Via eine Million Erasmus-Babys: Vom Auslandssemester zur Multi-Kulti-Familie


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Johanna ist halb Belgierin, halb Krauts – und denn Erasmus-Kleinkind eine echte Europäerin.

(Foto: privat)

Ein Semester im Ausland hilft nicht nur dem Lebenslauf. Oft entstehen dort unter ferner liefen länderübergreifende Partnerschaften – und irgendwann Familien. Mehr denn eine Million Babys verdanken ihre Existenz dem europäischen Austauschprogramm Erasmus. Eines davon ist Johanna, die Tochter von Roxanne und Thomas.

Gleichsam soll dies Unterhaltung-Semester an dieser Universität Trier zu Gunsten von Roxanne nur ein kleinster Teil Mannigfaltigkeit ins Juristik-Studium einfahren. Dasjenige ist dieser Plan, denn die Studentin 2011 ihre Koffer packt und von Niederlande nachher Deutschland zieht. Jetzt, acht Jahre später, lebt sie mit ihrem Spezi Thomas in dieser gemeinsamen Maisonette-Wohnung in Bundeshauptstadt-Friedrichshain, spricht Germanisch, hat eine kleine Tochter. Johanna ist ein Jahr altbacken, tapst fröhlich durchs Wohnzimmer und ist eines von reichlich einer Million Erasmus-Babys. Gäbe es dies gleichnamige Austauschprogramm dieser Europäischen Union nicht, wären sie aufgebraucht nie geboren worden. Denn die neun Mio. Studierenden, die in den ersten 30 Jahren seitdem dem Start des Programms 1987 kombinieren Teil ihrer Erziehung im Ausland verbrachten, tauschten sich nicht nur uff akademischer Lage aus. Oftmals entstanden durch die Auslandsaufenthalte unter ferner liefen länderübergreifende Beziehungen – und irgendwann Familien.

In diesem Zusammenhang ist von dieser großen Liebe zunächst wenig zu spüren, denn sich Roxanne und Thomas 2011 in Trier begegnen. Lichtvoll, man sieht sich immer wieder uff verschiedenen Erasmus-Partys. Politikstudent Thomas, dieser schon ein Semester in Lyon hinter sich hat, ist immer noch in dieser “Erasmus-Phase” und trifft gerne die internationalen Studenten in seiner Uni-Stadt. Doch uff Roxanne wartet zu Hause in Niederlande ihr Spezi. Dasjenige ist differenzierend, denn die Studentin ein Jahr nachher ihrem Austauschsemester wieder zu Visite in Trier ist. Von da an kommt Roxanne jedes Wochenende nachher Deutschland. Und eines Sonntags fährt Thomas störungsfrei mit ihr zurück nachher Niederlande.

Die beiden sind kein Einzelfall. Ein Drittel dieser 2014 im Auftrag dieser EU-Kommission befragten ehemaligen Erasmus-Studenten gaben an, dass ihr Lebenspartner aus dem Ausland kommt, 27 von Hundert nach sich ziehen ihn sogar während des Auslandssemesters kennengelernt. Im Zusammenhang den Studenten ohne Auslandsaufenthalt, unter ferner liefen dies ergab die Umfrage unter 75.000 Studenten aus 34 Ländern, hatten dagegen nur 13 von Hundert kombinieren Partner aus einem anderen Nationalstaat.

Welches hat dein Vater im Krieg gemacht?

Für jedes Thomas und Roxanne geht es hauptsächlich zusammen nachher Niederlande. Dreieinhalb Jahre wohnt dies Paar in Antwerpen, Thomas wirft zu Gunsten von die Konnex sogar seine beruflichen Pläne reichlich den Stoß. “Mein Plan war es, nach der Uni auf die Polizeischule nach Freiburg zu gehen”, erzählt dieser 32-Jährige, dieser sozusagen von dieser schwäbischen Alb stammt. Doch denn Polizist wäre er sein ganzes Leben weit an Kraulen-Württemberg gebunden. Danach geht dieser Politologe stattdessen zu Gunsten von ein Praktikum nachher Hauptstadt von Belgien. “Das war schon eine schwere Entscheidung”, sagt er.

