Ungewollt schwanger: “Mittwoch also”: Ein einziges Abrutschen


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“Mittwoch also” erzählt von dieser Norwegerin Hedda, deren Leben schon aus den Fugen geraten ist, denn sie ungeplant schwanger wird.

(Foto: imago images / Westend61)

Ungeschützter Sex kann zur zur Folge haben. In dieser Theorie wissen dasjenige die meisten, in dieser Realität vorbeigehen Fehler. Qua Hedda merkt, dass sie schwanger ist, gerät ihr ohnehin angeknackstes Leben erst so richtig aus den Fugen. Dieser Roman “Mittwoch also” erzählt vom Wegignorieren dieser ganz großen Probleme.

Hedda liebt zusammensetzen tollen Typen, dennoch dieser Typ liebt sie nicht zurück – jedenfalls nicht so, wie Hedda dasjenige mit Freude hätte. Sie hat Sex mit einem nicht so tollen Typen. Sie wird schwanger. Sie wird erwerbslos. Hedda muss raus aus diesem Flugzeug. Und da hat Hedda dann den Salat. Sie ist die Heldin oder besser wie geschmiert die Hauptperson von Lotta Elstads Roman “Mittwoch also”. Hedda schlunzt sich so durch ihr Leben und sicherlich sollte sie mal Verantwortung dazu übernehmen. Ist dasjenige sympathisch? Nicht zwangsläufig. Dennoch Hedda ist ebenso keine Antiheldin. Sie ist weltmännisch und humorvoll, ja, sogar soweit prestigevoll recht gewaltig – da wäre maximal dieser Ü30-Speck, mit dem jedenfalls sie selbst dennoch zusammensetzen herrlich unaufgeregten Umgang pflegt.

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Mittwoch deshalb: Roman

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ist in diesem Jahr Gastland dieser Buchmesse. Ein guter Ursache, herauszufinden, dass sie Skandinavier zwar vieles optimieren denn wir – Männer in Elternzeit, Lebensmittelverpackungen -, dass dasjenige ganze Bullerbü-Feeling dennoch herzlich wenig bringt, wenn man ungewollt schwanger ist. Dies ist ebenso da erstmal scheiße und dann vielleicht ebenso noch irre kompliziert, weil dasjenige Reglement es so will. Oder Ähnliches “Mittwoch also” irgendetwas typischerweise norwegisch ist, bleibt unklar. Die Historie fühlt sich vor allem in Europa an – sicherlich ebenso, weil sie halt nicht nur in Norwegen, sondern in verschiedenen europäischen Ländern spielt. “Mittwoch also” ist ein Generationenroman, den man herrlich gut Vorlesung halten kann, halt weil er nicht wie einer daherkommt. Elstadt erhebt nicht den Anspruch, irgendetwas zu repräsentieren und doch steht ihre Historie z. Hd. eine ganz bestimmte Zeit, eine ganz bestimmte Schicht, eine urweibliche Erleben.

Verletzlich, schwach, gebunden

Hedda hat Probleme, die mehr Gen X nicht sein könnten. Sie hat eine gute Zucht und sich quasi aus freien Stücken z. Hd. ein Leben am Existenzminimum entschlossen. Ihr standen leer Türen ungeschützt und sie ist durch die hindurchgegangen, hinter dieser man oberhalb ionische Säulen, die Symbolik des Kaninchens in Tizians “Madonna mit Kaninchen” und Mischung sonstige bildungsbürgerliche Kniffe vorurteilsfrei hat. Trommel kann Hedda weder am offenen Kraulen operieren noch die Cybersicherheit eines Großkonzerns garantieren – ergo: Sie ist quasi zur Beschäftigungslosigkeit verdammt.

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Lotta Elstadt ist die Selbst… von “Mittwoch also”.

(Foto: Oda Berby)

Tatsächlich ist es dann ebenso ihre zunehmend prekäre Lebenssituation, die Hedda ins Verpatzen stürzt. Erst wird sie verletzlich, dann schwach, dann gebunden. Während sie immer und immer wieder ihren Saldo abruft und doch seitlich des Typen mit den komischen Shirts verweilt, verknotet sich beim Vorlesung halten schon mal die Magengrube. So welches kann sich doch niemand zumuten, oder? Gleichmäßig doch. “Mittwoch also” skizziert ein Abrutschen, wie es halt vorbeigehen kann. Leider.

Man kann sich vorstellen, wie man all dasjenige tut. Vereinen tollen Typen vermissen und deswegen mit einem nicht so tollen ins Lager in Betracht kommen. Sich hartnäckigem Werben spuren. Die beste Freundin nicht zurückrufen, weil die Gesamtheit, welches zu berichten wäre, wehtut. Schamgefühl verschieben. Leistungsnachweis überlassen. Mehr schlafen denn nötig. Vor den Scherben des eigenen Verdrängens stillstehen.

“Fremdkörper hat mich befallen”

Elstad erzählt nicht die Historie einer Schwangerschaft oder die eines Schwangerschaftsabbruchs. “Mittwoch also” ist die Historie von Hedda, deren Leben ohnehin schon klitzekleines bisschen in Schieflage geraten ist und die sich, einmal ungewollt schwanger geworden, ebenso nicht mehr aus dieser Schieflage erlösen kann. Sicher, sie hätte ihre Freundin um Hilfe bitten können, zusammensetzen Doktor, vielleicht die Erbtante. Universum dasjenige lässt sich von äußerlich immer so horribile dictu leichtgewichtig sagen. Man steckt dennoch halt nicht innen. Und von drinnen fühlt sich dasjenige Leben manchmal an, denn müsse es zeitkritisch sabotiert werden. Qua Hedda schwanger wird, setzt sich mit den Schalten ihres Heimatlandes vor allem keiner kaputt. Sie setzt sich schier mit nichts mehr kaputt. Hedda steckt den Kopf in den Sand oder – wie es Produkt oberhalb die studierte Generation X solange bis Y so mit Freude formulieren – sie prokrastiniert.

“Ein Fremdkörper hat mich befallen”, klagt Hedda und versucht mit halber Kraft, sich ihres Embryos mit Zimt zu entledigen, während sie vom Staat tagelang zum Nachdenken oberhalb eine schon gefallene Wettkampf genötigt wird. Und deswegen, liebe Kinder, habts keinen Sex mit Jungens, die sonderliche T-Shirts tragen. Könnte man sagen und damit wäre die Diskussion dann erstmal beendet. Dennoch so wie geschmiert ist es halt nicht.



Quelle