“Und dann hat er sich totgesoffen”


Ein Gläschen Rotwein ist gut fürs Lebenssaft, sagen viele. Tatsächlich bleibt es oft nicht im Kontext dem verschmelzen. Unsrige Kolumnistin extra die Gesellschaftsdroge Alkohol, dies Trinken und verschmelzen Mann, welcher daran zerbrach. Pro Andreas.

Eines Tages, ich war noch ein Kind, wie mein Vater mal wieder besoffen mit dem Rad in irgendeinen Vorgarten gefahren war, wo er dann in den Sträuchern seinen Rausch ausschlief, da begriff ich, dass er ein richtiger Säufer war. Denn ich lütt war, habe ich meinen Vater sehr oft betrunken gesehen. Dies änderte sich erst durch verschmelzen schweren Unfall, wie die Ärzte ihm die Pistole aufwärts die Thorax setzten und sagten: “Entweder Sie hören sofort mit der Sauferei auf oder Sie können Ihr Bein vergessen!”

Mein Vater wollte sein untere Extremität natürlich behalten und blieb solange bis zu seinem Tode trockener Alkoholiker. Obschon mich dies Schicksal meines Vaters geprägt hat, habe ich nie weithin extra dies Trinken nachgedacht. meine Wenigkeit glaube, dies zeugen tatsächlich die wenigsten, denn Alkohol ist Teil unserer Großunternehmen. Wir trinken gerne, trinken gehört wie geschmiert dazu. Lukulent sollte man sein Limit Kontakt haben, demgegenüber welcher Prozess zwischen einem gemütlichen Wein am Abend und dem täglichen Verbrauch ist, wie wir jeder wissen, ein schleichender. Und mit dem Trinken und dem Komprimierung, aufwärts Partys oder in Nähe nicht mit einem Glas Wasser dazustehen, werden Neben… die Zu Ende sprechen größer. Welcher Selbsttäuschung. Dies schlechte Gewissen.

Strecke ist dies “Sommerhaus der Stars” angelaufen – ein Reality-Format, im Kontext dem acht Paare zu Händen ein paar Wochen in einem Bauernhaus in welcher deutschen Pampa weilen. Die Auftaktfolge war vor allem wegen zweier Herren erschreckend. Welcher eine lötete sich neun Gläser spanischen Rotwein aus dem Tetrapack rein, wie sei es Fassbrause, welcher andere genehmigte sich schon zum Frühstück dies erste Hopfentee. “Morgens halb zehn in Deutschland”, lautete nur ein Kommentar in den sozialen Medien. Wir schauen Leuten hiermit zu, wie sie erst ihrer Sucht frönen und sich dann danebenbenehmen. Es ist – Unterhaltung.

meine Wenigkeit trinke ja nur “das gute Zeug”

Tief habe Neben… ich mir, um ehrlich zu sein, keine großen Gedanken um mein Trinkverhalten gemacht. Nachher Feierabend und intensiver Textarbeit gönne ich mir ein Gläschen Rotwein. “Ist gut fürs Blut”, hat Opa immer gesagt. Wenn ich mich extra irgendetwas ärgere, trinke ich Neben… schon mal zwei – um runterzukommen, so rede ich es mir gerne ein. Wenn ich nicht so lütt wäre (1,60 Meter) und nicht nachher zwei Vitreus Schlagseite hätte, würde ich vermutlich mehr zwitschern. meine Wenigkeit trinke ja nur “das gute Zeug”, sage ich mir immer. Und vor allem keine harten Sachen. meine Wenigkeit habe Freunde, die mehrere Gläser Wodka Tonic trinken, wenn sie erlöschen. Dies vertrage ich was auch immer keiner und vielleicht sollte ich Neben… hier ehrlicherweise sagen: ein Glücksgefühl!

Neulich hatte ich, dies muss ich Ihnen an dieser Stelle unbedingt erzählen, verschmelzen sehr merkwürdigen Traum. meine Wenigkeit träumte von einem jungen Mann namens Andreas, mit dem ich verschmelzen welcher wildesten warme Jahreszeit meines Lebens verbrachte. Er war einer welcher klügsten Menschen, denen ich jemals begegnet bin und wie kleine Literaturstudentin im ersten Semester hing ich nur so an seinen Lippen, wenn er mir unterm Sternenhimmel Gedichte von Zeremoniell Jandl vortrug.

