Wie Ausschuss zu Umsatzvolumen wird: Zero Waste ist dasjenige neue Rezyklieren


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Im Restaurant Frea gibt es keine Mülleimer. Nur Lampenschirme aus Pilzgeflecht und zusammensetzen freien Blick hinauf die offene Kochkunst.

(Foto: Frea)

Seinen Müll zuverlässig zu trennen, reicht schon lange Zeit nicht mehr im Kampf gegen die stetig wachsenden Abfallberge hinauf jener Welt. Wiewohl so gesehen erreicht ein neuer radikaler Nachhaltigkeits-Trend die Unternehmen in Deutschland: Zero Waste.

Jener Smartphone-Fernseher hinauf dem Tresen leuchtet erneut hinauf. Er zeigt eine unbekannte Nummer. Keine Sekunde lässt David Suchy es klingeln. “Hallo, das ‘Frea’ hier”. Mit einem Ellenbogen hinauf den Tisch gestützt hält er dasjenige Handy ans Ohr, sein Blick hinauf die offene Kochkunst gerichtet. Schnell schlägt er dasjenige große schwarze Buch vor ihm hinauf. “Heute ist leider alles voll”, sagt er und blättert durch die Seiten. Via seinem Kopf baumelt eine Designerlampe aus elfenbeinfarbenem Pilzgeflecht. Noch stillstehen die Stühle hinauf den Tischen, dasjenige Restaurant ist leer. Nur in jener Kochkunst brennt Licht. Es riecht nachdem selbstgebackenem Wecken und mehrere Köche stillstehen vor brodelnden Kochtöpfen, um sich hinauf den Ansturm am Abend vorzubereiten.

Man muss weder Klimaschützer sein noch vegan leben, um im “Frea” zu essen. “Sondern einfach nur gutes und leckeres Essen mögen”, sagt Inhaber Suchy. Trotzdem hat dasjenige Restaurant, dasjenige im März dieses Jahres in Bundeshauptstadt eröffnet hat, ein besonderes roter Faden: Es ist komplett müllfrei. Dasjenige erste vegane Zero-Waste-Restaurant in Deutschland sozusagen. Im “Frea” gibt es so gesehen keine Mülleimer. Nichts wird weggeworfen, was auch immer wird wiederverwendet.

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Kompostiermaschine “Gersi” steht in jener Kante und arbeitet leise.

(Foto: Frea)

Konkret funktioniert dasjenige mit “Gersi”, wie dasjenige “Frea” seine Kompostiermaschine getauft hat. Die Gesamtheit, welches in jener Kochkunst an Ausschuss entsteht, kommt hinauf zusammensetzen Komposthaufen in einem Metallwagen. Die Kartoffelschalen landen dann hinauf 60 Qualität warmer Mutterboden und werden mithilfe von Bakterien intrinsisch von 24 Zahlungsfrist aufschieben zersetzt. Die daraus entstehende Mutterboden wird dann zurück an die Bauern gegeben, von denen sie beliefert werden. “Es geht um einen bewussteren und nachhaltigeren Umgang mit der Umwelt”, erklärt Suchy.

Zero Waste wird laut Experten zum zentralen Themenbereich nachhaltigen Konsumierens. Statt zu wiederverwenden oder wiederzuverwerten, soll erst gar kein Müll ansammeln. Nachher Upcycling kommt jetzt demnach Precycling: die vollständige Vermeidung von Müll.

“Plastik war lange der große Feind”

Die Lebensmittelbranche sei im Zusammenhang Zero Waste Vorreiter, sagt Daniel Anthes. Er ist Nachhaltigkeitsexperte und arbeitet unter anderem wie Unternehmensberater zu Gunsten von dasjenige Zukunftsinstitut. Sein Lieblingsthema ist Ernährungsweise. “In gefühlt keiner anderen Branche sehen wir den Wandel und seine Auswirkungen für und Gesellschaft insgesamt so frühzeitig und eindrucksvoll wie hier”, meint Anthes. “Die Ernährung ist nicht umsonst so etwas wie eine Ersatzreligion geworden. Wir drücken uns gerne über die Art und Weise, wie wir essen, aus. Viele Metathemen projizieren sich auf den Teller – gerade beim Thema Nachhaltigkeit.”

