Zinsen purzeln seit dieser Zeit 700 Jahren: „Es ist gar kein Ende in Sicht“


Schon 190 Banken und Sparkassen Fakturen ausstellen einem Teil ihrer Kunden Strafzinsen, kurz 90 von ihnen nicht zuletzt im Privatkundenbereich, sagt dies Finanzportal Biallo. Wie Schuldige gelten x-mal Zentral- und Notenbanken, die nachdem welcher weltweiten Finanzkrise, die 2007 ausgebrochen ist, ihre Leitzinsen gesenkt nach sich ziehen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Doch selbst, wenn Zentralbanken die Leitzinsen wieder hochheben, wäre zum Besten von Sparer die Welt nicht wieder in Ordnungsprinzip, sagt Markus Demary, Finanzmarktexperte am Institut welcher deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Stattdessen seien wir Zeuge eines langanhaltenden Trends, welcher schon vor vielen Jahrzehnten, vielleicht schon Jahrhunderten begonnen hat – und notfalls noch einmal genauso lange Zeit andauert.

ntv.de: In welcher Öffentlichkeit entsteht oft welcher Eindruck, die weltweite Finanzkrise 2007 sei Initiant welcher Niedrigzinsphase gewesen. Paul Schmelzing, ein Wirtschaftshistoriker welcher Universität Yale, kommt in einer Untersuchung zum Besten von die Geschäftsbank of England zu dem Ergebnis, dass dieser Trend schon seit dieser Zeit dem Mittelalter andauert. Welches ist richtig?

Markus Demary: Dieser Zins-Trend, den wir sehen, ist aufwärts jeden Kern viel älter denn die Finanzkrise. Die verfügbaren Wissen zeigen, dass die Zinsen in den 70er Jahren hoch waren, weil die Inflation hoch war. Dann nach sich ziehen die Zentralbanken Finale welcher 70er begonnen, die Inflation zu bekämpfen – damit begann die erste Winkel sinkender Zinsen. Ab den 1990er Jahren waren die Inflationsraten dann stabil, seitdem sinken die Realzinsen. Dasjenige liegt nicht zuletzt daran, dass wir immer älter werden und mehr Geld fürs Typ zurücklegen zu tun sein. Taktgesteuert fehlen Investitionsmöglichkeiten, weil Maschinen und Anlagen durch die Digitalisierung nicht mehr so wichtig sind. Heute geht es um Wissen, Patente, Wissenschaft und Weiterentwicklung. Dasjenige drückt den Zins ebenfalls runter. Erst dann kommt die Finanzkrise.

Dasjenige Interessante an welcher Studie von Paul Schmelzing ist, dass er noch viel weiter zurückgeht und zeigt, dass wir c/o realen Zinsen schon seit dieser Zeit vielen Jahrzehnten, wenn nicht sogar Jahrhunderten vereinen fallenden Trend nach sich ziehen, welcher sich womöglich fortsetzen wird.

Die Finanzkrise hat deshalb lediglich vereinen bestehenden Trend verstärkt?

Dasjenige ist richtig. Früher dachten wir, es gibt c/o Realzinsen vereinen Mittelwert von etwa zwei von Hundert. Dann geht es mal ein kleinster Teil höher, mal ein kleinster Teil tiefer. Es wurde in der Tat ein zu kurzer Zeitraum betrachtet. Die neuere Wissenschaft zeigt, dass die Realzinsen immer weiter absinken.

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Und wieso findet man erst 2020 hervor, dass die Zinsen seit dieser Zeit 700 Jahren sinken?

