War dasjenige Kontaktverbot fruchtlos?


Seither dem 23. März herrscht ein Kontaktverbot in Deutschland. Doch ein Finanzwissenschaftler sine temporeZweifel an welcher Notwendigkeit welcher strengen Maßnahmen. Er beruft sich uff Zahlen, die schon zum Inkrafttreten des Lockdowns ein Nachlassen welcher weltweite Seuche beweisen. War deswegen was auch immer unnötig?

Jener Lockdown, ein wahnwitziger Schritttempo wider besseres Wissen? Ein Volkswirtschaftler welcher Universität Hannover versucht sich derzeit wie Mahner: Stefan Homburg, Professor z. Hd. Öffentliche Kapital, erreicht mit seinen Thesen ein Millionenpublikum, uff Youtube, im Television und in welcher Zeitungswesen. Mittlerweile nach sich ziehen sie sogar den Bundestag erreicht. Die Behauptung: Man müsse kein Mediziner sein, um die Statistik zu verstehen: Laut den Zahlen des Robert Koch-Instituts sei welcher Lockdown unnötig gewesen – und müsse somit beendet werden. “Die Eliten” hätten dasjenige schon tief gewusst.

Doch welches ist dran? Dies Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am 15. vierter Monat des Jahres eine Grafik mit Unterlagen zur sogenannten Reproduktionszahl (R). Sie sagt irgendetwas darüber aus, wie viele andere Menschen ein mit Sars-Co.-2 Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Liegt R zusammen mit unter 1, sinkt die Zahl welcher Neuinfizierten. Wie dasjenige weitgehende Kontaktverbot am 23. März in Macht trat, lag die Reproduktionszahl laut RKI schon zusammen mit unter 1.

Homburgs großer Fehler ist seine Behauptung, man habe weiland schon wissen können, dass welcher Lockdown nichts bringt. Dies ist jedoch nicht stichhaltig. Die Reproduktionszahl konnte laut RKI aus methodischen Gründen nur im Nachhinein abgeschätzt werden, und zwar mit einer Verzögerung von etwa zehn Tagen. Am 23. März konnte demnach niemandem – gleichfalls den “Eliten” nicht – vertraut gewesen sein, wie hoch die Reproduktionszahl war. Prominent war hingegen, dass die Zahl welcher Neuinfektionen solange bis zum 22. März massiv anstieg. Sowohl die Berechnungsmethoden wie gleichfalls die weiland bekannten Fallzahlen lassen sich in dem RKI-Schriftstück nachlesen.

Lockdown nur Höhepunkt welcher Maßnahmen

Jener sogenannte Lockdown ab dem 23. März war ohnehin nur welcher vorläufige Höhepunkt einer ganzen Schlange von Maßnahmen. In Übereinstimmung mit welcher Vereinbarung von Kommiss und Ländern wurden schon nachdem dem 16. März nicht nur Bars, Kinos, Clubs, Schwimmbäder und Museen geschlossen. Sekundär viele Läden des Einzelhandels mussten stopfen. Übernachtungen in Hotels waren z. Hd. Touristen ebenso nicht mehr möglich. “Das hat sich in der R-Zahl schnell widergespiegelt”, sagte eine RKI-Sprecherin dem “Tagesspiegel”. “Und nur weil R mal unter 1 rutscht, heißt das nicht, dass sie dort stabil bleibt.” Zuvor lag die Reproduktionszahl in Deutschland noch spürbar oben 1.

Homburg geht von weiteren falschen Voraussetzungen aus. Er suggeriert zum Muster, die Beschlüsse welcher Bundesregierung vom 22. März hätten die Wirtschaft gewissermaßen lahmgelegt. Sekundär dasjenige ist nicht welcher Kern. Großkonzerne wie Daimler und VW hatten schon in welcher Woche zuvor Fabriken geschlossen. Den Autobauern waren Absatzmärkte weggebrochen, außerdem hatten sie Lieferschwierigkeiten etwa wegen welcher Position in Italien und Volksrepublik China. Maßgeblich waren gleichfalls Sorgen um die Ansteckungsgefahr z. Hd. die Mitwirkender. Viele Konzerne in Deutschland schlossen deswegen nicht, weil welcher Staat es vielleicht so anordnete, sondern weil die Produktion im bisherigen Umfang nicht mehr möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll war.

Jedoch welches ist nun mit den Maßnahmen, die ab dem 23. März galten: Waren sie so sinnlos, wie Homburg behauptet? Jener Statistiker Helmut Küchenhoff aus München widerspricht entschlossen, dass die RKI-Grafik dasjenige hergibt. “Die Aussage, dass man allein aus der Reproduktionszahl die Unwirksamkeit der Maßnahmen ableiten kann, ist einfach nicht richtig. Das ist eine falsche Interpretation der Grafik.”

Warum nunmehr blieb die Reproduktionszahl in Deutschland etwa uff dem gleichen Niveau, seitdem die Kontaktsperre in Macht ist? Dies RKI verweist unter anderem uff mehrere Ausbrüche in Pflege- und Altenheimen Finale März. Wenn sich dasjenige Virus dort erst mal ausbreitet, lässt sich dem gleichfalls mit den derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen kaum begegnen. Sogar wenn dann die Reproduktionszahl zur gleichen Zeit andernorts sinkt, bleibt sie im Mittel etwa gleich. Laut RKI werden durch dasjenige Kontaktverbot die Ansteckungen zwischen verschiedenen Haushalten verringert.

“Schwierig, Ursache und Wirkung abzulesen”

Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut z. Hd. Tatkraft und Selbstorganisation mahnt ebenfalls davor, die Statistik leichtfertig zu interpretieren: “Es ist sehr schwierig, allein anhand dieser Grafik Ursache und Wirkung abzulesen.” Faktoren wie Schulschließungen, Kontaktbeschränkungen und andere ließen sich nicht so leichtgewichtig zerlegen. Ihren eigenen Berechnungen zufolge zeige sich eine klare Wirkung welcher Kontaktsperre vom 22. März.

Jener R-Zahl ist außerdem ein bundesweiter Durchschnitt. Er überdeckt, dass es regional große Unterschiede spendieren kann. Ein exponentielles Zunahme welcher Infiziertenzahl ist schon immer gefährlich, egal ob uff Bundes-, Landes- oder Kreisebene.

Viele Epidemiologen sehen es wie sinnvoll an, den R-Zahl mit entsprechenden Maßnahmen immer während sehr spürbar unter 1 zu pressen, um welcher Covid-19-Volkskrankheit in Deutschland männlicher Mensch zu werden. Von voreiligen Schlüssen von Fachfremden wie dem Ökonomen Homburg hält welcher Statistiker Küchenhoff wenig. “Man muss Zahlen richtig lesen können – und dafür muss man sich eben ein bisschen mit Epidemiologie beschäftigen.”



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