Müll pro Kopf

  • Laut Umweltbundesamt produziert jeder Krauts jährlich 220,5 Kilogramm Ausschuss.
  • Davon landen 85 Kilogramm Lebensmittel in jener Tonne.
  • Jener Europa-Schnittwunde liegt im Zusammenhang 167,3 Kilogramm pro Kopf.
  • 47 von Hundert umziehen hinauf dasjenige Konto privater Verbraucher.

Die Idee von Zero Waste sei nicht neu, habe sich nunmehr lange Zeit Zeit ausschließlich hinauf dasjenige Themenbereich Verpackungen unbelehrbar, sagt Anthes. “Plastik war lange der große Feind.” Die Ernährungsbranche versuche nun den Schwerpunkt von jener Verpackung hinauf die Lebensmittel selbst zu legen. Weltweit landen immer noch Mio. Tonnen Lebensmittel jährlich im Müll. In diesem Fall seien die meisten noch genießbar, bemerkt Anthes. Dasjenige zeige, dass dasjenige System zu verschwenderisch ist.

Zero Waste wie PR-Schlaufe

Doch nicht überall, wo Zero Waste draufsteht, ist nachrangig Zero Waste innen. Immer mehr Unternehmen zeugen sich den Fachausdruck zunutze, um sogenanntes Greenwashing zu betreiben. In diesem Fall gaukeln sie ihren Konsumenten eine grüne Positur vor, die nunmehr vor allem wie PR- und Marketingstrategie dient. Doch lange Zeit halten sie dasjenige nicht durch, sagt Anthes. “Fast alle großen Firmen in Deutschland haben mittlerweile viel Geld in die Hand genommen, um sich in diesem Bereich groß aufzustellen. Die Zeit wird zeigen, wer von ihnen es wirklich ernst meint.” Greenwashing gehöre so gesehen schon kommend wieder jener Vergangenheit an, glaubt er.

Dasjenige kann man selbst tun

  • Vermeiden Sie Plastikverpackungen, -tüten und Wegwerfartikel. Tun Sie den Müll dorthin, wo er hingehört.
  • Verzichten Sie hinauf Zahnpasta und Kosmetika mit Mikroplastik-Kügelchen.
  • Informieren Sie sich mehr als Giftstoffe im Plastik und meiden Sie insbesondere Produkte aus PVC (Polyvinylchlorid) und PC (Polycarbonat).

Dasjenige Restaurant “Silo” in Großbritannien sagte jener Wegwerfkultur vor fünf Jahren vor allen anderen den Kampf an. Es war dasjenige erste müllfreie Restaurant jener Welt. Dort hängen nicht nur die gleichen biologisch abbaubaren Lampenschirme aus Pilzgeflecht wie im “Frea”, nachrangig die Kompostiermaschine “Gersi” ist hier seither Werden an im Pfand. Mittlerweile springen immer mehr Restaurants hinauf den Zug hinauf. Andere Gastronomen hätten schon im “Frea” nachdem jener Kompostiermaschine gefragt, erzählt Suchy.

15.000 Euro kostet die Maschine, die in Hongkong hergestellt wird. “Aber nicht jedes Restaurant kann sich das leisten”, meint Suchy. Muss es vielleicht nachrangig nicht. Denn dasjenige Wichtigste zu Gunsten von zusammensetzen bewussten, nachhaltigen Umgang mit Produkten sei Kreativität. Und Verzicht – denn welches nicht unverpackt beziehungsweise in Kisten oder Glasflaschen geliefert werden kann, komme nachrangig nicht in den Kochtopf. Die Gesamtheit andere wird selbst hergestellt. Die Hauptgerichte im “Frea” kosten zwischen 10 und 14 Euro. Wohnhaft bei den Gästen kommt dasjenige roter Faden offenbar gut an. Wieder klingelt dasjenige Handy, dasjenige vor Suchy am Ladekabel hängt. “Übermorgen hätten wir noch was frei.”



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