Welches Mediziner durch Covid-19 lernen


Hätte man im Januar zusammensetzen Weißkittel gefragt, welches er darüber hinaus weiß, wäre kaum Leckermäulchen zu einer Ergebnis in jener Position gewesen. Heute kann jeder Mediziner irgendetwas dazu sagen. Die Fachleute lernen vieles darüber hinaus die vielschichtige Leiden und sichern so manches Leben.

Jener medizinische Lernvorgang zu Covid-19 lässt sich an vielen Kriterien schließen – etwa an den intensivmedizinischen Leitlinien. Erste Empfehlungen zur Therapie schwerkranker Covid-19-Patienten hatten mehrere deutsche Fachgesellschaften schon im März veröffentlicht. Die zweite Version folgte im Monat des Sommerbeginns, die dritte Finale Juli. “Wir fangen jetzt an mit der vierten Version”, sagt Uwe Janssens, Staatschef jener federführend beteiligten Deutschen Interdisziplinären Vereinigung pro Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Die fortlaufenden Aktualisierungen spiegeln den medizinischen Erkenntnisgewinn wider. Denn dies Portrait von jener Leiden hat sich seit dem Zeitpunkt Auftreten des Erregers -Co.-2 in Deutschland im Januar fühlbar verändert. “Wir wussten anfangs nur, dass das Virus Lungenerkrankungen mit dramatischen Verläufen verursachen kann”, sagt Janssens, jener am St.-Antonius-Krankenhaus in Eschweiler nachdem dem Karneval Covid-19-Patienten aus dem benachbarten Ring Heinsberg behandelte. “Seitdem haben wir enorm viel gelernt.”

Covid-19 ist vielschichtig

Inzwischen weiß man: Covid-19 betrifft längst nicht nur Lunge und Atemwege. “Man hat schnell an den Verläufen gemerkt, dass die Patienten verschiedenste Symptome hatten”, sagt Julian Schulze zur Wiesch, Infektiologe am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). “Covid-19 ist eine vielschichtige Erkrankung.”

Clemens Wendtner, jener in München die ersten Patienten in Deutschland behandelt hat, vergleicht dies Wissen darüber hinaus die Krankheit mit jener Spitze eines Eisbergs. “Das Ausmaß der Erkrankung wird erst schrittweise deutlich”, sagt jener Chefarzt jener Klinik pro Infektiologie in jener München Klinik Schwabing.

Die Last mit jener Viruslast

Werden vierter Monat des Jahres veröffentlichte ein Team um Wendtner und den Hefegebäck Virologen Christian Drosten in jener Zeitschrift “Nature” Datenmaterial zu Patienten, die ab Finale Januar in München behandelt wurden. Deutlich war die Viruslast, die im Rachenabstrich hinaus so gut wie 10 hoch 9 Kopien pro Milliliter stieg – etwa 1000 Mal mehr denn wohnhaft bei einer Influenza, wie Wendtner betont. “Da kommt viel Unheilvolles zusammen – eine Infektiosität vor Beginn der Symptome bei extrem hoher Viruslast.”

Aufwärts die Infektion reagieren Menschen jedoch sehr unterschiedlich. Die meisten Infizierten sind ohne erkennbare Krankheitszeichen oder nach sich ziehen lediglich milde, unspezifische Symptome. “Bei 81 Prozent der Patienten ist der Verlauf mild, bei 14 Prozent schwer und 5 Prozent der Patienten sind kritisch krank”, heißt es in jener aktuellen Leitlinie. Landesweit starb von jenen konzis 17.000 Covid-19-Kranken, die hinaus Intensivstationen lagen, laut DIVI-Intensivregister so gut wie jeder vierte (24 von Hundert).

Vergleiche mit Influenza-Patienten

UKE-Mediziner nach sich ziehen Patienten jener Uniklinik, die während jener schweren Grippewelle 2017/2018 wegen Influenza behandelt wurden, mit Covid-19-Patienten verglichen. “Die Covid-Patienten waren bei der Aufnahme tendenziell jünger und wurden deutlich länger behandelt”, fasst Schulze zur Wiesch die Resultate zusammen. “Die Covid-Patienten hatten schwerere Verläufe und eine höhere Sterblichkeit.”

Generell teilen Mediziner Covid-19 grob in zwei Phasen ein:
– die virale Winkel, in jener sich jener Erreger in den Atemwegen vermehrt und die solange bis zu zehn Tage nachdem Symptombeginn dauert, und
– die inflammatorische Winkel, gekennzeichnet durch Entzündungsprozesse, die weit darüber hinaus die Atemwege hinausreichen und nahezu nicht mehr da Organsysteme miteinschließen können.

