Wenn Schnörkel plötzlich Sinn getreu


Gen Dachböden oder in Kellern stillstehen nebst vielen Menschen Kartons mit Schriftstücken ihrer Vorfahren. Viele dieser Zeugnisse, Korrespondenz oder Rezeptbücher sind noch gut erhalten, Vorlesung halten kann sie trotzdem kaum einer. Um dies zu ändern, bietet Gesa Füßle Kurse an, in denen man die Sütterlinschrift lernen kann.

Dies Papier ist schon vergilbt, die Skript verblasst. Zwar daran einsam liegt es nicht, dass viele bessere Hälfte Dokumente unleserlich sind. Dieser Grund ist vielmehr, dass sie in den alten deutschen Schriften Sütterlinschrift oder Kurrent verfasst wurden. Und dies kann heute kaum noch Leckermaul Vorlesung halten oder gar schreiben. Gesa Füßle gehört zu denen, die die Schriften im Griff haben, und bringt anderen vor allem Sütterlinschrift nebst.

C/o ihr melden sich immer wieder Menschen, die gen den Dachböden ihrer Großeltern bessere Hälfte Korrespondenz, Dokumente oder Rezepte finden und unschlüssig gen selbige Papiere schauen, erzählt Füßle ntv.de. Schon qua Kind hat sie sich mit Schriften beschäftigt, am liebsten mit Geheimschriften. “Ich war noch in der , als mir ein Sütterlin-Lehrbuch in die Hände fiel. Damit habe ich mir das beigebracht, einfach so aus Spaß.” Später studierte sie Wissenschaft vom Mittelalter und entzifferte isländische Handschriften und Runen. “Schriften waren einfach schon immer mein Ding.”

Ende ihrem privaten Bekanntenkreis kam immer mehrmals die Bitte sehr, Sütterlingeschriebenes zu “übersetzen”. Folglich entschloss sich die 44-Jährige, Kurse anzubieten. Normalerweise kommen Interessierte zu Händen verknüpfen Tag oder ein Wochenende in Füßles innerbetrieblich jener Elbe. In Corona-Zeiten hat sie ihre Lehreinheiten gen ihren Internet-Tagebuch und den Instagram-Benutzerkonto verlegt. Dies Vorgehen beim Schreibenlernen bleibt jedoch dies gleiche.

“Meine Erfahrung ist, dass das Lesen leichter fällt, wenn man es selbst schreiben kann”, sagt Füßle. “Deshalb fange ich damit an, den Leuten das Schreiben beizubringen.” Wie die ABC-Schützen schreiben die Kursteilnehmenden Buchstaben, kleine und große, nachher Vorlage. Später die Erlaubnis haben jedweder Gegenstände im Haus mit Postdienststelle-its beschriftet werden. Dann werden kleine Korrespondenz geschrieben, um mehr Gefühl zu Händen die Skript zu gedeihen und erste Sätze zu Vorlesung halten.

Erleichterungen zu Händen ABC-Schützen

Ihren Namen verdankt die Skript dem Grafiker Ludwig Sütterlinschrift, jener 1911 vom preußischen Kultusministerium den Auftrag bekam, die solange bis dorthin gebräuchliche und schwergewichtig zu schreibende Kurrentschrift zu “modernisieren”. Dies Problem, dies sich Kinder mit dem Schreiben schwertaten, gab es offenbar früher schon. Die neue Skript wurde gerader, weniger verschnörkelt, dies Verhältnis jener Ober- zu den Unterlängen war nun 1:1:1 statt bisher 3:1:3.

Ab 1915 war Sütterlinschrift in Preußen verbindlich die Skript, die in den Schulen gelehrt wurde. Nachdem und nachher zogen solange bis zum Finale jener 1920er-Jahre die anderen Kleinstaaten nachher. 1941 verboten die Nationalsozialisten die gebrochenen Schriften, darunter unter ferner liefen Sütterlinschrift. Von diesem Zeitpunkt an wurde die deutsche Normalschrift gelehrt.

