“Und plötzlich wusste jeder, wo Herford ist”


“Kunst sammeln” – dasjenige sagt sich so dorthin. Die Kunst liegt ja nicht leicht hinauf welcher Straße herum. Sicher, welcher Herkunft ist meist ein Kunstwerk, dasjenige einem ganz leicht nur gefällt. Nichtsdestotrotz dann kommt dasjenige nächste gute Stück, von kurzer Dauer darauf ein weiteres. Und so geht es dann immer weiter. Wie geht man da der bevorzugte Lösungsweg vor? Und stimmt es, dass “Kunst sammeln” irgendwann zu einer Sucht werden kann? Dies Ehepaar Elke und Heiner Wemhöner erzählt ntv.de, wie es zwischen dazu gekommen ist, dass sie leidenschaftliche Sammler (von mittlerweile um die 1300 Kunstwerken, nachrangig Videokunst) wurden, wie aus dem beschaulichen Örtchen Herford ein Kunst-Hotspot Deutschlands wurde und welches Kunst zu Gunsten von die Seele bedeutet.

ntv.de: Heuer ist zu Gunsten von Sie sicher nachrangig ganz divergent gelaufen qua gedacht, oder?

Heiner Wemhöhner: Natürlich. Wir sind oft und gerne in Spreeathen, generell mit Freude hinauf Reisen, nichtsdestoweniger diesjährig war auch immer divergent, wir waren selten in welcher Kapitale. In Herford war welcher warme Jahreszeit nachrangig sehr schön, weil wir zusammensetzen Grünanlage nach sich ziehen.

Mit Skulpturen …

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Heiner Wemhöner, Unternehmer und Sammler, zweitens aus Leidenschaft.

(Foto: privat)

HW: Ja, nichtsdestoweniger vor allem welcher Möglichkeit, gar rauszukommen. Dies wissen wir sehr zu schätzen. Professionell in Besitz sein von wir ja einer Industrie an, die von welcher Möbelindustrie und Baumärkten lebt, insofern sind unsrige Kunden von den Maßnahmen des Lockdowns nicht so betroffen gewesen wie andere Branchen. Die Personen nach sich ziehen sich neue Küchen gekauft oder sie aufgemöbelt – so viel war man ja sonst nie zu Hause.

Elke Wemhöner: Wir nach sich ziehen nachrangig sehr viel gekocht. Und hatten viel Wäsche (lacht), die Kinder waren ja wieder da.

Zu welcher Zeit und wodurch ist Ihr Motivation an Kunst erwacht?

HW: Dies Motivation zu Gunsten von Kunst kam zwischen meiner Nullipara und mir recht tardiv, Finale welcher Neunzigerjahre, ich war schon Finale 50. Basta meinem Elternhaus kannte ich Kunst jedenfalls nicht wirklich.

EW: Da ging es lieber um röhrende Hirsche droben dem Esstisch, welcher Vater war Waidmann.

HW: Ja, es war ganz mustergültig, da hingen die Trophäen welcher Jagen. Welcher Urheber war: In unserer Heimatstadt Herford ist ein Museum entstanden, dasjenige MARTa Herford, gebaut von einem Architekten, von dem keiner gedacht hätte, dass er sich jemals in unsrige Kleinstadt verirrt. Nichtsdestotrotz es gab flach Kontakte. Welcher Konstrukteur war kein Geringerer qua Frank Gehry – welcher Mann, welcher zum Leitvorstellung dasjenige Guggenheim-Museum in Bilbao entworfen hat. Und dann kam nachrangig noch Jan Hoet, die Kurator-Legende aus Gent, zu uns nachdem Ostwestfalen und hat den Ort voralledem aufgemischt.

Wie darf man sich dasjenige vorstellen?

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Yachthafen Abramovic , wie man provoziert. Und verzaubert.

