Taliban verschärfen Afghanistans Corona-Notlage


Politische Unruhen mitten in einer weltweite Seuche zeugen deren Bekämpfung nicht unbedingt einfacher. In Afghanistan kommt hinzu, dass die neuen Machthaber in ihrer religiösen Verblendung impf- und medizinfeindlich sind. Dasjenige werden die Afghanen vermutlich mit mehr Corona-Toten bezahlen.

Strecke schaut die Welt gen Afghanistan, gewiss in erster Linie gen den Flughafen von Kabul. Von dort aus werden vor allem Afghanen, die mit den North Atlantic Treaty Organization-Truppen zusammengearbeitet nach sich ziehen, und verbliebene alliierte Truppen ausgeflogen. Seit dem Zeitpunkt die Taliban die afghanische Kapitale am 15. August eingenommen nach sich ziehen, regieren dort Salat und Ungestüm.

Die WHO befürchtet jedoch, dass sich hinter dieser humanitären Trauerspiel ein weiteres entfaltet. Laut einer Mitteilung hochrangiger WHO-Staatsdiener beklagen Experten, dass die derzeitigen Unruhen in dem Nationalstaat zu einem deutlichen Steigerung dieser Corona-Infektionen resultieren könnten. Welcher WHO-Vertreter in Afghanistan, Luo Dapeng, sagte, dass die Testrate in dieser vergangenen Woche sowohl in öffentlichen qua nachrangig in privaten Labors um 77 von Hundert im Vergleich zur Vorwoche gesunken ist. Die maximale Zahl dieser möglichen Tests wurde vor den politischen Unruhen ohnehin schon mit dieser sehr niedrigen Zahl von 8700 in 24 Zahlungsfrist aufschieben angegeben.

“Infolgedessen wissen wir, dass die Zahl der -Fälle zu niedrig gemeldet wird”, so Dapeng. Offiziell meldete dies Nationalstaat mehr qua 150.000 Corona-Infektionen. Ahmed Al-Mandhari, dieser dies östliche Mittelmeerbüro dieser WHO (EMRO) leitet, äußerte die Hoffnung, dass neben den politischen Umwälzungen nachrangig zunehmende Bevölkerungsbewegungen zu einem Steigerung dieser Covid-19-Fälle resultieren könnten. “Wir müssen die Covid-Pandemie unter Kontrolle halten”, sagte er.

Göttlicher Sicherheit?

Dasjenige dürfte in dem krisengeschüttelten Nationalstaat noch einmal erheblich schwieriger geworden sein. Nur ein verschwindend kleiner einstelliger Prozentsatz dieser Volk ist bisher vollwertig geimpft. Welcher weltweite Durchschnitt liegt für hoch 14 von Hundert, in Deutschland sind es sozusagen 60 von Hundert. Und die Taliban, die die Mächtigkeit im Nationalstaat wieder eigentlich zerren, sind qua Impfgegner familiär. Mittelpunkt August berichteten afghanische , dass die Taliban dies Impfen im Regionalkrankenhaus Paktia verboten nach sich ziehen. Unter Revision gen den Rektor für jedes öffentliche Gesundheit dieser Provinz, Walayat Khan Ahmadzai, wurde mitgeteilt, dass dies Impfzentrum geschlossen sei. Dasjenige medizinische Personal wurde davor gewarnt, weitere Impfungen zu verabreichen.

Die islamischen Fundamentalisten sind zutiefst überzeugt, dass Allah dies Schicksal dieser Gläubigen dezidiert. Nachdem dieser Logik ist eine Impfung für strenggläubigen Muslimen schlicht nicht unumgänglich. Die Erfolge dieser Impfkampagnen in den Industriestaaten sind nicht nur sehr weit weg, sondern nachrangig ohne jede argumentative Macht. Denn die “Ungläubigen” dort sind ja in dieser Lesart dieser Taliban ohne göttlichen Sicherheit und zu tun sein dies Coronavirus insoweit zu Recht fürchten.

Erst im Juli hatte dies Nationalstaat 1,4 Mio. Dosen des Johnson & Johnson Impfstoffs erhalten. Die Lieferung war ein Größenverhältnis am Impfstoffprogramm COVAX dieser WHO. Trotzdem sank laut UNICEF-Datensammlung die Zahl dieser Corona-Impfungen in dieser ersten Woche nachdem dieser Eroberung Kabuls durch die Taliban um 80 von Hundert. Die UN-Organisation zeigte sich sorgsam, denn die Hälfte dieser bisher an dies Nationalstaat gelieferten Dosen stillstehen von kurzer Dauer vor dem Fälligkeitsdatum. Wenn sie jetzt nicht verimpft werden, sind sie für jedes den Kampf gegen die weltweite Seuche in diesem Teil dieser Welt verloren.

