Wie zwei Brüder eines Clans beinahe ein Haus klauten



Umbruch im Grundbuch

Wie zwei Brüder eines Clans beinahe ein Haus klauten

Ein heißer Immobilienmarkt in dieser Kapitale, nachlässige Verwaltung und hohe kriminelle Leistung: Ein Ehepaar verliert beinahe sein Mietshaus in Bundeshauptstadt-Friedrichshain – und stößt nur durch Zufall darauf.

Jener Rechtsanwalt Stefan G. steht am Stehtisch vor einem kleinen Kaffeehaus oppositionell dem Hefegebäck Landgericht. Sein Anwalt und ein paar Klan stillstehen um ihn herum. Er raucht eine Zigarette und scheint gut gelaunt zu sein. Und dasjenige, obwohl die Richter dieser 3. Großen Strafkammer ohne Rest durch zwei teilbar extra die nächsten Jahre seines Lebens entscheiden. Denn er ist heute nicht in dieser Turmstraße 91, um zusammenführen Mandanten zu vertreten. G. ist einer von vier Angeklagten in einem abenteuerlichen Immobilienprozess. Wenige Minuten zuvor hatte G. seine letzten Worte in dem seitdem so gut wie einem Jahr andauernden Prozess gesprochen. Er sei nicht schuldig, sagte er, weil er nur seinen Job gemacht habe: Wenn die Bankräuber nachher dem Falle ein Taxi nehmen, „was soll der Taxifahrer anderes tun, als seinen Beruf auszuüben?“

Dieser Vergleich ist nicht ganz an den Haaren herbeigezogen. Zusammen mit drei anderen Männern hat er nachher Auffassung des Gerichts versucht, im begehrten Hefegebäck Stadtteil Friedrichshain ein Mietshaus im Zahl von sechs Mio. Euro in Hab und Gut zu nehmen – ohne dass die eigentlichen Eigentümer davon wussten. Doch Stefan G. behauptet, dieser ebenfalls angeklagte Geschäftsmann Rainer G. habe ihn zwischen dem Plan qua „gutgläubiges Werkzeug“ nicht frisch – wie zusammenführen unwissenden Taxifahrer zwischen einem Bankraub. Er behauptet, nichts davon gewusst zu nach sich ziehen, dass die Brüder Mohamad und Rabih eines bekannten arabischen Clans gefälschte Ausweise dieser eigentlichen Eigentümer organisierten, nacheinander Notare bestachen und schließlich die Mitwirkender des Grundbuchamtes mit dem gefälschten Kaufvertrag täuschten.

Doch dasjenige Gerichtshof kauft ihm dasjenige nicht ab. An diesem Montag um 11.15 Uhr in Bundeshauptstadt wird Stefan G. wegen Urkundenfälschung, Betrugs und mittelbarer Falschbeurkundung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die beiden Brüder erhalten jeweils kurz fünf Jahre. Jener vierte Angeklagte, Rainer G., zwischen dem „alle Fäden zusammenliefen“, wie es dieser Richter ausdrückte, wird zu so gut wie sieben Jahren Haft verurteilt.

Leichtfertige Verwaltung

Begonnen hat die Gesamtheit Ursprung 2019, qua Mohamad und Rabih von einem Mehrfamilienhaus im Hefegebäck Stadtteil Friedrichshain wahrnehmen. Jener Plan ist nachher Auffassung des Gerichts folgender: Sie wollen den Grundbucheintrag ändern, sich so zu Eigentümern zeugen und dasjenige Haus dann z. Hd. Mio. von Euro weiterverkaufen. Was auch immer soll wie zwischen einem normalen Immobilienverkauf verstreichen – nur, dass die eigentlichen Eigentümer nichts davon mitbekommen.

Stefan G. und Rainer G. sollen im Vordergrund stillstehen. Sie gründen die „Voigtstraße 41 Grundbesitzgesellschaft mbH“ mit Stefan G. qua Geschäftsführer. Im Hintergrund stillstehen die beiden Brüder – sie zusammenbringen gefälschte Ausweise und schmieren Notare. Dasjenige Haus soll beim Grundbuchamt hinaus die GmbH transferieren und dann weiterverkauft werden.

Und sie schaffen es beinahe. Die Käufer stillstehen schon fertig, dasjenige Haus z. Hd. sechs Mio. Euro zu kaufen. Erst ein Schrieb dieser Feuerversicherung verhindert dies – ein Kündigungsschreiben bringt die eigentlichen Eigentümer hinaus die Spur dieser Kriminellen. Ohne diesen Schrieb hätten Johann-Conrad Schäfer und Hiltrud Marschner-Schäfer ihr Haus vielleicht verloren. Denn dasjenige Grundbuchamt hat es nicht bemerkt. „Eine hohe verbrecherische Energie traf auf eine leichtfertige Verwaltung“, wie Schäfer dem „Spiegel“ sagte.

