“Wollten, dass Information in die Welt kommt”


Dieser erste offizielle Corona-Infizierte in Deutschland ist ein Mitwirkender des Automobilzulieferers Webasto. Finale Januar stellt die Infektiologin Camilla Rothe vom Klinikum jener Ludwig-Maximilians-Universität München die Infektion im Kontext dem Mann steif. Angesteckt hatte sich jener Patient im Kontext einer Kollegin aus VR China, qua jene noch keine klaren Corona-Symptome zeigte. Rothe informierte Behörden und dasjenige Robert-Koch-Institut und trifft nicht nur gen taube Ohren, sondern sogar gen Widerspruch. Inzwischen gilt jene Symptomlosigkeit im Kontext gleichzeitiger Infektiösität qua Merkmal von Sars-Co.-2. Doch zu Gunsten von Rothe ist jener Kern damit noch nicht erledigt.

Sie nach sich ziehen im Januar den ersten Corona-Kern in Deutschland diagnostiziert. Waren Sie überrascht, qua jener Test positiv ausfiel?

Camilla Rothe: Hinauf jeden Kern. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Warum?

Dieser Mann hatte uns selbst angerufen und gesagt, dass eine chinesische Geschäftspartnerin in jener Vorwoche zu Visite gewesen sei und im Kontext jener nachher ihrer Rückkehr eine Corona-Infektion festgestellt worden sei.

Hatte er Beschwerden?

Nur geringe. Er sagte, er habe sich am Wochenende leiden gefühlt und habe mit einer Genre Influenza im Ruhelager gelegen. Am Montag war er wieder in Form und ist funktionieren gegangen. Sozusagen wäre er mit diesen Beschwerden kein Kern gewesen, den wir gar näher ärztlich untersucht hätten. meine Wenigkeit dachte noch: Na ja, wollen wir mal sehen.

Andererseits wegen jener kranken Kollegen nach sich ziehen Sie ihn doch einbestellt.

Genau. Und zum Hochgefühl trugen wir allesamt die richtige Schutzkleidung. meine Wenigkeit habe ihm gegen 14 Uhr den Kürzung gemacht. Um 19 Uhr meldete sich dasjenige Laboratorium gen meinem Diensthandy und sagte: positiv. Am Folgetag nach sich ziehen wir in seiner Firma noch drei weitere Personen positiv getestet.

Welches dachten Sie?

meine Wenigkeit war neugierig. meine Wenigkeit habe ihn und die anderen im Kontext jener Untersuchung gefragt: Wie ging es Ihrer chinesischen Kollegin? Hat sie gehustet? Geniest? Sah sie irgendwie leiden aus? Nicht mehr da sagten kongruent: nein, gar nicht. Nachher einem langen internationalen Flugreise hat sie ihr anstrengendes Sendung mit Workshops und Meetings ohne erkennbare Probleme durchgezogen.

Sie waren aus diesem Grund nicht nur mit dem ersten Corona-Kern in Deutschland konfrontiert. Sondern es war sekundär die erste Infektion, die nachweislich von einer symptomfreien Überträgerin ausging.

Dasjenige war eine absolute Neuigkeit. Wir hatten ja allesamt ein Portrait im Kopf, davon, wie sich eine Corona-Infektion verbreitet. Dass man hustet oder niest, und so Tröpfchen umherfliegen. Andererseits hier war dasjenige die Gesamtheit nicht passiert – trotzdem hatten wir zwei Tage später vier Infizierte.

Welches nach sich ziehen Sie nachher den ersten positiven Tests gemacht?

Wir nach sich ziehen natürlich die zuständigen Gesundheitsbehörden informiert und dann verschmelzen Beschränkung an dasjenige New England Journal of Medicine geschickt (NEJM).

Weshalb nach sich ziehen Sie ein medizinisches Fachzeitschrift eingebunden?

Wir , dass die in die kommt. Durch verschmelzen Beschränkung im NEJM wussten wir, dass wir so möglichst viele Gesundheitsverantwortliche glücken. Dasjenige ist zu Gunsten von Wissenschaftler jener übliche Kommunikationsweg. Außerdem habe ich nachher dem ersten positiven Test mein Netzwerk von Kollegen in aller per E-Mail-Dienst informiert. meine Wenigkeit habe ihnen geschrieben: Dieser Virus kann schon während jener Inkubationszeit transferieren werden. Demgemäß, die Fakten, die ich hatte.

Warum war es Ihnen so wichtig, Ihre Kollegen zu warnen?