Wieder welches gelernt

Dasjenige Interview mit Markus Demary gibt es nicht zuletzt zum Vernehmen, es ist zum Besten von unseren „Wieder was gelernt“-Podcast entstanden. Die Erteilung erscheint am Montag, 27. Januar in welcher ntv-App, c/o Audio Now, Apple Podcasts und Spotify. Zu Händen aus anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie „Wieder was gelernt“ zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

Es ist sehr schwergewichtig, Zinsdaten welcher letzten 700 Jahre zu finden. Standardisierte Erhebungen gibt es zum Besten von die 70er Jahre, vielleicht nicht zuletzt aus den 60er Jahren, dessen ungeachtet da schon nicht mehr zum Besten von aus Länder. Selbst vergleichbare Wissen zu finden, ist schwierig. Paul Schmelzing hat sich sehr viel Plage gemacht, jene Wissen zu bekommen: Er ist in Archive gegangen, musste dies aus Büchern und ähnlichen Verträgen heraussuchen. Digital gab es nichts. Dasjenige Schöne an seiner Studie ist, dass er jene Wissen nun erstmals zum Besten von aus zugänglich gemacht hat.

Außerdem sind die niedrigen Zinsen welcher breiten Neutralleiter erst nachdem welcher Finanzkrise gewahr geworden. Wie die Zentralbanken 2008 mit ihrer Niedrigzinspolitik begonnen nach sich ziehen, dachte man, es sei eine vorübergehende Winkel. Zehn Jahre später hat man festgestellt: Es ist gar kein Finale in Sicht. Erst dann hat sich die Wissenschaft intensiv mit dem Themenkreis beschäftigt und sich Zinsen oben vereinen längeren Zeitraum angeschaut und gefragt: Welches sind praktisch die Faktoren, die dazu geführt nach sich ziehen, dass die Zinsen jetzt so tief sind?

Sie nach sich ziehen die älter werdende Interessengruppe und fehlende Investitionsmöglichkeiten angesprochen. Inwieweit vortäuschen die den Zinssatz?

Nehmen wir Infrastrukturinvestitionen: Wenn viel investiert wird, muss dies nicht zuletzt finanziert werden. Welche Nachfrage nachdem Krediten führt zu höheren Zinsen. Oder andersartig herum: Sie wollen Geld hinstellen, finden dessen ungeachtet keine Investitionsmöglichkeit. Dann kann welcher Zins nicht hoch sein, weil es zu viele Finanzmittel zum Besten von zu wenige Investitionsmöglichkeiten gibt. Dasjenige ist ein einfacher Kern von Angebot und Nachfrage: Wird ein Gut stark nachgefragt, ist welcher Preis hoch. Gibt es ein Schwemme, ist welcher Preis tief. Aufwärts dem Finanzmarkt ist dies mit Zinsen genauso, nur umgekehrt.

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In seiner Untersuchung schreibt Paul Schmelzing, dass Negativzinsen ab 2038 weltweit die Regel sind. Sehen Sie dies genauso?

Wir nach sich ziehen c/o uns am Institut eine ähnliche Untersuchung mit einer anderen Methode gemacht. Unser Ergebnis war, dass wir 2050 c/o 0 von Hundert Zinsen aufkreuzen. Die Wirklichkeit hat unsrige Projektion deshalb schon überholt. Paul Schmelzing geht noch vereinen Schrittgeschwindigkeit weiter, dessen ungeachtet man muss natürlich sagen: Eine Projektion ist ein unsicherer Gültigkeitsbereich, weil man die Zukunft nicht kennt. Es können durchaus verschiedene Faktoren einsetzen, die dazu münden, dass die Zinsen noch einmal steigen.

Realzins

Dieser Realzins meint den Zinssatz, welcher Inflation und Geldvernichtung angibt. Er berücksichtigt deshalb, dass unser Vermögen c/o steigenden Rühmen an Zahl oder Kaufkraft verliert oder umgekehrt c/o sinkenden Rühmen gewinnt.

In der Regel geht man dessen ungeachtet davon aus, dass die Zinsen nicht zuletzt in Zukunft tief sein werden. In unserer Studie waren es die demografischen Trends, die die Zinsen nachdem unten herabsetzen. Wohnhaft bei Paul Schmelzing ist es die Tatsache, dass die Ausfallrisiken welcher Staatsschulden immer kleiner geworden sind und Investoren deswegen viel geringere Risikoprämien verlangen.

