Warum Drosten Kontakt-Tagebücher fordert


möchte, dass viele Menschen Kontakt-Tagebücher resultieren. Sie könnten ein wichtiges Mittel sein, um Superspreader schnell aufzuspüren und Corona-Ausbrüche im Knospenansatz zu ersticken. Wie effizient die gezielte Vermeidung von Clustern sein kann, sieht man unter anderem an Schweden.

Um die Corona-Weltweite Seuche effizient zu bekämpfen, setzt Charité-Virologe Christian Drosten unter anderem hinauf Kontakt-Tagebücher. Dasjenige heißt, Menschen sollen schriftlich festhalten, wenn sie sich mit vielen anderen Personen getroffen nach sich ziehen, bspw. hinauf größeren Feiern, im Kino oder im Restaurant. In der Regel geht es hier immer drum, zu wiedererkennen, ob sich ein sogenanntes Superspreading-Event ereignet nach sich ziehen könnte. Wissenschaftler weltweit sind sich inzwischen einig, dass sich dasjenige Coronavirus vor allem durch Cluster, demgemäß regionale Ausbrüche verbreitet, deren Ursprung oft nur eine einzelne Person ist.

Dasjenige heißt, die Reproduktionszahl R ist c/o Sars-Co.-2 nur relativ hauptsächlich. Es ist zwar gut, wenn sie niedriger wie 1 ist, um eine exponentielle Verbreitung zu unterbinden, wie sie kürzlich Kanzlerin Merkel vorrechnete. Im Gegensatz dazu selbst ein niedriger R-Zahl bedeutet nicht, dass die Weltweite Seuche ausläuft. Denn einzelne Infizierte genügen unter Umständen, um sie durch große Ausbrüche wieder anzuheizen. Kommen viele Cluster zusammen, gerät die Weltweite Seuche dann unter Umständen selbst schnell außer Test, obwohl jener R-Zahl von kurzer Dauer zuvor noch unter 1 lag.

Überdispersion ist jener Schlüssel

Die Zeche, dass c/o einer Reproduktionszahl 1 im Schnittwunde ein Infizierter eine weitere Person ansteckt, geht demgemäß nicht hinauf. Ebenso wenig hilft es, die sogenannten Basisreproduktionszahl R0 stromlos zu betrachten. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Kranker mittelmäßig anzünden würde, wenn jener Erreger weder durch Immunitäten noch einschränkende Maßnahmen oder andere Gegebenheiten ausgebremst würde. Laut RKI liegt R0 zwischen 3,3 und 3,8.

Deswegen nutzen Wissenschaftler den Dispersionsfaktor k, jener beschreibt, wie oft Häufungen von Infizierungen zu Tage treten. Je niedriger die Zahl ist, umso weniger Personen verteilen den Erreger. Im Kontext einer ungleichmäßigen Verteilung mit k<1 spricht man selbst von einer Überdispersion.

Drosten verweist in diesem Zusammenhang hinauf zusammenführen Beschränkung in “The Atlantic”, jener den aktuellen Erkenntnis-Stand zu jener sogenannten Überdispersion zusammenfasst und interessante Schlüsse daraus zieht. Im Prinzip hat sich bestätigt, welches Drosten schon Finale Mai unter Zuhilfenahme von einer Hongkonger Vorab-Studie vermutete: Im Kontext Sars-Co.-2 sind rund 20 von Hundert jener Infizierten pro 80 von Hundert jener Weiterverbreitung zuständig. Jedweder anderen stecken niemanden oder nur wenige Personen an. Eine am 17. September veröffentlichte Hongkonger Studie ergab, dass 19 von Hundert jener Infizierten dasjenige Virus weitergeben, während sozusagen 70 von Hundert harmlos pro ihre Mitmenschen blieben.

Manche hatten Teer, andere Glücksgefühl

Adam Kucharski von jener London School of Hygiene & Tropical Medicine (LSHTM) vermutete von dort schon zeitig in einer Vorab-Studie, dass sie Überdispersion eine Hinweistext dazu sein könnte, warum Sars-Co.-2 sich nachher dem Eruption in VR China nicht schneller verbreitet hat und erste Fälle in anderen Ländern zunächst keine Nachgehen hatten. Denn dann würden die meisten Infektionsketten von einzeln verkümmern und dasjenige Virus bräuchte statistisch mindestens vier unentdeckte Ansteckungen in einem Nationalstaat, um eine Möglichkeit zu nach sich ziehen, sich auszubreiten, so jener Wissenschaftler. Wenn die chinesische Gottesgeißel ein großes Feuer gewesen sei, seien die meisten seiner in die Welt geflogenen Funken wie geschmiert erloschen, schreibt Kucharski.