Weiter  Schweden wird falsch verstanden

Solche Unvorsichtigkeit zeigt sich zum ersten Mal am 12. Juli 2019, qua ein „Kaufvertrag“ z. Hd. dasjenige Wohnhaus in dieser Hefegebäck Voigtstraße separat wird. Wenig frappant erscheinen die eigentlichen Eigentümer des internnicht zum Verkaufstermin. So wird dieser Rechtsanwalt Stefan G. zum „vollmachtlosen Vertreter“ des Ehepaars gemacht – ein Vorgang, dieser nur dann wirksam ist, wenn die Vertretenen anschließend Neben… beim Notar unterschreiben. Erstmal nichts, welches dem Grundbuchamt hätte ins Auge fallen sollen.

Doch dieser gleiche Name steht Neben… hinaus dieser anderen Seite des Vertrages: Denn Stefan G. tritt qua Käufer hinaus. Offenbar scheint es dem Grundbuchamt nicht verwunderlich, dass Stefan G. in diesem Vertrag einerseits die Verkäufer vertritt und eine andere Sache ist selbst dieser Käufer ist. Die erste Alarmglocke läutet damit nicht.

Schlechte Unterschriften z. Hd. 250.000 Euro

In den nächsten beiden Wochen unterzeichnen dann jeweils ein Kerl Schäfer und eine die noch kein Kind geboren hat Marschner-Schäfer den Vertrag zwischen einem Notar. Mit gefälschten Legitimieren und Unterschriften schenken sich zwei Strohleute qua dasjenige Ehepaar aus und schließen den Kaufvertrag ab. In der Tat sind nachher Unterstellung des Gerichts Ausweise und Unterschriften so plump gefälscht, dass ein bloßer Abgleich den Betrug hätte enthüllen können. Doch dasjenige Grundbuchamt merkt Neben… hier nichts.

Erst die dritte Alarmglocke beim Grundbuchamt schrillt. Doch zum Scheitern des Vorhabens führt dies noch immer nicht. Dasjenige Wohnhaus mit rund 20 Wohnungen soll z. Hd. nur 250.000 Euro an die GmbH verkauft werden. Und dasjenige im begehrten Bundeshauptstadt-Friedrichshain. Zwar fragt dasjenige Grundbuchamt, wie ein solches Schnäppchen zustande kommen kann. Doch Rainer G. und Stefan G. nach sich ziehen Beantworten: Erstens ist dasjenige Haus verwüstet und seitdem langem besetzt. Und zweitens übernehmen sie mit dem Kauf Verdanken in Höhe von 3,5 Mio. Euro von den Schäfers. Sowohl als auch stimmte nicht, hingegen dasjenige Grundbuchamt fragt nicht weiter nachher.

So werden am 6. November 2019 die Schäfers qua Eigentümer im Grundbuch gelöscht. An ihre Stelle tritt die „Voigtstraße 41 Grundbesitzgesellschaft mbH“ qua neue Eigentümer – ein Vorgang, dieser anschließend nur mit großem Kostenaufwand rückgängig gemacht werden kann. Nur durch zusammenführen kostspieligen zivilen Streitsache konnten die Schäfers wieder qua Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden.

Überfall hinaus „bedeutende Werte des Rechtssystems“

Und dies sei nicht dieser einzige Grund z. Hd. die härtere Strafe, urteilt dasjenige Gerichtshof. Nicht zuletzt dieser Überfall hinaus „bedeutende Werte des Rechtssystems“ spiele eine Rolle.

Jener Anwalt Stefan G. hat, so erklärt es dieser Richter, zu seiner Verteidigung zwischen früheren Anhörungen gesagt, dass ein Anwalt nur dann hinaus zusammenführen solchen Plan eingehen würde, wenn er entweder verrückt oder Todesopfer einer Erpressung wäre. Dasjenige Gerichtshof sieht dasjenige zwei Paar Schuhe. Denn dieser Plan wäre so gut wie aufgegangen. Sozusagen wäre Stefan G. um 1,5 Mio. Euro reicher geworden – sein vereinbarter Verhältnis an dem Lokal. Und zu diesem Zweck muss man nicht verrückt sein, sondern „skrupellos sein und einen langen Atem haben“, sagte dieser Vorsitzende dieser Kammer zwischen dieser Urteilsverkündung.

Dass Stefan G. zwei wichtige Einzelteile dieser Rechtsgrundlage – dasjenige Grundbuch und die notarielle Glaubwürdigkeit – mangelbehaftet habe, sei qua Rechtsgelehrter „schwerwiegender“, sagte dasjenige Gerichtshof: „Er sollte wissen, wie wichtig diese Institutionen für unser Rechtswesen sind.“