Welches Impfskeptiker wirklich überzeugt


Die Inzidenzen steigen und Delta befeuert die vierte Corona-Woge in Deutschland. Trotzdem steckt die Impfkampagne in einem Tiefdruckgebiet. Um die Ungeimpften zum Piks zu in Bewegung setzen, lockt jener Staat mit Wurst und Drinks. Wirklich luzid sind jedoch ganz andere Maßnahmen, sagen Experten.

Ein Pärchen hetzt aus dem großen Gate des Ikea-Marktes in Bundeshauptstadt Schöneberg-Tempelhof. Schluss den prall gefüllten blauen Tüten via ihren Schultern ragen Polster und Bettzeug. Freimütig neben dem Gate hat sich kleine Schlange aus fünf Menschen weltmännisch – sie sind heute jedoch nicht zum Möbelstück- und Deko-Shoppen hier, zumindest nicht nur. Sie stillstehen vor dem irgendetwas unscheinbaren Eingang des neuen Impfzentrums, stracks hier am Möbelmarkt. Nicht mehr da halten den gelben Impfpass zur Hand. Ab und zu tritt ein jung Geimpfter vor die Tür und verlässt dasjenige große Gebäude mit den vier gelben Buchstaben darauf in Richtung Parkplatz.

Viele Impfwillige sind es an diesem Morgiger Tag nicht. “Das hängt hier natürlich auch sehr davon ab, wie die Besucherzahlen von Ikea sind”, sagt Sarah Maaß vom Malocher-Samariter-Kommiss (ASB) Bundeshauptstadt zu ntv.de. Dieser Verein betreibt dasjenige neue Impfzentrum verbinden mit jener Gesundheitsverwaltung des Landes. Ganz spontan, ohne Termin, vor oder nachdem dem Gekauftes können sich Menschen hier die Corona-Impfung holen. Dieser 53-jährige Markus ist einer jener Impfbereiten. An einem jener Stehtische uff dem Vorplatz des Möbelhauses füllt er die Einverständniserklärung aus. Den Piks hole er sich nur aus einem Grund: “Reisen. Ein Wort”, sagt er. “Sonst würde ich mich gar nicht impfen lassen. wird ja nun doch gezwungen durch die Hintertür.”

Dies Impfzentrum im Ikea ist ein neuer Versuch, bisher Ungeimpfte zu gelingen. Die deutsche Impfkampagne dümpelt derzeit vor sich hin – mit einem Zeitmaß wie zuletzt Zentrum vierter Monat des Jahres. An Serum mangelt es jedoch nicht mehr. Vielmehr fehlt es nun an jener Impfbereitschaft. Tatsächlich findet die COSMO-Studie Zentrum Juli hervor, dass sich 41 v. H. jener noch ungeimpften Teilnehmer keinesfalls impfen lassen möchten. Dieser Rest wolle sich den Piks noch holen oder ist zögerlich. Kommiss und Länder versuchen von dort mit Restriktionen zu Händen Ungeimpfte einerseits und kreativen Impfangeboten eine andere Sache ist zu reagieren. So spendiert jener Ring Sonneberg in Thüringen jedem Impfwilligen eine Rostbratwurst. In Köln gibt es “Drink gegen Pieks” (wirklich so!) und Bundeshauptstadt und Hamburg wollen mit jener “Langen Nacht des Impfens” tanzbegeisterte Impfwillige gelingen.

Anreize zu Händen den homo oeconomicus

Die Gesundheitspsychologin und Verhaltensforscherin Sonia Lippke hält nicht viel von solchen Impfanreizen mit Geld oder Gratis-Würsten. “Die Forschung zeigt, dass es viel zu kurz gedacht ist, man ausschließlich von dem homo oeconomicus ausgeht, der immer nur nach Geld strebt.” Spätestens unter jener Auffrischungsimpfung fiele dann uff, dass solch eine Methode “langfristig nach hinten losgeht”, sagt die Expertin von jener Jacobs-University Bremen.

Dies Angebot von Geld zu Händen den Piks hat noch kombinieren weiteren negativen Folge, wie eine US-Studie zeigt: Eine angebotene Bezahlung helfe jemandem, jener noch unschlüssig ist, sich zu entscheiden – und zwar dagegen. “Menschen reagieren auf Anreize nicht wie Ratten, die Hebel betätigen, um an Futter zu kommen”, schreibt jener amerikanische Wirtschaftspsychologe George Loewenstein in jener “New York Times”. Durch die Impfanreize mit Geld könne sich somit die Mutmaßung verteilen, die Corona-Impfung sei irgendetwas Schlechtes.

Dass Zweifler sich schlussendlich doch zu Händen eine Impfung entscheiden, hänge immer mit einer Abwägung von Vor- und Nachteilen zusammen, sagt Lippke. “Vorteile sind natürlich zum Beispiel dazugewonnene Freiheiten.” So wie unter Markus vor dem Ikea-Impfzentrum. Die Gesundheitspsychologin frage sich durchaus immer , warum in jener Impfkampagne “nach etwas Neuem” gesucht wird. Mit zwei schon erforschten Erkenntnissen aus jener Seelenkunde könne schon gut beurteilt und geprägt werden, wie Menschen Entscheidungen treffen.

