Wie man Impf-Unsichere erreicht



Mit Lotterien und Prämien?

Wie man Impf-Unsichere erreicht

Dass man mit einer Covid-Impfung an einem Preisausschreiben teilnimmt, ist hierzulande ungewöhnlich, in den USA hingegen Wirklichkeit. Die Strategie hat nur mäßigen Heil. Wie man Zögerliche gewinnt, untersuchen Forscher und einfahren dreistellige Beträge ins Spiel.

Gewinne! Gewinne! Gewinne! Erst gegen Corona geimpft werden, dann losfliegen. So versucht man in einigen US-amerikanischen Bundesstaaten die Menschen zu motivieren, sich piksen zu lassen. Unternehmen verlosen Flüge oder Tickets zu Händen den nächsten Superbenzin Bowl. Es gibt Gutscheine, etwa zu Händen Restaurants oder Museen. Die Erfolge dieser Strategie sind un…: durchwachsen.

Mit steigender Impfquote beginnt nun gleichermaßen hierzulande die Diskussion darüber, wie man die erreicht, die die Impfung nicht per se verwehren, nur aus verschiedenen Gründen zögern. Vor rund einem Monat sagten beim jüngsten Impfquoten-Monitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) noch etwa zwei Drittel welcher ungeimpften Erwachsenen, sich „auf jeden Fall“ oder „eher“ impfen lassen zu wollen.

Wichtig zu Händen die Seelenverwandtschaft

Dort müsse man einplanen, sagt Nora Katharina Schmid-Küpke. Die Expertin zu Händen Gesundheitskommunikation ist federführend am RKI-Impfquoten-Monitoring beteiligt. „Wichtig ist, den Menschen zu verdeutlichen, wie wichtig die eigene Impfung für die Gemeinschaft ist.“ Nachdem dem Phrase: Wenn du dich impfen lässt, sinkt dies Risiko zu Händen die Gesamtheit. Am ehesten funktioniere die Kommunikation extra Multiplikatoren, die verschmelzen direkten Kabel zu bestimmten Gruppen nach sich ziehen. „Da besteht ein ganz anderes Vertrauen, als wenn sich dort eine fremde Fachperson hinsetzt und Fragen beantwortet“, so Schmid-Küpke.

Die Wissenschaftlerin betont, wie wichtig Gespräche mit vertrauenswürdigen Personen generell zu Händen die Impfbereitschaft seien. Die Hausärztinnen und -ärzte und deren Rat hätten verschmelzen besonderen Stellenwert. „Trotzdem darf man die nicht vergessen, die keinen Zugang zu einem Hausarzt haben“, sagt Schmid-Küpke. Man müsse sich fragen, welches Hürden sein können – und selbige entfernen. Ist die Terminbuchung schwierig? Gibt es sprachliche Barrieren? Dieser Vorsitzende welcher Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, plädiert ebenfalls zu Händen „möglichst geringe praktische Impfhindernisse“.

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Geld denn Anreiz – nur nicht zu wenig

„Wenig Aufwand hilft enorm. Das wissen wir bereits von anderen Impfungen. Kurze Wege sind zum Beispiel sehr hilfreich“, sagt gleichermaßen Ökonomin Nora Szech. Die Professorin zu Händen politische Wirtschaftswissenschaft am Karlsruher Institut zu Händen Technologie untersucht, wie sich die Impfbereitschaft steigern lässt. Ihre Studien ergaben, dass neben niedrigen Hürden Kompensationen zusätzlich helfen. Sprich: Geld, denn eine Wesen Aufwandsentschädigung. Dasjenige dürfe jedoch nicht zu wenig sein. „10 Euro können abwertend wirken, ein dreistelliger Betrag sollte es schon sein“, erklärt die Wissenschaftlerin. Diesen sollten dann – gleichermaßen rückwirkend – die Gesamtheit geimpften Menschen bekommen.

Nebensächlich aus psychologischer Sicht können Anreize wie Geld oder Gutscheine förderlich sein. Damit könne man diejenigen motivieren, die keinen Sinn darin sehen, sich impfen zu lassen, so die Professorin zu Händen Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin Sonia Lippke von welcher Jacobs Universität Bremen jüngst im „Deutschlandfunk Kultur“. Sie sieht nur gleichermaßen eine gewisse Gefahr: dass die Motivation beim nächsten Mal fehlt, wenn es kein Geld oder Gutscheine gibt. Doch wenn es unbequem werde, man für den jetzigen Werten stagniere, „dann sollten wir das auf jeden Fall nutzen, dass gerade bestimmte Bevölkerungsgruppen sich durch so etwas motivieren lassen“, sagte Lippke im Interview.

Die Bundesregierung will unterdessen die Werbung fürs Impfen forcieren. Dasjenige Gesundheitsministerium will dazu die bestehende Impfkampagne „lauter stellen“, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. So sollten unter anderem TV- und Radiospots an jene gerichtet sein, die extra eine zweite Impfung oder extra eine Impfung generell nachdenken.



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