Zum Tod von Manfred Stolpe: Jener pflichtbewusste Preuße


Die politische Karriere von Manfred Stolpe begann erst mit dieser deutschen Laufwerk. Davor lavierte er zwischen den Fronten. Sozusagen zwölf Jahre weit regierte er dasjenige Staat . Daraufhin wurde er – ziemlich unfreiwillig – Bundesminister.

Basta dieser Nummer kam Manfred Stolpe nicht mehr hervor, denn er hatte verlangt, dass die Ost- im neuen rot-grünen Nebenraum von Kanzler ein wichtiges Ressort bekommen sollte. Nun muss Stolpe Schimmer bekennen, denn Schröders Wunschkandidat Wolfgang Tiefensee will dasjenige Bundesministerium pro Verkehrswesen, Schwedische Gardinen- und Wohnungswesen – an dieses ist nebensächlich dieser “Aufbau Ost” gekoppelt – nicht übernehmen, er will möglichst Leipziger Oberbürgermeister bleiben. Andere ostdeutsche SPD sind zu blutleer oder zu unbekannt.

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Die Pflicht ruft: Stolpe wird im zweiten Schröder-Nebenraum Bundesverkehrsminister.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Demnach muss dieser 66-jährige ehemalige Brandenburger Premierminister ran und ein Ressort übernehmen, dasjenige so weder noch in seine Lebensplanung passt. Sein preußisches Pflichtgefühl siegt reichlich persönliche Ambitionen. Die Einleitung dieser Lkw-Straßennutzungsgebühr, verbunden mit dem Problem mit dem Vertragspartner Toll Collect, dieser Bundesverkehrswegeplan pro 2001 solange bis 2015 mit einem damit verbundenen Zusatz des Autobahnnetzes, die weitere Weiterentwicklung dieser Deutschen Gasse: Dies sind die Probleme, mit denen sich Stolpe in den nächsten drei Jahren herumschlagen muss.

Die Standpunkt, in dieser sich die Koalition befindet, ist die Gesamtheit andere qua rosig: SPD und Grüne nach sich ziehen für dieser Bundestagswahl am 22. September 2002 nur mit Plage ihre Mehrheit verteidigen können. Jener Start dieser Schröder-Regierung in die neue Legislaturperiode ist die Gesamtheit andere qua gelungen, zäh verlaufen die Koalitionsverhandlungen. Unterdies steht sie vor großen Herausforderungen, dieser darniederliegende Arbeitsmarkt bedarf dringender Reformen. Schröder braucht Ruhe an dieser Ministerfront, Stolpe bringt sie ihm. Unterdies können Stolpe und Schröder förmlich weder noch so richtig miteinander. Sie seien nicht hinaus dieser gleichen Wellenlänge, sagt dieser Potsdamer noch vor seiner Ernennung zum Ressortchef ziemlich ungeschützt. Er macht es trotzdem und bekommt hierfür zusammensetzen Rüffel von seiner die noch kein Kind geboren hat. Stolpe hält trotz einer 2004 diagnostizierten Darmkrebs-Krankheit solange bis zur Abwahl dieser rot-grünen Bundesregierung im Herbst 2005 durch.

Premierminister und -Vorwürfe

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Erst Bildungsministerin unter Stolpe, dann dessen politische Gegnerin: Marianne Birthler.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Genug politische Erlebnis bringt Stolpe pro dasjenige Ministeramt mit. Jener gebürtige Stettiner ist mit dem nötigen diplomatischen Geschicklichkeit ausgestattet, um eine solch große Behörde zu zur Folge haben. Und mit Überbau hatte er nebensächlich zu tun, denn er war nachher dieser Wende dieser erste Regierungschef in Brandenburg. Im Spannungsfeld zu seinen anderen aus dem Osten stammenden Kollegen dieser ersten Stunde wie Alfred Gomolka (Mecklenburg-Vorpommern), Gerd Gies (Sachsen-Anhalt) oder Josef Duchac (Thüringen) wurde er nicht von den Nachwendewirren aus dem Sessel gefegt. Stolpe war weitestgehend zwölf Jahre weit Premierminister – und dasjenige in verschiedenen politischen Konstellationen.

