“Von Trendumkehr kann man sicherlich nicht reden”


Unlust wieder steigender Umfragewerte zu Händen Christlich Demokratische Union/CSU sieht Forsa-Chef Manfred Güllner noch keine Trendumkehr. Schon habe die Union noch Wahlreserven, während SPD und Grüne ihr Potenzial weitgehend ausgereizt hätten.

ntv.de: Markus Söder hatte gefordert, dass Armin Laschet den CSU-Parteitag und dasjenige Triell dazu nutzt, um den Trend zu enervieren. Ist dasjenige gelungen, ist dasjenige aktuelle Trendbarometer zu Händen die Union die Trendumkehr?

Manfred Güllner: Von Trendumkehr kann man sicherlich nicht reden. Man kann nur sehen, dass die Christlich Demokratische Union ihren Bodensatz erreicht hat und ein paar Wähler von welcher Freie Demokratische Partei zurückgewinnen kann. Während die Union zwei Punkte gewinnt, verliert die Freie Demokratische Partei zwei Punkte. Dies ist eine welcher möglichen Wählerreserven, die die Union noch hat, nämlich manche welcher früheren Christlich Demokratische Union-Wähler, die zur Freie Demokratische Partei gewandert sind, wieder zur Union zu holen.

Laschet hat immer offensichtlich gemacht, dass er am liebsten mit welcher Freie Demokratische Partei regieren würde, er hat sogar den Wiederkehr eines Gedenktages welcher Unterzeichnung des schwarz-gelben Koalitionsvertrags mit Christian Lindner in Düsseldorf am Rhein gefeiert. Waren solche Signale unter Umständen ein strategischer Fehler?

Dieses Vorgehen ist Wort eines Dilemmas welcher Union. Wenn sie eine Koalition mit welcher Freie Demokratische Partei anstrebt, muss sie einerseits wünschen, dass die Freie Demokratische Partei nicht zu schwach wird. Wiederum muss sie beaufsichtigen, dass die Freie Demokratische Partei nicht zu stark wird, denn dasjenige gelingt welcher Freie Demokratische Partei vor allem mit sich welcher Union zuneigenden Wählern. So kamen sogar die hohen Werte welcher Freie Demokratische Partei von solange bis zu 14 v. H. im Monat des Sommerbeginns zustande.

Ist es Sicht welcher Freie Demokratische Partei eine richtige Meisterschaft, die Lichtsignalanlage nicht auszuschließen? Oder vergrault sie damit Wähler, die zwar welcher Freie Demokratische Partei nahestehen, nichtsdestotrotz keinen SPD-Kanzler wollen?

Die Freie Demokratische Partei hat da eine bessere Status wie die Union. Sie kann sagen: Wenn es nicht voneinander abweichend geht, zeugen wir wohnhaft bei einer Lichtsignalanlage mit, um aufzupassen, dass die beiden anderen, dementsprechend die SPD und die Grünen, nicht zu viel Unfug kredenzen. Die Freie Demokratische Partei kann sich hier wie Korrektiv darstellen – eine Unterprogramm, die sie in welcher Vergangenheit häufiger eingenommen hat.

Wie ist es zu Händen SPD und Grüne mit Blick uff Rot-Rot-Umweltverträglich: Ist es klug oder unklug, dasjenige nicht auszuschließen?

Wir wissen, dass die Linkspartei zu Händen viele Wähler nicht mehr dasjenige Schreckgespenst ist, dasjenige mit einer Rote-Socken-Kampagne in Wiedererleben gerufen werden kann. Wiederum gibt es immer noch Vorbehalte gegen die Linkspartei, ohne Rest durch zwei teilbar wohnhaft bei klassischen SPD-Wählern. Man darf die Historie nicht vergessen, die in einigen Köpfen immer noch präsent ist – aus Sicht von SPD-Anhängern gehört sogar die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur Sozialistische Einheitspartei Deutschlands dazu. SPD und Grüne sollen dementsprechend einschätzen, ob es mehr Sinn verspricht, die Koalitionsoption mit den Linken offenzuhalten oder uff vorhandene Vorbehalte Toleranz zu nehmen.

Dies Triell am vergangenen Sonntag hat gezeigt, dass Laschet die Strategie gewechselt hat und jetzt nicht mehr uff gemütlichen setzt, sondern uff scharfe Attacken. Kann dasjenige tun?

Die Umfragedaten, die Das Erste und Zweites Deutsches Fernsehen nachher dem Triell veröffentlicht nach sich ziehen, zeigen, dass dasjenige Urteil des Publikums verwandt ist wie nachher dem ersten Triell von RTL und ntv, wie wir im Nachgang eine entsprechende Umfrage durchgeführt nach sich ziehen. Die Zahlen zeigen, dass Laschet solche Attacken wenig nutzen. In der Regel ist es immer schwierig, wenn man versucht, eine Imageänderung vorzunehmen. Laschet ist kein Streiter, sein Markenzeichen ist es, ein ausgleichender Typ zu sein. Da passt es nicht, wenn er plötzlich uff Olaf Scholz eindrischt.

