Wie Impfmuffel überzeugt werden können


Sollen Geimpfte mehr Freiheiten bekommen qua Ungeimpfte? Obig selbige Frage streiten derzeit Experten und Politik. Nun ist eine andere Frage mindestens genau so wichtig: Wie können diejenigen überzeugt werden, die einer Impfung skeptisch im Vergleich zu stillstehen?

Vorstoß von Kanzleramtsminister Helge Braun hat eine breite Diskussion darüber ausgelöst, ob ungeimpfte stärkeren Einschränkungen unterliegen sollten qua Geimpfte. “Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte”, sagte Die Schwarzen-Volksvertreter Braun dieser “Bild am Sonntag”. Er erntet hierfür Widerspruch – etwa von Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet und dieser Freie Demokratische Partei -, nur gleichfalls Zustimmung – etwa von den Grünen und Bayerns Premier und CSU-Chef Markus Söder.

Faktum ist: Dasjenige Impftempo in Deutschland stockt, und zwar sehr stark. Strecke erst gab es dies schwächste Impf-Wochenende seitdem Finale Februar – in vergangener Zeit waren die Vakzine noch ein ziemlich knappes Gut. 49,4 v. H. dieser Menschen in Deutschland sind inzwischen voll geimpft, dies sind 41,1 Mio.. 50,6 Mio. Menschen nach sich ziehen mindestens eine Dosis erhalten, dies entspricht 60,9 v. H. dieser Volk. Dasjenige reicht freilich nicht zu Gunsten von die angestrebte . Laut Robert-Koch-Institut lässt sich eine vierte Woge im Herbst nur verhindern, wenn zwischen 85 und 90 v. H. dieser deutschen Volk ab zwölf Jahren geimpft sind. Dasjenige entspricht mindestens 75 v. H. dieser Gesamtbevölkerung.

Dieses Ziel ist noch in weiter Ferne. “Wir müssen die Leute überzeugen, dass sie sich impfen lassen”, sagt somit Bundesinnenminister Horst Seehofer. Doch wie kann dies klappen, wenn hinauf eine Impfpflicht verzichtet wird? Wen muss die Kampagne gelingen? Und wo sollte die Regierung einplanen?

Hinweise darauf liefert dies Cosmo-Projekt von Universität Erfurt, RKI und anderer Forschungseinrichtungen, dies aufgebraucht zwei Wochen Befragungen durchführt. In dieser jüngsten Umfrage von Mittelpunkt Juli konnten Teilnehmer Vorschläge zeugen, wie impfbereite Personen dazu bewegt werden könnten, verdongeln Termin zu zeugen. Konzis 20 v. H. dieser so erhaltenen Beiträge thematisierten Beobachtung und Werbeaktionen, und dies nicht nur hinauf Teutonisch. 11 v. H. wollen mit größeren Freiheiten Menschen zu Gunsten von dies Impfen Vorteil verschaffen – wodurch 3 v. H. darin eine Einschränkung zu Gunsten von Ungeimpfte sehen. Gleichwohl eine einfachere Terminvergabe steht ganz oben hinauf dieser verkettete Liste, ob nun ganz ohne Termine (15 v. H.) mit leichterem Terminvergabesysteme (5 v. H.) oder aktive Begleitbrief und Einladungen (8 v. H.).

Dass viele dieser Befragten Beobachtung und Werbeaktionen vorschlagen, kommt wenig stupend. Denn laut einer früheren Cosmo-Fragegespräch hängt dieser Rückgang dieser Impfbereitschaft mit einem hohen Bedürfnis nachher einer Sinnhaftigkeit-Risiko-Abwägung und sinkendem Vertrauen in die Impfung zusammen. Sinnvoller qua eine Debatte übrig Einschränkungen zu Gunsten von Ungeimpfte hält dieser Epidemiologe Timo Ullrichs somit, nochmal hinauf den Sinnhaftigkeit dieser Impfung hinzuweisen: “Wie gut die Corona-Schutzimpfung für den Selbstschutz und für den Schutz der unmittelbaren und mittelbaren Umgebung ist. Und das das Risiko-Nutzen-Verhältnis sehr groß ist, nach allem was wir wissen.” Dies was auch immer müsse noch viel besser kommuniziert werden, so Ullrichs im Gespräch mit ntv.