(Foto: imago/ZUMA Press)

HW: Dies MARTa – M steht zu Gunsten von Mobiliar, Fasson zu Gunsten von Kunst und dasjenige kleine a zu Gunsten von Baustil und Ambiente – wurde 2005 eröffnet. Hoet war nichtsdestoweniger schon seitdem 2002 da, hat dort gelebt und zum Leitvorstellung Yachthafen Abramović zu Gunsten von ein Event in die Stadt gebracht. Da war sie komplett unverblümt, befand sich in sechs Metern Höhe – die Herforder kamen aus dem Staunen weder noch mehr raus (lacht). Sie hatte ein Skelett in welcher Hand. So irgendetwas hatte in Herford wirklich noch niemand gesehen. Und dann gab es die erste Vorstellung, die gleich vom Landrat verboten wurde, denn es hielt sich hartnäckig dasjenige Gerücht, dass eine lebendige Ziege in Latex eingehüllt werden sollte. Keiner wusste, ob dasjenige stimmt, nichtsdestoweniger dasjenige Gerücht stand im Raum. Welcher Ausstellungskatalog kam jedenfalls hinauf den Nicht zu Gunsten von jugendgefährdende Schriften …

… eine prima Werbung, oder?

HW: Ja, leer nach sich ziehen darüber geschrieben, in ganz Europa. Plötzlich wusste jeder, wo Herford ist. Gehry baut ein Museum und dann darf dasjenige nicht eröffnet werden – ein Skandal (lacht). Es strömten Scharen von Menschen in unsrige Stadt, buchten Zimmer und Restaurantplätze, die Herforder waren recht überrascht.

Im Sinne von überfordert?

HW: Schon. Herford ist eine Stadt des Mittelstands, mit Kunst hatte man solange bis dorthin nicht so viel am Hut. Eine gute Mischung von Menschen lebt da, und plötzlich wurde die Stadt aufgerüttelt, wir mittendrin. Selbst hatte dasjenige was auch immer von Herkunft an mitbekommen, weil welcher Arbeitstitel “Haus des Möbels” hieß. Nichtsdestotrotz dann entwickelte sich daraus flach dasjenige MARTa. Hoets erste Vorstellung hieß “My Private Heroes”, und es kam sogar “seine” Monarchin, die Paola, aus Königreich Belgien. Z. Hd. uns war dasjenige welcher Beginn, sich zu Gunsten von zeitgenössische Kunst zu interessieren.

Und wofür interessierten Sie sich da vor allem?

HW: Unser erster Kontakt war welcher Sammler Lutz Teutloff …

EW: … wir waren zu einem Empfang eingeladen. Und da war dann welcher Fotograf Jürgen Klauke. Es ging um Fotos, die “Sonntagsneurosen”. Die sollten 10.000 DM kosten – und wir dachten nur, die weben doch, 10.000 DM zu Gunsten von Fotos! Nichtsdestotrotz wir waren angefixt und dann nach sich ziehen wir uns die erste Skulptur gekauft, zusammensetzen Dornseif. Von kurzer Dauer darauf nach sich ziehen wir dann zum Leitvorstellung irgendetwas von Peter Beard gekauft.

HW: So ganz früher fing es mit bunter Malerei aus Italien an, dasjenige war welcher Einstieg und kam quasi schonungslos nachdem dem Poster, dasjenige man qua junger Mensch an welcher Wand hatte.

EW: Dies hatte nichtsdestoweniger noch gar nichts mit Kunst oder gar “Kunst sammeln” zu tun, wie wir es heute zeugen. Da waren ja oft die Rahmen schöner qua die Kunstwerke (lacht).

Ist Kunst ein kleinster Teil nachrangig eine Sucht – man verstrickt sich immer tiefer rein?

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Elke und Heiner Wemhöner: “Wann ist man ein Sammler?”

(Foto: privat)

HW: Ebendiese Sucht beherrscht mich (lacht). Selbst versuche, mich dagegen zu wehren – recht ineffektiv.

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Wie schärft man seine Sinne zu Gunsten von Kunst?

HW: Wichtig ist es, hinauf Messung zu umziehen und viel in Galerien zu sein. Unsrige erste Kunst-Messe, unter dem Berliner Ballen Funkturm war dasjenige 1997 die Fasson Forum Spreeathen, die war zum Nachdenken Anlass gebend.