Zeynep Tufekci von “The Atlantic” hält die Überdispersion selbst pro eine mögliche Reaktion darauf, warum manche Länder, Regionen oder Städte extrem strikt von jener Weltweite Seuche getroffen wurden, während es in Gebieten mit vergleichbaren Voraussetzungen spürbar weniger Fälle und Tote gegeben hat. Denn Paradigma nennt er Italien, wo drei Regionen im Norden rund 25.000 von etwa 36.000 Toten landesweit zählten. Und hier wiederum konzentrierte sich die Katastrophe hinauf die Lombardei mit kurz 17.000 Opfern. Verwandt rätselhaft ist, warum Schweden nachher den vielen Toten in Altersheimen zu Beginn jener Weltweite Seuche jetzt eines jener wenigen EU-Länder ist, pro dasjenige Deutschland keine Reisewarnung erteilt hat.

Überdispersion ist die Schwachstelle des Virus

So könnte es zu einem guten Teil wie geschmiert Teer oder Glücksgefühl gewesen sein, ob eingereiste Infizierte wie Superspreader unbemerkt zu großen Ausbrüchen geführt nach sich ziehen, die dann wiederum weitere Superspreader erzeugten, die insgesamt zu einem so hohen Infektion geschehen führten, dass die Weltweite Seuche in kürzester Zeit außer Test geriet. Und Deutschland, dasjenige sich gerne pro seine schnelle Reaktion hinauf die politische Schulter klopft, könnte wie geschmiert nur Glücksgefühl gehabt nach sich ziehen, dass die ersten Infektionen im Nationalstaat verpufft sind und man so wertvolle Wochen jener Zubereitung gewonnen hat.

Ob es so war oder welche Rolle die Überdispersion am Ursprung jener -Weltweite Seuche spielte, weiß man noch nicht. Worin sich die Wissenschaft weitgehend sicher ist, ist dass dasjenige Wissen droben die Cluster-Verteilung durch Superspreader ein mächtiges Werkzeug c/o jener weiteren Eindämmung sein kann – vor allem jetzt in Herbst und Winter, wo man davon ausgeht, dass sich dasjenige Virus vor allem droben Aerosole in Innenräumen verbreitet. Wenn man Cluster schnell ausfindig macht und jeder Beteiligten sofort unter Quarantäne stellt, behält man die Weltweite Seuche im Griffstück oder kann sie sogar weitgehend zum Erliegen schaffen.

Schweden ergriff die richtigen Maßnahmen

Zum zusammenführen kommt es darauf hinauf die passenden Maßnahmen an. Dass man dazu nicht viele, ungeachtet dazu die richtigen Einschränkungen gewünscht, sieht man in Schweden. Beim Schutzmechanismus jener Bewohner von Alten- und Pflegeheimen hat dasjenige Nationalstaat zwar originär versagt, des Weiteren ungeachtet genau dasjenige Richtige getan, um große Ausbrüche erst weder noch entstehen zu lassen. Dazu gehört die solange bis heute geltende strikte Limitierung von Veranstaltungen oder Versammlungen hinauf 50 Personen.

Und Tufekci weist darauf hin, dass in Schweden zwar die Schulen nie geschlossen wurden und keine Maskenpflicht gilt. In der Tat nur pro Kinder unter 16 Jahren, die bisher nicht wie Superspreader aufgefallen sind. Die älteren Schüler werden online unterrichtet. Außerdem sind die Schulen in Schweden besser ausgestattet und die Klassengrößen Vorleger.