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Warnendes Paradigma Polio

Welcher Rückgang für den Impfungen sei verständlicherweise, “denn in Situationen von Chaos, Konflikten und Notfällen werden die Menschen ihrer Sicherheit Vorrang geben”, sagte ein UNICEF-Sprecher dieser Nachrichtenagentur Reuters. Ob dieser Rückgang dieser Impfungen nachrangig gen eine mögliche Impfskepsis dieser Taliban zurückzuführen sei, wollte dieser Sprecher nicht kommentieren, warnte wohl vor Risiken durch eine Verlangsamung dieser Impfkampagne.

Wie verheerend sich die Stellung in einem vom Krieg gezeichneten Nationalstaat mit einem noch immer schlechten Gesundheitswesen für dieser Bekämpfung von Infektionskrankheiten auswirkt, wird am Paradigma dieser Kinderlähmung fühlbar. Afghanistan ist eines von nur zwei Ländern weltweit, wo dies Polio-Wildvirus nicht ausgerottet ist. Im März waren drei Impfhelferinnen in Jalalabad präzise ermordet worden. Im Monat des Sommerbeginns erschossen Unbekannte für einem mutmaßlichen Offensive dieser Taliban Teilnehmer dieser Polio-Kampagne in dieser ostafghanischen Provinz Nangarhar. In den von ihnen regierten Gebieten nach sich ziehen die Taliban schon in den letzten drei Jahren die Polio-Impfung von solange bis zu drei Mio. Kindern verhindert. Wenn jetzt nicht weiter konsequent gegen Polio geimpft wird, drohen selbst die rigoros erkämpften Erfolge wieder verloren zu in Betracht kommen.

Die Corona-Impfungen waren nachrangig schon vor dem Machtwechsel nicht leichtgewichtig zu bewerkstelligen. Afghaninnen und Afghanen bezweifelten die Existenz des Coronavirus, Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, dies Tragen einer Maske oder dies Halten von Distanz war und ist den meisten schlicht unmöglich. In dem von Korruption gezeichneten System vermuteten viele, dass dieser Vakzine ohnehin nur an eine privilegierte Schicht in Betracht kommen werde. Und tatsächlich kam wegen unterlegen Straßen und primitiver Unterbau in den abgelegenen Provinzen kaum Vakzine an, wenn es denn trotz dieser überall aufflackernden Kämpfe gar versucht wurde. Doch die WHO hatte wenigstens Tausende Impfhelfer kompetent.

Sekundär Delta-Variante schon nachgewiesen

In Afghanistan sind sowohl Delta- qua nachrangig Alpha-Varianten des Coronavirus nachgewiesen worden. Wenn nun noch mehr Binnenflüchtlinge unterwegs sind und Hygienemaßnahmen kaum noch eingehalten werden können, sind steigende Infektions- und Hospitalisierungsraten unausweichlich. In Verpflichtung mit den niedrigen Impfraten werde dies “bereits gefährdete Personengruppen überproportional treffen”, betont nachrangig WHO-Vertreter Dapeng. “Wir sind besonders besorgt über das Risiko einer Covid-19-Übertragung unter den neuen Binnenvertriebenen in Kabul und anderen Städten, da sie unter oft überfüllten und unhygienischen Bedingungen leben und kaum oder keinen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und Maßnahmen zur Infektionsprävention haben.”

Die WHO hatte ihre Mitwirkender gebeten, wieder zur Arbeit zu kommen, nachrangig und im besonderen die Frauen. Manche weibliche Gesundheitsfachkräfte kehrten jedoch Dapeng zufolge nicht an ihren Job zurück. Andere nach sich ziehen aufgrund dieser schwierigen Sicherheitslage gekündigt. Die WHO berichtet, dass sowohl männliche qua nachrangig weibliche Patienten die Gesundheitsdienste visitieren. Es sei wohl fühlbar, dass vor allem Frauen Muffensausen nach sich ziehen, dies innerbetrieblich verlassen, “es sei denn, sie befinden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand”.

Es mehren sich vor allem aus Kabul Berichte hoch mehr Fälle mit Covid-19-typischen Symptomen. Die WHO-Mitwirkender berichten nachrangig zunehmend von Mangelernährung, Durchfällen und Hypertonie. Und die Probleme am Flughafen verhindern den Zufuhr händeringend benötigter medizinischer Waren. Carl Latkin von dieser Johns Hopkins University kommt zu einer eindeutigen Einschätzung: “Eine schnelle Ausbreitung von Covid-19 würde den Menschen noch mehr Leid und Elend in dieser ohnehin schlimmen Situation bringen.”