Virologe im Interview: „Das Coronavirus verunsichert, weil es neu ist“


Dasjenige neue Coronavirus verunsichert die Menschen. Dasjenige liege daran, dass es neu ist, sagt Virologe Armin Ensser im Interview mit ntv.de. Doch jener Fachkraft vom Universitätsklinikum in Erlangen spricht gleichwohl jenseits die Schwierigkeit, solch zusammenführen Virus zu wiedererkennen, den langen Weg zum Vakzine und findet lobende Worte zu Gunsten von Volksrepublik China.

ntv.de: Können Sie inzwischen einschätzen, wie gefährlich dasjenige neue Coronavirus ist?

Armin Ensser: Unter dem Strich kann man dasjenige immer noch nicht beurteilen. Man hört nur die Meldungen aus Volksrepublik China, wo es die größten Fallzahlen gibt. Von den 6000 Infizierten dort, die gemeldet und wahrscheinlich in einem Krankenhaus behandelt werden, sind 132 Menschen gestorben. Wohl man kann entgegennehmen, dass es noch eine relativ große Zahl an Fällen mit geringen Symptomen gibt, die vielleicht weder noch im Krankenhaus behandelt werden. Dasjenige würde dasjenige Ganze dann wieder relativieren. Sogar die Gefährdungseinschätzung wäre dann eine andere.

Halten Sie die Zahlen aus Volksrepublik China zu Gunsten von realistisch?

10_VI_Prof_Ensser_01_presse.jpg

Prof. Dr. med. Armin Ensser ist Facharzt zu Gunsten von Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie am Virologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen.

(Foto: Luise Laufer/Uni-Klinikum Erlangen)

Da dasjenige Virus von Mensch zu Mensch übertragbar ist und es Patienten mit geringen Symptomen gibt, gibt es sicherlich eine Dunkelziffer an Infizierten. Deren Höhe ist dagegen reine Spekulation. Die Ausbreitungsrate wird ja gleichwohl unterschiedlich beschrieben. Manche Forscher meinen, dass ein infizierter Patient im Schnittwunde nur zwei Menschen ansteckt, andere in Betracht kommen von fünf Ansteckungen aus, wenn man keine Gegenmaßnahmen trifft. Dann kommt man natürlich gen ganz andere Zahlen.

Laut Bundesgesundheitsministerium ist dasjenige Krankheitsbild des neuen Virus nicht so schlimm wie c/o einer Influenza.

5000 solange bis 10.000 Menschen sterben in einem normalen Jahr in Deutschland vorzeitig an einer Influenza. In einem Jahr mit einer sehr starken Influenza-Seuche, wie zum Vorzeigebeispiel vor zwei Jahren, sind es wahrscheinlich noch fühlbar mehr. Die Menschen zeugen sich deswegen dagegen wohl fühlbar weniger Sorgen, obwohl c/o uns dasjenige Grippevirus in normalen Jahren dasjenige bösartigste Virus im Umwälzung ist.

Löst dasjenige Coronavirus daher vor allem Sorgen aus, weil es neu ist?

Die Influenza ist namhaft, insofern ist die Risikowahrnehmung nicht so weitläufig. Dasjenige Virus verunsichert die Menschen, weil es neu in Phänomen getreten ist. Und natürlich berichten insofern gleichwohl die Medien mehr.

Dasjenige neue Virus ist nur eines aus jener Familie jener Coronaviren. Wie gefährlich sind jene insgesamt?

Wir Kontakt haben inzwischen inklusive 2019-nCoV sieben Coronaviren, die häufiger c/o Menschen gefunden werden. Zwei davon losmachen die schweren Erkrankungen Mers und Sars aus, mit einer relativ hohen Sterblichkeit. Schon ist Mers nicht vor allem effizient gen und zwischen den Menschen übertragbar und Sars wurde nachdem 2003 nicht mehr c/o Menschen gefunden. Vier Coronaviren gibt es seit dieser Zeit Jahren c/o Menschen. Sie verursachen so gut wie normale Atemwegsinfektionen. Im Rahmen uns sind dasjenige jährlich vielleicht 50 solange bis 70 Patienten, die wir positiv gen eines dieser vier Viren testen. Im Rahmen dem neuen Virus muss man nun abwarten, wie es sich ausbreitet.