Weil sie sich verschiedenartig qua gedacht vorbereiten mussten. Mir war lichtvoll, dass es mit diesem Wissen viel schwieriger sein würde, sich zu schützen und die Verbreitung einzudämmen. Dass man zum Denkweise viel großzügiger Schutzkleidung verwenden muss, so wie wir es jetzt zeugen. Man muss die gesamte Nation unter Generalverdacht stellen. Die Vorstellung in vergangener Zeit war eine ganz andere. Eine Übertragung ohne Symptome hatte man solange bis dorthin ja weitestgehend unmöglich.

Genau, man vermutete wie im Kontext Sars eine Übertragung nur nachher Beschwerden.

Ja – und dann liegt man mit Symptomen im Ruhelager und verbreitet die Krankheit nicht. Dasjenige war natürlich die viel angenehmere Vorstellung. Sars und Sars-Co.-2 sind zu etwa 80 v. H. zugehörig. Man musste aus diesem Grund mit Unterschieden rechnen. meine Wenigkeit habe mich schon vorher gewundert, warum man so überzeugt war, dass sich dasjenige neue Virus genauso wie dasjenige Muddern verhalten sollte.

Corona schien da sekundär noch sehr weit weg. Es gab weniger qua 100 Todesfälle weltweit. In Italien zum Denkweise noch keine einzige Krankheit…

Die Welt war in vergangener Zeit eine andere. meine Wenigkeit habe sekundär gleich dasjenige Referat zu Gunsten von Umwelt und Gesundheit informiert. Es schien mir wichtig, dass allesamt, die in Verantwortung sind, dasjenige richtige Wissen nach sich ziehen.

Welche Reaktionen hatten Sie erwartet?

Dass man meine Beobachtungen unparteiisch zur Kenntnis nimmt, sie sich ansieht und sie in Betracht zieht.

Welches nichtsdestotrotz passierte stattdessen in den folgenden Tagen?

Mein Chef Mann Dr. Michael Hölscher sagte kürzlich: Ein Tsunami nicht bewirtschaftet zusätzlich uns herein.

Wie sah jener aus?

Dasjenige Robert Koch-Institut (RKI) zweifelte den Beschränkung an. Unsrige These wurde publik abgelehnt und konterkariert.

Welches wurde Ihnen konkret vorgeworfen?

Dasjenige RKI bezweifelte, dass die Nullipara wirklich keine Symptome gehabt hätte. Sie meinten, sie habe sie nur unberücksichtigt. Andererseits sie hatte immer wieder lichtvoll gesagt, dass sie nicht leiden gewesen sei. Es entwickelte sich eine lächerliche Debatte, welches Jetlag war und welches ein Symptom. Dasjenige hat nur neben der Spur. Man hätte reibungslos würdigen zu tun sein, dass jene Nullipara mit dem Virus in jener Stellung gewesen war, verschmelzen Langstreckenflug zu bewältigen und Workshops zu halten. Sie hat nicht gehustet, nicht geniest und trotzdem vier Personen angesteckt. Welches brauchte man denn noch qua Beweisstück? meine Wenigkeit kann solange bis heute nicht verstehen, warum man dasjenige so in Zweifel gezogen hat.

Eine Kritik war, Sie hätten nicht privat mit jener Chinesin gesprochen.

Ja, nichtsdestotrotz offizielle Vertreter jener Gesundheitsbehörden nach sich ziehen sie intensiv befragt. Wem soll man denn vertrauen, wenn nicht denen? meine Wenigkeit habe die Nullipara dann sekundär ein paar Tage später gesprochen. Sie wunderte sich, warum Personen aus Deutschland immer wieder im Kontext ihr dieselben Fragen stellen würden. Dasjenige war die Gesamtheit sehr missverständlich und lästig.

Zeitweise stand Ihr wissenschaftlicher Ruf infrage. Es gab Anrufe von bayerischen Offiziellen, die Ihren Vorgesetzten aufforderten, Ihren Bulletin zu ändern. Man sei in Spreeathen sehr verärgert, wurde Ihnen mitgeteilt. Sie blieben im Kontext Ihrer Meinung. Wie hielten Sie dem Komprimierung stand?

meine Wenigkeit war innerlich verwunderlich gelassen. meine Wenigkeit sagte in vergangener Zeit schon zu meinem Chef, dass jener weitere Verlauf uns recht verschenken wird. meine Wenigkeit war mir sicher, dass unsrige Ergebnisse richtig waren. Wir nach sich ziehen nichts falsch gemacht. Und dasjenige hat sich lichtvoll bestätigt: Zwischen 30 solange bis 40 v. H. jener Übertragungen vorbeigehen, zuvor Symptome zutage treten. Wir sind heute sicher, dass Infektiösität schon zwei solange bis drei Tage früher beginnt. Mich hat nichtsdestotrotz irgendetwas ganz anderes sehr nervös gemacht.

Welches?

Dass Institutionen, von denen ich erwarte, dass sie sich Forschungsergebnisse unparteiisch und mit kühlen Kopf Fakten besuchen und jene dann ausgewogen beziffern, dasjenige nicht gemacht nach sich ziehen.