Risikoprämien?

Wenn Sie jemandem Geld leihen, wissen Sie: Wenn er siegreich ist, zahlt er zurück. Wenn er nicht siegreich ist, kann er nichts zurückzahlen. Von einem unsicheren Schuldner würden Sie vereinen höheren Zins verlangen denn von einem sicheren, weil es riskanter ist. Sie wollen dies Risiko, dies Sie eingehen, entlohnt nach sich ziehen. Genauso kann man sich dies im Zeitablauf vorstellen: Früher sind Zinsen aufwärts Staatsanleihen, deshalb aufwärts dies Geld, welches dem Staat geliehen wurde, häufiger idiosynkratisch, Staaten nach sich ziehen es nicht zurückgezahlt. Dasjenige hat sich geändert, heute sind deutsche und amerikanische Staatsanleihen die sichersten Anlageformen, und praktisch die Benchmarks zum Besten von aus anderen Finanzaktiva. Im Zuge dessen sind die Risikoprämien, die Investoren darauf verlangen, mögen.

An welcher demografischen Weiterentwicklung und verlässlichen Staaten können Notenbanken wenig ändern.

Dasjenige sind sehr weit anhaltende Trends. Insofern funktioniert die Wunschvorstellung, dass Zentralbanken nur die Zinsen potenzieren zu tun sein, und die Gesamtheit wieder in Ordnungsprinzip zum Besten von den Sparer ist, so nicht. Wenn eine Zentralbank den Zinssatz zu hoch setzt oben dies Marktniveau, würde die Wirtschaft wieder in den Baisse schlittern. Dasjenige heißt, dieser fallende Zins-Trend, den die verschiedenen Studien prognostizieren, schränkt die Zentralbanken nicht zuletzt darin ein, ihre Zinsen anzuheben.

Die Investmentgesellschaft Pimco hat aufwärts dieser Grundlage berechnet, dass welcher Realzins im Jahr 3017 c/o negativ 16 von Hundert liegen wird. Ist dies unvermeidlich?

Je weiter man in die Zukunft schaut, umso unsicherer wird die Projektion. Man sollte dies mehr denn Orientierung sehen, wo es hingehen kann. Dasjenige heißt, dass in welcher Zwischenzeit durchaus andere Sachen vorbeigehen können, die zu steigenden Zinsen münden. Nehmen wir an, dass Unternehmen stark in Robotik, Digitalisierung oder Elektroautos investieren, dann steigen nicht zuletzt die Kreditnachfrage und in Folge dessen die Zinsen wieder an. Ganz vom Platz stellen kann man dies nicht.

Darauf können Sparer nicht wünschen. Welches würden Sie denen empfehlen?

Dass man Geld fürs Typ zurücklegt, ist im Grunde irgendetwas Gutes. Es ist nur so, dass dies Zinsniveau keine großen Zuwächse bringt. Da muss man sich denn Verbraucher fragen: Welches möchte ich praktisch zeugen? Bin ich eigentlich ein sicherheitsorientierter Typ? Dann muss ich mich mit den niedrigen Zinsen zufriedengeben. Wenn man risikofreudiger ist, kann man dies Währungs… Aktienmarkt investieren. Da hat man natürlich Kursschwankungen, dessen ungeachtet wenn man es nicht sofort braucht und längerfristig plant, ist dies eine gute Wahlmöglichkeit.

Mit Markus Demary sprach Christian Herrmann

Die Tabelle berücksichtigt lediglich Banken, die in ihren publik einsehbaren Preisverzeichnissen Negativzinsen aufwärts privaten Einlagen ausstrahlen. Je nachdem Geschäftsbank tangieren jene Zinsen Tagesgeld- und/oder Girokonten.





Quelle