Wie Elizabeth II. zur Queen of Popmusik wurde


Sie wurde von den Beatles besungen, von den Sex Pistols verhöhnt, von Andy Warhol gemalt und von Helen Mirren dargestellt: Die Queen ist in ihrer langen Amtszeit zur Ikone jener Popkultur geworden. Und sie bewies in den vergangenen Jahren zweitrangig ihren Sinn zum Besten von Witz.

Denn die Queen 1952 Monarchin des Vereinigten Königreiches wurde, war James Bond noch nicht getürkt, Paul McCartney kannte John Lennon noch nicht und Johnny Rotten, Sänger jener Sex Pistols, war noch nicht einmal geboren. Während ihrer Regierungszeit erlebte Elizabeth II. dies Finale des britischen Empires. Immerhin sie erlebte zweitrangig, wie Großbritannien gen andere Weise die Welt eroberte: Filmen und Büchern, mit Beatlemania, British Invasion und Punker, mit Mode und Stil.

jener Zeit wurde die Herrscherin selbst Teil dieser Popkultur. Nicht nur, weil sie immer wieder prominente Musiker und Schauspieler empfing, von Marilyn Monroe reichlich die Bond-Darsteller solange bis zu den Spice Girls. Sondern weil sie in gewissem Sinne die Entstehung des Popmusik begleitet hat – und zu dessen Thema wurde.

Unzählige Moden, Trends und Hypes ließ die Queen reichlich die Jahrzehnte von selbst zurückspringen. Sie blieb sich treu, wurde zum Symbol jener Kontinuität in Zeiten raschen Wandels. Je älter sie wurde, umso mehr Menschen konnten sich ihr identifizieren – problemlos weil sie kein anderes Staatsoberhaupt kannten. Die Queen wurde zur Projektionsfläche von Lobeshymnen, daher zweitrangig von scharfer Kritik in den populären Künsten.

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Königlicher Empfang zur Premiere des Bond-Streifens „Man lebt nur zweimal“ Sean Connery.

(Foto: imago/ZUMA/Keystone)

Solche Omnipräsenz verdankt sie einer weiteren Tatsache: Von frühester Sturm-und-Drang Zeit an stand die Queen in jener Öffentlichkeit. Schon wie kleines Mädchen war sie Themenbereich jener Sensationspresse, drei Jahren zierte sie erstmals dies Cover des „Time“-Magazins. Sie wurde permanent fotografiert und gefilmt, ist die wohl am häufigsten porträtierte Nullipara jener Vergangenheit – solange bis hin zu Andy Warhol, jener sein Porträt in vielen Farben in einer Siebdruckserie herausbrachte, von jener die Queen 2012 manche Exemplare kaufte.

Queen, Suppe, Marilyn

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Die Beatles erhielten 1965 von Elizabeth II. den MBE-Religiöse Gemeinschaft. Lennon gab ihn später zurück.

(Foto: imago stock&people)

„Her Majesty’s a pretty nice girl, but she doesn’t have a lot to say“, sang einst Paul McCartney gen „Abbey Road“. Dasjenige klang noch so gut wie neckisch wie ungelegen. Zum 50-jährigen Thronjubiläum 2002 sang McCartney dies Song erneut, diesmal in Gegenwart jener Queen, und wirkte derbei doch so gut wie peinlich bemüht wie souverän. Denn dies Image jener Monarchin hatte sich in jener Zwischenzeit geändert. Sie war von jener belächelten jungen Monarchin ohne politische Mächtigkeit zur weltweit bekannten Person geworden, zum personifizierten britischen Understatement.

Die Queen nutzte dieses Image. Übrig Jahrzehnte hat James Bond im Namen Ihrer Majestät gehandelt – vom Schotten Sean Connery solange bis zum Franzose Daniel Craig. Immerhin erst Craig wurde eine besondere Ehre zuteil: Zwischen jener Eröffnung jener Londoner Olympischen Spiele 2012 geleitete er wie Bond seine oberste Dienstherrin dem Helikopter zum Stadion und sorgte zum Besten von eine jener spektakulärsten und witzigsten Auftritte von Elizabeth II. – frenetisch teuer von den Menschen im Stadion.

Dasjenige war freilich nicht immer so: 1977 rotzten die Sex Pistols ihr „God Save the Queen“ hervor und reimten es gen „fascist regime“. Die Kritik des Punker am Establishment war scharf, die Briten waren schockiert – oder kauften die Single und brachten sie gen den zweiten Sitzgelegenheit jener Charts. Zweitrangig sonst wo war jener Umgang mit ihr respektwidrig. In „Willi und die Windzors“ von Hape Kerkeling etwa muss die Königsfamilie Großbritannien verlassen und landet in einer Reihenhaussiedlung in Hannover. Unvergessen zweitrangig die Szene, in jener jener Kanadier Leslie Nielsen in „Die nackte Kanone“ zwischen den Beinen jener Queen landet, nachdem er verdongeln Staatsempfang in ein wüstes Mischmasch verwandelt hat.