Unterdies war nebensächlich Stolpe nicht unumstritten. Von Beginn seiner Amtszeit an war er mit Stasi-Vorwürfen im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit in dieser Sowjetzone-Kirchenleitung konfrontiert. Stolpe war “IM Sekretär”, hieß es aus dieser Bürgerrechtsecke. Ohne Zweifel hatte Stolpe, dieser vor dieser Wende Konsistorialpräsident dieser Ostregion dieser Evangelischen Religionsgemeinschaft Spreeathen-Brandenburg und stellvertretender Vorsitzender des Bundes dieser Evangelischen Kirchen in dieser Sowjetzone war, Kontakte mit Erich Mielkes Leuten. Stolpe verwies gewiss darauf, dass solche Gespräche im Motivation dieser Kirchenmitglieder stattgefunden hätten. Seine Kritiker meinten dagegen, dass er Informationen reichlich Sowjetzone-Oppositionelle und Kircheninterna an die Stasi verraten habe. Stolpe überlebte politisch, obwohl durch den Extrakt dieser Ressortchef von Liga 90, Marianne Birthler und Roland Resch, die Ampelkoalition zerbrach. Zusammen mit vorgezogenen Landtagswahlen 1994 schaffte Stolpes SPD sogar die absolute Mehrheit, während Liga 90/Die Grünen – 1993 kam es zum Zusammenschluss mit den Grünen – weder noch erst den Sprung ins Parlament schafften.

Stolpe hatte nämlich eine starke Verbündete: die Brandenburger Volk. Und er schaffte es, glaubwürdig die Rolle eines Landesvaters zu verkörpern. Kritiker sprachen davon, dass sich Stolpe damit zu viel vom langjährigen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau (“Versöhnen statt spalten”) abgeschaut habe. Dies schien weder noch mal so fragwürdig, weil viele Mentor aus dem bevölkerungsreichsten deutschen Land in Brandenburg tätig waren und die Brandenburger SPD sehr innig mit den NRW-SPD zusammenarbeiteten. Eine andere Sache ist war es nebensächlich dasjenige Ostdeutsche, dasjenige Stolpe für den Märkern zusammensetzen Stein im Brett nach sich ziehen ließ. Eine Verfahren kleine Sowjetzone im beschaulichen Brandenburg – Balsam hinaus die Seele dieser durch gesellschaftliche, ökonomische und soziale Umbrüche gestressten Bewohner zwischen Prignitz und Lausitz.

Gescheiterte Großprojekte

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Manfred Stolpe und Eberhard Diepgen waren pro die Länderfusion – und scheiterten.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Unterdies geht es vielen Brandenburgern in dieser Stolpe-Epoche weder noch mal so gut, denn dasjenige Staat ist strukturschwach und dieser wirtschaftliche Auftrieb verläuft sehr langsam. Unter Stolpe angestoßene Großprojekte scheiterten. So floppten dasjenige Zeppelinprojekt von CargoLifter und die geplante Chipfabrik in Frankfurt an der Oder (Oder). Erhebliche Landesmittel sind dorthin geflossen. In Premnitz konnten viele Arbeitsplätze für dieser Märkischen Faser AG nicht gerettet werden, obwohl sich Stolpe vehement pro die Mitwirkender einsetzte. Zweitrangig die mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Autorennstrecke “EuroSpeedway” am Lausitzring kam nur sehr schwergewichtig in die Gänge. Zwar wurden die Städte aufgehübscht und die Verkehrswege saniert, hingegen die Einwohnerzahlen in den Brandenburger Kommunen sanken weiter – von dieser Landeshauptstadt Potsdam einmal außer. Unter Stolpe entwickelte sich zwar um Spreeathen dieser sogenannte Speckgürtel, hingegen entferntere Regionen wie Uckermark, Prignitz oder Lausitz blieben abgehängt.