Sie meinen damit dasjenige RKI?

Ja, nichtsdestotrotz es sind sekundär andere beteiligt gewesen.

Gleichwohl die WHO (WHO) zweifelte Ihren Bulletin an. Sogar noch im Juno.

Dasjenige war enttäuschend und macht mich noch solange bis heute unruhig. Jene Einrichtungen entscheiden zusätzlich wichtige Gedöns und sollten andere nicht verleumden. Dasjenige hat mich niedergeschlagen. Nicht privat, nichtsdestotrotz unpersönlich.

Hatten Sie seitdem Kontakt zum RKI?

Nein, sie nach sich ziehen sich während jener ganzen Diskussion sekundär nie privat im Kontext mir gemeldet. Die Vorwürfe kamen immer gen anderen Wegen zu mir. Wir Wissenschaftler sind verschmelzen sportlichen Wettkampf gewohnt. Nicht umsonst heißt die Präsentation einer Doktorarbeit sekundär Verteidigung. Solange bis zu einem gewissen Metrik gehört dasjenige dazu. Andererseits nicht so. Ritterlich wäre es gewesen, mich frei heraus anzurufen und wir hätten dasjenige diskutiert. Andererseits dasjenige ist solange bis heute nicht passiert. Zu Gunsten von mich ist dasjenige eine gewisse Feigheit.

Kein beruhigender Gedanke, wenn man bedenkt, dass wir noch immer mitten in einer weltweite Seuche stecken.

Ja, dasjenige gibt mir qua einer Ärztin, die zu Gunsten von Seuchen zuständig ist, viel zum Nachdenken. meine Wenigkeit muss mich sozusagen gen solche Institute verlassen können. Insoweit muss jener ganze Vorgang unbedingt gründlich aufgearbeitet und untersucht werden. meine Wenigkeit würde wirklich gerne verstehen, welches dasjenige Problem war.

Nach sich ziehen Sie verschmelzen Verdächtigung?

Foto Dr. Rothe Camilla_data.jpg

Camilla Rothe leitet die Ambulanz zu Gunsten von Tropen- und Reisemedizin am Klinikum jener LMU München.

(Foto: Dr. med. Camilla Rothe/LMU Klinikum München)

Hinauf wissenschaftlicher Lage nicht, nichtsdestotrotz emotional. Wenn ich in dieser Situation Verantwortungsträger bin, weiß ich natürlich, dass es ungleich aufwändiger ist, eine Infektion einzudämmen, die schon ohne Symptome übertragbar ist. Dasjenige ist viel diffuser, wir erleben die Probleme damit ja ohne Rest durch zwei teilbar. meine Wenigkeit muss viele Maßnahmen ergreifen, die unpopulär und teuer sind. Vielleicht wollte man dasjenige in vergangener Zeit deswegen nicht würdigen. Ein kleinster Teil wie jener Hase, jener vor jener Schlange erstarrt. Wie Volksvertreter steht man ja sekundär sehr vonseiten jener Wirtschaft unter Komprimierung. Es geht um viel Geld.

Es dauerte nachher Ihren Ergebnissen noch Monate, solange bis akzeptiert wurde, dass die Übertragung ohne Symptome eine zentrale Rolle spielt. Hat dieses Zögern Menschenleben gekostet?

Dasjenige ist schwergewichtig zu sagen. Sicher wurde Zeit verloren. meine Wenigkeit beneide die Verantwortungsträger nichtsdestotrotz nicht. Dasjenige sind wirklich schwere Entscheidungen. Andererseits vielleicht hätte man schon mit Kleinigkeiten viel glücken können. Wie durch die Installation von Plexiglas-Trennscheiben oder dasjenige Tragen von Masken.

Andererseits ohne Rest durch zwei teilbar zusätzlich den Sinnhaftigkeit von Masken wurde sekundär stark erbittert gestritten. Warum?

Dasjenige war nicht zu verstehen. Man weiß, dass die Übertragung per Tröpfchen passiert und Masken verschmelzen Hauptanteil weghalten. Warum aus diesem Grund nicht? Meine Vermutung: Es gab die Beklommenheit, dass wenn man Masken empfiehlt, die Versorgung damit in vergangener Zeit nicht gewährleistet war. Andererseits man hätte kreativ werden zu tun sein. Selbst genähte Masken sind eine gute Problemlösung. Nachher dieser Erlebnis sind wir jetzt hoffentlich besser gerüstet, wenn jener nächste Krankheitsausbruch kommt.

Mit Camilla Rothe sprach Alexandra Macht

Dieser Text erschien zuerst im Kontext “Stern Plus”, dem digitalen Premiumangebot des “Stern”.