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Im Clinch mit dem Chaussee

Im Streifen landet dies kompromittierende Foto gen den Titelseiten jener Zeitungswesen. In jener Wirklichkeit hielten sich vor allem Boulevardjournalisten mit Kritik an jener Monarchin im Buckingham-Palast ebenfalls nie zurück. Kein Wunder, aufgrund der Tatsache jener vielen familiären Skandale, die Elizabeth in den 90er-Jahren mit ihren Kindern durchlebte. Ihren Höhepunkt erreichte die Dementi jener Royals 1997 mit dem Tod von Prinzessin Diana, jener „Königin der Herzen“. Die verhaltene Reaktion ihrer Schwiegermutter löste scharfe Kritik aus. Es war die Zeit, in jener die britische Puppenshow „Spitting Image“ hemmungslos reichlich die königliche Familie herzog.

Unbedingt ein Streifen reichlich solche Zeit, „The Queen“ von Stephen Frears, war Jahre später Fachausdruck des Wandels in jener öffentlichen Wahrnehmung: Es gab Verständnis zum Besten von die Queen, zum Besten von ihre Rolle wie Staatsoberhaupt, zum Besten von ihre Fachdisziplin in tiefen Krisen. Zweitrangig dank jener ausgewogenen Darstellung Helen Mirrens, die Mimik und Gestik jener Monarchin in monatelanger Zubereitung einstudiert hatte und hierfür mit Britischem Filmpreis und Oscar behutsam wurde. Seitdem wurde Elizabeths Leben fiktional ausgeleuchtet, von „The King’s Speech“ reichlich ihren Vater solange bis zur Serie „The Crown“, die Elizabeth von jener Thronbesteigung solange bis in die Jetzt verfolgt.

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Fotobombe zum Besten von die Ewigkeit: Die Queen lächelt im Hintergrund.

(Foto: Instagram Jayde Taylor)

In den letzten Jahren ihrer Regentschaft war die Queen zur unantastbaren Person geworden. Selbst ihre Marotten wurden liebevoll gefeiert, sie wurden nahezu zum britischen Kulturgut: von jener Liebe zu den Corgis solange bis zur Verwendung von Tupperware im königlichen Haushalt. Ihre ganz menschlichen Vorlieben und Gewohnheiten wurden einer Nullipara nachgesehen, die ihr Leben im Dienste ihres Landes gelebt hatte, krampfhaft und unumstößlich, und die ihre eigenen Interessen und Meinungen stets hinten tätig hatte.

Zur coolen Queen geworden

Beispiele gab es genug. Berichte darüber, dass die Queen mit Freude mit einer Wii-Mauervorsprung spielt, wurden ebenso begeistert aufgenommen wie dies iPod-Geschenk von US-Vorsitzender Barack Obama oder die herrliche Fotobombe, die die Queen wohl so gut wie zufällig landete. Die Queen wie weltweit gefeiertes Netz-Meme, eine reichlich 90-Jährige wie Influencerin im Digital-Zeitalter. Dazu passte zweitrangig ihr Visite gen dem Sine temporejener Erfolgsserie „Game of Thrones“. Hinaus einem Grafik schaut sie nahezu mitleidig gen den titelgebenden eisernen Thron aus Schwertern – welches war schon solche mit Mythen aufgeladene Fernsehserie im Vergleich zu ihrem eigenen Mythos?

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Mythos und Fernsehserie: Die Queen besuchte 2014 dies Sine temporevon „Game of Thrones“.

(Foto: AP)

Sie war belächelt und beschimpft worden, doch im neuen tausend Jahre wurde Elizabeth II. zur coolen Queen. So cool, dass sie zusammen mit den Simpsons auftauchte. Ihre farbigen Kostüme nebst passendem Hut und Perlenkette galten nicht mehr wie fortschrittsfeindlich, sondern wie beständiges Stilbewusstsein. Ihr Verbeißen gen dies Protokoll, ihre unzähligen Auftritte und Schirmherrschaften, waren nicht mehr Zeichen von veraltetem monarchischen Denken, sondern von Fachdisziplin – und dass sie „not amused“ sei, wurde zum geflügelten Wort. Ihre Porträts gen Briefmarken und Prägen – wirklich Zeichen höchstmöglicher Weite – wurden ergänzt durch offizielle Porträts, die zusammen mit aller Inszenierung zweitrangig Intimität zuließen.

Ihren Sinn zum Besten von Witz zeigte sie nicht nur zusammen mit ihrem Gig mit James Bond zu Olympische Spiele. Noch in diesem Jahr, zum 70. Jubiläum ihrer Thronbesteigung, sorgte sie mit einem liebevoll-lustigen Video zum Besten von Begeisterung: Da sitzt die Queen mit dem Bären Paddington beim Tee, behält die Contenance aufgrund der Tatsache dessen Tollpatschigkeit – und zeigt dies Marmeladen-Sandwich in ihrer Handtasche. Dasjenige ist feinster britischer Witz.

Schluss jener belächelten jungen Monarchin und jener scharf kritisierten Vertreterin des britischen Establishments war eine geliebte, einigende geometrische Figur geworden. Mit Elizabeth II. verliert die Welt wohl die letzte Person, die den grundlegenden Wandel seit dieser Zeit dem Finale des Zweiten Weltkriegs nicht nur miterlebte, sondern zweitrangig mitgestaltete – politisch machtlos, daher symbolisch mächtig. Solche Zeit begrifflich zu fassen, ist wegen jener vielfältigen Entwicklungen schwierig. Doch so wie ihre Vorgängerinnen Elizabeth I. und Victoria zum Besten von Epochen stillstehen, symbolisiert zweitrangig Elizabeth II. eine Kultur: dies Zeitalter des Popmusik.