EW: Da nach sich ziehen wir Spencer Tunick zum ersten Mal gesehen. Und dann nachrangig gekauft. Wir wussten noch nicht viel droben ihn …

HW: … nichtsdestoweniger dasjenige Motivation zu Gunsten von Fotos wuchs zwischen uns stetig.

EH: Manchmal fühlt man sich ganz ehrlich schon veräppelt – wenn eine Luftmatratze an eine Wand genagelt wird zum Leitvorstellung, und dasjenige dann 3000 Euro kosten soll – da läuten zwischen mir die Alarmglocken. Es gibt nachrangig viel Schrott hinauf dem Kunstmarkt.

HW: Dass man jetzt nicht hinauf Messung pendeln kann, dasjenige fehlt mir. Selbst habe eine Firma in Reich der Mitte seitdem 2005 und hinauf die Fasson Basel zu umziehen, war immer ein Highlight. Die Personen, die Eindrücke, die Kunst – dasjenige ist so ein breites Spektrum. Man kann nicht jede Messe kommen, es wird sonst eine Überschwemmung. Dies hat uns die weltweite Seuche jetzt gezeigt, dass wirklich nicht was auch immer sein muss und dass weniger oft mehr ist. Wir sind irgendetwas zur Ruhe gekommen. Wirklich bin ich noch immer hinauf mehr Maschinenbau-Messung qua hinauf Kunstmessen.

Zu welcher Zeit und warum kaufen Sie?

Heiner Wemhöner

In welcher dritten Generation ist dasjenige Familienunternehmen Wemhöner Surface Technologies mit Standorten in Deutschland und Reich der Mitte hinauf die Produktion von Maschinen und Anlagen zu Gunsten von die Veredelung von Holzwerkstoffen spezialisiert. Zweitrangig in Reich der Mitte verbindet Heiner Wemhöner geschäftliches, kulturelles und soziales Engagement miteinander, welches ihm die Stadt Changzhou mit welcher Verleihung welcher Ehrenbürgerschaft dankte. Heiner Wemhöner ist Vorsitzender des MARTa-Freundeskreises und Kuratoriumsvorsitzender welcher 2000 gegründeten Wemhöner Stiftung.

HW: Basta dem Magen hervor. Man muss sich schnell entschließen. Weil man seinem Gefühl nachgeben sollte. Und nachrangig, weil andere einem dasjenige Objekt welcher Gier sonst wegkaufen könnten (lacht). Ganz ehrlich – ich verstehe sozusagen nichts von Kunst, ich habe dasjenige weder studiert noch eine Erziehung in welcher Richtung, nichtsdestoweniger dasjenige Bauchgefühl entwickelt sich im Laufe welcher mit.

Welches sind die Kriterien zu Gunsten von zusammensetzen Kauf? Wertsteigerung? Oder die Vorstellung, es ins eigene Wohnzimmer zu hängen?

HW: Weder noch. Am Herkunft war es wirklich so, dass wir unsrige Poster an welcher Wand durch Bilder ersetzt nach sich ziehen. Dies hatte noch nichts mit Kunst zu tun. Daraus entwickelte sich nichtsdestoweniger droben die Jahre irgendetwas, vor allem, qua wir feststellten, dass wir gar keinen Sportplatz mehr hatten in unserem Haus mit dem Ständerfachwerk und den vielen Fenstern. Selbst habe übrigens noch nie irgendetwas gekauft, um es an zusammensetzen bestimmten Ort zu hängen oder zu stellen. Es wurde gekauft, weil es uns Gefälligkeit hat.

Muss Ihnen beiden dasjenige Kunstobjekt Gefälligkeit?

EW: Nein, wir können durchaus anderer Unterstellung sein. Nichtsdestotrotz wie gesagt, wir hängen dasjenige nachrangig nicht mehr zu Hause hin.

