TV-Debatte vor Briten-Wahl: Corbyn überrascht qua echter Herausforderer


Im ersten TV Zweikampf vor den britischen Parlamentswahlen hat sich Labour-Chef Jeremy Corbyn so gut gegen geschlagen, dass es doch noch spannend werden könnte. Welcher Premierminister muss hingegen damit ringen, dass er seinen Ruf weg hat: qua Lügner.

Wenn es ein englischsprachiges Volk gibt, dasjenige politische Fernsehduelle nicht unecht hat, dann sind es Briten. Tatsächlich nach sich ziehen sie dasjenige Format so tardiv eingeführt, dass es sich locker um eine Millionenfrage im Zusammenhang RTL handeln könnte: Zu welcher Zeit fand dasjenige erste TV Zweikampf jener Briten statt – 1987, 1995, 2002 oder 2010?

Während sich im Jahr 1960 zum ersten Mal in jener Historie des Fernsehens und jener USA zwei Präsidentschaftskandidaten (John Fluor. Kennedy und jener damalige Vizepräsident Richard Nixon) gegenüberstanden, regierte in London demgemäß noch fünf weitere Jahrzehnte weit die Angstgefühl in den Köpfen jener Regierungschefs, man könne in einem TV-Zweikampf schlecht oder zumindest unvorteilhaft und irgendetwas tumb rüberkommen – so wie jener britische Premierminister Boris Johnson am vergangenen Dienstagabend im Sender ITV.

Vor den Parlamentswahlen am 12. zwölfter Monat des Jahres war es Johnsons erste von insgesamt vier live übertragenen Diskussionsrunden mit Jeremy Corbyn, seinem politischen Gegner von jener Labour-Politische Kraft. Und dasjenige einzig Handfeste, welches man dem bärtigen Herausforderer mit jener Brille nachher jener Diskussion vorhalten will, ist ein Spiegel. So kann er sich noch einmal genau ansehen, wie seltsam schief die Brille in seinem Gesicht hängt, wie feucht ein Glas ist – und wie kauzig er qua Premierminister von Großbritannien und Nordirland aussehen würde. Hoffentlich sieht er es!

Lachen hoch Johnsons Lügen

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Selfies mit dem Labour-Chef vor jener TV-Debatte.

(Foto: via REUTERS)

Tatsächlich sind die Gefahren von Fernsehduellen aus Sicht jener Inhaber eines Amtes ja wirklich weitläufig, wenn man bedenkt, welches was auch immer schiefgehen oder – aus Sicht jener ohne Rest durch zwei teilbar von britischen Politikern immer wieder gepriesenen Volksherrschaft – richtig gut laufen kann. Eine einzige Moderatorin könnte zum Exempel präzise fragen und unzähmbar nachhaken. Dies hat die Journalistin Julie Etchingham am Dienstagabend vorbildlich gemacht. Außerdem könnte die Vorstellung durch verschmelzen Potpourri aus relevanten Fragen jener Moderatorin, des Publikums und des jeweiligen Herausforderers unvorhersagbar werden. Selbst dasjenige war jener Kasus. Oder dasjenige Studiopublikum könnte an den falschen oder aus Sicht kritischer und genervter Wähler an den richtigen Stellen lachen.

Boris Johnson wird am Dienstagabend jenen Moment qua den herbsten Schlaghose in den Magen empfunden nach sich ziehen, qua sich die anwesenden Zuschauer nicht mehr halten konnten, nachdem er versucht hatte, mit dem kleinlauten Sätzchen “I think so” davonzukommen. Wie hatte die Frage gelautet? “Does the truth matter in this election – ist die Wahrheit in diesem Wahlkampf (noch) von Bedeutung?” Mit kleinen Augen musste jener ohnehin irgendetwas müde und schlaff wirkende Johnson ertragen, wie man zu Gunsten von verschmelzen kurzen Moment hoch ihn grölte – und dasjenige vermutlich unter ferner liefen in größeren Teilen jener Volk, ganz so, qua hätte England ein Treffer geschossen. Ein Eigentor!

Ohne Zweifel ist es ein bemerkenswerter Unannehmlichkeit jener britischen Politik in Zeiten des Brexits, dass ein Premierminister ungeschützt und überall qua “Lügner” bezeichnet wird – und ungestraft bezeichnet werden darf: von Journalisten, Parlamentariern, Anwälten und Richtern. Dieser Vorwurf gehört freilich zum dramaturgischen Repertoire vor jeder Wahl: dass die Vertreter jener gegnerischen Politische Kraft lügen. Strecke die Tories mussten schon früher Sprüche wie “Cons con” ertragen (“Konservative schwindeln und betrügen”). Doch mit einem “Lord of the Lies” an ihrer Spitze, hoch den dasjenige Volk laut lacht – mit diesem Verunstaltung sind die Tories noch nie ins Rennen gegangen.