Nippon wie Vorbild

Drosten nennt wie Paradigma pro eine erfolgreiche Cluster-Bekämpfung selbst Nippon, dasjenige dasjenige Virus ohne Lockdown in Schachspiel hielt. Und hier schließt sich jener Ring zu den Kontakt- beziehungsweise Cluster-Tagebüchern. Denn wie Drosten und andere Wissenschaftler exponieren, kommt es c/o jener Bekämpfung solcher Ausbrüche darauf an, den Null zu finden. Es muss demgemäß eine Rückwärtsverfolgung stattfinden, wenn eine Covid-19-Infektion festgestellt wurde. In Nippon hat man dazu Listen mit möglichen Cluster-Situationen, die Infizierten c/o jener Erfassung helfen, sich daran zu erinnern.

Dort stünden zum Paradigma Karaoke-Bars hinauf jener verkettete Liste, sagte er in seinem NDR-Podcast. Im Kontext uns würde man eventuell selbst fragen: “Haben Sie vielleicht Karneval gefeiert?”, wenn es in jener Zeit des Jahres ohne Rest durch zwei teilbar gewesen wäre. Oder: “Waren Sie sonst bei einer großen Feier, bei einer Familienfeier? Haben Sie Verwandte besucht? Haben Sie vielleicht regelmäßig und auch ungefähr vor einer Woche, als Sie sich infiziert haben könnten, als entsprechend der Zeitverläufe der Infektion dieses Ereignis stattgefunden haben muss, einen Volkshochschulkurs besucht oder Ähnliches?” Ein Kontakt-Tagebuch ist hier die ideale Gedächtnisstütze.

Rückwärts immer, vorwärts wenn möglich

Amtsärzte kannten sie Zusammenhänge schon und versuchten, nachdem zu handeln, schrieb Drosten in einem Gastbeitrag pro die “Zeit”. Sie stünden ungeachtet im Fallgrube eines Ausbruchs unter einem enormen Verdichtung – etwa, zunächst zu testen, vor sie pro größere Cluster eine Quarantäne vollziehen. Deswegen wird in Deutschland oft noch mühsam jede Kontaktperson eines Infizierten gesucht. Epidemiologe Hitoshi Oshitani, jener maßgeblich pro die japanische Strategie zuständig ist, sagte “The Atlantic”, so sehe man den Wald vor unschuldig Bäumen nicht.

Wenn man Kontakte vorwärts verfolgt, findet man viele Personen, von denen die meisten sich nicht angesteckt nach sich ziehen. Wenn ein Infizierter sich nicht selbst wie möglicher Superspreader herausstellt, genügt es, ihn zu isolieren. Wenn Kapazitäten ohne Beschränkung sind, kann man selbst Kontaktpersonen suchen. Im Gegensatz dazu c/o steigenden Fallzahlen sind die Gesundheitsämter schnell überfordert, schon jetzt muss bspw. in Spreeathen die Bundeswehr supplieren.

Drosten schlägt deswegen vor, in Zukunft “nur (oder zumindest vor allem) dann mit behördlichen Maßnahmen auf einen positiven Test zu reagieren, wenn er von einem möglichen Cluster-Mitglied stammt”. Aufwärts sie Weise könne verhindert werden, dass die zuständigen Gesundheitsämter überfordert würden, erklärt Drosten. Außerdem plädiert er pro den Hinterlegung jener Corona-Warn-App. Solche in Komposition mit einem Cluster-Tagebuch sei “der Bringer. Wenn viele mitmachen”, twitterte er.

Schnelltests helfen

Schließlich sollen zügig Schnelltests eingeführt werden, an denen derzeit selbst Drosten intensiv arbeitet, wie er dem “Tagesspiegel” verriet. Mit ihnen könnte man unter anderem selbst die Vorwärtsverfolgung wesentlich rationalisieren. Sie sind zwar nicht so genau wie die üblichen PCR-Tests. Im Gegensatz dazu mit ihnen kann man die von einem Infizierten genannten Kontaktpersonen sehr schnell testen.

Sind jeder negativ, könne man davon erlöschen, dass niemand infiziert wurde, schreibt Zeynep Tufekci. Es könne dann zwar immer noch wenige Ansteckungen spendieren, ungeachtet man wisse, dass kein Superspreading-Event vorliege. Habe man wenige positive Ergebnisse, könne man die genaueren, ungeachtet teuren und langsameren PCR-Tests machen. Denn dann sei die Wahrscheinlichkeit eines größeren Ausbruchs gegeben.