Wenn Thomas in Niederlande mit seiner Freundin uff Partys geht, in Besitz sein von Witze reichlich Krauts dazu. Und immer wieder die Frage: Welches hat dein Vater im Krieg gemacht? “Das war ganz wichtig”, sagt die 30-jährige Roxanne. Schließlich war ihr Großvater einst in deutscher Kriegsgefangenschaft. Gleichfalls sonst kann sich Thomas nicht ganz mit dem Leben in Niederlande anfreunden. Roxanne versteht dies. “Belgier sterben oft im selben Dorf, in dem sie geboren werden”, sagt sie. Kontakt haben ihre Freunde aus dem Kindergarten. Kaufen frühzeitig ein Personenwagen und ein Eigenheim, am ehesten gerade heraus neben dem Elternhaus. Gemäß weithin ist dieser Aufwiegelung, denn dies Paar irgendwann beschließt, nachher Bundeshauptstadt zu ziehen. “Meine Mutter hat drei Monate nicht mehr mit mir gesprochen”, sagt die 30-Jährige. Jetzt ist sie zwar die Ausländerin. “Aber in Multi-Kulti-Berlin fällt das gar nicht so auf.”

In genau dieses Multi-Kulti-Bundeshauptstadt wird im vergangenen Jahr Tochter Johanna geboren. Qua sie im vergangenen Mai uff die Welt kommt, gibt es schon weit reichlich eine Million Erasmus-Babys – 2014, so schätzte es weiland die EU-Kommission, erblickte dies Millionste dies Licht dieser Welt. Zum 30-jährigen Jubiläum des Austauschprogramms ließ dies französische Außenministerium durch den Fotografen Frédéric de la Rüfe sogar 40 Erasmus-Babys zu Gunsten von eine Messe fotografieren. Sie sind zwischen fünf Tagen und 23 Jahre altbacken, ihre Erziehungsberechtigte kommen aus Grande Nation, Republik Irland, Spanien oder Deutschland.

Zwischen den Welten

Ein kleinster Teil zwischen den Welten und den Kulturen stillstehen sie und ihre Erziehungsberechtigte wohl immer, wie andere binationale Familien unter ferner liefen. Im Zusammenhang Thomas und Roxanne ist dies nicht differenzierend. Während er uff eine strengere Erziehung setzt, lässt sie es lockerer in Zusammenhang stehen mit. “In Deutschland wird immer Pünktlichkeit trainiert. Aber ich bringe Jo bei, dass die Welt nicht unter geht, wenn man mal ein paar Minuten zu spät kommt.” Wichtig war den Erziehungsberechtigte insofern unter ferner liefen, dass ihre Tochter neben dieser deutschen unter ferner liefen die belgische Staatsbürgerschaft erhält. Und dass sie neben dem deutschen Christkind unter ferner liefen den belgischen Sinterklaas kennenlernt. An Fremdsprachenkenntnissen wird es Johanna ohnehin nicht mangeln. Solange bis sie in die zweisprachige Kita kommt, wird sie von einem Au Pair aus Spanien betreut.

Am Finale wird Johanna ohnehin nicht nur Krauts oder Belgierin sein, sondern vor allem eines: Europäerin. “Das macht Erasmus mit dir”, sagt ihre Schraubenmutter. “Egal ob du aus Belgien oder aus Italien kommst, du bist total gleich. Du bist einfach eine große Multi-Kulti-Familie.” Dieses Gefühl spiegeln unter ferner liefen die Umfragen wider:  83 von Hundert dieser Erasmus-Studenten wahrnehmen sich laut Europäischer Kommission stark mit Europa verbunden. Im Zusammenhang dieser Europawahl traten 81 von Hundert von ihnen an die Wahlurne – obwohl die Wahlbeteiligung nebst jungen Menschen insgesamt nur nebst 30 von Hundert lag. Dass sie uff deutscher Bundesebene nicht ebenfalls wählen kann, stört Roxanne. “Die deutsche Politik hat einen riesigen Einfluss auf mein Leben. Ich zahle hier Steuern, bin hier in Elternzeit.”

Trotzdem: Gäbe es die EU nicht, wäre vieles noch weit komplizierter. “Dann wären wir schon verheiratet”, sagen Roxanne und Thomas. So war es zumindest nebst befreundeten Paaren, nebst denen nicht beiderlei Partner aus dieser EU kommen – und die vor den Traualtar treten mussten, um im gleichen Nationalstaat leben können. “Aber bei uns nimmt das den Druck raus. Wir können überall leben” sagt Roxanne. “Ein Europa mit Grenzen ist unvorstellbar.”

Wenn sie kein Erasmus gemacht hätte, glaubt die 30-Jährige, wäre ihr Leben ganz differenzierend verlaufen – und viel ereignisloser. “Ich wäre mit einem langweiligen belgischen Anwalt verheiratet und hätte ein Haus neben meinen Eltern gekauft”, sagt sie. “Ich bin froh, dass das nicht der Fall ist.”



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