Gefährlich ist vor allem jene zweite Winkel, die hinwieder längst nicht wohnhaft bei jedem Erkrankten eintritt. Viele Faktoren können hinaus zusammensetzen schweren Verlauf hindeuten – eine geringe Sauerstoffsättigung im Lebenssaft, eine schnelle Atmung und insbesondere hohe Entzündungswerte, etwa beim Kohlenstoff-reaktiven Protein (CRP). Im schlimmsten Kasus droht Patienten ein Zytokinsturm – aus diesem Grund eine ausufernde Reaktion des Immunsystems.

Viele Organe können beteiligt sein

Doch ebenso ohne Zytokinsturm können die Entzündungen viele Organe in Mitleidenschaft ziehen, etwa Nieren, Leber, Verdauungstrakt, Pumpe und Gehirn. So können jene Prozesse dies Endothelium schädigen – jene Zellschicht, die die Innenseite jener Blutgefäße auskleidet – und zu Blutpfropfen münden. Selbige Thromben können in verengten Gefäßen die Blutversorgung blockieren und so Myokardinfarkt, Schlaganfall oder Lungenembolie verursachen.

Von dort sind insbesondere Menschen mit Gefäßschädigungen gefährdet – etwa Pumpe-Schaltschema-Erkrankungen wie Hypertonus oder koronarer Herzerkrankung, hinwieder ebenso Menschen mit vorgeschädigter Lunge, Niere und Leber. “Dieser Prozess kann jedes Organ schädigen, das über die Blutbahn versorgt wird”, sagt Wendtner.

Untersuchungen zeigen, dass die Zuweisung von Blutverdünnern wie etwa Heparin solche Probleme verhindern kann. So berichteten US-Mediziner nachdem einer Studie mit konzis 4400 Teilnehmern im “Journal of the American College of Cardiology”, dass Blutverdünner nicht nur die Sterberate fühlbar senken, sondern ebenso dies Risiko pro eine künstliche Beatmung. Vor allem wichtig: Thrombosen fanden die New Yorker Mediziner ebenso wohnhaft bei jenen Covid-19-Verstorbenen, wohnhaft bei denen es zuvor keine Hinweise hinaus ein besonderes Thromboserisiko gegeben hatte. Von dort empfiehlt die Leitlinie wohnhaft bei Covid-19-Patienten ebenso die prophylaktische Zuweisung von Blutverdünnern.

Welches macht Menschen zu Risikopatienten?

Welche Patienten wohnhaft bei Covid-19 speziell gefährdet sind, zeigt ebenso eine Studie von Christian Karagiannidis von jener Lungenklinik Köln-Merheim und Kollegen im Fachmagazin “Lancet Respiratory Medicine”. Dies Team wertete Datenmaterial von gut 10.000 Patienten aus, die in deutschen Krankenhäusern behandelt wurden. Häufigste Begleiterkrankungen jener schwergewichtig erkrankten Patienten waren Hypertonus, Zuckerharnruhr, Herzrhythmusstörungen, Nieren-und Herzschwäche sowie chronische Lungenerkrankungen.

Doch ebenso Leukämie-Patienten und Menschen, die etwa von kurzer Dauer nachdem einer Organtransplantation oder Chemotherapie immungeschwächt sind, seien gefährdet, ergänzt Schulze zur Wiesch. “Man muss bei jedem Patienten wachsam sein. Denn im Einzelnen wissen wir nicht genau, wer einen schweren Verlauf haben wird.”

Zahl zur Risikobewertung ermittelbar

Um dies besser vorhersehen zu können, nach sich ziehen britische Wissenschaftler im “British Medical Journal” aus Datenmaterial von mehr denn 30.000 Covid-19-Patienten ein System zur Risikobewertung veröffentlicht, dies dies individuelle Sterberisiko kalkuliert. Jener Zahl ergibt sich unter anderem aus am Lebensabend, Geschlecht, Atemfrequenz, Zahl jener Vorerkrankungen sowie Lebenssaft- und Harnwerten.

Seit dem Zeitpunkt Beginn jener weltweite Seuche läuft ebenso die Suche nachdem Medikamenten hinaus Hochtouren. “Bisher gab es mehr Enttäuschungen als Erfolge”, sagt Wendtner. Spektakulärstes Musterbeispiel ist dies von US-Staatschef Donald Trump angepriesene Hydroxychloroquin. Sogar andere Arzneien scheiterten in Studien, darunter dies HIV-Kombinationspräparat Kaletra (Lopinavir/Ritonavir) oder jener Antikörper Tocilizumab, jener den Zytokinsturm wohnhaft bei Covid-19 stoppen sollte.