Dazu kamen nebensächlich politische Niederlagen wie die 1996 gescheiterte Merger mit Spreeathen, pro die Stolpe verbinden mit dem Berliner Ballen Regierenden Stadtdirektor Eberhard Diepgen von dieser Die Schwarzen geworben hatte. Durchaus verweigerten ihm seine Brandenburger in dieser Frage die Gefolgschaft. Stolpe war gewiss dieser Meinung, dass sich die Fusionsfrage voraussichtlich erneut stellt, “wenn die nächste Krise drückt”. Jener “Berliner Zeitung” sagte er 2015: “Vielleicht gibt es dann doch noch mein Traumland aus Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.”

Hildebrandt pro Rot-Schwarz geopfert

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Zusammen mit Regine Hildebrandt verfängt Stolpes Überredungskunst nicht: Sie verweigert den Eintritt in ein rot-schwarzes Nebenraum.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Doch vorerst war dieser Traum ausgeträumt – und nebensächlich dieser von einer absoluten SPD-Mehrheit pro weitere fünf Jahre. Zusammen mit dieser Wahl zum Landtag 1999 blieben die SPD mit 39,3 von Hundert zwar stärkste Macht, hingegen sie verloren im Vergleich zu 1994 (54,1 von Hundert) kräftig. Dazu kam die rechtsextreme DVU in den Landtag. Ein neuer Koalitionspartner musste her und Stolpe setzte sich mit seiner Präferenz pro ein Regierungsbündnis mit dieser Die Schwarzen durch. Jener Premierminister nahm hierfür sogar in Kauf, dass die sehr populäre Arbeits- und Sozialministerin Regine Hildebrandt, die pro ein Zusammengehen mit dieser PDS warb, die Felsblock hinwarf. “Und jetzt zu den Arschlöchern”, soll Hildebrandt hinaus einer internen SPD-Sitzung reichlich eine mögliche Koalition mit den Christdemokraten gesagt nach sich ziehen. Stolpe blieb widerspenstig und zimmerte verbinden mit Die Schwarzen-Landeschef Jörg Schönbohm dasjenige rot-schwarze Liga, dasjenige zehn Jahre weit nebensächlich hielt.

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Mit Ehefrau Ingrid im Jahr 2011.

(Foto: picture alliance / dpa)

Stolpes Sturheit sollte solche ohnehin schwierige Koalition gewiss noch in Turbulenzen stürzen. Grund war eine Synchronisierung im Länderkammer reichlich dasjenige Zuwanderungsgesetz dieser Bundesregierung. Stolpe stimmte hierfür, sein Stellvertreter und Minister für Inneres Schönbohm dagegen. Jener amtierende Staatsoberhaupt dieser Länderkammer, dieser Berliner Ballen , wertet dies qua Zustimmung Brandenburgs. Die Koalition hielt trotzdem. Stolpe nahm sich selbst aus dieser Schusslinie und machte Finale sechster Monat des Jahres 2002 Sitz pro Matthias Platzeck.

Nachdem seiner Zeit qua Bundesminister wurde es still um Manfred Stolpe. Jener Krebs machte ihm und seiner die noch kein Kind geboren hat Ingrid, die qua Ärztin in Potsdam praktizierte, zu schaffen. Beiderlei gingen ungeschützt mit ihrer Krankheit um, sprachen in einer TV-Sendung darüber und schrieben darüber ein Buch. Sie zogen in eine Potsdamer Seniorenresidenz. Stolpe, dieser förmlich Waldhüter werden wollte, wirkte noch im Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs mit und ließ 2016 in dem Buch “Von Pommern bis Potsdam” sein Leben Revue vorbeigehen. Die hat ihn solange bis zuletzt nicht losgelassen. Manfred Stolpe starb am 29. Monat des Winterbeginns 2019 im Kamerad von 83 Jahren.



Quelle