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Leihgabe zur Filmpremiere des Lindbergh-Films “Women’s Stories” im Februar 2019 – Peter Lindbergh und die Wemhöners hinauf welcher Berlinale.

HW: Sportplatz nach sich ziehen wir zu Hause schon längst nicht mehr. Dies Wort Sammler gefällt mir nicht wirklich, ich denke dann immer an Briefmarken. Es fällt mir nachrangig noch immer schwergewichtig, zu sagen: “Ich sammele Kunst”. Inzwischen weiß ich ja, dass dasjenige so ist, denn ich kaufe, nachrangig wenn ich nicht mehr weiß, wohin damit (lacht). Dies nennt man wohl vereinen: Wenn man mehr hat, qua man “braucht”.

Wo steht Ihre Kunst?

HW: An vielen verschiedenen Lagerplätzen, in . Die Menge relativiert sich nachrangig indem, dass man irgendetwas an Museen abgibt, irgendetwas ausleiht, und dann merkt man eines Tages, dass man seine Kunst mit Freude selbst mal wieder sehen würde.

EW: Peter Lindberghs Foto von Tatjana Patitz hängt zwischen uns zu innerbetrieblichsie sehen wir Tag für Tag. Wir tauschen sozusagen keine Kunst aus. Wir nach sich ziehen viele Fotos, wenig Malerei, viele Skulpturen im Grünanlage. Unser Haus ist nicht so weit, und in die in Spreeathen nach sich ziehen wir extra eine Wand ziehen lassen, damit wir irgendetwas mehr aufhängen können.

Welches macht Kunst mit Ihnen?

HW: Sie berührt. Dies merkt man vor allem, wenn sie nicht mehr um uns herum ist wie gewohnt.

Wer oder welches hat Sie am meisten berührt?

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2020 hat Brigitte Waldach den MARTa-Herford-Preis bekommen.

(Foto: theothercara)

HW: Schwergewichtig zu sagen, so wenige, nichtsdestoweniger Andreas Qual hat mich sehr fasziniert. Den nach sich ziehen wir frühzeitig kennengelernt, er hat qua Sohn des Schauspielers Ulrich Qual seine deutsch-deutsche Historie verarbeitet. Dies bewegt mich. Und mich freut, dass wir diesjährig den MARTa-Preis an Brigitte Waldach überreichen konnten, eine ungewöhnliche Künstlerin. Inzwischen Kontakt haben wir uns nachrangig – dasjenige ist ja nachrangig nicht selbstverständlich, dass man die Künstler kennenlernt.

Wohin geht welcher Kunstmarkt?

Dies ist in welcher momentanen Standpunkt sehr schwergewichtig zu beantworten, nichts ist planbar. Es wird sicher was auch immer irgendetwas selektiver werden. Schlecht ist, dass es Verkäufe aus welcher reinen Not hervor schenken wird. Dies Gute: Man wird bescheidener. Welches mich privat am meisten bekümmert, ist jedoch, dass es schwerer wird zu Gunsten von junge Künstler, die in den Kinderschuhen stecken. Die nötig haben Publikum, genauso wie neue Galeristen. Da sollen wir uns drum kümmern. Um die Etablierten muss man sich keine Sorgen zeugen, nichtsdestoweniger die jungen Personen, die sollen eine Eventualität bekommen!! Es wäre tragisch, wenn deren Funktionieren untergehen.

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Und die Frage, die droben allem steht ist doch: Wo umziehen wir leer hin? Welches kommt hinauf uns zu? Einer Sache bin ich mir leider sicher: Es wird kein “nach Corona” schenken. Es wird ein “mit Corona” schenken.

Mit dem Sammlerpaar Elke und Heiner Wemhöner sprach Sabine Oelmann

In Spreeathen wird es – voraussichtlich, sollte was auch immer klappen, welches in Spreeathen ja nicht selbstverständlich ist – ab Herbst 2021 zusammensetzen festen Ausstellungsort welcher Sammlung Wemhöner schenken: In welcher Neuköllner Hasenheide wird ein alter Tanzsaal umgebaut.