Vermisster Junge im Schrank: Beschuldigter steht vor Justizgebäude

Den Blick gesenkt, dies Gesicht hinter einer Corona-Maske: Jener Prozess hatte kaum begonnen, da lehnte sich welcher Angeklagte hinaus seinem Stuhl zurück, ließ die übrig einstündige Anklageverlesung virtuell ruhig übrig sich ergehen. Rund sechs Monate ist es her, dass in seiner Wohnung in Recklinghausen ein seit dieser Zeit zweieinhalb Jahren vermisster Junge aus Duisburg gefunden wurde. Zufällig – im Zusammenhang einer Polizei-Razzia wegen Kinderpornografie. Jener inzwischen 16-Jährige kauerte in einem Schrank. „meine Wenigkeit habe erst nur die Füße gesehen und mich richtig erschrocken“, sagte eine Polizistin den Bochumer Richtern am Freitag.

Jener Junge habe nur ein T-Shirt und eine kurze Hose angehabt. Am Handgelenk trug er zwei silberne Armbänder, die er sich verschämt abgestreift habe. An einem war ein Fan mit welcher Eintragung „meine Wenigkeit liebe Dich“. Ein Geschenk des Angeklagten, soll welcher 16-Jährige dazu gesagt nach sich ziehen.

„Er war abweisend, sozusagen schon widerspenstig“, so die Polizistin im Prozess am Bochumer Landgericht. „Im ersten Moment hatte ich dies Gefühl, dass er gar nicht begeistert war, dass wir ihn gefunden nach sich ziehen.“ Später, im Streifenwagen, sei er dann entspannter gewesen.

Verteidiger: „Wir werden die Beweisaufnahme abwarten“

Laut Staatsanwaltschaft wurde welcher Teenager zwischen Monat des Sommerbeginns 2018 und Monat des Winterbeginns 2019 sozusagen jeden zweiten Tag sexuell missbraucht. Zum Prozessauftakt wollte sich welcher Angeklagte dazu in der Tat nicht vermerken. „Wir werden die Beweisaufnahme abwarten“, so Verteidiger Markus Kluck am Rande des Prozesses. „Vielleicht kommt es später noch dazu, dass Informationen gemacht werden.“ Im Zusammenhang einer ersten Vernehmung soll welcher Angeklagte von „Freiwilligkeit“ gesprochen nach sich ziehen – zumindest in Bezug hinaus kinderpornografische Bilder, hinaus denen Neben… er zu sehen sein soll.

Die Vernehmung des 16-Jährigen soll unter Verdammung welcher Öffentlichkeit stattfinden. Wie es ihm heute geht? „Er hat verschmelzen ganz langen und schwierigen Weg vor sich“, sagte seine Anwältin Marie Lingnau vor Prozessbeginn. Und hinaus die Frage, warum er nicht aus welcher Wohnung des Angeklagten geflohen sei: „Man darf nicht vergessen, dass er erst 13 war, wie er in die Fänge eines Mannes geriet, welcher sehr manipulativ ist.“

Jener Teenager war im Monat des Sommerbeginns 2018 aus einer Wohngruppe im nordrhein-westfälischen Oer-Erkenschwick verschwunden und nicht wieder aufgetaucht. „Dem Rat des Angeschuldigten laut entfernte er die SIM-Speisenkarte aus seinem Mobiltelefon, um nicht geortet werden zu können“, heißt es in welcher Vertreter der Anklage.

Jener 45-jährige Mann aus Recklinghausen ist schon im März 2018 wegen Verbreitung von Kinderpornografie zu zehn Monaten Haft hinaus Bewährung verurteilt worden. Im aktuellen Prozess drohen ihm im Fallgrube einer Verurteilung solange bis zu 15 Jahre Haft. Mit einem Urteil ist voraussichtlich im Juli zu rechnen.

DPA