Bisher zwei Mittel im Pfand

Gefestigt nach sich ziehen sich bislang – neben Blutverdünnern – vor allem zwei Präparate: Dies quasi gegen Ebola entwickelte Virostatikum Remdesivir soll die Vermehrung des Virus bremsen. Seine Zuweisung wird von dort nur in jener frühen, viralen Winkel jener Leiden empfohlen. Dies Präparat hilft laut Wendtner etwa jener Hälfte jener Patienten und verkürzt die Dauer jener stationären Therapie im Krankenhaus.

Spektakulärer sind pro DIVI-Staatschef Janssens die Datenmaterial zum Cortisonpräparat Dexamethason, dies den Zytokinsturm bremsen soll. In jener britischen Recovery-Studie erfassten Forscher die Todesfälle darüber hinaus zusammensetzen Zeitraum von 28 Tagen nachdem Beginn jener Dexamethason-Zuweisung. Demnach senkte jene Therapie im Vergleich zur üblichen Therapie die Sterblichkeit wohnhaft bei Patienten mit künstlicher Beatmung um etwa 36 von Hundert und wohnhaft bei Patienten, die zusätzlichen Sauerstoffgas benötigen, um so gut wie 20 von Hundert.

Die Zentrum Juli im “New England Journal of Medicine” publizierten Ergebnisse waren so klar, dass andere Studien mit dem Präparat abgebrochen wurden. Es war sittlich nicht mehr vertretbar, den Teilnehmern in den jeweiligen Kontrollgruppen jene Therapie vorzuenthalten.

Unzahl Vorleger Untersuchungen

Gar zeigt die Recovery-Studie, wie wichtig sorgfältig geplante Untersuchungen sein können – insbesondere im Vergleich zur Unzahl Vorleger Studien mit bestenfalls weniger bedeutend Wichtigkeit. Dies von jener Universität Oxford geplante Projekt mit verschiedenen Studienarmen belegte nicht nur den Klopper von Dexamethason, sondern ergab ebenso, dass Kaletra und Hydroxychloroquin nicht helfen.

Derzeit ist hierzulande die Corona-Position recht sorglos. Am 9. September waren laut DIVI-Register landesweit 227 Intensivpatienten gelistet. “Ich sehe deutlich weniger schwere Fälle als im April”, sagt Wendtner. Während in vergangener Zeit 80 solange bis 100 Covid-19-Kranke in seiner Klinik versorgt wurden, liegen dort derzeit etwa 10 solcher Patienten. Auf Grund der Tatsache von seit dem Zeitpunkt Wochen fühlbar darüber hinaus 1000 Neuinfektionen pro Tag scheint die Zahl klein.

Schulze zur Wiesch erklärt die milderen Verläufe unter Verweis hinaus Datenmaterial des Robert-Koch-Instituts (RKI) damit, dass dies Durchschnittsalter jener nachweislich Infizierten von etwa 50 hinaus gut 30 Jahre gesunken ist. “Es scheint, dass viele Jüngere sich infiziert haben, die das zu Hause auskurieren”, vermutet ebenso Wendtner. “Und es scheint geglückt zu sein, die vulnerablen Gruppen besser zu schützen.”

Gesundheitswesen ist gewappnet

Ob dies ebenso pro den Herbst gilt, bleibt abzuwarten. Prinzipiell hinwieder sieht Janssens dies Gesundheitswesen gewappnet – nicht nur wegen jener therapeutischen Fortschritte, sondern ebenso in Bezug hinaus Abläufe, Hygiene und Einrichtung: “Wir sind im Gegensatz zum Frühjahr gut vorbereitet, das Personal ist darauf eingestellt und wir gehen professioneller damit um.”

Insgesamt geht Janssens davon aus, dass die Fallsterblichkeit, die laut RKI derzeit wohnhaft bei 3,7 von Hundert jener diagnostizierten Sars-Co.-2-Infektionen liegt, sinken wird. Wie hoch die Infektionssterblichkeit – aus diesem Grund welcher Mitwirkung von allen Infizierten stirbt – ist, bleibt dagegen dank jener unbekannten Dunkelziffer unklar. Wendtner vermutet den Zahl wohnhaft bei fühlbar unter einem von Hundert.

Doch noch bleiben viele Fragen zu Covid-19 ungeschützt – vor allem zu den Spätfolgen. “Wir wissen noch nicht, welche Langzeitschäden es gibt”, sagt Janssens. “Aber man muss davon ausgehen, dass Patienten nach einem schweren Verlauf noch lange Probleme haben.” Behaupten dazu, so jener Mediziner, seien naturgemäß frühestens nachdem sechs solange bis zwölf Monaten möglich.



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