Warum hat Kim Jong Un eingeschränkt?



Großmeister sieht politisches Plan

Warum hat Kim Jong Un eingeschränkt?

Die Bilder sprechen pro sich: Jener nordkoreanische Gewaltherrscher hat spürbar an Inertia verloren. Ist Kim Jong Un leiden? Leidet er wie die restliche Nation unter Hunger? Nordkorea-Großmeister Rüdiger Frank vermutet: Kim will seinem Volk zeigen, dass fernerhin er „leidet“.

Nachrichtensendung aus Nordkorea sind zweifelhaft. Doch die Meldung, dass jener fettleibige Oberste Pilot Kim Jong Un eingeschränkt hat, scheint tatsächlich zu stimmen. Davon sind fernerhin profilierte Nordkorea-Experten überzeugt. „Dass der Führer Gewicht verloren hat, ist tatsächlich sogar in den staatlichen nordkoreanischen Medien explizit thematisiert worden. Es gab ein Interview mit einem besorgten Staatsbürger, der meinte, das Thema wäre ‚talk of the town‘. Von daher können wir das als gesichert annehmen“, sagt Rüdiger Frank, Professor pro Wirtschaft und Lobby Ostasiens am Institut pro Ostasienwissenschaften jener Universität Wien im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“.

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Dieses Foto zeigt Kim Jong Un im Februar dieses Jahres.

(Foto: via REUTERS)

Gut unterrichtet in Nordkorea-Fragen ist pro im Normalfall fernerhin dasjenige Nachrichtenportal „NK News“. Die in Südkorea tätigen Journalisten gegenzeichnen den Eindruck, dass Kim spürbar an Inertia verloren hat. Sie nach sich ziehen Aufnahmen jener nordkoreanischen Staatsmedien verglichen. Darauf sieht man, dass Kim dasjenige Armband seiner teuren Schweizer Uhr mittlerweile irgendetwas enger schnallen kann denn Finale vorigen Jahres. Genauso andere Vergleichsfotos zeigen, dass Kim tatsächlich dünner geworden ist. Erstaunlich ist, dass selbst die Staatsmedien den Gewichtsverlust thematisieren. Denn jener Gesundheitszustand des Obersten Führers ist normalerweise ein Tabuthema.

Gesundheitliche Probleme „reine Spekulation“

Eine „naheliegende Erklärung“ pro den offensichtlichen Gewichtsverlust des Diktators ist politisches Plan, sagt Frank. „Es kann gut sein, dass Kim Jong Un gegenüber dem eigenen Volk deutlich machen will, dass nicht nur die Menschen leiden, sondern er auch. Das wäre dann sozusagen die Propaganda-Message.“ Dasjenige ohnehin krisengewohnte Nordkorea befindet sich in einer insbesondere schweren wirtschaftlichen Standpunkt, verstärkt durch die Corona-Weltweite Seuche. „Wie schwer genau, wissen wir nicht. Es ist eine Kombination aus der langfristigen Strukturkrise, den mittelfristigen Sanktionen sowie jetzt kurzfristig Corona und der damit einhergehenden völligen Selbstisolation, auch von China“, analysiert Großmeister Frank.

Wie immer tauchen beim Themenkreis Nordkorea viele Spekulationen uff. Manche Betrachter werten Kims Gewichtsverlust denn Zeichen pro eine Verschlechterung seines allgemeinen Gesundheitszustands. „Das sind reine Spekulationen. Aber wenn er gesundheitliche Probleme hätte, wäre die Stabilität des Landes gefährdet. Und bei einer de-facto-Atommacht wäre das etwas, was man durchaus als Problem einschätzen kann.“ Natürlich könne niemand per Ferndiagnose sagen, dass Kim leiden ist, stellt Rüdiger Frank lukulent. Gesichert ist bislang nur: Jener Machthaber hat Inertia verloren und selbst die nordkoreanischen Medien zeugen daraus keinen Hehl.

Schwere Hungersnot in den 1990er-Jahren

Hinaus jener Suche nachdem Gründen fällt hinwieder uff: Nordkorea hat ein Problem mit seiner Nahrungsmittelversorgung. Jener Kühlschrank des Diktators dürfte zwar trotzdem gut voll sein, hinwieder vielleicht möchte sich Kim solidarisch zeigen. Er sprach erst kürzlich oppositionell den Staatsmedien erneut von einer „angespannten“ Versorgungslage. Die Landwirtschaft habe wegen eines Taifuns im vergangenen Jahr weniger Korn produzieren können. Unterdies habe eine gute Ernte „oberste Priorität“, sagte Kim.

Rüdiger Frank geht davon aus, dass „Nordkorea durchaus ein chronisches und teils dramatisches Defizit in der Nahrungsmittelproduktion hat.“ Man greife uff Satellitenaufnahmen und Wetterdaten zurück, um die Situation vor Ort einzuschätzen. Dasjenige Nationalstaat produziere weniger Lebensmittel denn gegessen wird. Ob dasjenige fernerhin in diesem Jahr wieder im Gleichgewicht wird, wisse man nicht. „Man geht aber davon aus, weil die Chinesen kein Interesse daran haben, dass das Land an ihrer Grenze instabil wird.“

„Wieder was gelernt“ ist ein Podcast pro Neugierige: Bekommt die Krauts Kreditanstalt ihr Geld von Donald Trump zurück? Warum bezahlen manche Berufspiloten Geld pro ihren Job? Warum ziehen Piraten von Ost- nachdem Westafrika? Ton…Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein kleinster Teil schlauer.