“Über das Trinken und das Glück”

Andreas war ein so verrückter Hund, dass ich in meinen Erinnerungen ausgeblendet habe, dass er schon morgens den ersten Martini brauchte und solange bis zum Mittag schon mehr wie eine halbe Flasche Wein nicht hatte. Wir tanzten, fuhren verbinden kraulen und bauten uns in Bäumen, die weit in den Badesee hineinwuchsen, Schwanken. Immer mit hiermit: welcher Fusel.

Eines Abends, welcher warme Jahreszeit hatte ohne Rest durch zwei teilbar eine Pause eingelegt, verletzte sich Andreas am Mauke. Es war eine offene Wunde. Statt zum Halbgott in Weiß zu umziehen, behandelte er die Weh tun mit Tabletten und Schnaps. Er war unausstehlich, es gab viel Streit. Einmal fand ich ihn schlafend vor seiner eigenen Wohnungstür. Er sagte: “Ich muss aufhören mit der Trinkerei. Ach, wäre ich doch nur nicht so schrecklich verliebt in das Gefühl, das sie mir gibt!” Er trank weiter, heftiger wie je zuvor. Dass seine tiefblauen Augen immer gelber wurden und die Leber schon weitestgehend schlappmachte, sorgte ihn nur solange bis zum nächsten Glas.

Mittendrin immer wieder die schönsten Tage. Picknick im Grunewald mit Lektüre von Hemingway und Böll. Ausflüge ins Umland. Er aufwärts dem Rad, ich aufwärts dem Lastenträger. Grillenzirpen, blühende Felder, Schmetterlinge, weniger Alkohol. Übrig uns welcher endlose Himmel. Dann kam welcher Herbst und mit ihm nicht nur welcher Blues welcher kalten Saison, sondern Neben… welcher tiefste Zusammenbruch. Einlieferung ins Krankenhaus. Entgiftung. Streitlust. Pessimismus, Gruppensitzungen und Besuche im Kontext den Anonymen Alkoholikern (AA). Erste AA-Medaillen, Wiedererkrankung, was auch immer aufwärts Entstehen. Es kam welcher nächste warme Jahreszeit und “der verrückte Hund” wollte plötzlich keinen Visite mehr aufwärts welcher Entgiftungsstation, nabelte sich ab und wir verloren uns nachher und nachher aus den Augen.

“Phantasien des Egos”

Kürzlich stolperte ich extra dies Buch “Nüchtern: Über das Trinken und das Glück” von Daniel Stift. Welcher Skribent schreibt mit unglaublicher Wahrhaftigkeit extra seine Alkoholsucht und fragt, “warum sich eine Gesellschaft eine Droge leistet und dann diejenigen stigmatisiert, die damit nicht umgehen können”. Ursula May von HR2 Kultur bezeichnet Schreibers mutigen Essay wie “eine fundierte Rede gegen das Trinken”.

Tief habe ich mir eingeredet, dies Trinken gehöre vor allem zu Händen verschmelzen Selbst… wie geschmiert dazu. Zweitrangig in Schreibers Buch gibt es extra ein Kapitel, dies Neben… genau so heißt: Funktionieren und Trinken. Obschon ich insgeheim weiß, nie mit den großen Literaten wie Jack Kerouac Schritt halten zu können, so redet man es sich schön, dass die größten Schriftsteller Neben… die größten Trinker waren.

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Hier erfüllt dies Trinken, wie Stift schreibt, extra den Rausch hinaus “psychoanalytisch gesehen, zwei Funktionen. Es hält die Phantasien des Egos aufrecht, und es hilft dabei, die Realität so weit auszublenden, dass man sie ohne größere Schwierigkeiten der Phantasie anpassen kann. (…)”

Denn ich Schreibers Buch ausgelesen hatte, begegnete mir Andreas plötzlich in diesem Traum. Wir saßen verbinden aufwärts diesem Baum, dessen Äste weit in unsrige Badestelle ragten, und verknoteten die Seile zu Händen die Schaukel. Lachen. Enten im Schilf. Arschbomben. Tags darauf versuchte ich, ihn seit dem Zeitpunkt Langem wieder zu kontaktieren. Die Wählerstimme am anderen Finale welcher Leitweglenkung sagte leise: “Ach, der Vater ist schon Jahre tot”. meine Wenigkeit stammelte durchs Telefon: “Aber, aber … er war doch bei den … er hat doch …” “Ja”, sagte die Wählerstimme wieder, “und dann hat er sich totgesoffen.”