Weiter  Covid-19 könnte Lunge unaufhörlich schädigen

Volksrepublik China reagiert inzwischen mit strikten Maßnahmen: abgesperrte Städte, geschlossene Säumen, gestrichene Flüge. Ist dasjenige übertrieben?

Die Frage ist: Welche Bedrohungssituation rechtfertigt welche Maßnahmen? Dasjenige ist eine politische Wettkampf. Im Rahmen einer Grippewelle könnten ja gleichwohl nicht mehr da Flüge gestrichen und Flughäfen geschlossen werden. Dasjenige macht dagegen keiner, denn es ist irgendwas, welches man kennt.

Hat sich jener Umgang mit solch einem Virusausbruch seit dieser Zeit Sars geändert, wurde dazugelernt?

Selbst glaube, Volksrepublik China hat aus jener damaligen Sars-Seuche ganz gut gelernt. Die Kommunikationsstrategien und gleichwohl die Eindämmungsmaßnahmen sind wohl fühlbar schneller und effizienter geworden. Natürlich wurden gleichwohl die Testverfahren verbessert, um solche neue Viren zu finden. Die sind zugänglicher geworden. Dasjenige heißt, c/o einem Patienten kann man heutzutage schneller herausfinden, an welchem unbekannten Virus er leiden könnte. Je nach ist man dann schneller c/o jener Eindämmung. Im Rahmen Sars wurde zunächst versucht, dasjenige unter Verschluss zu halten. Derzeit wird fühlbar offener kommuniziert. Ob die eingeleiteten Maßnahmen dasjenige noch eindämmen können, ist eine andere Frage.

Die Schwierigkeit ist dann, ein neues Virus möglichst schnell zu feststellen?

Wenn es eine Leiden ist, die jeden leiden macht, wird dasjenige schnell bemerkt. Wenn es dagegen eine Leiden ist, die nur jeden Zwanzigsten so leiden macht, dass es auffällt, dann braucht es vordringlich ein paar Infektionsrunden, ehe dasjenige neue Virus gar bemerkt wird. Dazu fehlen dagegen die Information. Wenn es c/o dem neuen Coronavirus wirklich viele milde Verläufe gäbe, dann kann es sein, dass dasjenige Virus nicht erst seit dieser Zeit zwölfter Monat des Jahres gen dem Fischmarkt in Wuhan kursiert ist, sondern schon länger.

*Datenschutz

Australische Wissenschaftler sagen, dass sie dasjenige Virus angezüchtet nach sich ziehen. Wie geht dasjenige?

Dasjenige heißt, man nimmt Werkstoff von einem Patienten und gibt es gen geeignete Zellkulturen. Da vermehren sich dann die Viren und man kann mit ihnen im Laboratorium unter Sicherheitsbedingungen funktionieren.

Ist dasjenige ein wichtiger Schrittgeschwindigkeit hin zu einem Vakzine?

Es wäre schön, wenn es gegen so eine Leiden im Menschen eine Impfung gäbe. Wohl die klinische Fortgang eines solchen Impfstoffs geht nicht intrinsisch von drei Wochen. Es gibt Versuche mit dem Mers-Coronavirus, da wird seit dieser Zeit ein paar Jahren dran gearbeitet, und gleichwohl Hinweise, dass dieser Vakzine in ersten klinischen Erprobungen im Menschen die Eröffnung von Antikörpern anregt. Dasjenige ist sicherlich ein gutes Muster, dagegen solange bis dann ein Vakzine gegen dasjenige neue Virus kommt, vergeht noch wenige Zeit. Man muss ja sicherstellen, dass solch ein Vakzine funktioniert und gut verträglich ist.

Mit Armin Ensser sprach Markus Lippold



Quelle