Bisher hat Füßle ihr Wissen vor allem gen Tagungen weitergegeben. “Je nach Schwerpunktthema ist es da nicht nur ein privates Interesse, sondern ein echter Bedarf.” Viele HistorikerInnen lernen die Skript nicht mehr an jener Uni, nötig haben sie dessen ungeachtet, um historische Quellen Vorlesung halten zu können. Dies fehlende Wissen können regionale Sütterlinschrift-Sprechstunden oder einzelne ehrenamtliche Retter in Bibliotheken kaum rückvergüten.

“Wenn man es erstmal kann, ist der Unterschied zur jetzigen Schreibschrift nicht so groß”, meint Füßle. Dies Schriftbild sei wie am Schnürchen ungewohnt. “Das geht damit los, dass die kleinen runden Buchstaben, also a und o, oben offen sind. Vieles ist verschnörkelter, das H hat zum Beispiel sehr viele Kringel nach oben und unten. W, M und N sehen einfach anders aus als unsere jetzige Schreibschrift.” Es gebe dessen ungeachtet unter ferner liefen viele Buchstaben, die inhaltsgleich sind, L und I wie. Nur, wenn man die Skript noch nie gesehen hat, erschließt sie sich wellenlos nicht von einsam.

Unleserliche Dokumente

C/o Füßle melden sich vor allem Menschen, die tiefer in die eigene Familiengeschichte eintunken wollen. “Viele haben Dokumente zu Hause und sagen, da ist irgendwas und ich würde gern wissen, was da steht, aber ich kann es nicht lesen”, erzählt die Lektorin und Übersetzerin. C/o einem Rezeptbuch mag es noch umziehen, dass sich Leckermaul Fremdes in den Text vertieft, “aber Briefe aus dem Zweiten Weltkrieg möchte man vielleicht lieber allein lesen”. Denn man wisse ja nicht, welches verknüpfen erwartet.

“Eine Teilnehmerin hatte die Liebesbriefe von ihren Urgroßeltern, und zwar beide Seiten.” Dies sei sehr anrührend gewesen, qua die die noch kein Kind geboren hat diesen Schriftverkehr endlich Vorlesung halten konnte. Je privater die Aufzeichnungen sind, umso unleserlicher wird es meist. “Du brauchst Zeit und Geduld und musst manchmal auch einfach nur 20 Minuten auf einen Text starren”, ist die Erleben von Füßle. “Sobald man ein Gefühl dafür bekommen hat, fügt sich der Rest wie von selbst zusammen.”

Sie selbst hat verknüpfen großen Vorrat an alten Dokumenten, die zum Teil sehr gut zu Vorlesung halten sind. Darunter sind unter ferner liefen Korrespondenz, die sich ihre Großmutter und deren Gebrüder geschrieben nach sich ziehen. Dieser Gebrüder hatte ohne Rest durch zwei teilbar Reifeprüfung gemacht und war zum Studium von zu Hause weggegangen. Mit diesen Briefen kann Füßle heute in den Tretmühle vor weitestgehend 100 Jahren eintunken. “Dass man mit dem Flugzeug 1927 von Freiburg nach München fliegen konnte, war mir neu.”

Wahrscheinlich sei von jener Nachkriegsgeneration viel weggeworfen worden, weil man sich damit keiner in Anspruch nehmen wollte, meint Füßle. Welches heute noch gen den Dachböden oder in Kisten liegt, hielt damit Leckermaul zu Händen aufschreibenswert und ein anderer zu Händen aufhebenswert. Trotzdem ist nicht immer interessant, welches man schließlich Vorlesung halten kann. Füßle findet es ungeachtet lohnend. “Ein Teilnehmer brachte ein Kochbuch von 1909 mit, die Rezepte waren selbst nach dem Entziffern kaum verständlich, weil wesentliche Informationen fehlten.” Letztlich waren dort unter jener Kopfzeile: “Bester Gugelhupf!!” die Mengen jener meisten Zutaten angegeben, dessen ungeachtet null Temperaturangaben. Beim Zucker stand lapidar: “nach Geschmack”. Ob dies so jener beste Gugelhupf wird, ist die Frage, “aber es macht auch einfach Spaß zu gucken, was für Rezepte haben sie überhaupt benutzt und was fanden sie wichtig genug, um es aufzuschreiben”.