Die Cosmo-Forscher nach sich ziehen ähnliche Vorschläge: Unsichere Zögerer “sollten über den individuellen Nutzen (Schutz vor schweren Verläufen und Hospitalisierung) und die Wichtigkeit hoher Impfquoten informiert werden”, schreiben sie in ihrer . Deutlicher kommuniziert werden sollte demnach gleichfalls, dass Impfungen die Übertragung reduzieren.

Insbesondere wichtig ist den Forschern die Beobachtung für Impfungen zu Gunsten von Kinder und Jugendliche: “Die Impfbereitschaft hängt für alle drei Altersgruppen (unter 12, von 12 bis 15 und ab 16 Jahre, Anm. der Red.) vor allem vom Vertrauen in die Sicherheit von Impfungen ab”, heißt es in dieser Studie. Nebst dieser Kommunikation müsse von dort “größtmögliche Sorgfalt” gelten, etwa im Hinblick hinauf Nebenwirkungen. Nicht zur Risikoabwägung sollten zudem leichtgewichtig verständlicherweise sein – darunter gleichfalls hinauf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnittenes Werkstoff.

Die Studie schlägt zudem “interaktive und leicht zugängliche (z.B. Video-)Formate” zur Untermauerung dieser Impfbereitschaft vor. Zudem sollten die Bemühungen vor allem hinauf Jüngere abzielen, “da es hier noch mehr ungeimpfte, aber prinzipiell impfwillige Personen gibt”. Erste Versuche in selbige Richtung hat die Bundesregierung schon unternommen, non… sie etwa ein Video mit einem Schlagerhit oder in die Impfkampagne integriert hat. Trotz gibt es hier viel Luft nachher oben: Im Mittelpunkt dieser Kampagne steht nachher wie vor die allgemeine Aufforderung, sich impfen zu lassen, weniger, dass Impfungen vergleichsweise sicher und effektiv sind.

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Mobiles Impfen

Erst wurde in Pflegeheimen geimpft, dann in Impfzentren und schließlich in Arztpraxen. Immer gleich dieserfalls: dieser hohe organisatorische Wohlstand. Eine “absolute Zumutung” nennt dies Nora Szech, die in Karlsruhe Politische Wirtschaftswissenschaft lehrt. Die bisherige Impfkampagne habe vor allem die Motivierten abgeholt, sagt sie im ntv-Podcast “Wieder was gelernt”. “Jetzt muss man an die herankommen, die den Aufwand scheuen.” Mit dieser Forderung ist sie nicht lediglich: Experten verdreschen neue, kreative Wege zu Gunsten von die Impfkampagne vor.

In Russland oder Israel sind Impfungen in Einkaufszentren, Bars und Restaurants schon familiär. Deutschland zieht jedoch nur langsam nachher. Doch es gibt positive Beispiele: So wurde hinauf dem Hermannplatz in Spreeathen-Neukölln ein Impfzelt errichtet – und jeder geimpft, dieser wollte, ohne Termin und unabhängig vom Wohnort. In Spreeathen-Lichtenberg gab es verdongeln Drive-In-Schalter zu Gunsten von Impfwillige, hinauf einem Ikea-Parkplatz. Im Gegend Treptow wiederum ist eine Impfparty mit DJs geplant. Gleichwohl andere Bundesländer nach sich ziehen schon Impfmobile im Pfand, nicht zuletzt in den Hochwassergebieten.

Kombinieren weiteren Vorschlag hat Grünen-Volksvertreter Janosch Dahmen, dieser eine optimierte Versorgung zu Gunsten von die Arztpraxen fordert. “Die Apotheken müssten auch einzelne Impfspritzen an die Praxen abgeben können”, sagte er im “ntv Frühstart”. Die derzeitige Verteilung von Impfdosen in Sechserpacks würde spontane Impfungen unmöglich zeugen, so Dahmen.