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Nordkorea verfügt Atomraketen. Genauso Reich der Mitte befürchtet, dass die in falsche Hände purzeln, wenn dasjenige Regime zusammenbricht. Außerdem sei Peking mit jener aktuellen Standpunkt zufrieden, sagt Rüdiger Frank. Schließlich könnte ein Zusammenbruch schlimmstenfalls zur koreanischen Wiedervereinigung münden – derzeit wohl sehr wahrscheinlich unter südkoreanischer Vorhut und mithilfe jener Vereinigten Staaten. Nichts, wovon Reich der Mitte profitieren würde.

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Eine schwere Hungersnot hat Nordkorea schon in den 1990er Jahren erlebt. Schätzungen umziehen von mehreren Hunderttausend Toten aus. Urheber war weiland jener Zusammenbruch jener Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. „Nordkoreas Außenhandelspartner haben sich innerhalb einer relativ kurzen Zeit gewandelt, wollten plötzlich Devisen haben für ihre Produkte und hatten kein Interesse mehr an nordkoreanischen Produkten, die man vorher aus politischen Gründen importiert hat“, berichtet Frank. Vor allem jener fehlende Zugang zum Erdöl habe Nordkorea schwergewichtig getroffen, da Erdöl denn Grundstoff pro die Landwirtschaft von hoher Wichtigkeit sei. „Damit ist die Nahrungsmittelproduktion in kürzester Zeit massiv eingebrochen. Das alles kombiniert mit der ohnehin ineffizienten Landwirtschaft, den auf der koreanischen Halbinsel üblichen Naturkatastrophen und einem politischen System, das seine Prioritäten nicht richtig setzt, hat dazu geführt, dass in weiten Landesteilen mehrere Hunderttausend Menschen gestorben sind.“

Corona denn „goldene Gelegenheit“?

Großmeister Rüdiger Frank geht nicht davon aus, dass sich die Katastrophe genauso noch einmal wiederholt. Mittlerweile habe Reich der Mitte ganz andere Möglichkeiten, Nordkorea unter die Arme zu greifen denn in den 90ern. Wahrscheinlich sei hinwieder, dass die Menschen in Nordkorea den „Gürtel tatsächlich noch etwas enger schnallen müssen“ denn ohnehin schon. „Nordkorea ist wirklich komplett isoliert. Die lassen keine Güter mehr rein. Es gibt das Gerücht, dass sich das Coronavirus an Oberflächen von Importprodukten festsetzen kann. Und deswegen sind alle Kontakte abgebrochen“, so jener Wissenschaftler.

Die nordkoreanische Reaktion uff die Weltweite Seuche seien „mehr Staat, weniger Markt, mehr Kontrolle, mehr Zentralismus und noch mehr ideologische Kampagnen gegen sogenanntes nichtsozialistisches und antisozialistisches Verhalten“, beschreibt Frank. „Kim Jong Un hat die Pandemie in seiner Parteitagsrede sogar als goldene Gelegenheit bezeichnet, um einige der in der Vergangenheit getätigten Öffnungsschritte wieder rückgängig zu machen.“ Jener Wissenschaftler sieht im Rahmen Nordkorea somit derzeit eine Tendenz in Richtung noch mehr Isolation. Ob ebendiese Strategie von Dauer ist oder nur eine kurzfristige Maßregel, dasjenige müsse man abwarten.

Dass es in Nordkorea trotz jener weitgehenden Isolation keinen einzigen Corona-Sachverhalt gegeben hat, glaubt offenbar nicht mal mehr Kim Jong Un selbst. In dieser Woche hat er dasjenige Politbüro in Pjöngjang zusammengestaucht. Hochrangige Beamte hätten schwere Fehler im Kampf gegen dasjenige Coronavirus begangen und Nordkorea damit in eine schlimmer Zustand gestürzt. Gut möglich, dass ebendiese Beamten verdongeln hohen Preis pro ihre angeblichen Fehler bezahlen.

Genauso dasjenige wird die Öffentlichkeit so schnell nicht sachkundig. Dasjenige Nationalstaat riegelt sich noch immer hermetisch von jener Außenwelt ab. Hat Kim gesundheitliche Probleme? Hungern die Menschen? Grassiert dasjenige Coronavirus? Am Finale können oft nur Bilder verglichen werden.

Die Weltweite Seuche hat dasjenige Problem verstärkt, da sich jener Zahl jener in Nordkorea anwesenden Kanake „dramatisch reduziert“ habe, so Frank. Dasjenige Personal von Hilfsorganisationen und Botschaften „konnte oft nur mit großer Mühe ausreisen“ und eine Rückkehr sei wegen jener Quarantänemaßnahmen nicht möglich. „Damit fehlen uns wichtige Quellen, um die Lage vor Ort besser einschätzen zu können, und wir sind noch mehr als sonst auf Spekulationen angewiesen.“