik aufbauen“, sagt dieser Historiker Kunze und spricht von einem „Wendepunkt der Wissenschaftskommunikation“.

NGOs und grüne Parteien

Dasjenige keine 200 Seiten starke Buch findet sofort rasenden Passage. „Die Öffentlichkeit hat den Bericht verschlungen“, sagt Kunze. Ihr optisches Pendant bekommen die Postulieren Finale 1972 mit einem Grafik dieser Schutzleitung, dasjenige die Apollo 17-Mannschaft aus dem Universum aufnimmt. Es zeigt den Planeten wie eine blaue Murmel und veranschaulicht so seine Limitation wie selbst Verletzlichkeit. Im Folgejahr wird die Rohstoffproblematik mit dieser – politisch verursachten – Ölkrise und stark steigenden Spritpreisen spürbar.

„Der Bericht hat Aufmerksamkeit erzeugt“, sagt Weizsäcker. „Und wenn Aufmerksamkeit da ist, ist Wirkung da. Damals entstand eine große Zahl an Umwelt-Nichtregierungsorganisationen.“ Und schon vorhandene Gruppen wie etwa Greenpeace erhielten viel Zulauf. Ebenso die Entstehung grüner Parteien führt Weizsäcker aufwärts den Berichterstattung zurück.

Doch zusammen mit allem Lorbeeren: Dasjenige Streben nachher möglichst viel Wirtschaftswachstum vermochte dieser Berichterstattung nicht zu bremsen. Gerne verwiesen Kritiker in den folgenden Jahrzehnten aufwärts Unzulänglichkeiten. So erwiesen sich die globalen Rohstoffreserven wie größer wie weiland familiär. Ebenso dieser postulierte direkte Zusammenhang zwischen industrieller Produktion und Umweltverschmutzung habe sich nicht bestätigt, sagt Weizsäcker.

Botschaft hat Inventar

Die Grundaussage schmälere dasjenige dennoch keineswegs, betont er. Historiker Kunze geht noch weiter: „Viele Szenarien sind sogar übertroffen worden.“ Dasjenige gilt vor allem z. Hd. ein Themenkreis, dasjenige 1972 noch unbekannt war: dieser Klimawandel. Zwar geht dieser Berichterstattung schon aufwärts „thermale Verschmutzung“ ein und nennt selbst dasjenige beim Verbrennen von Öl, Gas und Kohle freiwerdende Kohlendioxid. Doch die Grundlagen dieser Klimaerwärmung werden erst in den 1980er Jahren geklärt, die Brisanz des Themas war vor 50 Jahren noch nicht prädiktiv.

„Die Grundaussage des Berichts ist nach wie vor richtig“, sagt dieser Klimatologe Mojib Latif, Staatsoberhaupt dieser Deutschen Lobby Klub of Rome. „Inzwischen stehen wir mit dem Rücken zur Wand und sehen, wie die Welt allmählich aus dem Ruder läuft.“ Qua Beispiele nennt er neben dem Klimawandel Umweltzerstörung, Verlust dieser Artenvielfalt und die – ebenfalls im Berichterstattung thematisierte – soziale Ungleichheit.

„Unser Wirtschaftssystem belohnt Umweltzerstörung und niedrige soziale Standards“, sagt Latif. „Es gibt keine Regeln in dem System, das ist das eigentliche Problem. Da versagt die Politik, die getrieben wird von wirtschaftlichen Gruppen.“ Ebenso Zahn sieht die Politik in dieser Pflicht: „Der Staat muss Vorgaben machen, etwa mit Anreizen und Förderprogrammen. Wir müssen Generationen-übergreifend denken.“

Qua Fundamentalkritik an dieser Marktwirtschaft wollen beiderartig dies nicht verstanden wissen. „Man braucht die Marktwirtschaft“, sagt Latif. „Sie stimuliert Innovationen, und nur so bekommt man die besten Lösungen.“

Generell beklagt er, dieser Klub of Rome-Berichterstattung werde meist aufwärts seine negativen Szenarien verengt. „Aber im Grunde ging es um die Frage: Wie können wir gut auf der Erde leben, ohne unsere Grundlagen zu zerstören?“ Zahn betont, wichtig sei qualitatives Zunahme, nicht materielle Expansion. „Sonst haben wir unseren Planeten irgendwann geplündert.“

Welches würde Zahn heute andersartig zeugen wie 1972: „Grundlegend würde ich nicht viel ändern, der Ansatz war zweckmäßig“, antwortet dieser 82-Jährige. „Wir haben heute bessere Daten, aus denen wir mehr ableiten können. Das Modell würde besser sein, aber die Botschaft würde bleiben.“



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