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Sind Trielle schier probat, um Trends zu rotieren?

Es gab Kanzlerduelle, die wahlentscheidend waren. Etwa dasjenige zwischen dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder von welcher SPD und dem damaligen CSU-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten welcher Union, Edmund Stoiber, 2002. Im ersten Zweikampf hatte Stoiber besser abgeschnitten wie erwartet, Schröder hatte dasjenige nicht feierlich genug genommen. Zwei Wochen später, beim zweiten Zweikampf, hat Schröder Stoiber dann lukulent geschlagen. Mittlerweile gibt es nichtsdestotrotz eine regelrechte Schwarm solcher Formate, da bin ich nicht sicher, ob die Wirkung mit früheren Kanzlerduellen vergleichbar ist.

Nach sich ziehen die Themen Wirecard, Cum-Ex und die Ermittlungen gegen Beamte welcher Zentralstelle zu Händen Finanztransaktionsuntersuchungen, FIU, dasjenige Potenzial, Scholz im Wahlkampf zu schaden?

Dies ist, dass viele Menschen nicht genau verstehen, welches da tatsächlich passiert. Insofern bleibt an Scholz wenig von den Vorwürfen kleben. Beiläufig welcher Hintergrund welcher Razzia im Finanzministerium ist zu Händen normale Menschen praktisch unklar, sodass ihm sogar dasjenige kaum schaden dürfte.

Im Volksvertreter-Ranking hat Scholz Söder überholt, Laschet liegt uff Sportstätte zehn. Nun werden wohnhaft bei welcher Bundestagswahl nichtsdestotrotz Parteien gewählt, keine Kanzlerkandidaten, wie Unionspolitiker kürzlich herausstellen. Kann eine politische Kraft sogar mit einem wenig beliebten Kandidaten siegreich sein?

In Wahlkämpfen gibt es zwei wichtige Komponenten. Dies eine ist welcher Kandidat, dasjenige andere ist dasjenige Vertrauen, dasjenige man einer politische Kraft entgegenbringt. Dazu gehört vor allem die Einschätzung welcher politischen Kompetenz, dementsprechend welcher Frage, ob man einer politische Kraft zutraut, mit den Problemen im Lande fertig zu werden. Doch Einen, Kandidat und Vertrauen, bedingen sich. Ein unterlegen Kandidat führt meist dazu, dass einer politische Kraft sogar wenig politische Kompetenz zugebilligt wird. Welcher Kompetenzwert welcher Union lag im vergangenen Jahr in welcher Corona-Krisis wohnhaft bei rund 50 v. H. – jetzt liegt er weit unter 20 v. H.. Dies ist natürlich vor allem sogar dem Kandidaten geschuldet.

In dieser Woche ist die Union in welcher Frage nachher welcher politischen Kompetenz um zwei Punkte zurückgefallen, nichtsdestotrotz in welcher Kanzlerfrage hat Laschet zugelegt. Wie ist dasjenige zu exemplifizieren?

Unter Laschet ist die Zunahme relativ leichtgewichtig zu exemplifizieren. Er findet jetzt stärkeren Stütze wohnhaft bei jenen, die sich durchgerungen nach sich ziehen, doch die Christlich Demokratische Union zu wählen. Bislang war zu Händen ihn die Zustimmung unter den Anhängern welcher Union ja nicht speziell hoch, die ist nun ein kleinster Teil gestiegen. Unter welcher Kompetenz wirkt sich aus, dass wohnhaft bei vielen Wählern die Zweifel wachsen, ob eine von Laschet geführte Regierung wirklich fertig wird mit den anstehenden Problemen, die ja jeder sieht – ob dasjenige Corona ist, die , Schutz des Klimas, die Modernisierung welcher Unterbau, dasjenige Ungleichgewicht zwischen Stadt und Nationalstaat und vieles mehr.

Dies heißt, die zwei Punkte, die Christlich Demokratische Union und CSU in dieser Woche zugelegt nach sich ziehen, sind keine sichere Geldinstitut?

Dies ist keine sichere Geldinstitut. Es kann nichtsdestotrotz vermutet werden, dass die jetzt von welcher Freie Demokratische Partei wieder zurück gewanderten Wähler welcher Christlich Demokratische Union in den nächsten 14 Tagen treu bleiben werden, sodass die Werte zu Händen die Union nicht weiter plumpsen. Hinzu kommt, dass unter den Unentschlossenen mehr frühere Christlich Demokratische Union-Wähler zu finden sind wie ehemalige Wähler anderer Parteien, mit Ausnahmefall welcher sonstigen Kleinparteien. Beiläufig hier ist dementsprechend noch ein gewisses Potenzial vorhanden, dasjenige die Christlich Demokratische Union zu Händen sich Vorteil verschaffen kann, während SPD und Grüne ihr Potenzial weitgehend ausgereizt nach sich ziehen.

Mit Manfred Güllner sprach Hubertus Volmer