“Einen Impftermin bekommen und sich impfen lassen sollte so einfach wie möglich sein”, heißt es gleichfalls in dieser Cosmo-Studie, wo vom aufsuchenden Impfen die Vortrag ist. Denn mögliche Orte werden Apotheken, Impfbusse, Bildungsstätten, Einkaufsorte und Freizeiteinrichtungen genannt. Welche niedrigschwelligen Angebote können demnach nicht nur Impfwillige überzeugen, sich tatsächlich dies Vakzin verabreichen zu lassen, sondern gleichfalls die Zweitimpfung vereinfachen. Zudem könnten 30 solange bis 40 v. H. dieser Zögerlichen mit aufsuchenden Angeboten gut erreicht werden. Profitieren könnten von solchen mobilen Impfangeboten bestimmte Gruppen, schreiben die Forscher, darunter Jüngere, Männer, Menschen mit Kindern, niedrigerer Gebildetsein oder Migrationshintergrund sowie Ostdeutsche.

Zusätzliche Anreize

Denn Mittel, Menschen zur Impfung zu in Bewegung setzen, werden gleichfalls immer wieder finanzielle Anreize ins Spiel gebracht. Lotterien, Freibier oder Pizza sind gerne zitierte Beispiele aus anderen Ländern. Gleichwohl in Deutschland gab es schon entsprechende Vorschläge. Meist jedoch erschöpfen sich die Ideen in mobilen Impfangeboten. Andere Anreize, etwa Geld, Gutscheine oder andere finanzielle Vorteile sind derzeit nicht geplant. Nun hat Wissenschaftlerin Szech herausgefunden, dass eine Rückvergütung von etwa 100 Euro die Impfbereitschaft hinauf etwa 80 v. H. steigern würde – ohne Geldanreiz sind es Schätzungen zufolge 70 v. H.. Nebst 500 Euro steigt dieser Zahl demnach sogar Richtung 90 v. H..

Kombinieren anderen Anreiz erwähnen dagegen gleichfalls Befragte dieser Cosmo-Studie: größere Freiheiten zu Gunsten von Geimpfte. Welche da sein schon insofern, qua dass Geimpfte vielerorts von dieser Testpflicht befreit sind, es reicht die Vorlage des Impfpasses. Die neuen Vorschläge von Kanzleramtsminister Braun in Betracht kommen jedoch noch darüber hinaus. Ungeimpfte sollten seinem Vorstoß zufolge für hohem Infektionsgeschehen ihre Kontakte reduzieren. “Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist”, sagte er.

Um ungeimpfte Kinder in Schulen zu schützen, bringt er zudem eine Impfpflicht zu Gunsten von bestimmte Berufsgruppen ins Spiel: “Daher ist für mich ganz klar: Eltern, , Hausmeister und Schulbusfahrer müssen sich impfen lassen. Wenn diese Gruppen alle geimpft sind, ist die Gefahr für die Kinder geringer”, so Braun.

Eine allgemeine Impfpflicht ist übrigens gleichfalls Themenbereich dieser Cosmo-Studie. Demnach sind neuzeitlich nur etwa 14 v. H. dieser Befragten unzweideutig zu Gunsten von eine allgemeine Impfpflicht – dieser niedrigste Zahl seitdem Beginn dieser Erhebungen. Laut einer früheren Studie kann sich nur gleichfalls eine berufsgruppenbezogene Impfpflicht für davon nicht betroffenen Menschen negativ auswirken und zu weniger Schutzmaßnahmen und Einwand anderer Impfungen resultieren. Die Forscher schließen daraus, dass eine Impfplicht “derzeit nicht gut akzeptiert” sei und negative Effekte hinauf andere Impfungen und die Maßnahmenakzeptanz nach sich ziehen könne. “Daher wird davon abgeraten.”