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Neue Tonus im zähen Wahlkampf

Obwohl es mit Sicherheit in diesem ersten Zweikampf dasjenige Ziel von Johnson war, seinen Herausforderer Corbyn qua unberechenbaren und kleinkarierten Marxisten dastehen und noch einmal qua “girl’s blouse” hängen zu lassen, ist ihm genau dasjenige nicht gelungen. Die “Mädchenbluse” steht in jener englischen Umgangssprache zu Gunsten von verschmelzen Feigling, verschmelzen Waschlappen und vor allem zu Gunsten von verschmelzen Zauderer, jener sich aufgebraucht Optionen ungeschützt hält, Verantwortung scheut und am Finale jeden frustriert. Doch Corbyn hat sich nicht nur tapfer gegen den ausgefuchsten Rhetoriker Johnson geschlagen. Er wirkte hoch längere Verwässerung jener einstündigen Debatte reifer, ausgeruhter und besser vorbereitet. Und wenn auch er manchem Zuschauer zu patriarchalisch gewesen sein mag, in puncto Moral und Überzeugungskraft ist er so unverwundet und sogar gestärkt aus dem Kampfring gestiegen, dass es doch noch einmal spannend werden könnte in diesem insgesamt mühsamen Wahlkampf.

Wären da nicht unter ferner liefen die echten Zauderthemen, die Corbyn belasteten – allen vorwärts dasjenige B-Wort “Brexit”, dasjenige R-Wort “Referendum” und dasjenige Sulfur-Wort “Scotland”. Zu Händen jeden stolzen Franzose münden sie maschinell zum unerträglichen I-Word “Independence”, demgemäß jener Unabhängigkeitsbestrebung Schottlands. Johnson hat es zumindest verstanden, all welche Themen zu kleinen solange bis mittleren Schreckgespenstern zu zeugen, etwa die von ihm vielfach wiederholte Unterstellung, Jeremy Corbyn könne eine Koalition mit Nicola Sturgeon, demgemäß jener Chefin jener “Scottish National Party” eingehen. Dem konnte Corbyn leichtgewichtig und souverän eine Streichung erteilen.

Corbyn zu Gunsten von zweites Brexit-Referendum

Zum Brexit war er (zu Gunsten von seine Verhältnisse) ebenso lukulent und fühlbar: Er werde die Volk dazu noch einmal ein Interview machen, es werde demgemäß hinaus jeden Kasus ein zweites Referendum schenken! Tja, und welches die Maß des Königreichs betrifft, die Johnson qua “One Nation Tory” selbstverständlich mit Verve verteidigte, blieb Corbyn offener – und klang dann doch zu Gunsten von verschmelzen Moment wie einer, jener den rückwärtsgerichteten Arbeitskampf und den progressiven Vaterlandsverrat in sich vereint: Lukulent sei die Union irgendwie wichtig – immerhin Sportsgeist sei noch wichtiger. Die Politik müsse den sozialen Zerfall jener Großunternehmen verhindern, in jener Milliardäre hinaus jener verschmelzen und Arme hinaus jener anderen Seite leben, und wenn dasjenige in Schottland und mit jener EU besser zu nach sich ziehen sei … hinaus jeden Kasus wäre es genauso wichtig – unter ferner liefen einmal neue Wege auszuprobieren, etwa die 4-Tage-Woche in Industrieunternehmen. Es war Corbyns mutigster Move.

Strecke dasjenige, welches Johnson gebetsmühlenartig während jener vergangenen Wochen und Monate versucht hat – nämlich die Hinsicht jener Menschen vom Brexit hinaus andere wichtige Felder jener Politik zu lenken – dasjenige ist Corbyn in diesem Zweikampf gelungen. Zum Exempel, qua es um dasjenige brisante Themenkreis NHS ging, dasjenige staatliche nationale Gesundheitswesen. Regierungskritiker befürchten, Johnson werde es privatisieren und, wie Corbyn betonte, “an die USA und die Pharmariesen verhökern”. Hierfür legte jener Labour-Chef sogar speziell recherchiertes Beweismaterial vor, aus dem hervorgehen soll, dass eine Schlange vertraulicher Treffen zwischen Johnsons Regierung und entsprechenden Vertretern aus den USA stattgefunden nach sich ziehen.

Selbst dasjenige Themenkreis Witterung- und Umweltschutz hatte Johnson so wenig im Stiel, dass es ihm nicht gelungen ist, Corbyn auszustechen oder wenigstens zu neutralisieren. Punktum Sicht jener konservativen Regierungspartei kann nachher diesem irgendetwas dürftigen Show Johnsons hinaus jeden Kasus von “Corbyn Neutral” noch nachhaltig keine Vortrag sein.



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