Zunächst erhöhe “jeder einzelne, der sich impfen lässt und darüber redet, das Vertrauen von denjenigen, die sich bisher nicht impfen lassen haben”, so Lippke. Demnach sind Freunde, Umgang und Familie ein wichtiger Grund, warum sich Leckermäulchen zu einer Impfung entscheidet. “Jemand der Einfluss auf andere Menschen hat und ihnen erzählt, dass er sich impfen lassen hat und dass es ihm gut geht, dass er keine Nebenwirkungen hat und dass er was Gutes für sich selbst und andere tut, erhöht das Vertrauen seiner Zuhörer.” Durch diesen Folge werden immer mehr Impfbereite mitgezogen.

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Genauso die Kommunikation durch staatliche Institutionen spiele eine große Rolle, erklärt Lippke. Dies habe sich im Laufe jener Zeit schon gebessert: Zunächst sei die Kampagne stark von jener Priorisierung geprägt gewesen, “da wurden viele Menschen gar nicht angesprochen”. Nun komme es wirklich uff jeden einzelnen an, und dasjenige werde ebenso kommuniziert.

Schluss diesem Grund ist ebenso Hauke heute zu Ikea gekommen. “Meine eigene Gesundheit ist mir relativ egal”, erklärt er. “Aber für die Allgemeinheit ist es wichtig, dass ich mich impfen lasse.” Dieser 53-Jährige sitzt im Streitfrage zu den in jener Schlange Stehenden uff einem jener bereitgestellten Plastikstühle und wartet, solange bis er an jener Warteschlange ist. Tief dauert es nicht, dann steht er uff – Personalausweis, Einverständniserklärung und Impfpass zur Hand zum Vorzeigen – und verschwindet im Ikea-Impfzentrum.

Wohldosierte Muffe hilft

Untersuchung und Kommunikation helfen, Menschen zum Impfen zu in Bewegung setzen – so viel steht straff. In der Tat sei derbei entscheidend, “was genau vom Robert-Koch-Institut und der STIKO kommuniziert wird”, sagt Gesundheitsforscherin Lippke. Sie müssten die Gefahren von Covid-19 zwar transparent machen, jedoch ohne zu viel Muffe aufzubauen. Studien ergaben, dass dasjenige Liga an Muffe vor Corona entscheidend sein kann, ob sich Leckermäulchen impfen lässt. “Wenig Angst bewirkt natürlich überhaupt nichts”, erklärt Lippke. “Wenn die Angst etwas größer wird, ist das hilfreich. Aber wenn die Angst zu groß wird, ist sie eher abträglich und wirkt lähmend.” Es dürfe von dort nicht nur vermittelt werden, dass sich die Gesamtheit nur noch verschlimmere. “Eine wohldosierte Informationsgabe ist das A und O”, betont die Expertin. Solche Prinzip, Yerkes-Dodson-Kurve genannt, sei die zweite wichtige Erkenntnis im Kampf um die Herdenimmunität.

Die Sorge vor einer Infektion aufgrund der Tatsache steigender Inzidenzen und jener Delta-Woge war ebenso zu Händen Heike jener entscheidende Grund, sich unter Ikea impfen zu lassen. “Ich will mich einfach schützen”, sagt die Berlinerin. In der Tat war es zu Händen sie ebenso relevant, den Serum von Johnson und Johnson gespritzt zu bekommen, da dieser nur eine Dosis erfordert. Ramona hat eine ähnliche Motivation: “Ich bin wegen einer Operation momentan nicht so mobil.” Durch eine Impfung mit dem Vektorvakzin von Johnson und Johnson müsse sie den Weg nur einmal uff sich nehmen. Wegen ihrer Operation habe sie sich vorher nicht wohlgefühlt mit einer Impfung, die Berlinerin betont daher: “Ich bin keine Impfverweigerin.”

Genauso Sonia Lippke findet es schwierig, dass unter jener Debatte um Ungeimpfte davon ausgegangen wird, “dass sich alle Menschen wirklich dagegen entscheiden”. Viele handeln reibungslos aus Nachlässigkeit. Die COSMO-Studie hält sogar eine Impfquote von 83 v. H. zu Händen möglich, wenn sich nicht mehr da den Piks holen, die im Grunde zur Hand dazu sind. Damit viele ihre positive Impfbereitschaft in die Tat umtopfen, empfehlen die Forscher niedrigschwellige Angebote, ebenso an außergewöhnlichen Orten – wie dem Impfzentrum im Möbelhaus.

Angebot zu Händen Bequeme

Nikita profitiert sehr von diesem Angebot. Dieser 37-Jährige hat sich ohne Rest durch zwei teilbar in die Schlange vor dem Impfzentrum begeben. Er lasse sich heute unter Ikea “schnell mit Johnson und Johnson impfen, um ein halbwegs normales führen zu können”. Da jener gebürtige Russe nachdem eigenen Datensammlung viel zwischen Moskau und Bundeshauptstadt pendelt, hat er wenig Zeit zu Händen feste Impftermine. Dies Besondere unter ihm: Er ist schon zweimal geimpft, durchaus mit Sputnik Vanadium. Dies russische Vakzin ist in Deutschland jedoch nicht zugelassen – Quarantäne und Testpflicht müsste Nikita trotzdem via sich ergehen lassen.

Sarah Maaß vom ASB am Impfzentrum im Ikea Schöneberg ist überzeugt: “Wir sind an einem Punkt, da zählt jeder einzelne, der sich impfen lässt.” Mit dem niedrigschwelligen Impfangebot könne kein Querdenker zum Umdenken bewegt werden. “Aber wir erreichen diejenigen, die bisher aus Bequemlichkeit keinen Termin vereinbart haben oder sich aus persönlichen Gründen auf keine genaue Zeit festlegen können.”